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«Allergohal»

Allergohal


Was ist es und wofür wird es verwendet?

ALLERGOHAL enthält den Wirkstoff Epinephrin (Adrenalin), ein im menschlichen Körper natürlich vorkommendes Hormon (Botenstoff). Bei Inhalation wirkt es abschwellend auf die Schleimhaut der Atemwege und kann so Atemnotzuständen verschiedener Ursachen entgegenwirken.
ALLERGOHAL wird angewendet zur Zusatzbehandlung der akuten Atemnot verursacht durch Schleimhautschwellungen im Bereich der oberen Atemwege und/oder Krämpfe der Bronchialmuskulatur, wenn die alleinige Gabe von Cortisonpräparaten nicht ausreichend ist.
Dazu gehören insbesondere die akute stenosierende Laryngotracheitis (umgangssprachlich: Krupp oder Pseudokrupp) und allergische Reaktionen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

ALLERGOHAL darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Epinephrinhydrogentartrat oder einen der sonstigen Bestandteile von ALLERGOHAL sind
- bei anfallsartiger Steigerung der Herzfrequenz (paroxysmaler Tachykardie)
- bei grünem Star (Engwinkelglaukom)
- bei hochfrequenter absoluter Arrhythmie.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von ALLERGOHAL ist erforderlich,
wenn bei Ihnen eine der folgenden Erkrankungen bekannt ist:
- Zuckerkrankheit (Diabetes)
- zu hoher Kalzium- und zu geringer Kaliumspiegel (Hyperkalzämie bzw. Hypokaliämie)
- Bluthochdruck
- Blasenentleerungsstörung mit Restharnbildung
- schwere Nierenfunktionsstörung
- Phäochromozytom (ein spezieller, seltener Tumor)
- Überfunktion der Schilddrüse
- Erkrankungen der Herzkranzgefäße oder des Herzmuskels
- sogenannte Verkalkung der Blutgefäße (sklerotische Gefäßveränderung)
- Herzerkrankung in Folge einer Blutdrucksteigerung im Lungenkreislauf (Cor pulmonale)
Die Anwendung des Arzneimittels ALLERGOHAL kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
Bei Anwendung von ALLERGOHAL mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Bestimmte Mittel zur Behandlung von Depressionen (tri- und tetrazyklische Antidepressiva, MAO-Hemmer), Guanethidin, L-Thyroxin, Theophyllin, Oxytocin, Ornipressin, Carbazochrom, bestimmte Mittel vor allem zur Behandlung von (Antihistaminika, z. B. Diphenydramin, Chlorphenamin), Reserpin, Mecamylamin, Levodopa, Parasympatholytika (z. B. Atropin), Herzglycoside sowie Alkohol:
Die gleichzeitige Anwendung der genannten Mittel kann den Abbau von Epinephrin verlangsamen bzw. die Empfindlichkeit gegenüber Epinephrin und die Anfälligkeit für Herzrhythmusstörungen erhöhen.
Mittel zur Diabetesbehandlung:
Bei gleichzeitiger Anwendung von ALLERGOHAL kann die blutzuckersenkende Wirkung vermindert sein.
Alpha-Rezeptorenblocker (Mittel zur Behandlung von Blasenentleerungsstörungen bzw. Bluthochdruck, z. B. Phenoxybenzamin und Phentolamin):
Werden diese gleichzeitig mit ALLERGOHAL angewandt, kann es zu einer Blutdrucksenkung kommen.
Nicht-selektive -Blocker (Mittel u.a. zur Behandlung des Bluthochdrucks, z. B. Propanolol):
Bei gleichzeitiger Anwendung von ALLERGOHAL kann es zu einem Anstieg des Blutdruckes kommen.
Narkosemittel zur Inhalation (Inhalationsanästhetika wie Halothan, Cyclopropan):
Bei gleichzeitiger Anwendung von ALLERGOHAL kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen.
Andere Mittel, die auf die gleiche Weise wirken wie Epinephrin (Sympathomimetika, z. B. Orciprenalin):
Die gleichzeitige Anwendung von ALLERGOHAL hat eine additive Wirkung.
Andere Mittel, die zu Kaliumverlust führen, z. B. Kortikosteroide, Kalium-entziehende Diuretika (harntreibende Mittel), Aminophyllin oder Theophyllin:
Der Kalium senkende Effekt von Epinephrin kann verstärkt werden.
Thiamin (Vitamin B1):
Eine gleichzeitige Verabreichung kann wirkungslos bleiben.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen mit einer Anwendung von ALLERGOHAL während der Schwangerschaft vor. Bei der Anwendung von Epinephrin (Adrenalin) während der Schwangerschaft kann ein Risiko für das Ungeborene nicht ausgeschlossen werden. Epinephrin (Adrenalin) kann zu einer dramatischen Verringerung der Durchblutung der Plazenta führen, allerdings geschieht dies auch bei einem anaphylaktischen Schock (allergische Reaktion).
Wenn Sie schwanger sind, sollte dies Sie jedoch nicht daran hindern ALLERGOHAL in einem Notfall zu verwenden, da Ihr Leben in Gefahr sein könnte.
Allerdings sollten Sie darüber mit Ihrem Arzt sprechen, bevor ein solcher Notfall eintritt.
Wenn Sie stillen, können Sie ALLERGOHAL in Notfallsituationen anwenden, da von dem ggf. in die Muttermilch übergetretenen Epinephrin (Adrenalin) keine Auswirkungen auf den Säugling erwartet werden.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es sind keine Auswirkungen von ALLERGOHAL auf die Verkehrstüchtigkeit oder das Bedienen von Maschinen bekannt.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von ALLERGOHAL
Wegen des Gehalts an Benzoesäure kann es bei der Anwendung von ALLERGOHAL zu leichten Irritationen der Schleimhäute kommen (s. auch Abschnitt 4.).
Aufgrund der kurzen Verweildauer des Wirkstoffes Epinephrin im Körper können die Krankheitserscheinungen erneut auftreten (Relapseffekt).

Wie wird es angewendet?

WIE IST ALLERGOHAL ANZUWENDEN?
Wenden Sie ALLERGOHAL immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Bitte ersetzen Sie vor Gebrauch die Schraubkappe durch den separat beiliegenden Spender (Dosierpumpe mit Tropfapplikator).
Wichtige Hinweise:
Zur Anwendung von ALLERGOHAL benötigen Sie ein geeignetes Inhaliergerät (Vernebler)! Bitte fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker danach.
Kinder sollten das Präparat nur unter Aufsicht oder mit Hilfe eines Erwachsenen anwenden!
Bei Erstanwendung ist die Dosierpumpe zunächst solange zu betätigen, bis die Lösung sichtbar aus dem Spender tropft (in der Regel zwei- bis dreimal).
Nur klare Lösungen verwenden.
Bitte füllen Sie die notwendige Menge ALLERGOHAL in einen Vernebler und inhalieren Sie. In der Regel ist bei Atemnot eine Dosierung von 7 - 14 Hüben (ca. 1 - 2 ml), entsprechend 4 - 8 mg Epinephrin ausreichend. Berücksichtigen Sie dabei das Restvolumen des Verneblers. Bei Bedarf ist die Inhalation zu wiederholen.
Wenn Sie eine größere Menge von ALLERGOHAL angewendet haben, als Sie sollten
Anzeichen einer Überdosierung mit Epinephrin sind: Blutdruckanstieg, blasse bis blassgraue, schlecht durchblutete Haut, verlangsamter Herzschlag, schlecht tastbarer Puls am Handgelenk, Atemnot, Schwindel, Ohnmacht, Kammerflimmern, Atemlähmung, Lungenödem. Nach Anwendung größerer Mengen mit Verdacht auf eine Überdosierung sollten Sie einen Arzt verständigen, damit dieser über das weitere Vorgehen entscheiden kann.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Anwendung von ALLERGOHAL zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Es sind keine besonderen Hinweise zu beachten.
WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann ALLERGOHAL Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Selten:weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten

Eine Rosafärbung der Schleimhäute ist normal.
Selten können Herzklopfen, Rhythmusstörungen oder andere Herzbeschwerden sowie ein Anstieg des Blutzuckerspiegels auftreten. Mit Erhöhung der Dosis ist häufiger mit diesen Nebenwirkungen zu rechnen.
Störungen des Magen-Darm-Traktes können auftreten, wenn beim Inhalieren ein Teil der Dosis verschluckt wird.
Bei entsprechend veranlagten Patienten können aufgrund des Gehalts an Benzoesäure Überempfindlichkeitsreaktionen wie leichte Reizungen der Schleimhäute auftreten. In solchen ällen ist ALLERGOHAL abzusetzen und ein Arzt zu verständigen!

Wie soll es aufbewahrt werden?

WIE IST ALLERGOHAL AUFZUBEWAHREN?
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem Verfalldatum nicht mehr verwenden. Dieses finden Sie auf dem Etikett und der Faltschachtel nach Verwendbar bis. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Der Wirkstoff von ALLERGOHAL, Epinephrin, ist lichtempfindlich. Bitte bewahren Sie die Flasche daher lichtgeschützt in der Faltschachtel auf.
ALLERGOHAL sollte im Kühlschrank (2 - 8 °C) aufbewahrt werden. Nur dann gilt das aufgedruckte Verfalldatum.
Wenn Sie ALLERGOHAL nicht kühl aufbewahren
Sie können ALLERGOHAL auch bei Raumtemperatur (bis 25 °C) aufbewahren, allerdings verkürzt sich dann möglicherweise die Haltbarkeit. Notieren Sie das Datum, an dem Sie ALLERGOHAL aus dem Kühlschrank nehmen, auf der Faltschachtel. Ab diesem Datum ist das Arzneimittel noch 6 Monate haltbar, höchstens jedoch bis zum aufgedruckten Verfalldatum.
Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch
Nach dem Anbruch der Flasche (Öffnen des Schraubverschlusses und Aufsetzen der Dosierpumpe) ist ALLERGOHAL 8 Wochen bei Raumtemperatur (25 °C) haltbar. Deshalb sollten Sie dieses Datum an dem dafür vorgesehenen Feld auf der Faltschachtel notieren.

Zusätzliche Informationen

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION ÜR DEN ANWENDER
ALLERGOHAL
Lösung für einen Vernebler 4 mg/ml
Wirkstoff: Epinephrin
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.
• Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
• Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
• Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Beschwerden haben wie Sie.
• Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:


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