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«abnobaVISCUM Abietis D6»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Wirkstoff
Jede Ampulle enthält 1 ml Viscum album Abietis ex herba recente col. D6
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme / Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.
• Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
• Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
• Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.
• Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:
Was ist abnobaVISCUM Abietis D6 und wofür wird es angewendet?
abnobaVISCUM Abietis D6 ist ein anthroposophisches Arzneimittel zur begleitenden Behandlung bei Krebserkrankungen.
Anwendungsgebiete gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis
Dazu gehören:
Anregung von Form- und Integrationskräften zur Auflösung und Wiedereingliederung verselbständigter Wachstumsprozesse, z. B.:
• bösartige und gutartige Geschwulsterkrankungen
• Vorstufen bestimmter Krebserkrankungen (definierte Präkanzerosen)
• Vorbeugung gegen Rückfälle (Rezidivprophylaxe) nach Geschwulstoperationen

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Was müssen Sie vor der ANWENDUNG von abnobaVISCUM Abietis D6 beachten?
abnobaVISCUM Abietis D6 darf nicht angewendet werden bei:
• Bösartigen Erkrankungen der blutbildenden Organe
• Hypernephrom und malignem Melanom
• Akut entzündlichen bzw. hoch fieberhaften Erkrankungen: wenn eine akut entzündliche oder fieberhafte Erkrankung (Körpertemperatur über 38° C) vorliegt, sollten Sie die Behandlung erst nach Abklingen des Fiebers bzw. der Entzündung beginnen bzw. fortsetzen.
• Chronischen granulomatösen Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen
• Bekannten Allergien auf Mistelzubereitungen: Eine Fortsetzung der Therapie ist erst nach erfolgter Desensibilisierung möglich.
• Hyperthyreose mit nicht ausgeglichener Stoffwechsellage
• Schwangerschaft und Stillzeit und bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von abnobaVISCUM Abietis D6 ist erforderlich,
• wenn Sie die Dosis steigern: Durch eine zu starke Dosissteigerung (bei Überspringen der nächst stärkeren Dosierung auf die übernächste) kann es zu allergoiden (allergischen Überempfindlichkeitsreaktionen ähnlichen) Reaktionen kommen, die ärztliche Notfallmaßnahmen erfordern.
• Nach Therapiepausen kann Ihre Reaktionsbereitschaft auf die Mistelgaben verändert sein. Ob und in welchem Maße Sie dann eine niedrigere Anfangsdosis erhalten, entscheidet Ihr Arzt.
• Wenn Sie unter primären Hirn- und Rückenmarkstumoren oder intracraniellen Metastasen mit Gefahr einer Hirndruckerhöhung leiden, sollten Ihnen die Präparate nur nach strenger Indikationsstellung und unter engmaschiger klinischer Kontrolle verabreicht werden.
• Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es ist nicht bekannt, ob abnobaVISCUM Abietis D6 die Verkehrstüchtigkeit oder die ähigkeit, Maschinen zu bedienen, beeinflusst. Falls Sie jedoch Symptome wie Fieber verspüren, die mit der Anwendung von abnobaVISCUM Abietis D6 zusammenhängen (siehe mögliche Nebenwirkungen), dürfen Sie so lange nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen, bis diese Symptome abgeklungen sind.

Wie wird es angewendet?

Wie ist abnobaVISCUM Abietis D6 ANZUWENDEN?
Einleitungsphase
Dosierung und Häufigkeit der Anwendung
Soweit nicht anders angegeben, erfolgt die Dosierung stets mit 1 ml der Injektionslösung der angegebenen Potenz. Sie sollten die Behandlung mit der Potenzstufe D30 dreimal wöchentlich beginnen und dann solange vorsichtig mit den nächst höheren Potenzen schrittweise (d.h. die Zahl, die die Potenz angibt, wird niedriger) weiterführen, bis Sie die optimale Dosis erreicht haben. Die Dosierung erfolgt grundsätzlich individuell nach Anweisung des Arztes und richtet sich nach Ihrer Reaktionslage.
Ermittlung der individuellen Dosis
Die individuelle Dosis ist diejenige, bei der sich bei Ihnen mindestens eine der im folgenden genannten Reaktionen zeigt:
a). Änderung des subjektiven Befindens
Besserung des Allgemeinbefindens (Zunahme von Appetit und Gewicht, Normalisierung von Schlaf, Wärmeempfinden und Leistungsfähigkeit) und der psychischen Befindlichkeit (Aufhellung der Stimmungslage, Zunahme von Lebensmut und Initiativfähigkeit) sowie eine Linderung von Schmerzzuständen zeigt Ihnen an, dass Sie im wirksamen Bereich dosieren.
Am Injektionstag eventuell auftretende Abgeschlagenheit, Frösteln, allgemeines Krankheitsgefühl, Kopfschmerzen und kurzzeitige Schwindelgefühle sind keine Zeichen von Unverträglichkeit, sondern weisen auf eine wirksame, möglicherweise schon zu hohe Dosierung hin. Wenn diese Erscheinungen innerhalb der nächsten 48 Stunden noch nicht abgeklungen sind oder ein tolerables Maß übersteigen, sollten Sie Ihren Arzt fragen.
b). Lokale Entzündungsreaktion
An der Injektionsstelle erfolgt eine Lokalreaktion. Diese sollte nicht größer als 5 cm im Durchmesser sein.
c). Temperaturreaktion
Es können drei Arten von Temperaturreaktionen beobachtet werden:
- Sofortreaktion: Ein Temperaturanstieg im Verlauf der nächsten Stunden nach der Injektion
- Rhythmisierende Reaktion: Man beobachtet die Wiederherstellung der im Normalfall auftretenden (physiologischen) Temperaturdifferenz zwischen morgens und abends von mindestens 0,5° C. Die erste Messung soll morgens vor dem Aufstehen, möglichst vor 7.00 Uhr, die zweite Messung nachmittags zwischen 14.00 und 18.00 Uhr nach einer halben Stunde Liegeruhe erfolgen. Es soll immer zur gleichen Zeit gemessen werden. Die zweite Messung sollten Sie möglichst zum Zeitpunkt des individuellen Temperaturmaximums durchführen. Falls es erforderlich ist, das individuelle Temperaturmaximum zu ermitteln, muss eine Tagesmessung durchgeführt werden. Dazu wird von 7.00 bis 21.00 Uhr alle zwei Stunden nach Liegeruhe gemessen.
- Spätreaktion: Im Verlauf der Behandlung steigt der mittlere Temperaturwert, der zwischen dem morgendlichen und abendlichen liegt, an.
d). Immunologische Reaktion
Ihr Arzt kann durch Laboruntersuchungen Ihres Blutes eine positive Reaktion Ihres Immunsystems feststellen. Dies kann durch einen Anstieg bestimmter weißer Blutkörperchen (Lymphozyten und Eosinophile) im Blut nachgewiesen werden.
Die individuelle Dosis kann schon bei der Potenzstufe D30 vorliegen. Andernfalls erhöhen Sie die Dosis schrittweise auf die Potenzstufen D20, D10 und D6 mit jeweils 3 Injektionen pro Woche.
Da beim Übergang von einer Potenzstufe auf die nächst höhere Konzentration (d.h. tiefere Potenz) heftige Reaktionen auftreten können, sollte zunächst nur 0,5 ml Injektionslösung der nächst höheren Konzentration (d.h. der tieferen Potenz) injiziert werden.
Gelingt es nicht, eine der genannten Reaktionen zu erzielen, so fragen Sie bitte Ihren behandelnden Arzt. Er wird eventuell die Injektionshäufigkeit ändern oder auf abnobaVISCUM eines anderen Wirtsbaumes wechseln.
Wenn Sie durch Ihre Tumorerkrankung Fieber bekommen, können die Temperaturreaktionen nicht zur Ermittlung der individuellen Dosis herangezogen werden, es wird mit niedrigen Konzentrationen eine Normalisierung und Rhythmisierung der Körpertemperatur angestrebt. In diesen ällen dienen die lokalen Entzündungsreaktionen und das Allgemeinbefinden Ihrem Arzt neben den üblichen onkologischen Verlaufskriterien zur Orientierung.
Ändert sich im Laufe der Behandlung Ihre Reaktionslage, so muss auch die individuelle Dosis neu ermittelt werden. Neben Allgemeinbefinden, Lokal- und Temperaturreaktion können auch immunologische Parameter zur Beurteilung Ihrer Reaktionsfähigkeit herangezogen werden. Auch während einer
Strahlen-, Chemo- oder Hormontherapie oder nach einer Operation kann sich Ihre individuelle Reaktionslage verändern und so eine Dosisanpassung erforderlich machen.
Erhaltungsphase
Mit der so ermittelten optimalen individuellen Konzentration bzw. Dosis wird die Behandlung fortgesetzt. Zur Vermeidung von Gewöhnungseffekten empfiehlt sich eine rhythmische Anwendung:
- Abwechslung mit geringeren Konzentrationen bzw. Dosen in Form auf- und evtl. auch absteigender Dosierungsreihen
- Rhythmisierung der Injektionsintervalle, z. B. Injektion am Tag 1, 2 und 5 jeder Woche
- Einfügung von Pausen, z. B. Wochen Pause nach 4 Wochen Therapie
In Abständen von 3 – 6 Monaten sollte die Dosierung anhand der Patientenreaktion (siehe unter 3. a – d „Wie ist ABNOBAVISCUM ABIETIS D6 anzuwenden?“) sowie des Tumorverhaltens überprüft werden.
Applikationshäufigkeit
Subcutane Injektion: x wöchentlich, soweit nicht anders verordnet.
Dauer der Anwendung
Die Dauer der Behandlung ist prinzipiell nicht begrenzt. Sie wird von Ihrem Arzt festgelegt und richtet sich nach dem jeweiligen Risiko für ein Tumorrezidiv (Wiederauftreten eines gleichartigen Tumors nach vorausgegangener Behandlung) und nach Ihrem individuellen Befinden bzw. Befund. Sie sollte mehrere Jahre betragen wobei in der Regel Pausen in zunehmender Länge eingelegt werden.
Zeiten seelischer und körperlicher Belastung, insbesondere Viruserkrankungen, erfordern eine intensivere Beobachtung. Während der Ferien oder Reisen sollten Sie die Behandlung fortsetzen.
Art der Anwendung
Der Inhalt der Ampulle wird auf eine Spritze aufgezogen und streng subkutan injiziert. Da die Präparate unter strengem Oxidationsschutz hergestellt worden sind, sollten sie unmittelbar nach dem Öffnen der Ampullen injiziert werden. Angebrochene Ampullen dürfen nicht mehr für eine spätere Injektion verwendet werden.
Die subcutane Injektion erfolgt in Tumor- oder Metastasennähe. Nicht in entzündete Hautbereiche (z. B. Lokalreaktion) oder Bestrahlungsfelder injizieren. Falls die Injektion in Tumornähe für den Patienten zu belastend ist, kann z.B. auf Bauch, Oberschenkel oder Oberarm ausgewichen werden.
Nach der Injektion sollten Sie möglichst eine Ruhepause einlegen.
Wenn Sie eine größere Dosierung abnobaVISCUM Abietis D6 angewendet haben, als Sie sollten,
können Reaktionen wie sie unter Nebenwirkungen beschreiben sind, auftreten. Die nächste Injektion sollte dann erst nach Abklingen dieser Symptome und in reduzierter Dosierung erfolgen.
Wenn Sie die Anwendung von abnobaVISCUM Abietis D6 vergessen haben,
folgen Sie für die weiteren Injektionen Ihrem normalen Therapieplan.
Wenn Sie die Anwendung von abnobaVISCUM Abietis D6 abbrechen,
müssen Sie bei Neubeginn der Therapie wieder mit der niedrigen Anfangsdosierung beginnen.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme/Anwendung von abnobaVISCUM Abietis D6 mit anderen Arzneimitteln
Zu Wechselwirkungen mit anderen immunmodulierenden Substanzen (z.B. Thymusextrakten) liegen keine Untersuchungen vor. Bei zeitnaher Anwendung entsprechender Präparate ist eine vorsichtige Dosierung und Kontrolle geeigneter Immunparameter empfehlenswert.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
Siehe unter 2. „Besondere Vorsicht bei der Anwendung von abnobaVISCUM Abietis D6 ist erforderlich, “
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann abnobaVISCUM Abietis D6 Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Einige dieser Nebenwirkungen können schwerwiegend sein und Notfallmaßnahmen, wie sie bei Schock üblich sind, erfordern.
Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind:
Eine geringe Steigerung der Körpertemperatur, örtlich begrenzte entzündliche Reaktionen um die Einstichstelle der subkutanen Injektion sowie vorübergehende leichte Schwellungen benachbarter Lymphknoten sind unbedenklich.
Bei Fieber über 38 °C (evtl. mit Abgeschlagenheit, Frösteln, allg. Krankheitsgefühl, Kopfschmerzen und kurzzeitigen Schwindelgefühlen) oder bei größeren örtlichen Hautreaktionen über 5 cm Durchmesser sollte die nächste Injektion erst nach Abklingen dieser Symptome und in reduzierter Konzentration bzw. Dosis gegeben werden.
Das durch abnobaVISCUM Abietis D6-Injektion hervorgerufene Fieber soll nicht durch fiebersenkende Mittel unterdrückt werden. Bei länger als drei Tage anhaltendem Fieber ist an eine infektiösen Prozess oder Tumorfieber zu denken.
Übermäßige lokale Reaktionen lassen sich durch Verdünnung des Ampulleninhaltes mit physiologischer Kochsalzlösung vermindern.
Es können örtliche oder allgemeine allergische oder allergoide Reaktionen (generalisierter Juckreiz, Nesselsucht, Hautausschläge, allergische Schwellung in Mund und Hals (Quinckeödem), Schüttelfrost, Atemnot, Verkrampfung der Atemwege, Schock) auftreten, die ein Absetzen des Präparates und sofortige ärztliche Behandlung erforderlich machen.
Es kann zur Aktivierung von Entzündungen kommen (z.B. chronische Sinusitis, Zahnwurzelgranulome, Gingivitis).
Venen können mit entzündlichen Reizerscheinungen (Thrombophlebitis) reagieren. Eine vorübergehende Therapiepause ist erforderlich.
Es wurde über das Auftreten chronisch granulomatöser Entzündungen (Sarkoidose und Erythema nodosum) und von Autoimmunerkrankungen (Erythema exsudativum multiforme und Kälteagglutininerkrankung) berichtet.
Bei primären Hirn- und Rückenmarkstumoren oder bei Hirnmetastasen ist theoretisch eine Hirndruckerhöhung nicht auszuschließen.
Es kann zu einem Anstieg des Harnsäurespiegels, zu einem Abfall der Albuminkonzentration und einem Abfall des Gesamtproteins kommen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Wie ist abnobaVISCUM Abietis D6 aufzubewahren?
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Ampullenetikett nach
„Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Aufbewahrungsbedingungen:
Nicht über 25C lagern.
Die Aufbewahrung im Kühlschrank wird empfohlen. Nicht einfrieren.
Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch
Angebrochene Ampullen dürfen nicht mehr für eine spätere Injektion verwendet werden.

Zusätzliche Informationen

Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben
Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
abnobaVISCUM Abietis D6
Flüssige Verdünnung zur Injektion


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