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Krankheiten referenzindex «Pocken - Vorbeugen»

Pocken - VorbeugenPocken - VorbeugenPocken - Vorbeugen

Der erfolgreichste Schutz vor einer Ansteckung mit den echten Pocken besteht in einer Schutzimpfung. Die Pockenimpfung wurde in Deutschland 1975 und weltweit 1980 abgesetzt, da die Krankheit seither als ausgerottet gilt. Ein vollständiger Impfschutz durch die Impfungen vor diesem Datum ist wahrscheinlich nicht mehr vorhanden, da die Impfungen alle fünf bis zehn Jahre aufgefrischt werden müssen. Allerdings gehen Forscher davon aus, dass geimpfte Personen einen leichteren Krankheitsverlauf haben als nicht geimpfte Menschen.

Für die Impfung wird das Vaccina-Virus verwendet. Nach der Impfung kommt es lediglich an der Impfstelle zu einer Hautreaktion mit Pustelbildung, die mit einer Narbe abheilt. Die meisten der heute über 35-Jährigen haben am rechten oder linken Oberarm eine solche Narbe. Die Pockenimpfung kann aber auch zu schweren Impfkomplikationen führen. So treten durchschnittlich bei einem von tausend Geimpften gesundheitliche Probleme auf, 15 behalten bleibende Schäden, zum Beispiel als Folge einer Gehirnentzündung (Enzephalitis), und ein bis zwei Menschen sterben an den Folgen der Impfung. Vereinzelt wurde auch von der Übertragung des Vaccina-Virus auf eine nicht geimpfte Person berichtet. Dabei handelte es sich in erster Linie um Menschen, die ein geschwächtes Immunsystem hatten, zum Beispiel  nach einer Organtransplantation. Einige dieser Erkrankungen endeten tödlich. Personen mit einem geschwächten Immunsystem sollten nicht gegen Pocken geimpft werden.

Da die Impfung auch dann einen Krankheitsschutz bietet, wenn sie bis zu vier Tagen nach der Infektion verabreicht wird, rät die WHO erst zu einer Impfung, wenn es zum Ausbruch der Pocken kommt. Nach Angaben der Bundesregierung betrug Ende 2003 die Anzahl der auf Vorrat gehaltenen Impfeinheiten rund 100 Millionen. Gleichzeitig sollen Räume für eine Massenimpfung bereitgehalten und Personal der Hilfsdienste dafür geschult werden. Die Bundesregierung empfiehlt aber weiterhin keine generellen vorbeugenden Impfungen für die Bevölkerung. Das Serum soll nur für den Fall eines Anschlags mit dem Pocken-Virus zur Verfügung stehen.


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