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Krankheiten referenzindex «Tuberkulose»

Die Tuberkulose wird durch Bakterien (sog. Mycobacterium tuberculosis) verursacht. Die Tuberkulosebakterien können grundsätzlich alle Organe befallen, besiedeln aber charakteristischerweise primär die Lunge. Weltweit werden jährlich rund 9 Millionen Neuerkrankungen gemeldet. Davon versterben ca. 2 Millionen, in Deutschland sind es mehrere Hundert. Damit stellt die Tuberkulose eine der häufigsten Infektionskrankheiten dar. Obgleich Deutschland vergleichsweise zu den anderen Industrieländern gehäuft Tuberkulose-Erkrankungen aufweist, sind die Erkrankungszahlen über die Jahre betrachtet tendenziell rückläufig. Im Jahr 2000 wurden in Deutschland nur noch 9064 Neuerkrankungen gemeldet, während im Jahr 1999 9.974 Erkrankungen und 1998 sogar 10.440 Erkrankungen gezählt wurden. Obwohl die Tuberkulose-Häufigkeit in Deutschland eine rückläufige Tendenz zeigt, nimmt die Gesamtzahl der Erkrankten sowie die Resistenz der Tuberkuloseerreger weltweit, v.a. in den Entwicklungsländern, zu.

Übertragung:

Die Tuberkulosebakterien werden in der Regel durch Tröpfcheninfektion (mittels Atemluft) übertragen. In Deutschland gehören häufig ältere Menschen zu den Infektionsquellen. Sehr selten können auch durch die Milch von erkrankten Rindern oder durch infizierte Haustiere die Bakterien übertragen werden.

Schutz:

In der Regel ist eine Tuberkulose-Impfung bei Erwachsenen nur in seltenen Fällen sinnvoll. Ausnahmefälle bilden z.B. medizinisches Personal und/oder Entwicklungshelfer. Bei vielen Menschen besteht bereits aufgrund einer oft unbemerkten Primärinfektion eine gewisse Abwehrkraft. Durch Hauttests kann die Immunität überprüft werden.

Bei der Lungentuberkulose kommt es zu krankhaften Veränderungen in der Lunge, die zu einem Husten mit blutigem Auswurf führen können.

Kommentar «Tuberkulose»