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«Alendronsäure Pfizer 70 mg einmal wöchentlich Tabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Alendronsäure Pfizer gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Bisphosphonate bezeichnet werden. Alendronsäure Pfizer verhindert den Knochenschwund (Osteoporose), der bei Frauen nach der Menopause (den Wechseljahren) auftritt. Es konnte außerdem gezeigt werden, dass Alendronsäure Pfizer bei Frauen (nach der Menopause) die Knochenneubildung unterstützt und das Risiko für Wirbel- und Hüftfrakturen vermindert.

Ihr Arzt hat Ihnen Alendronsäure Pfizer 70 mg Tabletten verordnet, weil Sie an Osteoporose leiden oder weil bei Ihnen ein erhöhtes Risiko für diese Erkrankung besteht.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Alendronsäure Pfizer darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Alendronsäure oder einen anderen Wirkstoff aus der Gruppe der Bisphosphonate oder einen der sonstigen Bestandteile der Tabletten sind. Allergische Reaktionen können unter anderem Hautausschlag, Atembeschwerden und Anschwellen der Beine, der Arme, des Gesichts, des Rachens oder der Zunge beinhalten.
  • wenn Sie unter bestimmten Problemen mit der Speiseröhre (Ösophagus, verbindet Ihren Mund mit Ihrem Magen) leiden, wie z. B. Verengung der Speiseröhre oder Schluckbeschwerden
  • wenn es Ihnen nicht möglich ist, für mindestens 30 Minuten aufrecht zu stehen oder zu sitzen
  • wenn Ihr Kalziumgehalt im Blut niedrig ist (Hypokalzämie)

Wenn Sie der Meinung sind, dass einer oder mehrere dieser Umstände auf Sie zutreffen, nehmen Sie die Tabletten nicht ein. Halten Sie zuerst Rücksprache mit Ihrem Arzt und befolgen Sie seine Ratschläge.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Alendronsäure Pfizer ist erforderlich

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt vor dem Beginn der Einnahme von Alendronsäure Pfizer,

  • wenn Sie Schwierigkeiten und/oder Schmerzen beim Schlucken haben
  • wenn Sie an Magen-Darm-Problemen, wie z. B. Magengeschwüren oder einer Entzündung der Magenschleimhaut oder des Zwölffingerdarms (obersten Dünndarmabschnitts) leiden
  • wenn Sie Nierenprobleme haben
  • wenn Sie an Allergien leiden
  • wenn Sie an Vitamin-D-Mangel leiden
  • wenn Sie Probleme mit den Nebenschilddrüsen (kleine Drüsen, die sich im Hals paarweise neben der Schilddrüse befinden) haben
  • wenn Sie an Problemen mit der Kalziumaufnahme leiden
  • wenn Ihnen Ihr Arzt mitgeteilt hat, dass Sie ein Barrett-Syndrom (eine Erkrankung, die mit Veränderungen der Zellen, die die untere Speiseröhre auskleiden, einhergeht) haben
  • wenn Sie eine Zahnfleischerkrankung haben
  • wenn Ihnen ein Zahn gezogen werden soll

Durch die Einnahme dieser Tabletten können die Kalzium- und Phosphatkonzentrationen im Blut beeinflusst werden. Bei Blutuntersuchungen müssen Sie Ihrem Arzt mitteilen, dass Sie Alendronsäure einnehmen.

Es ist wichtig, dass Sie über die Ernährung eine entsprechende Menge an Kalzium und Vitamin D zuführen. Gegebenenfalls verordnet Ihnen Ihr Arzt ein Nahrungsergänzungsmittel.

Vor Behandlungsbeginn mit Alendronsäure Pfizer sollte eine zahnärztliche Untersuchung in Erwägung gezogen werden, wenn einer der folgenden Umstände auf Sie zutrifft:

  • Sie haben eine Krebserkrankung
  • Sie erhalten eine Chemotherapie oder Strahlentherapie
  • Sie nehmen Steroide (Kortisonpräparate) ein
  • Sie gehen nicht routinemäßig zur Zahnvorsorge
  • Sie leiden an einer Zahnfleischerkrankung
  • Sie rauchen

Während der Behandlung sollte eine entsprechende vorbeugende Zahnpflege, wie von Ihrem Zahnarzt empfohlen, befolgt werden.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Alendronsäure Pfizer einnehmen, wenn Sie Schmerzen oder Schwellungen am Zahnfleisch und/oder Kiefer haben oder hatten, bei Taubheitsgefühl oder Schweregefühl im Kiefer oder wenn Sie einen Zahn verloren haben. Wenn Sie in zahnärztlicher Behandlung sind oder sich einem kieferchirurgischen Eingriff unterziehen müssen, informieren Sie Ihren Zahnarzt, dass Sie Alendronsäure Pfizer einnehmen.

Wenn es bei Ihnen im Verlauf der Behandlung mit Alendronsäure Pfizer zu einer der folgenden Erscheinungen (Reizung, Entzündung oder Geschwür der Speiseröhre) kommt, setzen Sie die Tabletten ab und wenden Sie sich an Ihren Arzt:

  • Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Schlucken
  • Schmerzen im Brustkorb
  • erstmals auftretendes oder sich verschlimmerndes Sodbrennen

Dies ist besonders der Fall, wenn Patientinnen Alendronsäure Pfizer nicht mit einem ganzen Glas Wasser einnehmen und/oder sich vor Ablauf der 30 Minuten nach der Einnahme hinlegen. Diese Nebenwirkungen können sich verschlimmern, wenn Patientinnen nach Auftreten dieser Beschwerden Alendronsäure Pfizer weiterhin einnehmen.

Bei Einnahme von Alendronsäure Pfizer mit anderen Arzneimitteln

Nehmen Sie Kalziumtabletten, Antazida, Vitaminpräparate und/oder andere einzunehmende Arzneimittel nicht gleichzeitig mit Alendronsäuretabletten ein, da diese Arzneimittel die Aufnahme von Alendronsäure beeinträchtigen können. Warten Sie mindestens 30 Minuten nach der Einnahme von Alendronsäure, bevor Sie ein anderes Arzneimittel einnehmen.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bei Einnahme von Alendronsäure Pfizer zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Es ist damit zu rechnen, dass Nahrungsmittel und Getränke (einschließlich Mineralwasser) bei gleichzeitiger Einnahme die Wirksamkeit von Alendronsäure beeinträchtigen. Daher sollten Sie unbedingt die Anweisun-gen im Abschnitt 3 befolgen.

Kinder und Jugendliche

Alendronsäure Pfizer sollte Kindern und Jugendlichen nicht gegeben werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Alendronsäure ist nur für Frauen nach den Wechseljahren vorgesehen. Wenn Sie schwanger sind bzw. vermuten, schwanger zu sein, dürfen Sie Alendronsäure nicht einnehmen. Alendronsäure darf während der Stillzeit nicht eingenommen werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Unter Alendronsäure wurde über Nebenwirkungen (darunter verschwommenes Sehen, Schwindel und starke Knochen-, Muskel- oder Gelenkschmerzen) berichtet, die Ihre Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen können. Die Reaktion auf Alendronsäure Pfizer kann individuell verschieden ausfallen (siehe „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Alendronsäure Pfizer immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Diese Tabletten werden eingenommen.

Nehmen Sie 1 x pro Woche 1 Tablette ein. Wählen Sie den Wochentag aus, der am besten in Ihre Planung passt. Nehmen Sie jede Woche an dem von Ihnen gewählten Tag 1 Tablette ein. Die folgenden Anweisungen müssen unbedingt eingehalten werden. Nur dann ist gewährleistet, dass Sie von diesem Arzneimittel optimal profitieren können und Nebenwirkungen vermindert werden. Es ist wichtig, dass Sie die Anweisungen befolgen, um den schnellen Transport der Tablette in Ihren Magen sicherzustellen und um möglichen Reizungen Ihrer Speiseröhre vorzubeugen.

1. Nehmen Sie Ihre Tablette nach dem morgendlichen Aufstehen und vor der Aufnahme jeglicher Nahrungsmittel oder Getränke sowie vor Einnahme anderer Medikamente mit einem vollen Glas (mindestens 200 ml) Leitungswasser (kein Tee, kein Kaffee, kein Mineralwasser (weder mit noch ohne Kohlensäure), keine Milch, kein Fruchtsaft) unzerkaut ein.

2. Die Tablette muss ganz geschluckt werden. Sie dürfen die Tablette nicht kauen und nicht im Mund zergehen lassen. 3. Über mindestens 30 Minuten nach der Tabletteneinnahme dürfen Sie sich nicht hinlegen. Bleiben Sie bis mindestens nach der ersten Mahlzeit des Tages völlig aufrecht (im Sitzen, Stehen oder Gehen).

4. Warten Sie nach der Einnahme der Tablette mindestens 30 Minuten lang, bevor Sie morgens erstmals etwas essen, trinken oder andere Arzneimittel einnehmen, einschließlich Antazida, Kalzium- oder Vitaminpräparate. Alendronsäure ist nur wirksam, wenn sie auf nüchternen Magen eingenommen wird.

5. Nehmen Sie die Tabletten nicht vor dem Schlafengehen oder morgens vor dem Aufstehen ein.

Wenn Sie eine größere Menge von Alendronsäure Pfizer eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben, trinken Sie ein volles Glas Milch und wenden Sie sich bitte sofort an Ihren Arzt oder die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses. Vermeiden Sie Maßnahmen, die zum Erbrechen führen, und legen Sie sich nicht hin. Bei einer Überdosierung kann es zu schmerzhaften Muskelkrämpfen, Müdigkeit, Schwäche, Abgeschlagenheit und Krampfanfällen kommen. Ferner können Magenverstimmung, Verdauungsstörungen und schmerzhafte Entzündungen des oberen Magen-Darm-Trakts auftreten.

Wenn Sie die Einnahme von Alendronsäure Pfizer vergessen haben

Wenn Sie die Einnahme einer Tablette an einem Tag vergessen haben, nehmen Sie diese am nächsten Morgen ein, nachdem Sie Ihr Versäumnis bemerkt haben. Setzen Sie danach die Einnahme einer Tablette 1-mal pro Woche wie planmäßig vorgesehen an dem von Ihnen gewählten Tag fort. Nehmen Sie nicht zwei Tabletten am selben Tag ein.

Wenn Sie die Einnahme von Alendronsäure Pfizer abbrechen

Setzen Sie die Tabletten nicht ohne ärztlichen Rat ab, auch wenn es Ihnen besser geht.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Alendronsäure Pfizer Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Häufige Nebenwirkungen(betreffen 1 bis 10 Behandelte von 100)

  • Sodbrennen; Schluckbeschwerden; Schmerzen beim Schlucken; Geschwüre der Speiseröhre (Ösophagus, verbindet Ihren Mund mit Ihrem Magen), die Schmerzen im Brustkorb, Sodbrennen und Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Schlucken verursachen können
  • Knochen-, Muskel- und/oder Gelenkschmerzen
  • Bauchschmerzen, nach der Nahrungsaufnahme Unwohlsein im Magen oder Aufstoßen, Verstopfung, Völlegefühl im Magen bzw. aufgetriebener Leib, Durchfall, Blähungen
  • Kopfschmerzen

Gelegentliche Nebenwirkungen(betreffen 1 bis 10 Behandelte von 1 000)

Seltene Nebenwirkungen (betreffen 1 bis 10 Behandelte von 10 000)

  • allergische Reaktionen wie Nesselausschlag, Schwellungen an Gesicht, Lippen, Zunge und/oder Rachen, die zu Atem- oder Schluckbeschwerden führen können
  • Symptome eines niedrigen Kalziumspiegels im Blut einschließlich Muskelkrämpfe oder -zuckungen und/oder ein kribbelndes Gefühl in den Fingern oder um den Mund
  • Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre (manchmal schwerwiegend oder mit Blutungen)
  • Verengung der Speiseröhre (Ösophagus, verbindet Ihren Mund mit Ihrem Magen)
  • Kieferprobleme in Verbindung mit verzögerter Heilung und Infektion, oft nach dem Ziehen von Zähnen
  • verschwommenes Sehen, Augenschmerzen oder gerötete Augen
  • durch Sonnenlicht verstärkter Hautausschlag
  • starke Knochen-, Muskel- und/oder Gelenkschmerzen
  • Geschwüre im Mund nach Kauen oder Lutschen der Tabletten
  • vorübergehende grippeartige Symptome wie Muskelschmerzen, allgemeines Unwohlsein und manchmal Fieber, gewöhnlich zu Behandlungsbeginn

Sehr seltene Nebenwirkungen(betreffen weniger als 1 Behandelten von 10 000)

  • schwere Hautreaktionen

Nach Markteinführung wurden folgende Nebenwirkungen berichtet (Häufigkeit nicht bekannt)

  • Schwindel, veränderte Geschmackswahrnehmung
  • Haarausfall
  • Gelenkschwellungen, Bruch am Oberschenkelknochen bei Patientinnen unter Langzeitbehandlung mit Alendronsäure. Schmerzen, Schwäche oder Beschwerden am Oberschenkel können Frühzeichen eines möglichen Oberschenkelbruchs sein.
  • Müdigkeit
  • Schwellungen an Händen oder Beinen

Laborwerte

Sehr häufig: leichte, vorübergehende Verringerung der Kalzium- und Phosphatwerte im Blut, im Allgemeinen im Normalbereich

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie diese oder andere ungewöhnliche Symptome bemerken. Dabei ist es hilfreich, wenn Sie notieren, welche Beschwerden Sie hatten, wann diese begannen und wie lange sie anhielten.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Sie dürfen Alendronsäure Pfizer nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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