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Krankheiten referenzindex «Lymphödem»

Beschreibung

Als Lymphödem bezeichnen Mediziner eine Schwellung unter der Haut, die durch Gewebewasser (Lymphe) verursacht wird. Es tritt mehr Flüssigkeit ins Gewebe ein als über die Lymphbahnen abfließt - die Lymphe staut sich und das Gewebe schwillt an.

Lymphödeme treten entweder in einem umschriebenen Körperteil wie Gliedmaßen auf (zum Beispiel Arm oder Bein) oder betreffen den gesamten Körper (generalisiertes Lymphödem). Sie können viel oder wenig Eiweiß enthalten.

Durch die Flüssigkeitsansammlung im Gewebezwischenraum vergrößert sich der Abstand zwischen den Zellen (zum Beispiel Hautzellen) und den Blutgefäßen. Die Zellen werden nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt und können so geschädigt werden oder absterben. Ein Lymphödem muss deshalb so früh wie möglich behandelt werden, um größere Schäden zu vermeiden.

Es gibt angeborene (primäre) und erworbene (sekundäre) Lymphödeme. Letztere kommen etwa doppelt so häufig vor wie angeborene. Etwa zehn Prozent der Lymphödeme sind erblich bedingt (primär). In circa 85 Prozent der Fälle eines primären Lymphödems sind Frauen betroffen. Dabei treten die Beschwerden zum ersten Mal meist um das 17. Lebensjahr herum auf.

Lymphsystem - Aufbau und Funktion

Das Lymphsystem ist ein wichtiger Bestandteil der körpereigenen Abwehr. Eiweiße und andere Stoffe werden mit der Lymphe aus dem Gewebezwischenraum abtransportiert und somit Krankheitserreger zu den Immunzellen in die Lymphknoten gebracht.

Den Körper durchzieht ein fein verzweigtes Netz von Lymphgefäßen. Sie leiten Gewebeflüssigkeit aus allen Bereichen des Körpers ab. Feinste Lymphbahnen (Kapillaren) vereinigen sich zu immer größeren Lymphgefäßen, die schließlich in die Venen münden. Bevor das Gewebewasser in den Blutkreislauf zurückfließt, durchläuft es in der Regel mehrere Lymphknoten. Dort wird es gefiltert und gereinigt.

Das eiweißhaltige Gewebewasser ist im Gegensatz zu Blut farblos. Um Lymphe zu transportieren, ziehen sich die Lymphgefäße zusammen. Muskeln und Gelenke wirken als Pumpe auf die Lymphgefäße und unterstützen so den Abtransport der Lymphe.


Kommentar «Lymphödem»