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Krankheiten referenzindex «Vorderer Kreuzbandriss»


Ein vorderer Kreuzbandriss ereignet sich in Deutschland ca. 35 000 Mal jährlich – in der Mehrheit kommt es bei Sportunfällen und Frauen zu einem Kreuzbandriss. Kurz nach dem vorderen Kreuzbandriss zeigen sich Bluterguss, Spannungsgefühl und Belastungsschmerzen.

Welche Bedeutung hat ein vorderer Kreuzbandriss?


Etwa 35 000 mal jährlich – so belegen es die Zahlen des Statistischen Bundesamtes – kommt es in Deutschland zu einer Verletzung des wichtigsten Bandes in unserem Kniegelenk: des vorderen Kreuzbandes. Der vordere Kreuzbandriss ist nicht nur die häufigste Bandverletzung im Kniegelenk, sie ist gleichzeitig auch eine der schwerwiegendsten. Durch den Kreuzbandriss ist einer der beiden zentralen Stabilisatoren des Gelenkes geschädigt. Durch den Ausfall des Kreuzbandes kommt es zu einem vermehrten Unterschenkelvorschub. Die Stabilität kann dann dauerhaft nur von den übrigen Kniebinnenanteilen aufrechterhalten werden mit der Folge weiterer Schäden an Meniskus, Bändern und Gelenkknorpel.

Welche Ursachen hat ein vorderer Kreuzbandriss?


Im sportintensiven Altersintervall von 15 bis 30 Lebensjahren kommt ein vorderer Kreuzbandriss am häufigsten vor. Frauen weisen eine bis zu achtmal höhere Verletzungsrate als Männer auf (als mögliche Ursachen hierfür werden u.a. hormonelle Einflüsse, unterschiedliche anatomische Unterschiede und differente Trainingsabläufe diskutiert.) Jeder dritte Kreuzbandriss geht zeitgleich mit einer Meniskusverletzung einher, auch die Begleitverletzungen von Bändern und Gelenkknorpel sind häufig. 


  • Knieverletzungen - Hintergrund / Einleitung im Themenbereich Krankheiten
  • Kreuzband OP - Hintergrund im Themenbereich Behandlungen
  • Vorderer Kreuzbandschaden - Hintergrund / Einleitung im Themenbereich Krankheiten
  • Konservative Therapie der vorderen Kreuzbandruptur - Hintergrund im Themenbereich Behandlungen
  • Kniescheibenbruch (Patellafraktur) - Hintergrund / Einleitung im Themenbereich Krankheiten
  • Meniskusriss - Hintergrund / Einleitung im Themenbereich Krankheiten


In Deutschland tritt ein Kreuzbandriss am häufigsten bei Sportunfällen auf – vor allem beim Fußball, Handball und beim Alpinskifahren. Aber auch Arbeits- und Verkehrsunfälle sind häufige Ursachen für einen Kreuzbandriss. Oft treten die Verletzungen des vorderen Kreuzbandes ohne unmittelbare Fremdeinwirkung auf (> 70 % der Verletzungen).

Vorderes und hinteres Kreuzband sind zentral im Kniegelenk positioniert. Sie stabilisieren das Gelenk und fast den gesamten Bewegungsablauf beim Laufen, Gehen, Springen. Typischerweise entsteht ein Kreuzbandriss durch unvorhergesehene Richtungswechsel: hohe Beschleunigungskräfte – z.B. beim Skifahren – führen am gebeugten Kniegelenk zu einer Außendrehung des Unterschenkels und gleichzeitig zu einem Aufklappen des Gelenkes an seiner Innenseite (sog. Valgusstress), sodass das ansonsten stabile Band schließlich den einwirkenden Kräften nicht standhalten kann. Auch Einwärtsdrehungen mit Verkantungen nach außen (sog. Varusstress) kommen vor, starke Streck- und Beugebewegungen können ebenfalls zu einem Kreuzbandriss führen.


Kommentar «Vorderer Kreuzbandriss»