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Krankheiten referenzindex «Pankreaskrebs»

PankreaskrebsPankreaskrebsPankreaskrebs

Pankreaskrebs


Bei Pankreaskrebs handelt es sich um eine bösartige Krebserkrankung der exokrinen Bauchspeicheldrüse (Pankreas), an der in Deutschland jedes Jahr etwa 13.500 Menschen erkranken. Erste uncharakteristische Symptome für Pankreaskrebs sind Oberbauch- und Rückenschmerzen, Gelbsucht und Gewichtsabnahme. Da Pankreaskrebs im Frühstadium meist ohne typische Symptome verläuft, wird es oft erst im fortgeschrittenen Tumorstadium entdeckt. Die 5-Jahres-Überlebensraten nach einer radikalen chirurgischen Resektion mit Entfernung der lokoregionären Lymphknotenstationen liegt bei 20 Prozent.

Definition: Was versteht man unter Pankreaskrebs?


Unter dem Begriff Pankreaskrebs versteht man eine bösartige Erkrankung der exokrinen Bauchspeicheldrüse (Pankreas), welche in ca. 90 Prozent der Fälle ein duktales Adenokarzinom darstellt. Auf die sehr seltenen endokrinen Neoplasien (z.B. Insulinom, neuroendokrine Tumore) und zystischen malignen Erkrankungen wird hier nicht näher eingegangen.

Häufigkeit von Pankreaskrebs


Pankreaskrebs ist statistisch gesehen eine Erkrankung des höheren Lebensalters; die altersspezifische Inzidenz (Anzahl der Neuerkrankungen) steigt ab dem 45. Lebensjahr und erreicht ab dem 75. Lebensjahr Werte von pro Jahr 80 bis >100 Neuerkrankungen je 100.000 Einwohner. Die Inzidenz und Mortalität (Sterblichkeit) sind nahezu identisch. In der Rangfolge der Krebstodesfälle steht Pankreaskrebs bei Männern und Frauen an vierter Stelle. In Deutschland erkranken jährlich ca. 13.500 Menschen an Pankreaskrebs. Während die Anzahl der Neuerkrankungen bei Männer seit Jahren konstant ist, nimmt sie bei Frauen in den letzten Jahren erheblich zu.

Ursachen für Pankreaskrebs


Als eindeutiger Risikofaktor für Pankreaskrebs konnte das Rauchen identifiziert werden. Wahrscheinlich sind bis zu 25 Prozent der Fälle von Pankreaskrebs auf den Nikotinmissbrauch zurückzuführen. Auch Passivraucher scheinen ein erhöhtes Risiko zu haben. Übermäßiger Alkoholkonsum hingegen ist kein Risikofaktor für Pankreaskrebs. Eine positive Familienanamnese für Pankreaskrebs, ein Diabetes mellitus sowie eine chronische Pankreatitis auf Grund einer Genmutation (Trypsinogen) sind weitere sichere Risikofaktoren für die Entwicklung von Pankreaskrebs.

Muzinöse zystische Neoplasien (MCN) und intraduktale papillär-muzinöse Neoplasien (IPMN) (Neoplasie = Neubildung von Körpergeweben) gelten als Präkanzerosen für Pankreaskrebs (Gewebsveränderungen, die mit einem erhöhten Risiko für eine bösartige Entartung einhergehen) ebenso wie Adenome (gutartige Geschwülste) der Papilla Vateri (Schleimhautfalte im Zwölffingerdarm). Gemäß der Adenom-Karzinom-Sequenz des Kolonkarzinoms kommt es hier zu einer malignen Entartung.
  • Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) - Hintergrund / Einleitung im Themenbereich Krankheiten


Neben den hier genannten Risikofaktoren konnten genetische Faktoren für die Entwicklung von Pankreaskrebs identifiziert werden. Diese genetischen Prädispositionen sind für ca. 3 Prozent der Pankreaskrebs-Fälle verantwortlich und beinhalten das familiäre Pankreaskarzinom (FPC), die hereditäre Pankreatitis und familiäre Syndrome wie das FAMMM-Syndrom (Familiary Atypical Multiple Mole Melanoma), das HNPCC-Syndrom, das Brust-und Ovarial-Krebs-Syndrom, das Peutz-Jeghers-Syndrom und das FAP-Syndrom (Familiäre adenomatöse Polyposis coli).

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