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Krankheiten referenzindex «Magersucht - Symptome»

Erste Anzeichen

Manchmal beginnt die Magersucht (Anorexia nervosa) im Zuge einer Diät, wobei auffällt, dass der Kalorienplan langfristig beibehalten wird. Die Magersüchtigen vermeiden kalorienreiche Nahrung und essen langsam: Das Essen wird in kleine Stücke zerpflückt, und selbst kleine Mahlzeiten dauern lange. Bestimmte Nahrungsmittel wie Fleisch verschwinden ganz vom eigenen Speiseplan.

Im Gegensatz dazu kochen und backen die Nahrungsverweigerer aufopferungsvoll für Familie und Freunde, sie selbst nehmen aber an den gemeinsamen Mahlzeiten immer seltener teil. In der Küche essen sie mitunter Baby- und Kindernahrung oder Breie.

Insgesamt sind Menschen, die zu Anorexie neigen, eher kontrolliert, sie betonen die Überlegenheit der Vernunft über den Körper. Bei geistigen Herausforderungen sind sie oft perfektionistisch. Sie gönnen sich auch unabhängig vom Essen wenig Schönes und leben eher spartanisch. Körperlich sind sie sehr aktiv und treiben Sport bis zur Erschöpfung.

Extremer Gewichtsverlust

Liegt das Körpergewicht bei ansonsten körperlich gesunden Menschen 15 Prozent unterhalb des Normalgewichts, spricht man von Magersucht. Teilweise verlieren Anorektiker 20 Prozent ihres ursprünglichen Körpergewichts innerhalb von weniger als sechs Monaten. Trotz starker Gewichtsabnahme fühlen sie sich immer noch zu dick (Körperschemastörung) und wiegen sich andauernd.

Neben strenger Diät und sportlicher Betätigung verwenden viele Magersüchtige zusätzlich Appetitzügler und Abführmittel, um abzunehmen. Andere lösen selbst Erbrechen aus; die Übergänge zur Bulimie sind fließend. Oft magern sie auf 45 Prozent ihres Gewichts ab, viele wiegen nur noch um die 30 Kilogramm. Auch dann fehlt vielen jegliche Krankheitseinsicht.

Körperliche Schäden durch die Mangelernährung: Ausfall der Monatsblutung durch Hormonstörung (Amenorrhoe), keine Lust auf Sex, niedriger Blutdruck (Hypotonie), Unterzucker (Hypoglykämie), Haarausfall, Wachstumshemmung und Osteoporose sind Begleiterscheinungen der Magersucht. Weil auch der Eiweißhaushalt im Gewebe beeinträchtigt ist, können Wasseransammlungen (Ödeme) unter der Haut zu sehen sein.

Seelische Veränderungen: Magersüchtige haben panische Angst vor der Gewichtszunahme. Häufig sind sie depressiv und stark reizbar oder leben in sozialer Isolation.


Kommentar «Magersucht - Symptome»