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Krankheiten referenzindex «Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)»

PhotoDiscEine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS, engl.: Post-traumatic Stress Disorder, PTSD) kann auftreten, wenn Menschen ein außergewöhnlich belastendes Erlebnis hatten oder einer starken Bedrohung ausgesetzt waren. Das können Kriegserlebnisse und Naturkatastrophen, schwere Unfälle, sexueller Missbrauch und andere Gewalterfahrungen sein, aber auch der Tod eines Angehörigen. Neuerdings werden auch lebensbedrohliche Erkrankungen wie Krebs zu den möglichen Auslösern eines Trauma gezählt. Auch Menschen, die lediglich Augenzeuge eines schrecklichen Ereignisses sind, können eine posttraumatische Belastungsstörung entwickeln.

Betroffene werden häufig von schrecklichen Erinnerungsfragmenten überwältigt - sogenannten Intrusionen oder Flashbacks. Dadurch erleben sie die traumatische Situation wieder und wieder. Auslöser der Erinnerungsflut können beispielsweise Geräusche, Gerüche oder bestimmte Worte sein. Viele traumatisierte Menschen ziehen sich zurück. Sie sind hochgradig nervös und reizbar, gleichzeitig aber in ihren Emotionen abgestumpft. Ein großer Teil der Betroffenen leidet unter Schlafstörungen und Alpträumen sowie Konzentrationsstörungen. Viele entwickeln als Folge des Traumas eine Depression.

Unmittelbar nach dem Erlebnis zeigen Betroffene meist psychische Schock- oder akute Belastungszustände. Sie fühlen sich beispielsweise wie betäubt, haben körperliche Symptome wie Zittern, Atemnot und Herzrasen. Die eigentlichen PTBS-Symptome treten normalerweise innerhalb der ersten Monate nach der traumatischen Erfahrung auf. Sie können sich aber in seltenen Fällen auch erst nach Jahren oder Jahrzehnten bemerkbar machen.

Die meisten Menschen machen mindestens einmal in ihrem Leben eine Erfahrung, die theoretisch eine Posttraumatische Belastungsstörung auslösen kann. Tatsächlich leiden aber einer repräsentativen deutschen Studie zufolge nur 2,8 Prozent der Bevölkerung unter einer PTBS (1). Über die Lebenszeit gesehen sind es einer amerikanischen Studie zufolge 7,8 Prozent (2). Naturgemäß haben manchen Berufsgruppen ein größeres Risiko, ein Trauma zu erleiden und damit eine PTBS zu entwickeln. Dazu gehören Katastrophenhelfer, Lokführer, Feuerwehrleute, Polizisten und Soldaten.


Kommentar «Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)»