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Krankheiten referenzindex «Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie)»

zamphotography/Fotolia.comBeschreibung

Unter einer gutartigen Prostatavergrößerung – auch benigne Prostatahyperplasie genannt (BPH = gutartiges Prostata-Syndrom, BPS) – verstehen Mediziner das altersbedingte und gutartige Wachstum der Vorsteherdrüse (Prostata). Es setzt etwa ab dem 30. Lebensjahr ein.

Im Gegensatz zum Prostatakrebs (Prostatakarzinom), der vorwiegend in der äußeren Zone der Vorsteherdrüse auftritt, entwickelt sich die gutartige Vergrößerung hauptsächlich in der inneren Zone, das heißt dem Bereich in unmittelbarer Nähe zur Harnröhre. Aus diesem Grund kann es hier zu einer Einengung der Harnröhre und damit zu unterschiedlich stark ausgeprägten Problemen beim Wasserlassen kommen (Blasenentleerungsstörungen).

Fabrik für Samenflüssigkeit

Die Vorsteherdrüse oder Prostata ist eine Drüse, die normalerweise die Form und Größe einer Kastanie hat. Sie befindet sich bei Männern unterhalb der Harnblase am Beginn der Harnröhre und umkleidet diese ringförmig bis zum Beckenboden. Normal ist ein Prostata-Gewicht von 25 bis 30 Gramm. Mit ihrer Rückseite grenzt die Prostata direkt an die Vorderwand des Enddarms.

Die Prostata produziert einen Teil der Samenflüssigkeit, die bei der Ejakulation ausgestoßen wird. Sie bildet zusammen mit den Samenzellen aus den Hoden sowie den Sekreten weiterer Drüsen (Samenbläschen, Bulbourethral- oder Cowper-Drüsen) das Sperma. Dessen charakteristischer Geruch stammt von einer Substanz aus dem Prostata-Sekret. Außerdem enthält dieses zahlreiche Enzyme, welche die Spermien zum Überleben und für die Befruchtung brauchen.

Neben der Produktion von Samenflüssigkeit hat die Prostata noch eine weitere Aufgabe: Ihre Muskelzellen sorgen beim Samenerguss dafür, dass die Samenflüssigkeit (Ejakulat) mit Schwung die Harnröhre verlässt.

Volkskrankheit Prostatavergrößerung

Etwa die Hälfte aller Männer über 50 Jahre und nahezu alle Männer über 80 Jahre haben nachweisbare Veränderungen im Sinne einer gutartigen Prostatavergrößerung. Nur ungefähr zehn bis 20 Prozent der Betroffenen müssen sich wegen tatsächlicher Beschwerden auch einer Therapie unterziehen.


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