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Krankheiten referenzindex «Nierensteine»

NierensteineNierensteineNierensteine

Kleine Nierensteine gehen oft unbemerkt mit dem Urin ab. Größere Nierensteine können sich jedoch an Engstellen von Gängen einklemmen und diese verschließen. Das führt zu unerträglichen, krampfartigen Schmerzen. Keiner, der einmal an einer Nierenkolik gelitten hat, möchte diese Erfahrung wiederholen.

Wie entstehen Nieren- und Harnsteine und wer ist betroffen?

Steine in Niere und Harnwegen gehören zu den häufigsten urologischen Erkrankungen. Sie entstehen dadurch, dass normalerweise im Urin gelöste Salze ausfällen, sich als feine Kristalle ablagern und zu größeren Gebilden zusammenklumpen. Diese "onkremente" entstehen vor allem im Nierenbecken und den ableitenden Harnwegen, seltener in der Niere selbst. Sie bestehen in 80% der Fälle aus - im normalen Röntgenbild gut sichtbaren - Kalksalzen, also Kalziumverbindungen. Seltenere Bestandteile sind Harnsäure, Zystin und Xanthin. Aus welchen Substanzen und wie sich der Stein zusammensetzt, hängt von mehreren Faktoren ab, z.B. dem Säuregehalt des Urins. Harnsteine können einzeln oder zu mehreren auftreten, sehr klein sein (Harngrieß) oder so groß, dass sie zum Beispiel das gesamte Nierenbecken ausfüllen.

Etwa vier Prozent der Bevölkerung in Deutschland hat Nierensteine. Männer sind häufiger betroffen, die Neigung dazu kann vererbt werden. Begünstigt wird das Entstehen durch Störungen des Harnabflusses, Entzündungen von Niere und Harnwegen und bestimmte Stoffwechselstörungen (z.B. eine Überfunktion der Nebenschilddrüse oder Gicht). Auch rapide Gewichtsabnahmen, Medikamente und Nahrungsmittel mit hohem Purin- oder Oxalatgehalt (z.B. Innereien, Spinat, Pilze) können bei gefährdeten Personen das Risiko der Steinbildung erhöhen, insbesondere bei zu geringer Flüssigkeitsaufnahme oder starkem Schwitzen.

Verlauf und die Prognosebei Nierensteinen

Die Gefahr, dass sich immer wieder Steine bilden, ist relativ hoch. Das Risiko lässt sich deutlich mit vorbeugenden Maßnahmen verhindern. Dazu gehören eine tägliche Flüssigkeitszufuhr von 2–3 Litern, eiweiß- und salzarme, ballaststoffreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse (das die Steinbildung hemmt), das Erreichen und Erhalten eines Normalgewichts (ohne Radikaldiäten!) sowie ausreichende Bewegung.


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