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Krankheiten referenzindex «Locked-In-Syndrom»

Das sogenannte Locked-In-Syndrom ist ohne nähere Untersuchung leicht mir einem Wachkoma, das mit einer Querschnittslähmung einhergeht, zu verwechseln. Die Patienten sind jedoch erwacht und bei vollem Bewusstsein. Das lässt sich beispielsweise mithilfe von Hirnscans wie der funktionellen Magnetresonanztomografie (fMRT) feststellen.

Die Patienten können alle Sinneseindrücke verarbeiten, sind allerdings fast vollständig gelähmt und somit gewissermaßen in ihrem eigenen Köper eingeschlossen ("locked-in").

Locked-In-Patienten können so gut wie keine Reaktionen zeigen und zunächst auch nicht sprechen oder schlucken. Alle Locked-In-Patienten müssen beatmet werden. Einige Betroffene sind jedoch noch in der Lage, die Augen zu bewegen, was ihnen ermöglicht, zu kommunizieren.

Jean-Dominique Bauby, dem Chefredakteur der französischen "Elle", gelang es, ein ganzes Buch über seine Erfahrung als Lockend-In-Patient zu schreiben. Er diktierte es per Augenzwinkern. Der Titel lautet: "Schmetterling und Taucherglocke." Kann der Patient auch die Augen nicht bewegen, ist die einzige Möglichkeit zu Kommunikation eine Schnittstelle zwischen Gehirn und Computer, ein sogenanntes Brain-Computer-Interface.

Ursache für ein Locked-In-Syndrom ist meist eine Schädigung des Hirnstamms. Sie kann aufgrund eines Schlaganfalls oder eines Unfalls auftreten.

Bei einem Teil der Patienten kehren Fähigkeiten wie Sprechen und Schlucken mit therapeutischer Unterstützung wieder. Der Großteil der Patienten verstirbt jedoch.


Kommentar «Locked-In-Syndrom»