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Krankheiten referenzindex «Non-Hodgkin Lymphome»

Non-Hodgkin Lymphome


Non-Hodgkin Lymphome (NHL) gehören zu den malignen Lymphomen, einer Gruppe von bösartigen Erkrankungen des lymphatischen Systems. Dabei unterscheiet man zwischen langsam wachsenden indolenten und schnell wachsenden, aggressiven Non-Hodgkin Lymphomen. Jährlich erkranken je 100 000 Einwohner 5 bis 10 Menschen neu an Non-Hodgkin Lymphomen.

Definition von Non-Hodgkin Lymphomen


Non-Hogdkin Lymphome (NHL) sind eine Gruppe von bösartigen Erkrankungen des lymphatischen Systems. Nach dem Krankheitsverlauf werden die langsam wachsenden, indolenten Non-Hodgkin Lymphome von den schnell wachsenden, aggressiven Non-Hodgkin Lymphomen unterschieden. Nach dem Ursprung der malignen Zellen unterscheidet man die B-Zell Non-Hodgkin Lymphome (85 Prozent der Fälle) von den T-Zell Non-Hodgkin Lymphomen (15 Prozent der Fälle).

Häufigkeit von Non-Hodgkin Lymphomen


Die Häufigkeit der Non-Hodgkin Lymphomen beträgt 5 bis 10 Neuerkrankungen je 100.000 Einwohner pro Jahr. Es besteht eine Zunahme der Non-Hodgkin Lymphome bei steigendem Lebensalter.

Ursache von Non-Hodgkin Lymphomen


Die Ursache der Non-Hodgkin Lymphome ist nicht bekannt. Es besteht eine überzufällige Häufung bestimmter Non-Hodgkin Lymphome mit Infektionen, z.B. mit Helicobacter pylori bei bestimmten Magenlymphomen. Aggressive Non-Hodgkin Lymphome nehmen einen raschen Krankheitsverlauf, der unbehandelt rasch zum Tode führt. Indolente Non-Hodgkin Lymphome nehmen einen langsamen Krankheitsverlauf über viele Jahre.

Symptome bei Non-Hodgkin Lymphomen


Bei Non-Hodgkin Lymphomen treten die folgenden Symptome auf:
  • Leitsymptom ist eine derbe, häufig schmerzlose Lymphknotenschwellung.
  • Allgemeinsymptome (Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust = “B-Symptomatik”) können auftreten.
  • Große Non-Hodgkin Lymphome können durch Kompression benachbarter Strukturen zusätzliche Symptome auslösen (z.B. Atemnot bei mediastinalen Lymphomen).
  • Bei ausgeprägter Knochenmarkinfiltration kann die normale Blutbildung eingeschränkt sein und es können Anämie, Granulozytopenie und Thrombopenie bestehen.

Diagnose bei Non-Hodgkin Lymphomen


Es gibt prinzipiell zwei Ansätze zur Diagnose von Non-Hodgkin Lymphomen:
  1. Feingewebliche (histologische) Diagnosesicherung aus einem vergrößerten Lymphknoten
  2. Erfassung aller Krankheitsmanifestationen („Staging“):
    • Gespräch (Anamnese)
    • körperliche Untersuchung: (Lymphknotenvergrößerungen? Milzvergrößerung?)
    • Laboruntersuchungen mit Tumormarkern
    • Computertomographie von Hals, Abdomen und Thorax-Knochenmarkhistologie

Stadieneinteilung der Non-Hodgkin Lymphome


Die Stadieneinteilung von Non-Hodgkin Lymphomen nach der sog. Ann Arbor Klassifikation erfolgt wie bei den Hodgkin Lmphomen:

Tabelle: Ann Arbor Klassifikation

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