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Krankheiten referenzindex «Tetanus - Therapie»

Tetanus - Therapie

Wunde ausschneiden

Zur Behandlung von Tetanus gelten drei Grundregeln:

  • Identifizierung der Eintrittspforte und Ausschneiden der Wundränder
  • Neutralisierung des Tetanus-Gifts und Immunisierung
  • Unterstützende Maßnahmen gegen die Symptome

Die Wunde wird sofort sorgfältig ausgeschnitten, was vor allem bei tiefen Wunden wichtig ist. Denn Schmutz und totes Gewebe können die Vermehrung des Tetanusbakteriums (Clostridium tetani) fördern. Einige Antibiotika sind gegen den Tetanus-Erreger wirksam, ersetzen aber das gründliche Ausschneiden der Wunde nicht.

Um das zirkulierende Tetanus-Gift zu neutralisieren, werden Antikörper (Immunglobuline), die gegen das Tetanus-Gift gerichtet sind, in die Gesäßmuskulatur und in die Wundränder gespritzt.

Atemwege offen halten

Da die Gesichts- und Kehlkopfmuskulatur verkrampft, geht es bei der Tetanus-Therapie auch darum, die Atemwege offenzuhalten. Der Erkrankte erhält über eine Nasensonde Sauerstoff, auch eine künstliche Beatmung an einer Beatmungsmaschine ist häufig nötig. Die Muskelkrämpfe werden medikamentös behandelt.

Die Tetanus-Erkrankung erzeugt keine Immunität, das heißt, die Person kann an der gleichen Infektion erneut erkranken. Wichtig ist deshalb eine vollständige Tetanusimmunisierung (= Impfung).


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