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Krankheiten referenzindex «Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs)»

Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs)

Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs)


Beim Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs) handelt es sich um eine bösartige Veränderung von Gewebe des Gebärmutterhalses, an der in Deutschland jährlich etwa 6000 bis 7000 Frauen erkranken. Am häufigsten tritt das Zervixkarzinom bei Frauen im Alter zwischen 40 und 50 Jahren auf. Die häufigste Ursache für ein Zervixkarzinom ist eine vorangegangene Infektion mit dem sogenannten humanen Papillomavirus.

Definition: Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs)


Das Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs) ist eine bösartige Veränderung von Gewebe des Gebärmutterhalses (Zervix). Dieser ist für den Frauenarzt aufgrund seiner anatomischen Lage bei der Vorsorgeuntersuchung sehr gut zu erreichen. Aus diesem Grunde ist es möglich, durch regelmäßige jährliche Vorsorgeuntersuchungen schon bis zu 80 bis 90 Prozent aller auffälligen Gewebsveränderungen im Bereich des Gebärmutterhalses frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Häufigkeit des Zervixkarzinoms


In Deutschland erkranken etwa 6000 bis 7000 Frauen jedes Jahr an einem Zervixkarzinom. Etwa 1700 Frauen sterben jedes Jahr an dieser Erkrankung. Damit steht das Zervixkarzinom an zehnter Stelle der bösartigen Erkrankungen der Frau in Deutschland. Weltweit ist jedoch das Zervixkarzinom mit jährlich ca. 450.000 Neuerkrankungen und etwa 270.000 Todesfällen die zweithäufigste bösartige Erkrankung der Frau. Grund für die deutlich geringeren Zahlen in den so genannten entwickelten Ländern wie Deutschland dürften im Wesentlichen die Fortschritte im Bereich der Vorsorgeuntersuchungen sein. Das Zervixkarzinom tritt hauptsächlich bei jüngeren Frauen mit der größten Häufigkeit in der Altersgruppe zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr auf.
  • HPV-Impfung - Hintergrund im Themenbereich Behandlungen

Ursachen für ein Zervixkarzinom


Speziell so genannte Hoch-Risiko Typen des humanen Papillomavirus stellen die häufigste Ursache für ein Zervixkarzinom dar. Das Virus wird durch Haut- und Schleimhautkontakt übertragen, meist bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr. Gut 50 bis 80 Prozent der Bevölkerung haben in ihrem Leben bereits eine HPV-Infektion durchgemacht. In der Regel ist jedoch der gesunde und abwehrstarke Organismus in der Lage, frühzeitig gegen beginnende Zellveränderungen zu reagieren und das Virus aus dem Körper zu eliminieren. Bleibt jedoch eine Virusinfektion über einen längeren Zeitpunkt von 12 bis 24 Monaten bestehen, steigt das Risiko für die Entstehung eines Zervixkarzinoms, insbesondere bei den häufigsten Hochrisikotypen 16 und 18, deutlich an. Bei ca. 10 Prozent aller mit einem HPV-Virus infizierten Frauen kommt es zu einem chronischen Verlauf und das Virus bleibt im Körper. Dennoch tritt wiederum nur bei 3 Prozent dieser betroffenen Frauen ein Zervixkarzinom auf.

Zusätzliche Faktoren, die eine Infektion mit dem humanen Papillomavirus und damit die Entstehung eines Zervixkarzinoms begünstigen können, sind unter anderem Rauchen, Immunschwäche, andere Infektionen im Genitalbereich, Langzeiteinnahme hormoneller Verhütungsmittel und Geschlechtsverkehr mit häufigem Partnerwechsel.

Entstehung des Zervixkarzinoms


Nach der Infektion des Körpers mit dem humanen Papillomavirus kann es im Bereich des Gewebes des Gebärmutterhalses zu Zellveränderungen kommen, die zunächst nur Vorstufen einer Krebserkrankung darstellen. Ein Teil dieser Veränderungen kann sich im weiteren Verlauf von selbst zurückbilden und die Erkrankung damit komplett ausheilen. Ein weiterer Teil der Veränderungen wird sich jedoch bei Unterbleiben einer entsprechenden Therapie weiter entwickeln bis zu einem Zervixkarzinom.

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