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Krankheiten referenzindex «Menière-Krankheit - Ursachen»

Zu viel Flüssigkeit

Der Ursprung der Menière-Krankheit liegt im Innenohr. Morbus Menière wird durch eine vermehrte Wasseransammlung (Hydrops) im Inneren des Hör- und Gleichgewichtsorgans verursacht. Dabei ist entweder eine übermäßige Produktion oder ein gestörter Abfluss dieser Flüssigkeit, der sogenannten Endolymphe, die Ursache der Menière-Krankheit.

Da sich eine Häufung der Menière-Krankheit innerhalb von Familien beobachten lässt, vermuten Experten auch eine erbliche Komponente.

Grundsätzlich können Entzündungen des Innenohrs (Labyrinthitis) oder Unfälle mit Schädelverletzungen zu einer Überproduktion von Endolymphe führen. Meist lässt sich aber nicht klären, warum die Gewebeflüssigkeit im Innenohr zunimmt. Auch eine fehlgeleitete und überschießende Aktivität des eigenen Immunsystems (Autoimmunreaktion) steht als mögliche Ursache für die Menière-Krankheit zur Diskussion.

Druck im Ohr

Steigt der Druck im Innenohr bei Morbus Menière durch die vermehrte Endolymphe zu sehr an, reißt die umgebende Membran vorübergehend ein. In dieser Membran befinden sich Sinneszellen des Hör-und Gleichgewichtsorgans. Durch das Einreißen entsteht ein plötzlicher Druckabfall. Die Sinneszellen werden gereizt und lösen so den Schwindel und die Hörstörung aus.

Zusätzlich ist ein Eindringen von Mineralien (vor allem Kalium) über die kleinen Einrisse in den Endolymphraum möglich, was die Funktionsfähigkeit des Gleichgewichtsorgans behindert. Sobald sich der Kurzschluss zwischen Endolympheraum und Umgebung von selbst wieder verschlossen hat, lässt auch die akute Menière-Attacke wieder nach.

Weitere Menière-Anfälle

Nach dem ersten Auftreten der Menière-Krankheit folgen meist neue Menière-Anfälle, die nicht vorhersehbar sind. Morbus Menière verläuft in der Regel chronisch. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass erneute Menière-Anfälle komplett ausbleiben. In einigen Fällen heilt die Krankheit innerhalb von fünf Jahren vollständig ab. Hintergrund ist wahrscheinlich, dass sich nach einem ausgeprägten Membraneinriss ein dauerhafter Ablauf der überflüssigen Endolymphe bildet. Wo keine Druckschwankungen entstehen, bleiben auch die akuten Schwindelanfälle aus.


Kommentar «Menière-Krankheit - Ursachen»