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Krankheiten referenzindex «Menière-Krankheit»

Beschreibung

Morbus Menière ist eine Erkrankung des Innenohrs. Der Name geht auf den französischen Arzt Prosper Menière (Paris, 1799-1862) zurück, der als erster die drei klassischen Symptome beschrieb:

  • plötzlicher Drehschwindel
  • einseitiges Ohrensausen (Tinnitus)
  • einseitige Hörminderung

Der plötzlich auftretende Drehschwindel mit Übelkeit bis hin zum Erbrechen kann ohne erkennbaren Anlass zu jeder Tages- und Nachtzeit auftreten. Meist dauert die Schwindelattacke 10 bis 20 Minuten, es sind aber auch stundenlange Anfälle möglich. Das Schwindelgefühl kann so stark ausgeprägt sein, dass der Betroffene nicht mehr stehen kann. Häufig verstärkt sich der Schwindel, wenn sich die Körperposition schnell ändert.

Zusätzlich besteht ein zeitweiser Hörverlust, der mit Ohrensausen und einem Druckgefühl im betroffenen Ohr verbunden ist. In unregelmäßigen Abständen kommt es immer wieder zu Anfällen. Sie können mehrmals pro Monat oder sehr selten im Abstand von mehreren Jahren auftreten.

Häufigkeit

In Europa sind etwa eine halbe Million Menschen von Morbus Menière betroffen. Rund 9,4 Prozent der Patienten in einer Schwindelambulanz leiden an dieser speziellen Form des Drehschwindels.

Es gibt zwei Altersphasen, in denen die Erkrankung gehäuft erstmals auftritt. Im jungen Erwachsenenalter trifft es Menschen mit krankhaften Veränderungen der Blutgefäße, die das Innenohr und seine Umgebung versorgen. Die zweite Gruppe ist meist zwischen 50 und 70 Jahre alt, wenn die Beschwerden einsetzen. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen. Bei Kindern kommt Morbus Menière extrem selten vor.


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