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Krankheiten referenzindex «Posttraumatische Belastungsstörung - Prognose»

Bei einem Drittel der Patienten mit Posttraumatischer Belastungsstörung verschwinden die Symptome innerhalb der folgenden zwölf Monaten von alleine. Nach vier Jahren ist etwa die Hälfte der Betroffenen beschwerdefrei. Doch nicht jede PTBS verblasst von allein: Zehn Jahre nach einem traumatischen Erlebnis litten einer Studie zufolge noch immer ein Drittel unter einer den Beschwerden (Kessler et al., 1995).

Bleibt die PTBS längere Zeit bestehen, schleifen sich Vermeidungsstrategien und andere problematische Verhaltensmuster ein, was die Therapie behindert. Hinzu kommen sekundäre Folgen des Traumas: Das Opfer kann seinen Beruf nicht mehr ausüben oder wird von Freunden und Familie verlassen. Die seelische Dauerbelastung kann überdies körperliche Folgen haben, wie beispielsweise eine Herz-Kreislauf-Erkrankung.

Ob eine Posttraumatische Belastungsstörung chronisch verläuft, lässt sich nicht vorhersagen. Zur Aufrechterhaltung trägt vermutlich bei,wie der Betroffene seine Erfahrung und Situation interpretiert, ob er positive oder negative Überzeugungen hegt, wie gut er von Familie und Freunden unterstützt wird.

Einem Teil der Traumatisierten gelingt es, die Traumaerfahrung für einen persönlichen Reifungsprozess zu nutzen. Experten sprechen von einer posttraumatischen Reifung (posttraumatic growth). Für sie ist das Trauma ein Anstoß ihrem Leben eine neue Richtung oder sogar einen tieferen Sinn zu geben. So kann die Konfrontation mit dem Tod dazu beitragen, das intensiver und bewusster zu leben, die Verwirklichung langgehegter Träume anzupacken oder neue Wertvorstellungen zu entwickeln, beispielsweise dem Privatleben mehr Zeit zu widmen als der Karriere.

Ein Teil der Opfer findet einen Lebenssinn darin, sich für andere Traumaopfer zu engagieren oder anderen Menschen das eigene Trauma möglichst zu ersparen. Diese Mission hilft ihnen, sich mit den eigenen schlimmen Erfahrungen auszusöhnen.


Kommentar «Posttraumatische Belastungsstörung - Prognose»