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«Accupaque 300 mg J/ml - parenterale Röntgenkontrastmittellösung»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Accupaque ist ein Röntgenkontrastmittel, das den Wirkstoff Iohexol enthält, zur Anwendung an Erwachsenen, Frühgeborenen, Neugeborenen, Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen bei der

  • Röntgendarstellung des Herzens und der Blutgefäße
  • Röntgendarstellung der Nieren und Harnwege (Urographie)
  • Verstärkung des Kontrastes bei einer Computertomographie (CT-Kontrastverstärkung)
  • Einbringung von Kontrastmittel in den Wirbelkanal (Zervikal-Myelographie und Computertomographie der basalen Zisternen nach erfolgter subarachnoidaler Instillation)
  • Röntgendarstellung von Gelenken (Arthrographie)
  • Röntgendarstellung der Eileiter (Hysterosalpingographie)
  • Röntgendarstellung der Gänge der Speicheldrüsen (Sialographie)
  • Untersuchungen des Magen-/Darmtraktes

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

ACCUPAQUE darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Iohexol oder einen der sonstigen Bestandteile sind (siehe Abschnitt 6 „Weitere Informationen“)
  • bei bestehender Überfunktion der Schilddrüse
  • bei schwerwiegenden Reaktionen auf Accupaque in der Vorgeschichte
  • Accupaque 300 mg J/ml und 350 mg J/ml sind bei Kindern bis zu 14 Jahren für das bildgebende Verfahren, bei dem ein Kontrastmittel in den Wirbelkanal gespritzt wird,nicht geeignet .

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von ACCUPAQUE ist erforderlich

Vor der Behandlung mit Accupaque teilen Sie Ihrem Arzt oder Röntgenassistenten mit, ob

  • bei Ihnen schon mal eine allergische Reaktion auf ein Kontrastmittel aufgetreten ist
  • Sie an anderen Allegien oderAsthma leiden
  • Sie zuvor bereits wegen einer Schildrüsenkrankheit behandelt wurden
  • Sie eine angeborene Stoffwechselerkrankung, Diabetes, Epilepsie oder einen Tumor der Nebenniere (Phäochromozytom) haben
  • Sie Herz- Lungen- Leber- oder Nierenprobleme haben
  • Sie eine Gehirnerkrankung, einen Gehinrtumor oder einen Rückenmarkstumor haben
  • Sie an einem vermehrten Vorkommen von bestimmten Eiweissen im Blut leiden
  • Sie an einer Krankheit leiden, deren Ursache eine überschießende Reaktion des Immunsystems gegen körpereigene Gewebe ist (Autimmunkrankheit)
  • Sie an einer Muskelschwächekrankheit namens „Myastenia gravis“ leiden
  • wenn Sie eine Blutuntersuchung durchführen lassen möchten (da Accupaque das Ergebnis beeinflussen kann)

Anwendung im Rückenmark:

Nach einer Verabreichung des Kontrastmittels in den Wirbelkanal sollten Sie Bettruhe einhalten und mit einem etwa um 20° angehobenen Kopfende eine Stunde lang verweilen Ambulante Patienten sollten während der ersten 24 Stunden nicht völlig allein sein. Genauere Anweisungen wird Ihnen der Arzt geben.

Bei Anwendung von ACCUPAQUE mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Röntgenassistenten, ob Sie momentan mit einem der nachfolgenden Arzneimittel behandelt werden oder kürzlich behandelt wurden:

  • Krampflösende Medikamente
  • Diabetesmedikamente wie Metformin
  • Andere Kontrastmittel
  • Interleukin-2
  • Betablocker

Bitte teilen sie aber auch dem Arzt oder Röntgenassistenten mit, wenn Sie weitere Arzneimittel einnehmen/ anwenden bzw vor kuzem eingenommen/ angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bei der Anwendung von Medikamenten, die die Krampfschwelle erniedrigen können, kann es zu Wechslewirkungen kommen. Es empfiehlt sich diese Medikamente 48 Stunden vor und bis 24 Stunden nach der Untersuchung abzusetzen:

  • Phenothiazinderivate
  • Antihistaminika
  • Arzneimittel gegen Depression, wie z.B. trizyklische Antidepressiva oder Monoaminooxidasehemmer
  • Analeptika
  • Antipsychotika
  • Neuroleptisch wirkende Antiemetika

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind, oder glauben schwanger zu sein, oder eine Kind stillen, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Röntgenassistenten, bevor Ihnen dieses Arzneimittel verabreicht wird.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.
Es ist nicht ratsam, innerhalb der ersten 24 Stunden nach einer Untersuchung im Rückenmark ein Auto zu lenken oder Maschinen zu bedienen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von ACCUPAQUE Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.

Wie wird es angewendet?

Die Dosierung hängt von der Art der Untersuchung, dem Alter, dem Gewicht, der Herzleistung und dem Allgemeinzustand des Patienten sowie der angewendeten Methode ab. Üblicherweise werden die gleiche Jodkonzentration und das gleiche Volumen wie bei anderen gängig eingesetzten, jodierten Röntgenkontrastmitteln verwendet.
Die Gesamtdosis von 1,5g Jod pro kg Körpergewicht sollte pro Untersuchungstag nicht überschritten werden. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr vor und nach der Verabreichung sollte, wie auch bei anderen Kontrastmitteln, gewährleistet sein.

Art der Anwendung:
Zur intravenösen (in Venen), intraarteriellen (in Arterien) und intrathekalen Anwendung (im Rückenmark), zum Einnehmen und zum Einbringen in Körperhöhlen.
Kontrastmittel die vor der Anwendung auf Körpertemperatur erwärmt werden, sind besser verträglich und lassen sich aufgrund der geringeren Viskosität leichter injizieren.
Der Patient sollte in den letzten 2 Stunden vor der Untersuchung nichts mehr essen.

Hinweis für den Arzt Informationen zur Dosierung finden Sie am Ende der Gebrauchsinformation.

Wenn eine größere Menge von ACCUPAQUE angewendet wurde als vorgesehen

Dieser Fall ist eher unwahrscheinlich, aber sollte er dennoch eintreten, wird ein Arzt die eventuell auftretenden Symptome behandeln.

Hinweis für den Arzt Informationen zur Überdosierung finden Sie am Ende der Gebrauchsinformation.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann ACCUPAQUE Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Röntgenassistenten, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Schwerwiegende Reaktionen sowie Todesfälle werden nur sehr selten beobachtet.

Die Nebenwirkungen werden in in folgenden Häufigkeiten angegeben:

Allgemeine Nebenwirkungen (gelten für alle Anwendungen jodierter Kontrastmittel):

Häufig: Hitzegefühl

Gelegentlich: Übelkeit

Selten: Verlangsamte Herztätigkeit, erschwerte Atemtätigkeit, Kopfschmerzen, Muskelstarre, Erbrechen, Rötung, Ausschlag, Juckreiz, Nesselsucht, Fieber, Schwellung von Haut und Schleimhaut, Überempfindlichkeit

Sehr selten: Kehlkopfschwellung, Verkrampfung der Bronchialmuskulatur, Ansammlung von Körperflüssigkeiten im Lungengewebe, Geschmacksstörung, metallischer Geschmack, Durchfall, Bauchschmerzen /Unbehagen, Bluthochdruck, Blutdruckabfall, Schüttelfrost

Nicht bekannt: Vergrößerung der Speicheldrüsen, Jodismus, anaphylaktoide Reaktion / anaphylaktischer Schock

Anwendung in Gefäßen (intraarteriell und intravenös):

Häufig: Vorübergehender Anstieg des Kreatiningehaltes des Blutes, Hitzegefühl

Gelegentlich: Schmerzen am Verabreichungsort

Selten: Herzrhythmusstörungen, akutes Nierenversagen

Sehr selten: Eingeschränkte Beweglichkeit des Herzmuskels, epilepsieartige Krämpfe, Husten, erschwerte Atemtätigkeit, bestimmte Form der Ansammlung von Körperflüssigkeiten im Lungengewebe (nicht-kardiogenes Lungenödem), Hitzewallung

Nicht bekannt: Herzstillstand, Mangeldurchblutung des Herzens, eingeschränkte Bewegung, Störung des Hörens, Sehens, Spürens, Riechens, Schmeckens (sensorische Störung), vorübergehende Blindheit, Stimmritzenkrampf, Gelenkschmerzen, Überfunktion der Schilddrüse, Verkrampfung von Arterien, Mangeldurchblutung, Blutgerinnsel und Entzündung von Venen, anfallsweise auftretende Rötung der Haut, Reaktion an der Injektionsstelle, Verwirrtheit

Anwendung im Rückenmark

Nebenwirkungen nach einer Anwendung im Rückenmark können verzögert auftreten und einige Stunden oder sogar Tage nach der Untersuchung zu Tage treten.

Sehr häufig: Kopfschmerzen

Häufig: Übelkeit, Erbrechen

Gelegentlich: Chemische Entzündung der Gehirnhaut

Selten: Schwindel, Durchfall, epilepsieähnliche Krämpfe, Schmerzen und Krämpfe in den Gliedmaßen, Nackenschmerzen

Nicht bekannt: anormales Elektroenzephalogramm (Messung der elektrischen Aktivität des Gehirns), schmerzhaften Nackensteifigkeit bei Reizungen und Erkrankungen der Hirnhäute, Ameisenlaufen, Lichtempfindlichkeit, Gehörverlust, Muskelverkrampfung, vorübergehende Blindheit, Lichtscheu, Reaktion an der Injektionsstelle, Verwirrtheit

Anwendung in Körperhöhlen

Nach Einnahme:

Sehr häufig: Durchfall

Häufig: Übelkeit, Erbrechen

Gelegentlich: Bauchschmerzen

Röntgendarstellung der Eileiter:

Sehr häufig: Bauchschmerzen

Röntgendarstellung von Gelenken:

Sehr häufig: Schmerzen

Nicht bekannt: Gelenksentzündung

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bei 2 - 30°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und sekundären Röntgenstrahlen zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Anbruchstabilität:
Nicht verwendete Lösungen verwerfen. Jedes Fläschchen nur bei einem Patienten bzw. nur in Verbindung mit einem Injektomaten verwenden. Nur zur einmaligen Entnahme.

Das in Durchstechflaschen und Infusionsflaschen verpackte Produkt kann bei 37°C bis zu drei Monate lang vor der Anwendung gelagert werden.

Das in Plastikampullen und Plastikflaschen verpackte Produkt kann bei 37°C bis zu einem Monat vor der Anwendung gelagert werden.

Das Arzneimittel darf nach dem auf dem Umkarton bzw. Behältnis nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwendet werden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel wird vom medizinischen Fachpersonal entsorgt.


Bewertungen «Accupaque 300 mg J/ml - parenterale Röntgenkontrastmittellösung»