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Krankheiten referenzindex «Magen-Darm-Infektion bei Baby & Kind - Therapie»

Magen-Darm-Infektion bei Baby & Kind - Therapie

Symptome behandeln

Die meisten Magen-Darm-Infektionen heilen von selbst aus. Eine Therapie lindert vorwiegend die Symptome, beseitigt aber nicht die Ursache. Es gibt Medikamente, die bei starken Durchfällen, Erbrechen oder Fieber zum Einsatz kommen. Der Arzt kann dem kleinen Patienten auch eine spezielle Diät verschreiben.

Bei einer Magen-Darm-Infektion muss insbesondere dem Wasser- und Elektrolytverlust entgegen gewirkt werden. Dazu wird eine sogenannte Rehydratations-Lösung eingesetzt, welche die Flüssigkeits- und Elektrolytverluste ausgleichen soll.

Babys und Kinder mit einer Magen-Darm-Infektion dürfen keine Mittel einnehmen, welche die Darmbewegungen hemmen (also den Durchfall stoppen) – sogenannte Motilitätshemmer. Diese Wirkstoffe können eine Verstopfung verursachen und die krankheitsauslösenden Bakterien oder Viren im Darm festhalten.

Bei einer schweren Magen-Darm-Infektion und hohem Flüssigkeitsverlust muss Ihr Kind eventuell in einem Krankenhaus behandelt werden. Über eine Infusion erhält es eine Elektrolytlösung, bis sich die Werte wieder normalisiert haben.

Antibiotika

Eine Antibiotika-Behandlung ist bei Magen-Darm-Infektionen in der Regel nicht erforderlich. Es gibt aber Ausnahmefälle, in denen Antibiotika verschrieben werden: Zum Beispiel bei Säuglingen in den ersten drei Monaten oder Frühgeborenen.

Bei Komplikationen wie Gelenkentzündungen, Hirnhautentzündung (Meningitis) oder Blutvergiftung wird das Kind im Krankenhaus behandelt und erhält dort über den Tropf Antibiotika.

Was Sie selbst tun können

Wenn Ihr Kind während eines Magen-Darm-Infekts keinen Appetit hat, achten Sie darauf, dass es ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Geeignet sind zum Beispiel spezielle Glucose-Elektrolytlösungen aus der Apotheke. Bei Kindern über fünf Jahren haben sich auch Fruchtsaft-Schorlen (Wasser mit einem Drittel Saft) sowie Wasser oder Tee mit einer Prise Salz und einem Teelöffel Traubenzucker bewährt. Cola-Getränke und pure Säfte sind als Flüssigkeitsersatz nicht geeignet.

Kohlensäurereiche Getränke sollten Sie eine Weile im Glas stehen lassen, damit die Kohlensäure sich verflüchtigen kann. Wenn Ihr Kind häufig erbricht, geben Sie ihm die Flüssigkeit in kleinen Mengen: Löffelweise, etwa alle ein bis zwei Minuten. Erst wenn die kleinen Mengen ohne Erbrechen toleriert werden, dürfen die Menge gesteigert und die Abstände vergrößert werden (zum Beispiel 30-50 ml alle 15 Minuten).

Ist Ihr Kind durch den Magen-Darm-Infekt geschwächt, lassen Sie es sich hinlegen. Stellen Sie eine Schüssel bereit, in die es gegebenenfalls erbrechen kann. Wischen Sie Ihrem Kind mit einem feuchten, kalten Tuch das Gesicht ab, um es zu erfrischen. Wenn es in der Lage dazu ist, sollte es sich zwischendurch den Mund ausspülen - das hilft gegen den üblen Geschmack.

Bei einem Magen-Darm-Infekt sollten Sie Ihrem Kind nach sechs bis acht Stunden ohne Nahrungsaufnahme etwas zum Essen anbieten. Kleinkinder dürfen sehr schnell wieder ihre gewohnte Kost zu sich nehmen. Für die ersten Mahlzeiten sind Nahrungsmittel mit komplexen Kohlenhydraten wie Brot mit Aufstrich, Nudeln-, Kartoffel- oder Reisgerichte, Hafer- oder Grießbrei, Salzstangen, Suppen (Kartoffelsuppe, Möhrensuppe) geeignet. Falls Ihr Kind die Nahrung nicht erbricht, kann es zur gewohnten Familienkost mit normalem Fettgehalt übergehen. Reine Säfte wie Apfelsaft oder Birnensaft sollten noch einige Tage gemieden werden.

Kinder, die mit der Flasche ernährt werden, sollten unverdünnte Säuglingsmilch bekommen. Gestillte Säuglinge sollten auch während des Magen-Darm-Infekts weiter gestillt werden.

 


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