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Krankheiten referenzindex «Minimaler Bewusstseinszustand (Minimally Conscious State; MCS)»

Minimaler Bewusstseinszustand (Minimally Conscious State; MCS)

Auf den ersten Blick scheinen Minimaler Bewusstseinszustand und Wachkoma einander zum Verwechseln ähnlich. Die Patienten haben einen vom vegetativen Nervensystem gesteuerten Schlaf-Wach-Rhythmus und erscheinen, aufgrund geöffneter Augen, Bewegungen und Minenspiel, zeitweilig wach.

Doch während Patienten im Wachkoma, so zumindest die Lehrmeinung, lediglich zu unbewussten Reflexen fähig sind, zeigen Patienten im Minimalen Bewusstseinszustand gelegentlich zielgerichtete Reaktionen auf äußere Reize wie Töne, Berührungen oder die Gegenwart von Angehörigen, sogar Gefühlsäußerungen.

Da manche Patienten vom Wachkoma in den Minimalen Bewusstseinszustand hinübergleiten, sehen Wissenschaftler und Ärzte die Grenzen zwischen beiden Zuständen zunehmend als fließend.

Diagnose per Hirnscan

Der Einsatz von Verfahren, die elektrische Aktivität im Gehirn zeigen, kann den Grad des Bewusstseins abbilden. Die funktionelle Magnetresonanztomografie (fMRT) zeigt beispielsweise, ob und welche Hirnregionen sich durch Bilder oder Sätze aktivieren lassen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand aus dem Minimalen Bewusstseinszustand erwacht, ist weit höher als ein Wiedererwachen aus dem Wachkoma. Bessert sich der Zustand in den ersten zwölf Monaten nicht, sinkt die Chance, dass sich der Patient erholt, drastisch. Allerdings bleiben auch erwachte Patienten aufgrund ihrer gravierenden Hirnschädigung meist schwer behindert.


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