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«Accupril 20mg»

Accupril 20mg


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Was ist Accupril 20 mg und wofür wird es angewendet?
Accupril 20 mg ist ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten ACE (Angiotensin-Converting-Enzyme)-Hemmer und wird zur Senkung des Bluthochdrucks und zur Behandlung der Herzleistungsschwäche angewendet.
Accupril 20 mg wird angewendet bei
– nicht organbedingtem Bluthochdruck (essenzieller Hypertonie)
– Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz) - zusätzlich zu harntreibenden Medikamenten (Diuretika) und insbesondere bei schwerer Herzinsuffizienz auch zu Digitalis
Da keine ausreichenden Therapieerfahrungen vorliegen, darf Accupril 20 mg nicht angewendet werden bei
– sehr schweren Nierenfunktionsstörungen (Kreatinin-Clearance weniger als 10 ml/min)
– Dialysepatienten
– primärer Lebererkrankung oder Leberfunktionsstörungen
– Kindern
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten/möchten) (siehe Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit).
Vor Anwendung von Accupril 20 mg muss die Nierenfunktion überprüft worden sein.
Insbesondere zu Therapiebeginn und bei Risikopatienten sollte Accupril 20 mg nur unter intensiver Überwachung von Blutdruck und/oder bestimmten Laborwerten angewendet werden.
Kontrollen der Serumelektrolyte, des Serumkreatinins, des Blutzuckers sowie des Blutbildes sind kurzfristig angezeigt.
Accupril 20 mg darf nur nach sehr kritischer Nutzen-Risiko-Abwägung unter regelmäßiger Kontrolle von bestimmten klinischen Befunden und Laborwerten angewendet werden bei
– schweren Nierenfunktionsstörungen (Kreatinin-Clearance zwischen 10 und 30 ml/min)
– vermehrter Eiweißausscheidung im Urin (mehr als 1 g/Tag)
– schweren Elektrolytstörungen
– gestörter Immunreaktion oder Kollagenkrankheit (z. B. Lupus erythematodes, Sklerodermie)
– gleichzeitiger Therapie mit Arzneimitteln, die die Abwehrreaktionen unterdrücken (z. B. Kortikoide, Zytostatika, Antimetabolite), Allopurinol, Procainamid, Lithium, Digitalisglykosiden oder Laxanzien
– Patienten mit Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel
– Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
– Patienten mit schwerem Bluthochdruck
– Patienten über 65 Jahre (bei Patienten über 65 Jahre sollte die Nierenfunktion überprüft und gegebenenfalls die Dosis reduziert werden)
– Patienten mit schwerer Herzleistungsschwäche (kardiogener Schock)
Accupril 20 mg nicht zusammen mit Polyacrylnitril-methallylsulfonat-high-flux-Membranen (z. B. AN 69), während einer LDL-Apherese mit Dextransulfat oder während einer Hyposensibilisierungsbehandlung gegen Insektengifte anwenden (siehe auch „Accupril 20 mg darf nicht eingenommen werden“).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Accupril 20 mg darf nicht eingenommen werden (Gegenanzeigen)
((Piktogramm))
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Accupril 20 mg ist
erforderlich ((Piktogramm))
Anwendung von Accupril 20 mg in Schwangerschaft und Stillzeit ((Piktogramm))
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen ((Piktogramm))
Accupril 20 mg darf nicht eingenommen werden (Gegenanzeigen) ((Piktogramm))
– wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff Quinaprilhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile von Accupril 20 mg sind,
– wenn Sie zu Gewebeschwellung neigen (angioneurotisches Ödem oder sonstiges Angioödem, auch infolge einer früheren ACE-Hemmer-Therapie),
– wenn Sie eine Nierenarterienverengung haben (beidseitig bzw. einseitig bei Einzelniere),
– wenn bei Ihnen eine Nierentransplantation durchgeführt wurde,
– wenn Sie Veränderungen an der linken Herzkammer (Aorten- oder Mitralklappenverengung) bzw. andere Ausflussbehinderungen der linken Herzkammer haben (z. B. hypertrophe Kardiomyopathie),
– wenn bei Ihnen durch eine Überfunktion der Nebenniere das Hormon Aldosteron im Blut erhöht ist (primärer Hyperaldosteronismus),
– wenn Sie schwanger sind (vorheriger Ausschluss sowie Verhütung des Eintritts einer Schwangerschaft),
– wenn Sie stillen (abstillen!).
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn einer der oben aufgeführten Punkte auf Sie zutrifft, da Sie dann Accupril 20 mg nicht einnehmen dürfen.
Hinweis für Dialysepatienten
Während der Behandlung mit Accupril 20 mg darf keine Blutwäsche (Dialyse oder Hämofiltration) mit speziellen Membranen (Polyacrylnitril-methallylsulfonat-high-flux-Membranen, z. B. AN 69) erfolgen, da im Rahmen einer Dialysebehandlung oder Hämofiltration die Gefahr besteht, dass Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktoide Reaktionen) bis hin zum lebensbedrohlichen Schock auftreten können.
Im Falle einer notfallmäßigen Dialyse oder Hämofiltration muss deshalb vorher auf ein anderes Arzneimittel gegen hohen Blutdruck (Hypertonie) bzw. Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz), das kein ACE-Hemmer sein darf, umgestellt werden oder eine andere Dialysemembran verwendet werden.
Teilen Sie Ihren behandelnden Ärzten mit, dass Sie mit Accupril 20 mg behandelt werden bzw. Dialysen benötigen, damit die Ärzte dies bei der Behandlung berücksichtigen können.
Patienten mit einer LDL-Apherese-Behandlung
Während einer LDL(low-density lipoprotein)-Apherese (bei schwerer Hypercholesterinämie) mit Dextransulfat können unter der Anwendung eines ACE-Hemmers lebensbedrohliche Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten.
Hinweis für Patienten mit einer Hyposensibilisierungstherapie (Insektengift)
Während einer Behandlung zur Schwächung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft (Hyposensibilisierungstherapie) gegen Insektengifte (z. B. Bienen-, Wespenstich) und gleichzeitiger Anwendung eines ACE-Hemmers können z. T. lebensbedrohliche Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Blutdruckabfall, Atemnot, Erbrechen, allergische Hautreaktionen) auftreten.
Falls eine LDL-Apherese bzw. Hyposensibilisierungstherapie gegen Insektengifte notwendig ist, ist das Präparat vorübergehend durch andere Arzneimittel zur Senkung des Bluthochdrucks und zur Behandlung der Herzleistungsschwäche zu ersetzen (siehe folgenden Abschnitt).
Schwangerschaft
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten/möchten). Sie sollten Accupril 20 vor einer Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, absetzen. Ihr Arzt wird Ihnen ein anderes Arzneimittel empfehlen. Die Einnahme von Accupril 20 kann ab dem dritten Schwangerschaftsmonat zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen.
Stillzeit
Teilen sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen. Das Stillen von Neugeborenen (in den ersten Wochen nach der Geburt) und besonders von Frühgeburten wird nicht empfohlen, wenn Sie Accupril 20 einnehmen.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen ((Piktogramm))
Die ähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen kann beeinträchtigt werden. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und beim Wechsel des Arzneimittels sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.
2.6 Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Accupril 20 mg
Dieses Arzneimittel enthält Milchzucker (Lactose). Bitte nehmen Sie Accupril 20 mg daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Accupril 20 mg RICHTIG einzunehmen? (Dosierung)
Nehmen Sie Accupril 20 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Wie Sie Accupril 20 mg richtig einnehmen
Die Einnahme von Accupril 20 mg kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen, die Tagesdosis kann auf einmal eingenommen oder auf zwei Einzelgaben verteilt werden. Nehmen Sie die Tabletten bitte mit ausreichend Flüssigkeit z. B. einem großen Glas Wasser ein.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

AnfangsdosisErhaltungsdosisMaximaldosis
Nicht organbedingter Bluthochdruck (essenzielle Hypertonie)10 mg Quinapril pro Tag (entsprechend Filmtablette Accupril 20 mg). Wird mit dieser Dosis keine Blutdrucknormalisierung erreicht, kann die Dosis auf 20 mg pro Tag (entsprechend 1 Filmtablette Accupril 20 mg) erhöht werden. Eine Dosiserhöhung sollte erst nach 3 Wochen erfolgen. Die Tagesdosis kann auf einmal eingenommen werden oder auf zwei Einzelgaben verteilt werden (morgens und abends).Die Erhaltungsdosis beträgt in der Regel 10 mg pro Tag (entsprechend Filmtablette Accupril 20 mg).Die Maximaldosis von 2 x 20 mg (entsprechend jeweils 1 Filmtablette Accupril 20 mg morgens und abends) sollte nicht überschritten werden.
Herzleistungs-schwäche (Herzinsuffizienz)Accupril kann als Zusatzmedikation zu einer bestehenden Therapie mit harntreibenden Arzneimitteln (Diuretika) und Digitalis gegeben werden. Die Anfangsdosis beträgt 2,5 mg Quinapril morgens und abends (entsprechend je Filmtablette Accupril 5 mg; dafür steht Ihnen Accupril 5 mg zur Verfügung).Eine Erhöhung der Dosierung darf nur schrittweise in Abhängigkeit vom individuellen Ansprechen des Patienten auf die Therapie erfolgen.
Die Erhaltungsdosis ist in der Regel 10 bis 20 mg pro Tag (entsprechend bis 1 Filmtablette Accupril 20 mg).
Die Maximaldosis von 2 x 20 mg pro Tag (entsprechend 2 x 1 Filmtablette Accupril 20 mg) sollte nicht überschritten werden.
Dosierung bei mäßig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 30 bis 60 ml/min) und bei Patienten über 65 JahreDie Anfangsdosis beträgt 5 mg Quinapril (entsprechend 1 Filmtablette Accupril 5 mg).Die Erhaltungsdosis beträgt in der Regel 5 bis 10 mg Quinapril pro Tag (entsprechend 1 bis 2 Filmtabletten Accupril 5 mg).Die Maximaldosis von 20 mg Quinapril pro Tag (entsprechend 1 Filmtablette Accupril 20 mg) sollte nicht überschritten werden.
Dosierung bei stark eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 10 bis 30 ml/min)Die Anfangsdosis beträgt 2,5 mg Quinapril (entsprechend Filmtablette Accupril 5 mg).Die Erhaltungsdosis beträgt in der Regel ebenfalls 2,5 mg Quinapril pro Tag (entsprechend Filmtablette Accupril 5 mg).Die maximale tägliche Dosis beträgt 5 mg Quinapril (entsprechend 1 Filmtablette Accupril 5 mg). Der Abstand zwischen zwei Einnahmen sollte mindestens 24 Stunden betragen.

Zur Erleichterung einer individuellen Dosierung stehen Accupril 5 mg, Accupril 10 mg und Accupril 20 mg als Filmtabletten mit Bruchrille zur Verfügung.
Hinweis:
Insbesondere bei Patienten mit Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel (z. B. Erbrechen, Durchfall, Diuretikatherapie), Herzleistungsschwäche, akutem Herzinfarkt, instabiler Angina pectoris oder schwerem Bluthochdruck kann es zu Beginn der Accupril-20 mg-Therapie zu einem übermäßigen Blutdruckabfall kommen. Falls möglich, sollten Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel vor Beginn der Accupril-20 mg-Therapie ausgeglichen bzw. eine bestehende Therapie mit harntreibenden Arzneimitteln (Diuretika) reduziert oder ggf. abgesetzt werden. Bei diesen Patienten ist die Therapie mit der geringsten Einzeldosis von 2,5 mg Quinaprilhydrochlorid morgens (entsprechend Filmtablette Accupril 5 mg) zu beginnen. ür diese Fälle steht Ihnen Accupril 5 mg zur Verfügung. Nach Gabe der ersten Dosis, aber auch bei Erhöhung der Dosierung von Quinapril und/oder Schleifendiuretika sind diese Patienten mindestens 6 Stunden ärztlich zu überwachen, um eine unkontrolliert auftretende übermäßige Blutdrucksenkung zu vermeiden. Bei Patienten mit schwerwiegender Verlaufsform des Bluthochdrucks (maligne Hypertonie) oder bei gleichzeitigem Vorhandensein einer schweren Herzleistungsschwäche soll die Einstellung der Accupril-20 mg-Therapie im Krankenhaus erfolgen.
Wie lange Sie Accupril 20 mg einnehmen sollen
Eine bestimmte zeitliche Begrenzung ist nicht vorgesehen. Die Dauer der Anwendung hängt vom Verlauf Ihrer Erkrankung ab. Bitte sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Accupril 20 mg zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie mehr Accupril 20 mg eingenommen haben, als Sie sollten
Je nach Ausmaß der Überdosierung sind folgende Beschwerden möglich: zu starke Blutdrucksenkung, zu langsamer Herzschlag, Kreislaufschock, Störungen des Mineralhaushaltes und Nierenversagen.
Bei dringendem Verdacht auf eine Überdosierung verständigen Sie sofort einen Arzt, der gegebenenfalls Notfallmaßnahmen ergreifen kann.
Bei zu niedrigem Blutdruck sollten Kochsalzlösung und Flüssigkeit gegeben werden. Bei Nichtansprechen sollten zusätzlich blutdruckerhöhende Arzneimittel (Katecholamine oder Angiotensin II) intravenös gegeben werden. Bei zu langsamem Herzschlag sollte ein Schrittmacher gelegt werden. Die Nierenfunktion und der Mineralhaushalt sind ständig zu überwachen.
Wenn Sie die Einnahme von Accupril 20 mg vergessen haben
Nehmen Sie die versäumte Dosis nicht nachträglich ein, sondern setzen Sie die Einnahme von Accupril 20 mg zum nächsten Einnahmetermin wie verordnet fort.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Accupril 20 mg mit anderen Arzneimitteln (Wechselwirkungen)
((Piktogramm))
Bei Einnahme von Accupril 20 mg mit anderen Arzneimitteln (Wechselwirkungen) ((Piktogramm))
Bitte informieren Sie unbedingt Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Bei der Verwendung von Accupril 20 mg sind Wechselwirkungen mit folgenden Wirkstoffen anderer Arzneimittel möglich (die Wirkstoffbezeichnungen finden Sie auf der Packung und der Packungsbeilage Ihrer Medikamente).
Die Wirkung von Accupril 20 mg wird verstärkt durch
andere blutdrucksenkende Arzneimittel, insbesondere durch harntreibende Arzneimittel (Diuretika),
Schlafmittel, Betäubungsmittel (Information des Narkosearztes bezüglich der Accupril 20 mg-Therapie!),
Neuroleptika (bei Psychosen), Imipramin (bei Depression).
Die Wirkung von Accupril 20 mg wird abgeschwächt durch
Arzneimittel gegen Schmerzen und Entzündungen (z. B. Acetylsalicylsäure, Indometacin, NSAR).
Kalium, kaliumsparende harntreibende Arzneimittel (z. B. Spironolacton, Amilorid, Triamteren): Verstärkte Zunahme der Serum-Kalium-Konzentration.
Lithium (bei Depression): Erhöhung der Serum-Lithium-Konzentration (regelmäßige Kontrolle), somit Verstärkung der herz- und nervenschädigenden Wirkung von Lithium.
Allopurinol (bei erhöhtem Harnsäurespiegel im Blut): Abnahme der weißen Blutzellen (Leukopenie).
Arzneimittel, die die Abwehrreaktion unterdrücken (Zytostatika, Immunsuppressiva, systemische Kortikoide): Abnahme der weißen Blutzellen (Leukopenie).
Procainamid (bei Herzrhythmusstörungen): Abnahme der weißen Blutzellen (Leukopenie).
Blutzuckersenkende Arzneimittel zum Einnehmen (z. B. Sulfonylharnstoff/Biguanide), Insulin: Verstärkung des blutzuckersenkenden Effekts durch Accupril 20 mg.
Tetrazykline (ein Antibiotikum) und andere Wirkstoffe, die mit Magnesium reagieren: verminderte Resorption.
Bei Einnahme von Accupril 20 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
– Kochsalz kann die blutdrucksenkende Wirkung von Accupril 20 mg verringern. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob eine kochsalzarme Kost für Sie notwendig ist.
– Meiden Sie Alkohol, da Accupril 20 mg die Wirkung von Alkohol verstärkt.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Accupril 20 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind
Wenn Sie von einer der nachfolgend genannten Nebenwirkungen betroffen sind, nehmen Sie Accupril 20 mg nicht weiter ein und suchen Sie Ihren Arzt möglichst umgehend auf.
Bei Verdacht auf eine schwerwiegende Hautreaktion muss sofort der behandelnde Arzt aufgesucht und ggf. die Therapie mit Accupril 20 mg abgebrochen werden. Hinweis: Es besteht eine erhöhte Gefahr der Ausbildung eines angioneurotischen Ödems bei schwarzhäutigen Patienten. Hautveränderungen können mit Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen (Myalgien, Arthralgien, Arthritis), Gefäßentzündungen (Vaskulitiden), Entzündungen seröser Häute und bestimmten Laborwertveränderungen (Eosinophilie, Leukozytose und/oder erhöhte ANA-Titer, erhöhte BSG) einhergehen.
In Einzelfällen verliefen durch ACE-Hemmer ausgelöste Gewebeschwellungen (angioneurotische Ödeme) mit Beteiligung von Zunge, Rachen und/oder Kehlkopf. Liegt eine derartige Verlaufsform vor, müssen sofort 0,3 bis 0,5 mg Epinephrin subkutan bzw. 0,1 mg Epinephrin (Verdünnungsanweisung beachten) langsam intravenös unter EKG- und Blutdruckkontrolle gegeben werden, im Anschluss daran Glukokortikoid-Gabe. Ferner wird die intravenöse Gabe von Antihistaminika und H2-Rezeptor-Antagonisten empfohlen. Zusätzlich zur Epinephrin-Anwendung kann bei bekanntem C1-Inaktivator-Mangel die Gabe von C1-Inaktivator erwogen werden.
Bei Auftreten von Gelbsucht (Ikterus) oder bei einem deutlichen Anstieg der Leberenzyme ist die Therapie mit dem ACE-Hemmer abzubrechen.
Andere mögliche Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 10, aber bei mehr als 1 von 100 Behandelten): Schmerzen im Brustkorb; insbesondere zu Beginn der Accupril-20 mg-Therapie sowie bei Patienten mit Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel (z. B. bei Erbrechen, Durchfall, Vorbehandlung mit harntreibenden Arzneimitteln [Diuretika]), Herzleistungsschwäche oder schwerem Bluthochdruck, aber auch bei Erhöhung der Dosierung von Accupril 20 mg und/oder Diuretika kann eine übermäßige Blutdrucksenkung (Hypotonie, orthostatische Hypotonie) mit Symptomen wie Schwindel, Schwächegefühl, Sehstörungen, gelegentlich auch mit Bewusstseinsverlust (Synkope) auftreten; Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, (Ober-) Bauchschmerzen (bei andauernden, heftigen Bauchschmerzen suchen Sie bitte Ihren Arzt auf), Sodbrennen (Dyspepsie), Entzündung des Rachenraumes (Pharyngitis), Verdauungsstörungen; Kopfschmerzen, Benommenheit, Erschöpfung, Schlaflosigkeit, Taubheits- und Kältegefühl an den Gliedmaßen (Parästhesien), Müdigkeit; allergische Hautreaktionen wie Hautausschlag (Exanthem); Nierenfunktionsstörungen; Rückenschmerzen; trockener Reizhusten, Atemnot; Abfall von Hämoglobinkonzentration, Hämatokrit, weißer Blutzellen- oder Blutplättchenzahl (Leukozytenzahl, Thrombozytenzahl) sowie, insbesondere bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen, Anstieg der Serumkonzentrationen von Harnstoff, Kreatinin, Kalium, Abfall der Natriumkonzentration im Serum.
Gelegentliche Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 100, aber bei mehr als 1 von 1.000 Behandelten): Überempfindlichkeitsreaktionen, Lichtempfindlichkeit (Photosensibilität); Angina pectoris, Herzklopfen (Palpitationen), erhöhte Herzschlagfolge (Tachykardie), Erweiterung von Blutgefäßen (Vasodilatation), Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme); Mundtrockenheit, trockener Hals, Blähungen, Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis), Verstopfung, Appetitlosigkeit; Veränderung der Blutplättchenzahl (Thrombozytopenie); Depressionen, Nervosität, Schläfrigkeit (Somnolenz), Schwindel (Vertigo), Schlafstörungen, Kribbeln, Gleichgewichtsstörungen, Verwirrtheit, Ohrensausen, verschwommenes Sehen, Geschmacksveränderungen oder vorübergehender Geschmacksverlust; Haarausfall (Alopezie), vermehrte Schweißbildung, Blasensucht (Pemphigus), Juckreiz (Pruritus), angioneurotisches Ödem mit Beteiligung von Lippen, Gesicht und/oder Extremitäten (sehr selten mit Beteiligung von Kehlkopf, Rachen und/oder Zunge), Nesselsucht (Urtikaria), schwerwiegende Hautreaktion (exfoliative Dermatitis); Harnwegsinfektionen, Impotenz, vermehrte Eiweißausscheidung im Urin (Proteinurie, teilweise mit gleichzeitiger Verschlechterung der Nierenfunktion); Schwachsichtigkeit (Amblyopie); Lungenentzündung (eosinophile Pneumonie); Leberentzündung (Hepatitis); insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, Kollagenkrankheiten oder gleichzeitiger Therapie mit Allopurinol, Procainamid oder bestimmten Arzneimitteln, die die Abwehrreaktionen unterdrücken, kann es zu einem Anstieg der Serumkonzentration von Kalium (Hyperkaliämie), krankhafter Verringerung oder Veränderung der Blutzellenzahl (Anämie, Thrombozytopenie, hämolytische Anämie, Neutropenie, Eosinophilie), selten sogar zu einem völligen Verlust bestimmter oder aller Blutzellen (Agranulozytose oder Panzytopenie) kommen.
Seltene Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 1.000 Behandelten, aber bei mehr als 1 von 10.000 Behandelten): entzündliche Veränderung der Zungenschleimhaut (Glossitis), Durst.
Sehr seltene Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 10.000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle): Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt, kurzfristige symptomatische Mangeldurchblutung des Gehirns (TIA), Schlaganfall (zerebraler Insult); Darmverschluss (Ileus); psoriasiforme Hautveränderungen, Gesichtsrötung (Flush), Schwitzen (Diaphorese), Nagelablösung (Onycholyse), Zunahme der Gefäßkrämpfe bei Raynaud-Krankheit, schwerwiegende Hautreaktionen wie Erythema multiforme. Bei Verdacht auf eine schwerwiegende Hautreaktion muss sofort der behandelnde Arzt aufgesucht und ggf. die Therapie mit Accupril 20 mg abgebrochen werden. Akutes Nierenversagen; krampfartige Verengung der Bronchien mit daraus folgender Atemnot (Bronchospasmus); Gelbsucht durch Gallestau (cholestatischer Ikterus) oder Leberfunktionsstörungen (bei Auftreten von Ikterus oder bei einem deutlichen Anstieg der Leberenzyme ist die Therapie mit dem ACE-Hemmer abzubrechen); Auflösung der roten Blutkörperchen (Hämolyse), Erhöhung der Bilirubin- und Leberenzymkonzentrationen.
Bei Patienten mit Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) wurde ein Serum-Kalium-Anstieg beobachtet. Im Urin kann eine vermehrte Eiweißausscheidung auftreten.
Hinweise:
Die o. g. Laborwerte sollen vor und regelmäßig während der Behandlung mit Accupril 20 mg kontrolliert werden.
Sollten im Verlauf einer Accupril-20 mg-Therapie Symptome wie Fieber, Lymphknotenschwellungen und/oder Halsentzündungen auftreten, muss vom behandelnden Arzt umgehend das weiße Blutbild untersucht werden.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Stellen Sie sicher, dass das Arzneimittel für Kinder und andere Unbefugte unzugänglich aufbewahrt wird.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Verpackung nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Aufbewahrungsbedingungen
Nicht über 25 C aufbewahren.

Zusätzliche Informationen

PFIZER ((Logo))
Gebrauchsinformation: Information für die Anwendung
Accupril® 20 mg
Filmtabletten
Wirkstoff: Quinaprilhydrochlorid
Lesen Sie bitte die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen. Bewahren Sie diese Informationen zusammen mit dem Arzneimittel auf.
Ihr Arzt hat Ihnen ein wirksames Arzneimittel zur Behandlung von nicht organbedingtem Bluthochdruck und Herzleistungsschwäche verschrieben. Den Nutzen von Accupril 20 mg schätzt Ihr Arzt für Sie höher ein als die möglichen Risiken, die mit seiner Anwendung einhergehen können.
- Sobald Sie Beschwerden bemerken, die Sie bisher nicht hatten und nicht einordnen können, fragen Sie Ihren Arzt um Rat.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.
Die kursiv geschriebenen Informationen sind Zusatzinformationen für Ihren Arzt.
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