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Krankheiten referenzindex «Zwangsstörung - Tipps für Angehörige»

Eine Zwangserkrankung ist nicht nur für den Patienten eine Belastung, sondern auch für alle, die mit ihm zusammenleben. Die zeitaufwendigen Zwangshandlungen gehen auch zu Lasten der Partner und Familie. Mitunter wird ihnen sogar abverlangt, sich dem Zwang zu unterwerfen, indem sie beispielsweise überzogene Hygieneregeln einhalten sollen.

Folgende Tipps können helfen, mit der schwierigen Situation fertig zu werden:

  • Das Zwangsritual lässt sich vom Patienten willentlich nur begrenzt und mit großem Kraftaufwand kontrollieren. Die Aufforderung, sich zusammenzureißen, oder Diskussionen über die Sinnlosigkeit des Tuns helfen daher nicht weiter. Das einzig wirklich Hilfreiche ist eine Therapie.
  • Ermutigen Sie daher Ihren Angehörigen, sich therapeutische Hilfe zu suchen.
  • Unterstützen Sie Ihren erkrankten Angehörigen nicht in seinem Ritual. Helfen Sie ihm beispielsweise nicht, vor dem Verlassen des Hauses sämtliche Elektrogeräte zu kontrollieren, oder Dinge für ihn zu zählen, um ihn zu beruhigen. Auf Dauer stabilisieren Sie dadurch nur das Zwangsverhalten.
  • Loben Sie ihn für Fortschritte, aber kritisieren Sie Ihn nicht, wenn sich die Symptome auch wieder einmal verstärken - beispielsweise, wenn der Betroffene unter Druck steht. Solche Schwankungen in der Symptomstärke sind normal.
  • Lassen Sie sich vom Zwang ihres Angehörigen nicht vereinnahmen. Gehen Sie weiterhin Ihren Hobbys nach, treffen Sie Freunde und versuchen Sie, auch mit dem Zwangserkrankten im Rahmen seiner Möglichkeiten etwas zu unternehmen.
  • Geben Sie Ihrem erkrankten Angehörigen klare Grenzen vor für das, was sie bereit sind in Kauf zu nehmen und was nicht.
  • Wenn Sie entnervt sind und zornig sind – und das ist unvermeidlich - machen Sie deutlich, dass sich dies auf die Symptome bezieht und nicht auf Ihren Angehörigen.

 


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