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Krankheiten referenzindex «Schuppen - Klebende Zellen»

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Zellen mit Turbowachstum

Auf der ganzen Körperoberfläche teilen sich die Zellen der Hornhaut. Sie wandern an die Oberfläche, sterben dort nach einer gewissen Zeit und werden abgestoßen. Genauso erneuert sich auch die Kopfhaut. Die toten Zellen sind aber so klein, das man sie nicht sieht. Diese Mini-Schuppen haben alle Menschen. Erst wenn sich die Hornhautzellen zu schnell entwickeln, kann die Kittsubstanz dazwischen nicht rasch genug abgebaut werden. Die toten Zellen hängen weiter zusammen und lösen sich in größeren Zellverbänden gemeinsam von der Haut ab. Nur die zusammenhängenden Zellen sind als Schuppen sichtbar.

Männer sind häufiger von übermäßiger Schuppenbildung betroffen als Frauen. Meist sind die Schuppen völlig harmlos und nur ein kosmetisches Problem. Allerdings können Schuppen auch ein Symptom für Erkrankungen wie Kontaktallergien, Neurodermitis oder Schuppenflechte sein.

Trocken oder fettig

Auch wenn verschiedene Ursachen zu einer sichtbaren Schuppenbildung führen, gibt es grundsätzlich nur zwei Arten von Schuppen:

  • Trockene Schuppen
  • Fettige Schuppen

Wenn es rieselt

Trockene Schuppen sind eher klein und auf dem behaarten Kopf gleichmäßig verteilt. Sie rieseln leicht vom Kopf auf Kleidung und Kissen. Bei Bedingungen, welche die Kopfhaut zu sehr austrocknen lassen oder strapazieren, nehmen die kleinen Plättchen überhand:

  • Große Hitze im Sommer
  • Zu heißes Duschen
  • Zu heißes Föhnen

Noch mehr trockene Schuppen entstehen, wenn die Hautzellen zu schnell wachsen, sich teilen und absterben. Menschen mit einer Veranlagung zu allergischen Erkrankungen (atopische Veranlagung) haben einen beschleunigten Hautstoffwechsel, sie neigen zu Heuschnupfen, Asthma und Neurodermitis. Diese sogenannten Atopiker reagieren auf viele allergische Reize stärker und anhaltender als Menschen ohne diese Anlage.

Wenn es klebt

Fettige Schuppen sind meist eine Folge einer Funktionsstörung der Talgdrüsen. Sie produzieren zu viel Talg, der sich in Form von relativ großen, gelblichen Ablagerungen zwischen den Haaren findet. Wenn man diese Schuppen zwischen den Fingern verreibt, bleibt ein öliger Film zurück.

Ist diese Überproduktion mit rötlichen Entzündungsherden verbunden, ist der Grund meist ein seborrhoisches Ekzem - ein bis fünf Prozent der Gesamtbevölkerung leiden darunter. Zum Teil beginnt es schon im Säuglingsalter; meist sind Männer im Alter ab 15 Jahren betroffen. In feuchtem Klima, besonders in Herbst und Winter, treten die öligen Schuppen besonders gehäuft auf.

Zusätzlich verkleben fettige Schuppen leicht und bilden einen idealen Nährboden für Hauterreger wie Pilze oder Bakterien. Zuerst führen diese nur zu Juckreiz, durch Kratzen graben sich die Erreger aber tiefer in die Kopfhaut, und es kommt zu Infektionen. Die Entzündung lässt die Kopfhaut anschwellen und behindert die Durchblutung. Noch mehr Schuppen entstehen, und die Haarwurzeln erhalten zu wenig Nährstoffe. Im Extremfall fallen die Haare aus.


Kommentar «Schuppen - Klebende Zellen»