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«Adolorin Influplus Tabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Adolorin Influplus Tabletten wirken rasch schmerzstillend, fiebersenkend und entzündungshemmend.

Adolorin Influplus Tabletten werden angewendet zur kurzzeitigen symptomatischen (beschwerdelin-dernden) Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen wie z.B.:

  • Schmerzen und Fieber bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten
  • Kopf- und Zahnschmerzen
  • Menstruationsschmerzen

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Adolorin Influplus Tabletten dürfen nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Acetylsalicylsäure, Paracetamol, Salizylate oder einen der sonstigen Bestandteile von Adolorin Influplus Tabletten sind;
  • wenn bei Ihnen bereits einmal nach der Behandlung mit entzündungshemmenden Schmerz- oder Rheumamitteln (Nicht-Steroidale Anti-Rheumatika = „NSAR“) Symptome von Überempfindlich-keit aufgetreten sind wie z. B. Atembeschwerden (Asthma), Haut- und/oder Schleimhautschwellun-

gen (vor allem im Gesichtsbereich, bei Beteiligung von Nase, Kehlkopf und Zunge unter Umstän-den mit Atemnot und Schluckbeschwerden) oder Nesselausschlag (juckende rote Flecken auf der Haut);

  • wenn Sie an einer der nachfolgenden Erkrankungen leiden:
  • Magen- oder Darmgeschwüre;
  • krankhaft erhöhte Blutungsneigung;
  • Leber- oder Nierenversagen;
  • schwere Störung der Herzfunktion - Herzmuskelschwäche, -insuffizienz;
  • Glukose-6-phospat-Dehydrogenase-Mangel (eine sehr seltene, erbliche Stoffwechseler-krankung);
  • wenn bei Ihnen bereits einmal nach der Behandlung mit entzündungshemmenden Schmerz- oder Rheumamitteln (Nicht-Steroidale Anti-Rheumatika = „NSAR“) eine Blutung aus dem Magen-Darm-Trakt oder ein Durchbruch (Perforation) des Magens oder des Darmes aufgetreten ist;
  • wenn Sie mit Methotrexat (Arzneimittel mit hemmender Wirkung auf das Immunsystem oder gegen Krebs) in einer Dosierung von 15 mg pro Woche oder mehr behandelt werden;
  • wenn Sie regelmäßig oder größere Mengen Alkohol trinken (siehe „Bei Einnahme von Adolorin Influplus zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken“);
  • von Schwangeren im letzten Schwangerschaftsdrittel.

Arzneimittel, die Acetylsalicylsäure enthalten, dürfen Kindern bis 12 Jahren nur auf ärztliche Ver-schreibung gegeben werden. Adolorin Influplus Tabletten sind aufgrund fehlender Dosierbarkeit nicht für die Anwendung bei Kindern von 1 bis 12 Jahren geeignet.

Adolorin Influplus darf Kindern unter 1 Jahr nicht gegeben werden.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Adolorin Influplus Tabletten ist erforderlich:

  • wenn bei Ihnen eine Überempfindlichkeit gegen andere Arzneimittel mit schmerzstillender, fieber-senkender und entzündungshemmender Wirkung bzw. gegen andere Allergie-auslösende Stoffe be-steht;
  • wenn bei Ihnen gleichzeitig Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (orale Antikoagulanzien) oder Arzneimittel, die zur Vermeidung oder Auflösung eines Blutgerinnsels verwendet werden (Thrombozytenaggregationshemmer, Heparin, Thrombolytika), angewendet werden;
  • wenn Sie an bestehenden, chronischen oder wiederkehrenden Magen- oder Zwölffingerdarmbe-schwerden leiden;
  • wenn bei Ihnen bereits früher Magen-Darm-Geschwüre, -Blutungen oder -Durchbrüche aufgetreten sind;
  • wenn Sie an Asthma bronchiale, allergischem Schnupfen oder chronischer Nasenschleimhaut-schwellung (Nasenpolypen) leiden;
  • wenn Ihre Leberfunktion eingeschränkt ist (z. B. nach einer Leberentzündung);
  • wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist oder durch frühere Erkrankungen Nierenschäden beste-hen;
  • wenn Sie an Herzmuskelschwäche leiden;
  • wenn Sie an Bluthochdruck leiden;
  • wenn Sie am Gilbert-Syndrom (einer seltenen erblichen Stoffwechselerkrankung) leiden;
  • wenn bei Ihnen Mangel-, Fehl- oder Unterernährung oder Austrocknung (z.B. bei zu geringer Trink-menge) vorliegen;
  • wenn Sie unter starken Monatsblutungen leiden;
  • wenn bei Ihnen eine Operation – einschließlich „Zähneziehen“ – geplant ist (informieren Sie in diesem Fall Ihren Arzt über die Einnahme von Adolorin Influplus).

Adolorin Influplus darf in diesen Fällen nur nach ärztlicher Anordnung eingenommen werden. Wenden Sie sich daher bitte an Ihren Arzt, wenn einer der genannten Punkte auf Sie zutrifft.

Adolorin Influplus darf nicht länger als 3-4 Tage ohne ärztliche Anordnung eingenommen werden. Wenn Schmerzen oder Fieber bestehen bleiben oder sich sogar verschlimmern, oder wenn neue Sym-

ptome auftreten (z.B. Rötung bzw. Schwellung oder eine Verschlechterung des Allgemeinbefindens), suchen Sie bitte unverzüglich einen Arzt auf, da diese Beschwerden Anzeichen einer schweren Erkran-kung sein können.

Die entzündungshemmenden Wirkstoffe in Adolorin Influplus können die Anzeichen (Symptome) einer Infektion verschleiern.

Die Anwendung von Arzneimitteln wie Adolorin Influplus könnte mit einem geringfügig erhöhten Risi-ko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, verbunden sein. Jedes Risiko steigt mit der Höhe der Dosierung und Dauer der Anwendung. Steigern Sie daher nicht die empfohlene Dosierung und The-rapiedauer von Adolorin Influplus.

Wenn Sie Probleme mit dem Herzen haben, schon einen Schlaganfall hatten oder denken, dass bei Ih-nen ein erhöhtes Risiko für diese Umstände vorliegt (wie z.B. Bluthochdruck, Diabetes, erhöhte Choles-terinwerte oder wenn Sie Raucher sind), sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker über diese Be-handlung.

  • Situationen mit erhöhtem NebenwirkungsrisikoWährend der Behandlung können jederzeit Blutungen, Geschwüre oder ein Durchbruch von Geschwü-ren im Magen-Darm-Trakt auftreten – auch ohne vorangehende Beschwerden oder entsprechende Ma-gen-Darm-Erkrankungen in der Vorgeschichte. Wenn Sie älter sind, ein geringes Körpergewicht haben oder mit einem blutgerinnungshemmenden Arzneimittel (Antikoagulanzien wie Warfarin oder Throm-bozytenaggregationshemmer) behandelt werden, besteht ein erhöhtes Risiko (siehe auch „Bei Einnahme von Adolorin Influplus mit anderen Arzneimitteln“).

Vorsicht ist ebenfalls erforderlich, wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Risiko einer Magenschädigung oder von Blutungen erhöhen, wie z.B. andere Schmerz- oder Rheumamittel (NSAR), kortisonhältige Arzneimittel (Kortikosteroide), oder bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen (selek-tive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer =SSRI) (siehe auch „Bei Einnahme von Adolorin Influplus mit anderen Arzneimitteln“).

Falls Sie Anzeichen einer Nebenwirkung im Magen-Darm-Trakt bemerken (z. B. Bluterbrechen, kaffee-satzartiges Erbrechen, Magenschmerzen, Bauchschmerzen, teerähnlicher Stuhl), setzen Sie bitte Adolo-rin Influplus sofort ab und fragen Sie unverzüglich einen Arzt um Rat.

  • Patienten mit erhöhtem NebenwirkungsrisikoEiner der Wirkstoffe in Adolorin Influplus (Acetylsalicylsäure) kann die Ausscheidung von Harnsäure verringern und bei empfänglichen Patienten einen Gichtanfall auslösen.

Kindern unter 12 Jahren mit fieberhaften Erkrankungen dürfen Acetylsalicylsäure-haltige Arzneimittel ausschließlich nach ärztlicher Anweisung – und nur, wenn andere Maßnahmen keine Wirkung zeigen – gegeben werden. Besonders bei jungen Patienten besteht das Risiko für das Auftreten des seltenen, je-doch lebensbedrohlichen Reye-Syndroms, das unbedingt sofortiger ärztlicher Intensivbehandlung be-darf. Es kamen allerdings auch Fälle bei Erwachsenen vor. Beim Reye-Syndrom handelt es sich um eine nicht ansteckende Erkrankung des Gehirns (Enzephalopathie) mit gleichzeitigem Leberversagen, es tritt typischerweise nach dem Abklingen der ersten Anzeichen einer fieberhaften Erkrankung (insbesondere bei Windpocken und grippeähnlichen Erkrankungen) auf.
Alarmsignale sind lang andauerndes, heftiges Erbrechen, Kopfschmerzen und Bewusstseinstrübung. Wenden Sie sich sofort an einen Arzt, wenn diese Symptome auftreten.

Adolorin Influplus darf nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden bei bestehender Oxalurie (ver-mehrte Ausscheidung der Oxalsäure im Urin).

Adolorin Influplus darf bei Kindern und Jugendlichen nach chirurgischen Eingriffen im Nasen-Rachen Raum (z.B. Polypenentfernung) nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden.

  • Folgen längerer AnwendungBei längerer Anwendung von Schmerzmitteln – vor allem in hoher Dosierung – können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen desselben Arzneimittels behandelt werden dürfen. Falls Sie meinen, dass bei Ihnen derartige Kopfschmerzen vorliegen, lassen Sie sich bitte von Ihrem Arzt beraten.

Ein plötzliches Absetzen von Schmerzmitteln nach längerer Anwendung hoher Dosen kann Absetzsym-ptome wie z. B. Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Nervosität auslösen, die gewöhnlich innerhalb weniger Tage verschwinden. Eine erneute Einnahme von Schmerzmitteln darf nur nach entsprechender Anord-nung des Arztes und nach Abklingen der Absetzsymptome erfolgen.

Bei gewohnheitsmäßiger Langzeitanwendung von Schmerzmitteln sind Nieren- und Leberschäden nicht auszuschließen, daher sollte bei regelmäßiger Einnahme die Nierenfunktion regelmäßig kontrolliert werden. Bei längerdauernder Einnahme ist auf eine entsprechende Flüssigkeitszufuhr zu achten.

Acetylsalicylsäure (ein Wirkstoff von Adolorin Influplus) gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die die Fruchtbarkeit von Frauen beeinträchtigen können. Diese Wirkung ist nach Absetzen des Arz-neimittels reversibel (umkehrbar).

Einnahme von Adolorin Influplus Tabletten zusammen mit anderen Arzneimitteln

Bitte beachten Sie den möglichen Gehalt an Acetylsalicylsäure oder Paracetamol in anderen von Ihnen verwendeten Arzneimitteln, um die Gefahr einer Überdosierung dieser Wirkstoffe zu vermeiden.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichti-ge Arzneimittel handelt.

Der Acetylsalicylsäure-Anteil kann die Wirkungen und Nebenwirkungen folgender Wirkstoffe verstär-ken:

  • gerinnungshemmende Arzneimittel (z.B. Warfarin und Heparin), bestimmte Antidepressiva (SSRI): erhöhtes Blutungsrisiko
  • Arzneimittel, die das Zusammenhaften und Verklumpen von Blutplättchen hemmen (Thrombozyte-naggregationshemmer wie z. B. Ticlopidin, Clopidogrel) - es besteht erhöhtes Blutungsrisiko
  • bestimmte Schmerzmittel (NSAR), Kortikoide („Kortison“) oder gleichzeitiger Alkoholkonsum: erhöhtes Risiko von Magen-Darm-Beschwerden (z.B. Magen-Darm-Blutungen)
  • blutzuckersenkende Arzneimittel: der Blutspiegel kann sinken
  • Valproinsäure (Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie)
  • Methotrexat (Arzneimittel mit hemmender Wirkung auf bestimmte Immunreaktionen oder gegen Krebs)
  • Sulfonamide (eine besondere Gruppe antibiotischer Arzneimittel)
  • Digoxin und Digitoxin (Arzneimittel bei Herzschwäche oder Herzrythmusstörungen)

Der Acetylsalicylsäure-Anteil kann die Wirkungen folgender Arzneimittel abschwächen:

  • Arzneimittel zur vermehrten Harnausscheidung (Diuretika)
  • Arzneimittel zur vermehrten Harnsäureausscheidung (bestimmte Gichtmittel)
  • Arzneimittel zur Blutdrucksenkung (Antihypertensiva, sog. ACE-Hemmer)

Bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die die Paracetamol-Verstoffwechslung in der Leber verändern, können auch sonst unschädliche Dosen von Paracetamol Leberschäden hervorrufen. Zu den Arzneimitteln, die die Paracetamol-Verstoffwechslung in der Leber verändern, gehören Barbiturate (Arzneimittel, die vor Jahren als Schlafmitel verwendet wurden und heute noch in der Anästhäsie einge-setzt werden), Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie und Rifampicin (ein Antibiotikum zur Be-handlung von Infektionen).

Gleiches gilt auch bei Alkoholmissbrauch und bei gleichzeitiger Einnahme anderer Substanzen, die die Leber schädigen können.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die zu einer Verlangsamung der Magenentleerung führen, können Aufnahme und Wirkungseintritt von Paracetamol verzögert werden.

Die gleichzeitige Einnahme von Arzneimitteln, die zu einer Beschleunigung der Magenentleerung füh-ren, wie z.B. Metoclopramid (Arzneimittel gegen Übelkeit) bewirkt eine Beschleunigung der Aufnahme und des Wirkungseintritts von Paracetamol.

Die gleichzeitige Anwendung von Adolorin Influplus mit Insulin kann dessen blutzuckersenkende Wir-kung vermindern.

Bei gleichzeitiger Gabe von Paracetamol und Zidovudin (einem Arzneimittel zur Behandlung der HIV-Erkrankung) wird die Neigung zur Verminderung weißer Blutzellen (Neutropenie) verstärkt. Adolorin Influplus soll daher nur nach ärztlichem Anraten gleichzeitig mit Zidovudin angewendet wer-den.

Weitere bekannte Effekte:

  • Probenecid (harnsäuresenkendes Arzneimittel), Salicylamid (entzündungshemmendes Arzneimit-tel): Verringerte Ausscheidung von Paracetamol, erhöhte Gefahr von Nebenwirkungen;
  • Cholestyramin (Arzneimittel zur Cholesterinsenkung): Verringerte Aufnahme von Paracetamol.

Die Einnahme von Paracetamol kann die Bestimmung des Gehaltes von Harnsäure und Zucker im Blut beeinflussen.

Adolorin Influplus Tabletten sollen daher nicht zusammen mit einem der hier angegebenen Stoffe an-gewendet werden, ohne dass der Arzt ausdrücklich die Anweisung gegeben hat.

Einnahme von Adolorin Influplus Tabletten zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Gleichzeitiger Alkoholkonsum erhöht die Gefahr von Nebenwirkungen, vor allem im Zentralen Nerven-system und im Magen-Darm-Trakt (z.B Magen-Darm-Blutungen, Leberschädigung bei normalerweise harmlosen Paracetamol-Dosen). Daher ist die gemeinsame Einnahme von Alkohol und Adolorin In-fluplus zu vermeiden. Dies gilt insbesondere für Alkoholmissbrauch.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft Erstes und zweites Schwangerschaftsdrittel Adolorin Influplus darf während der ersten 6 Monate der Schwangerschaft nur auf ausdrückliche ärztli-che Anweisung eingenommen werden. Dabei muss die Dosis so niedrig und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich gehalten werden.

Drittes Schwangerschaftsdrittel Im letzten Schwangerschaftsdrittel darf Adolorin Influplus nicht eingenommen werden, da ein erhöhtes Risiko von Komplikationen für Mutter und Kind besteht (Fehlentwicklungen im Kreislaufsystem und/oder Nierenfunktionsstörung bis hin zum Nierenversagen beim Ungeborenen, erhöhte Blutungsge-fahr bei Mutter und Kind während der Geburt, Geburtsverzögerung durch Beeinträchtigung der Wehen).

Hinweis:
Wird während der Einnahme des Präparates eine Schwangerschaft festgestellt, so ist der Arzt zu infor-mieren.

Stillzeit
Die Wirkstoffe gehen in die Muttermilch über. Bei kurzfristiger Anwendung der empfohlenen Dosis wird eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich sein. Bei längerer Anwendung bzw. Einnahme höherer Dosen sollte abgestillt werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Adolorin Influplus Tabletten immer genau nach der Anweisung in dieser Packungsbeilage ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Dosierung Die übliche Dosierung ist:

Erwachsene und Jungendliche über 12 Jahre:Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre: 1 Tablette.

Bei Bedarf kann die Dosis alle 4 Stunden verabreicht werden, jedoch sollen nicht mehr als 4 Tabletten pro Tag eingenommen werden.
Die Maximaldosis pro Tag (24 Stunden) sollte nicht überschritten werden, und der zeitliche Abstand bis zur Anwendung der nächsten Tablette sollte 4 - 8 Stunden betragen.

Um das Risiko der Überdosierung zu verhindern, sollte sichergestellt werden, dass andere Arzneimittel, die gleichzeitig angewendet werden, kein Paracetamol enthalten.

Kinder von 1 bis 12 JahrenArzneimittel, die Acetylsalicylsäure enthalten, dürfen Kindern bis 12 Jahren nur auf ärztliche Verord-nung gegeben werden. Adolorin Influplus Tabletten sind aufgrund fehlender Dosierbarkeit nicht für die Anwendung bei Kindern von 1 bis 12 Jahren geeignet.

Kinder unter 1 JahrAdolorin Influplus darf bei Kindern unter 1 Jahr nicht angewendet werden.

Patienten mit LeberfunktionsstörungenFalls Sie an einer Leberfunktionsstörung leiden, fragen Sie bitte vor Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat. Er wird Ihnen möglicherweise empfehlen, das Dosierungsintervall (den Abstand zwischen 2 Einnahmen) zu verlängern. Bei schweren Leberfunktionsstörungen (Leberversagen) darf Adolorin Influplus nicht eingenommen werden.

Patienten mit NierenfunktionsstörungenFalls Sie an einer Nierenfunktionsstörung leiden, fragen Sie bitte vor Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat. Er wird Ihnen möglicherweise empfehlen, das Dosierungsintervall (den Abstand zwischen 2 Einnahmen) zu verlängern. Bei schweren Nierenfunktionsstörungen (Nierenversgagen) darf Adolorin Influplus nicht eingenommen werden.

Patienten mit Gilbert-Syndrom (eine seltene erbliche Stoffwechselerkrankung)Falls Sie an dieser Stoffwechselerkrankung leiden, fragen Sie bitte vor Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat. Er wird Ihnen möglicherweise empfehlen, das Dosierungsintervall (den Abstand zwischen 2 Einnahmen) zu verlängern.

Art der Anwendung Zum Einnehmen.

Nehmen Sie die Tabletten entweder in etwas Flüssigkeit gelöst oder unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit ein. Die Einnahme nach den Mahlzeiten kann zu einem verzögerten Wirkungseintritt führen.

Dauer der Anwendung Nehmen Sie Adolorin Influplus Tabletten ohne ärztlichen Rat nicht länger als 3 - 4 Tage ein.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Adolorin Influplus Tabletten zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge Adolorin Influplus Tabletten eingenommen haben als Sie sollten

Bei einer Überdosierung können anfangs (1.Tag) Übelkeit, Erbrechen und ein allgemeines Krankheits-gefühl, aber auch Schwindel und Ohrenklingen, insbesondere bei Kindern und älteren Patienten, auftre-ten. Trotz Besserung des Allgemeinbefindens am 2. Tag kann es zu einer fortschreitenden Leberschädi-gung bis hin zum Leberkoma am 3.Tag kommen.

Eine Überdosierung oder eine lang andauernde, chronische Anwendung kann zu schweren Leberschä-den, Störungen im Zentralnervensystem wie Kopfschmerzen, Schwindel, Erbrechen, Ohrenklingen, Seh- oder Hörstörungen oder Benommenheit sowie zu Eisenmangelanämie, Störungen des Säure-Basen-Haushaltes und zur Nierenschädigung bis hin zu akutem Nierenversagen führen.

Als weitere mögliche Symptome einer akuten Vergiftung können Blutzuckerabfall (Hypoglykämie), Hyperventilation und Verwirrtheitszustände in Erscheinung treten. Bei schweren Vergiftungen können Delirien, Zittern, Schüttelkrämpfe, Atemnot, Schweißausbrüche, Flüssigkeitsverlust, Erhöhung der Körpertemperatur und Koma auftreten.
Ein erhöhtes Vergiftungsrisiko, bis hin zu tödlichem Ausgang, besteht besonders für ältere Patienten, Kinder, Patienten mit Lebererkrankungen, chronischem Alkoholkonsum oder chronischer Fehlernäh-rung sowie Patienten, die gleichzeitig Arzneimittel einnehmen, die zu einer Leberschädigung führen können.

Bei Verdacht einer Überdosierung verständigen Sie umgehend – auch bei vorübergehend nachlassenden Beschwerden – einen Arzt und unterlassen Sie jede weitere Medikamenteneinnahme.

Für den Arzt:
Informationen zur Behandlung einer Vergiftung mit Adolorin Influplus sind am Ende die-ser Gebrauchsinformation zu finden.

Wenn Sie die Einnahme von Adolorin Influplus Tabletten vergessen haben
Adolorin Influplus Tabletten werden nur bei Bedarf eingenommen. Nehmen Sie nicht die doppelte Do-sis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Adolorin Influplus abbrechen
Adolorin Influplus Tabletten werden nur bei Bedarf eingenommen und sollen nach Abklingen der Be-schwerden abgesetzt werden.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel können Adolorin Influplus Tabletten Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Die Aufzählung der folgenden unerwünschten Wirkungen umfasst auch solche unter hochdosierter Langzeittherapie mit Acetylsalicylsäure bei Rheumapatienten.
Magen-Darm-Beschwerden sind wahrscheinlicher, wenn höhere Dosen genommen werden.

Erkrankungen des Blutes und des LymphsystemsSehr selten: Veränderung des Blutbildes (z.B. Verringerung der Zahl der Blutzellen), schwerwiegende Blutungen wie z.B. intracerebrale Blutungen, besonders bei Patienten mit nicht eingestelltem Bluthochdruck und/oder gleichzeitiger Behandlung mit Gerin-nungshemmern.
Häufigkeit nicht bekannt: Methämoglobinämie (Störung der Sauerstoffversorgung), erhöhtes Blu-tungsrisiko (z.B. Nasenbluten, Zahnfleischbluten oder Hautblutungen) mit einer mögli-chen Verlängerung der Blutungszeit. Diese Wirkung kann über 4 bis 8 Tage nach der Einnahme anhalten.

Erkrankungen des ImmunsystemsGelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautreaktionen.
Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen wie Anfälle von Atemnot, schwere Hautreaktionen (z.B. Erythema multiforme) evtl. mit Blutdruckabfall, allergischer Schock, Schwellun-gen von Gesicht, Zunge und Kehlkopf (Quincke-Ödem), vor allem bei Asthmatikern.

Stoffwechsel- und ErnährungsstörungenSehr selten: verringerter Blutzuckerspiegel.

Erkrankungen des Nervensystems
Sehr selten: Gehirnblutungen.
Häufigkeit nicht bekannt:Kopfschmerzen, Schwindel, gestörtes Hörvermögen, Ohrensausen (Tinnitus) und mentale Verwirrung können Anzeichen einer Überdosierung sein.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des MittelfellsGelegentlich: Atemnot durch Verkrampfung der Muskulatur der Bronchien (häufiger bei Personen mit Allergie gegen entzündungshemmende Schmerz- und Rheumamittel = „NSAR“).

Erkrankungen des GastrointestinaltraktsHäufig: Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen. Selten: Magen-Darm-Blutungen, die sehr selten zu einer Eisenmangelanämie führen können. Magen-Darm-Geschwüre, die sehr selten zu einem Durchbruch führen können; Bei Auftreten von Schmerzen, schwarzem Stuhl oder blutigem Erbrechen (Zeichen einer schweren Magenblutung) müssen Sie Adolorin Influplus sofort absetzen und einen Arzt benachrichtigen.
Entzündung der Speiseröhre.

Leber- und GallenerkrankungenGelegentlich: Gallenstau.
Selten: Erhöhung bestimmter Leberwerte und Einschränkung der Leberfunktion.

Erkrankungen der Haut und des UnterhautzellgewebesSehr selten: Schwere Hautreaktionen wie Hautausschlag mit Rötung und Blasenbildung.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Selten: Nierenfunktionsstörungen.
Sehr selten: akutes Nierenversagen.

Ödeme, Bluthochdruck und Herzinsuffizienz wurden im Zusammenhang mit NSAR Behandlung berich-tet.

Setzen Sie Adolorin Influplus Tabletten bei den ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion ab und nehmen Sie sofort Kontakt mit einem Arzt auf.

In Einzelfällen ist im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung bestimmter Nicht-Steroidaler Ent-zündungshemmer (NSAR, zu diesen gehören auch Adolorin Influplus Tabletten) eine Verschlechterung infektionsbedingter Entzündungen (z.B. Entwicklung einer nekrotisierenden Fasciitis) beschrieben wor-den.

Die Anwendung von Arzneimitteln wie Adolorin Influplus könnte mit einem geringfügig erhöhten Risi-ko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, verbunden sein.

Wenn Sie von einer der genannten Nebenwirkungen betroffen sind, nehmen Sie Adolorin Influplus Tab-letten nicht weiter ein und suchen Sie Ihren Arzt möglichst umgehend auf.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25°C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren um den Inhalt vor Licht zu schützen. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach „Verw. bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apo-theker wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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