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Krankheiten referenzindex «Übergewicht»

Übergewicht

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Übergewicht, Untergewicht, Normalgewicht, Fettleibigkeit - zu welcher "Gewichtsklasse"  ein Mensch gehört, entscheidet der Body-Mass-Index. Er errechnet sich aus dem Verhältnis von Körpergröße und Gewicht.

Übergewicht

Menschen mit einem BMI zwischen 25 und 29,9 gelten als übergewichtig. Allerdings ist der BMI nur ein grober Richtwert. Sehr muskulöse Menschen haben oft auch einen höheren BMI, sind aber nicht zu dick. Umgekehrt können Menschen mit Normalgewicht im Grunde zu dick sein, weil sie viel Fett und wenig Muskeln haben.

Auch wenn dass Gewicht tatsächlich zu einem erhöhten Anteil aus überschüssigem Fett besteht, muss nicht jeder Übergewichtige unbedingt abspecken. Übergewicht selbst ist keine Krankheit. Wer ansonsten bei guter körperlicher Gesundheit ist, keine zusätzlichen Risikofaktoren für Diabetes, Herzinfarkt oder andere Folgekrankheiten von Übergewicht hat, und sich in seinem Körper wohlfühlt, kann so bleiben wie er ist.

Eine gesunde Ernährung und regelmäßig Sport sind gerade für übergewichtige Menschen besonders wichtig. Denn Bewegung hält mögliche gesundheitliche Folgen von zu viel Körperfett in Schach. Übergewichtige, die gesund essen und bewegungsintensiv leben, sind trotz ihrer Pfunde gesünder als so mancher schlanke Mensch.

Gewicht im Überblick
UntergewichtBMI < 18,5
NormalgewichtBMI 19 - 24,9
ÜbergewichtBMI 25 - 29,9
Fettleibigkeit, Grad 1BMI 30 - 34,9
Fettleibigkeit, Grad 2BMI 35 - 39,9
Fettleibigkeit, Grad 3BMI > 40
(Einteilung für Erwachsene)

Kündigen sich aber gesundheitliche Probleme an, beispielsweise in Form von erhöhtem Blutdruck oder Blutzuckerwerten, sollten man Gewicht verlieren. Schon ein paar Kilos reichen oft, um wieder in den grünen Bereich zu kommen.

Auch ein hoher Bauchumfang ist Grund, gegenzusteuern, da Fettdepots in dieser Region besonders gesundheitsschädlich sind. Liegt er bei Frauen bei mehr als 80 Zentimeter bzw. bei Männern über 94 Zentimter, steigt das Risiko für diverse Erkrankungen. Für Frauen mit einem Umfang von mehr als 88 Zentimeter und Männer mit 102 Zentimeter besteht ein deutlich erhöhtes Krankheitsrisiko.

Fettleibigkeit (Adipositas)

Menschen mit einem BMI von über 30 gelten als stark übergewichtig oder fettleibig (adipös). Wer davon betroffen ist sollte abnehmen. Denn Adipositas verstärkt das Risiko für ein ganzes Bündel von Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Typ-2-Diabetes, verschiedene Krebstypen und Alzheimer.

Schon wenige verlorene Kilos können einen großen Unterschied machen - die Blutfette verbessern sich, der Blutdruck sinkt und der Blutzucker normalisiert sich. So schwer es fällt: Gerade fettleibige Menschen sollten unbedingt Sport treiben - er ist das beste Gegenmittel für gewichtsbedingte Erkrankungen. Dabei muss sich niemand überfordern: Schon tägliche zügige Spaziergänge können helfen, bis man fit genug sind für mehr.

Adipös ist nicht gleich adipös. Mediziner unterteilen Fettleibigkeit in drei Schweregrade. Grad 1 ist bei einem BMI zwischen 30 bis 34,9 gegeben, Grad 2 liegt zwischen 35 und 39,9. Bei einem BMI von über 40 ist Grad 3 der Adipositas erreicht.

Scheitern die Versuche stark fettleibiger Menschen auf konventionelle Weise abzunehmen, kommt eine Magenverkleinerung in Betracht.


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