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Krankheiten referenzindex «Quincke-Ödem - Therapie»

Bei der allergischen Form des Quincke-Ödems werden im akuten Anfall entzündungshemmende Medikamente eingesetzt. Das können Kortisonpräparate, Antihistaminika, Kalzium oder auch Adrenalin sein. Meist spritzt der Arzt die Mittel in die Vene.

Wurden bei einer ausführlichen Allergiediagnostik bestimmte Stoffe als Auslöser festgestellt, so stellt der Arzt einen Allergiepass aus. In Zukunft muss der Patient diese Stoffe meiden (zum Beispiel Acetylsalycilsäure, ACE-Hemmer oder bestimmte Nahrungsmittel).

Bei der angeborenen Form des Quincke-Ödems wirken entzündungshemmende Medikamente schlecht oder überhaupt nicht. Im akuten Anfall muss das defekte oder fehlende Eiweiß ersetzt werden. Dies gelingt in Form einer Injektion oder durch eine Transfusion von Blutplasma. Schwillt die Rachenschleimhaut stark an, kann unter Umständen ein Luftröhrenschnitt (Tracheotomie) notwendig sein.

Treten die Hautschwellungen wiederholt auf, sind männliche Sexual-Hormone (Androgene) eine Therapiemöglichkeit der angeborenen Form des Quincke-Ödems. Androgene führen allgemein zu einer erhöhten Eiweißproduktion. Aufgrund unerwünschter Nebenwirkungen (insbesondere bei Frauen) sollten Arzt und Patient hier jedoch Nutzen und Risiko sorgsam abwägen.


Kommentar «Quincke-Ödem - Therapie»