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«Amlodipin G.L. 5 mg - Tabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Amlodipin – der Wirkstoff in Amlodipin G.L. – ist ein so genannter Calciumantagonist. Er senkt den erhöhten Blutdruck durch Erweiterung der Blutgefäße.
Weiters verringert Amlodipin die Häufigkeit von Angina pectoris-Anfällen durch eine verbesserte Sauerstoffzufuhr zum Herzmuskel.
Angina pectoris-Anfälle sind anfallsartig auftretende Schmerzen oder ein Engegefühl in der Brust, ausgelöst durch Durchblutungsstörungen im Herzen. Meist treten diese Schmerzen bei körperlicher oder psychischer Belastung auf, da das Herz in diesen Situationen mehr Blut benötigt. Ursache für diese Durchblutungsstörung ist die Verengung eines Herzkranzgefäßes, meist durch Verkalkung (Sklerose).
Eine Sonderform ist die „vasospastische Angina pectoris“ (auch Prinzmetal-Angina genannt), bei der sich die Herzkranzgefäße plötzlich zusammenziehen und dadurch weniger Blut zum Herzmuskel gelangt. Auch diese Form der Angina pectoris kann mit Amlodipin G.L. behandelt werden.

Amlodipin G.L. wird angewendet

  • zur Behandlung des Bluthochdrucks.
  • zur Behandlung von bestimmten Formen der mangelnden Durchblutung des Herzmuskels (so genannte chronisch-stabile Angina pectoris bzw. vasospastische Angina pectoris).

Amlodipin G.L. kann alleine oder mit anderen Arzneimitteln gegen Bluthochdruck angewendet werden.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Amlodipin G.L. darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Amlodipin oder einen der sonstigen Bestandteile von Amlodipin G.L. oder gegen andere Arzneistoffe vom selben Typ (Dihydropyridine) reagieren.
  • bei stark erniedrigtem Blutdruck. zugelassen: 03.12.2008 Seite 1 (7) geändert: 16.04.2010
  • bei Schock (einschließlich Herz-Kreislauf-Schock).
  • bei starker Verengung der Aortenklappe (Herzklappe am Übergang der Halsschlagader in die Herzkammer).
  • innerhalb der ersten 28 Tage nach einem Herzinfarkt mit Herzschwäche.
  • bei einer bestimmten schweren Form der mangelnden Durchblutung des Herzmuskels (so genannter instabiler Angina pectoris bei schweren Leberfunktionsstörungen.

Die Anwendung von Amlodipin G.L. bei Kindern und Jugendlichen wird nicht empfohlen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Amlodipin G.L. ist erforderlich

  • wenn Sie eine schwere Herzschwäche haben.
  • wenn Ihr Blutdruck plötzlich stark erhöht ist (hypertensive Krise).
  • wenn Sie eine eingeschränkte Leberfunktion haben. Die Wirkungen und Nebenwirkungen von Amlodipin G.L. können stärker ausgeprägt sein.
  • wenn Sie ein älterer Patient sind.
  • wenn Sie langfristig mit Amlodipin G.L. behandelt werden oder eine Erkrankung eines Organs haben. Ihr behandelnder Arzt sollte in diesem Fall bestimmte Blutkontrollen durchführen (Leber- und Nierenwerte, Elektrolyte, Blutbild und Blutzucker).
  • wenn Sie gleichzeitig gegen Herzrhythmusstörungen behandelt werden.
  • wenn Sie schwanger sind oder stillen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn etwas davon auf Sie zutrifft.

Vom Arzt gegebenenfalls angeordnete Laborkontrollen sollten Sie unbedingt einhalten.

Amlodipin G.L. wurde Ihnen persönlich verordnet und darf unter keinen Umständen an andere Personen weitergegeben werden.

Bei Einnahme von Amlodipin G.L. mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt, damit er dies gegebenenfalls bei der Dosierung berücksichtigen kann.

Amlodipin G.L. und die folgenden Arzneimittel können einander in ihrer Wirkung beeinflussen:

  • Erythromycin (Antibiotikum).,
  • Diltiazem (zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen),
  • Ketoconazol, Itraconazol (zur Behandlung von Pilzinfektionen),
  • Ritonavir (zur Behandlung von HIV und AIDS),
  • Rifampicin (Antibiotikum unter anderem zur Behandlung der Tuberkulose),
  • Johanniskraut (zur Behandlung leichter bis mittlerer depressiver Verstimmungen und nervöser Unruhe),
  • andere blutdrucksenkende Arzneimittel,
  • so genannte Nitrate (gefäßerweiternde Arzneimittel),
  • Arzneimittel mit Wirkung auf die Psyche (Antidepressiva, Neuroleptika).

Amlodipin G.L. kann die Wirkung anderer blutdrucksenkender Arzneimittel (wie Beta-Blocker, ACE-Hemmer, Alpha-1-Blocker und Diuretika) verstärken.
Wenn Sie ein erhöhtes Risiko haben (z.B. nach einem Herzinfarkt), kann die Kombination von Amlodipin G.L. mit einem Beta-Blocker (bestimmtes Blutdruckmedikament) zu Herzschwäche, niedrigem Blutdruck oder Herzinfarkt führen.

Bei Einnahme von Amlodipin G.L. zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Amlodipin G.L. kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Grapefruitsaft beeinflusst die Wirkung von Amlodipin G.L. nicht.
Alkohol kann die Wirkung von Amlodipin G.L. verstärken und soll daher vermieden werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Amlodipin G.L. darf während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden es sei denn der Arzt entscheidet, dass der Nutzen für die Mutter größer ist als das mögliche Risiko für den Fötus. Informieren Sie daher Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind, wenn Sie glauben schwanger zu sein oder wenn Sie beabsichtigen, schwanger zu werden.

Amlodipin G.L. sollte während der Stillzeit nicht eingenommen werden, da keine Daten zum Übertritt in die Muttermilch vorliegen. Ihr Arzt wird Sie beraten, ob für Sie das Abstillen oder ein in der Stillzeit geeignetes Arzneimittel die bessere Lösung ist.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit ! beeinträchtigen.
Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, bei Dosisanpassung und beim Wechsel von anderen Arzneimitteln zu Amlodipin G.L. sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Amlodipin G.L. immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie nicht ganz sicher sind.

ART DER ANWENDUNG
Nehmen Sie die Tabletten im Ganzen mit reichlich Flüssigkeit ein. Eine Einnahme zu den Mahlzeiten ist möglich.

DOSIERUNG
Für beide Anwendungsgebiete - Bluthochdruck und mangelnde Durchblutung des Herzmuskels - nehmen Sie 1 Tablette (5 mg) einmal täglich ein. Abhängig von Ihrer Reaktion auf die Behandlung kann der Arzt die Dosis nach ca. 2 - 4 Wochen gegebenenfalls auf 2 Tabletten (10 mg) einmal täglich erhöhen.
Mehr als 2 Tabletten pro Tag sollten keinesfalls eingenommen werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Amlodipin G.L. eingenommen haben, als Sie sollten

Bei Überdosierung bzw. Vergiftung kann ein starker, lang dauernder Blutdruckabfall mit Schwindel, Kopfschmerzen, Schwächegefühl und Schwarzsehen auftreten, im Extremfall kann es zu einem Herz-Kreislauf-Schock (Ohnmacht) kommen.
Bei Beschwerden wie Schwindel, Benommenheit oder Flimmern vor den Augen sollten Sie sich hinlegen und die Beine hochlagern. Informieren Sie umgehend einen Arzt.

Wenn Sie die Einnahme von Amlodipin G.L. vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern setzen Sie die Einnahme wie gewohnt mit der nächsten Dosis fort.

Wenn Sie die Einnahme von Amlodipin G.L. abbrechen

Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirkt zu stark oder zu schwach, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber. Brechen Sie die Einnahme von Amlodipin G.L. nicht von sich aus ab.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Amlodipin G.L. Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der angeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Blut und Lymphsystem
Sehr selten: Verminderung der weißen Blutkörperchen oder der Blutplättchen.

Immunsystem
Sehr selten: allergische Reaktionen.

Stoffwechsel und Ernährung
Sehr selten: erhöhte Blutzuckerwerte.

Psychiatrische Störungen
Gelegentlich: Schlaflosigkeit, Stimmungsschwankungen (einschließlich Angstgefühl), Depression. Selten: Verwirrtheit.

Nervensystem
Häufig: Schläfrigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen (vor allem bei Behandlungsbeginn). Gelegentlich: Zittern, Geschmacksveränderungen, Ohnmacht, Empfindungsstörungen der Haut mit Kribbeln oder unvollständiger Taubheit einzelner Hautbereiche. Sehr selten: erhöhte Spannung der Muskulatur, Nervenleiden in den Gliedmaßen.

Ohr und Gleichgewichtssinn
Gelegentlich: Ohrensausen (Tinnitus).

Herz
Häufig: Herzklopfen.
Selten: insbesondere zu Beginn der Behandlung oder bei Dosiserhöhung kann es zum Auftreten von Angina pectoris-Anfällen (Engegefühl / Schmerzen in der Brust durch verminderte Blutversorgung des Herzens) beziehungsweise bei Patienten mit bestehender Angina pectoris zu einer Zunahme der Häufigkeit, Dauer und des Schweregrades der Anfälle kommen.
Sehr selten: Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen (beschleunigter, verlangsamter oder unregelmäßiger Pulsschlag).

Gefäße
Häufig: Gesichtsrötung.
Gelegentlich: niedriger Blutdruck.
Sehr selten: Gefäßentzündung.

Atemwege
Gelegentlich: Atemnot, Schnupfen.
Sehr selten: Husten.

Magen-Darm-Trakt
Häufig: Bauchschmerzen, Übelkeit.
Gelegentlich: Erbrechen, Magen-Darm-Beschwerden, veränderte Stuhlgewohnheiten (einschließlich Durchfall und Verstopfung), Mundtrockenheit, Blähungen, Appetitlosigkeit.
Sehr selten: Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Entzündung der Magenschleimhaut, Zahnfleischschwellung.

Leber und Galle
Sehr selten: Leberentzündung, Gelbsucht und Erhöhung der Leberenzyme (meist im Zusammenhang mit einem Rückstau der Gallenflüssigkeit).

Haut
Gelegentlich: Haarausfall, punktförmige Hautblutungen, Hautverfärbungen, vermehrtes Schwitzen, Juckreiz, Hautausschlag.
Selten: Hautentzündung.
Sehr selten: allergische Reaktionen einschließlich Angioödeme (schmerzende Schwellung der Haut), Nesselsucht, schwere Hautreaktionen, Lichtempfindlichkeit.

Muskulatur und Knochen
Häufig: Schwellung der Knöchel.
Gelegentlich: Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Muskelkrämpfe, Rückenschmerzen.

Nieren und Harnwege
Gelegentlich: Blasenentleerungsstörungen, gehäufter Harndrang (auch nachts).

Geschlechtsorgane und Brustdrüse
Gelegentlich: Impotenz, Brustvergrößerung beim Mann.

Allgemein
Häufig: Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödeme), Müdigkeit.
Gelegentlich: Brustschmerzen, Kraftlosigkeit, Schmerzen, allgemeines Unwohlsein.

Untersuchungen
Gelegentlich: Gewichtszunahme, Gewichtsabnahme.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 30°C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Faltkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


Bewertungen «Amlodipin G.L. 5 mg - Tabletten»