Zöliakie und Sprue. Causes, symptoms, treatment Zöliakie und Sprue

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Zöliakie ist eine chronische Erkrankung des Dünndarms, bei der eine Unverträglichkeit gegenüber Gluten (in Getreide enthaltenes Kleber-Eiweiß) vorliegt. Das klassische Zöliakie-Symptom ist Durchfall. Bei vielen Zöliakie-Erkrankten treten die typischen Symptome aber nicht auf. Früher wurde zwischen Zöliakie und Sprue unterschieden – je nachdem, ob die Erkrankung im Kindes- oder Erwachsenenalter auftrat. Inzwischen spricht man nur noch von Zöliakie, da man nun weiß, dass es sich um die gleiche Krankheit handelt.

Wie entsteht Zöliakie (Sprue)?


Anscheinend wird bei Zöliakie-Patienten eine falsche Aminosäure in ein körpereigenes Eiweiß eingebaut, das bei der Erkennung von Feinden eingesetzt wird. Dadurch wird Gluten, ein in Getreide enthaltenes Kleber-Eiweiß, länger an diese Immunzellen gebunden und löst eine Fremdkörperreaktion aus – die eigentlich unnötig ist. Die Abwehrzellen greifen allerdings nicht nur das Gluten an, sondern schädigen auch die Darmschleimhaut: Durch die Unverträglichkeit gegen Gluten schrumpfen die Dünndarmausstülpungen. Damit können Fette, Zucker, Proteine, Vitamine, Mineralien und sogar Wasser nicht mehr richtig in den Körper aufgenommen werden (Malassimilation). Der Mangel an diesen Substanzen wiederum führt zu ganz vielfältigen Symptomen und Beschwerden.

Kann man Zöliakie vorbeugen?


Die genauen Ursachen von Zöliakie sind noch nicht geklärt, aber eine genetische Veranlagung scheint eine Rolle zu spielen. Die einzige derzeit empfohlene präventive Maßnahme ist, Säuglingen unter sechs Monaten keine glutenhaltigen Lebensmitteln anzubieten.

Verwandte eines Zöliakie-Patienten sind häufiger betroffen als der Rest der Bevölkerung. Diese Personen sollten sich untersuchen lassen, insbesondere falls eines oder mehrere der typischen Zeichen auftreten. Zöliakie-Erkrankte leiden gehäuft am Diabetes vom Typ 1. Beiden Krankheiten liegen Fehler im Immunsystem zugrunde. Vermutlich führt eine genetische Glutenüberempfindlichkeit zu einer Kettenreaktion, in deren Folge Zellen des Immunsystemüberreagieren und körpereigenes Gewebe angreifen (Autoimmunkrankheit). Werden bestimmte Zellen der Bauchspeicheldrüsen zerstört, entwickelt sich ein Insulinmangel und damit Diabetes.

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