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Krankheiten referenzindex «Magersucht - Ursachen»

Magersucht - Ursachen

Viele Ursachen...

Bei der Entstehung der Magersucht (Anorexia nervosa) wirken verschiedene Faktoren zusammen, die sich gegenseitig beeinflussen. Dazu zählen seelische, gesellschaftliche und biologische Einflüsse.

Das Schlanksein als gesellschaftliches Ideal ist oft ein erster Anstoß, abzunehmen. Diesen Impuls können gefährdete junge Menschen dann aber irgendwann nicht mehr kontrollieren und schießen über das Ziel hinaus.

Immer wieder wird als Hintergrund des Hungerns die Angst vorm Erwachsenwerden und Frau-Sein diskutiert. Das Wiedererreichen oder Beibehalten eines kindlichen Körperbildes schützt unbewusst vor Konflikten, die sich mit der erwachenden Sexualität ergeben.

Konflikte in der Familie, die unterschwellig wirken, aber nicht offen ausgesprochen werden, schüren die Magersucht zusätzlich. Deshalb wirkt sich eine Veränderung der Wohn- und Lebenssituation der Betroffenen oft positiv aus. Die Essstörung stellt manchmal einen Lösungsversuch für tiefer liegende seelische Probleme dar. Verdrängte Gefühle und Bedürfnisse werden durch das Essverhalten ersetzt. Die Magersucht kann auch stummer Protest oder Verweigerung bei einem hohen seelischen Druck sein, der anders nicht bewältigt werden kann.

Auch eine erbliche Komponente der Magersucht scheint zu bestehen. Alle Verwandten ersten Grades eines von Magersucht Betroffenen haben eine acht Mal höhere Wahrscheinlichkeit, an Anorexie zu erkranken, als der Bevölkerungsdurchschnitt.

... eine Wirkung

Alle beeinflussenden Faktoren münden in einem gemeinsamen Kernproblem, der Überschätzung des eigenen Körperumfangs. Diese sogenannte Körperschemastörung ist der Grund für das eiserne Festhalten an dem krankhaften Essverhalten. Vor allem Bauch, Oberschenkel und Hüften sind Objekt dieser Fehlwahrnehmung. Auch kurz vor dem Hungertod empfinden sich Magersüchtige als "zu dick" und zeigen dem erstaunten Gesprächspartner ihre "Fettpolster".


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