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Krankheiten referenzindex «Phlebotomus-Fieber»

Phlebotomus-FieberPhlebotomus-FieberPhlebotomus-Fieber

Was ist Phlebotomus-Fieber?

Das Phlebotomus-Fieber wird von Viren aus der Familie der Bunya-Viren verursacht. Diese Viren kommen weltweit vor, das Phlebotomus-Fieber tritt jedoch konkret im Mittelmeerraum, in Südosteuropa, Afrika, im Mittleren Osten, in Pakistan und den tropischen bis subtropischen Regionen Amerikas und Asiens auf. Es wird auch Sandmücken-Fieber, Pappataci-Fieber oder Sandfliegen-Fieber genannt.

Wie wird Phlebotomus-Fieber übertragen?

Die Viren werden durch den Stich der Sandmücke (auch: Schmetterlingsmücke) auf den Menschen übertragen. Eine direkte Ansteckung mit dem Phlebotomus-Fieber von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.

Welche Symptome treten bei Phlebotomus-Fieber auf?

Das Phlebotomus-Fieber führt zu einem grippeähnlichen Krankheitsbild mit plötzlich ansteigendem Fieber, Kopf-, Augen-, Muskel- und Gelenkschmerzen. Die Symptome klingen zwar innerhalb von drei bis vier Tagen weitgehend ab, die endgültige Heilung kann jedoch Wochen dauern.

Gelegentlich kommt es zu einer Bindehautentzündung, selten zu Hautausschlag (Exanthem) oder einer Reizung der Hirnhäute. In seltenen Fällen entwickelt sich eine Hirnhautentzündung bei einer Infektion mit dem Toscana-Virus, das zur Gruppe der Phlebotomus-Viren gehört.

Die Inkubationszeit des Sandmückenfiebers beträgt etwa drei bis sechs Tage.

Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Eine Infektion mit Phlebotomus-Viren lässt sich über spezifische Antikörper im Blut nachweisen. Die Antikörper werden vom Immunsystem passgenau für die Viren gebildet und dienen der Bekämpfung des Erregers. Der Antikörper-Nachweis ist jedoch aufwändig und für die Therapie kaum relevant. Daher stellt der Arzt die Diagnose meist nur aufgrund der Krankheitsvorgeschichte, dem Aufenthaltsort (zum Beispiel Urlaubsziel) und der Symptome.

Wie wird Phlebotomus-Fieber behandelt?

Die Therapie wird symptombezogen durchgeführt. Eine ursächliche Behandlung gegen das Phlebotomus-Virus existiert nicht.

Wie können Sie dem Phlebotomus-Fieber vorbeugen?

Eine Impfung gegen das Phlebotomus-Fieber gibt es nicht. Die Vorbeugung besteht aus der Expositionsprophylaxe gegen die Mückenstiche, das heißt: Mückenstiche werden möglichst vermieden. Zu diesem Zweck sollte man lange Ärmel und lange Hosen tragen, sich mit Mückenschutzmittel (Repellentien) einreiben und das Bett mit einem feinmaschigen Moskitonetz überspannen.

Wer einmal das Sandmückenfieber durchgemacht hat, ist wahrscheinlich für den Rest seines Lebens immun gegen den Erreger.

Prognose

Die Prognose des Phlebotomus-Fieber ist gut. Tödliche Verläufe sind extrem selten.


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