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«AmoxiClavulan 1A Pharma 625 mg - Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

AmoxiClavulan 1A Pharma ist ein Antibiotikum und wirkt durch das Abtöten von Bakterien, die Infektionen verursachen. Es enthält zwei verschiedene Wirkstoffe, Amoxicillin und Clavulansäure. Amoxicillin gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln die „Penicilline“ genannt werden und die manchmal unwirksam (inaktiv) werden können. Der zweite Wirkstoff (Clavulansäure) verhindert dies.

AmoxiClavulan 1A Pharma wird bei der Behandlung folgender Infektionen angewendet:

  • Mittelohrentzündungen und Infektionen der Nasennebenhöhlen
  • Atemwegsinfektionen
  • Harnwegsinfektionen
  • Haut- und Weichteilinfektionen einschließlich Infektionen im Zahnbereich

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

AmoxiClavulan 1A Pharma darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Amoxicillin, Clavulansäure, Penicillin oder einen der sonstigen Bestandteile von AmoxiClavulan 1A Pharma sind (siehe Auflistung in Abschnitt 6).
  • wenn Sie schon einmal eine schwere Überempfindlichkeitsreaktion (allergische Reaktion) gegen irgendein anderes Antibiotikum hatten. Dabei kann es sich um einen Hautausschlag oder Schwellungen von Gesicht oder Hals gehandelt haben.
  • wenn Sie während der Einnahme eines Antibiotikums schon einmal Probleme mit der Leber oder Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut) hatten.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von AmoxiClavulan 1A Pharma ist erforderlich, Sprechen Sie vor der Einnahme von AmoxiClavulan 1A Pharma mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie:

  • Pfeiffer´sches Drüsenfieber haben
  • wegen Leber- oder Nierenproblemen behandelt werden
  • an Überempfindlichkeiten (Allergien), Asthma bronchiale, Nesselsucht oder Heuschnupfen leiden
  • nur unregelmäßig Wasser lassen

Sprechen Sie vor der Einnahme von AmoxiClavulan 1A Pharma mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie nicht sicher sind ob eine dieser Aussagen auf Sie zutrifft.

In bestimmten Fällen kann Ihr Arzt den Bakterientyp bestimmen, der Ihre Infektion verursacht. In Abhängigkeit von den Ergebnissen, kann Ihnen eine andere Stärke oder ein anderes Medikament verabreicht werden.

Wenn Sie AmoxiClavulan 1A Pharma über einen längeren Zeitraum einnehmen, wird Ihr Arzt eventuell Kontrolluntersuchungen anordnen (Blutbild, Leber- und Nierenfunktion). Bitte halten Sie vom Arzt verordnete Kontrollen unbedingt ein. Eine Überprüfung der Leberfunktion sollte während und bis zu zwei Monaten nach Beendigung der Therapie durchgeführt werden, da AmoxiClavulan 1A Pharma erhebliche Leberfunktionsstörungen verursachen kann.

Worauf Sie achten müssen AmoxiClavulan 1A Pharma kann bestehende Zustände verschlechtern oder zu schwerwiegenden Nebenwirkungen führen. Dazu gehören allergische Reaktionen, Krampfanfälle und Entzündung des Dickdarms, die lebensbedrohlich sein können. Sie müssen, während Sie AmoxiClavulan 1A Pharma einnehmen auf bestimmte Symptome achten, um das Auftreten von Problemen zu verhindern. (Siehe Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind möglich“)

Blut und Urin-Untersuchungen Wenn bei Ihnen bestimmte Blutuntersuchungen (wie ein Test zur Untersuchung der roten Blutzellen oder die Bestimmung der Leberwerte) oder Urintests (auf Glucose) vorgenommen werden, teilen Sie Ihren Arzt oder dem Pflegepersonal mit, dass Sie AmoxiClavulan 1A Pharma einnehmen. Die Tests können falsche Ergebnisse liefern.

Bei Einnahme von AmoxiClavulan 1A Pharma mit anderen Arzneimitteln Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Die Wirkung bestimmter Arzneimittel kann durch AmoxiClavulan 1A Pharma verstärkt oder abgeschwächt werden, selbst dann, wenn Sie diese Arzneimittel zu unterschiedlichen Zeiten einnehmen.

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, ob Sie AmoxiClavulan 1A Pharma einnehmen dürfen, wenn Sie gleichzeitig andere Arzneimittel einnehmen, wie z.B.

  • Mittel gegen Gicht (Allopurinol, Probenecid),
  • andere Antibiotika,
  • Blutgerinnungshemmer (Warfarin),
  • Mittel gegen Alkoholabhängigkeit (Disulfiram),
  • Methotrexat (Mittel zur Behandlung von Krebs und Autoimmunerkrankungen).

Wie bei anderen Antibiotika, kann während der Einnahme von AmoxiClavulan 1A Pharma möglicherweise die Sicherheit von oralen Empfängnisverhütungsmitteln („Antibabypille“) beeinträchtigt werden.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Über die Anwendung von AmoxiClavulan 1A Pharma während Schwangerschaft und Stillzeit entscheidet Ihr Arzt.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind, wenn Sie glauben, dass Sie schwanger sind, wenn Sie beabsichtigen schwanger zu werden oder wenn Sie stillen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

AmoxiClavulan 1A Pharma kann Nebenwirkungen verursachen und diese Beschwerden können Ihre Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.
Sie dürfen sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen und keine Maschinen bedienen, wenn Sie sich nicht wohl fühlen.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie AmoxiClavulan 1A Pharma immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet ist die übliche Dosis:

Erwachsene, Jugendliche und Kinder (ab 2 Jahren) mit einem Körpergewicht von 40 kg und

darüber

  • 1 Tablette dreimal täglich

Erwachsene, Jugendliche und Kinder (ab 2 Jahren) mit einem Körpergewicht unter 40 kg

Für Erwachsene, Jugendliche und Kinder mit einem Körpergewicht unter 40 stehen niedriger dosierbare, flüssige Darreichungsformen zur Verfügung.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist wird Ihr Arzt möglicherweise eine andere Dosierung festlegen.

Art der Anwendung

  • Nehmen Sie die Tabletten im Ganzen mit Flüssigkeit zu Beginn oder kurz vor einer Mahlzeit ein.
  • Verteilen Sie die Einnahmezeiten gleichmäßig über den Tag, mit einem Abstand von mindestens 4 Stunden. Nehmen Sie nicht 2 Dosen innerhalb von einer Stunde ein.
  • Nehmen Sie AmoxiClavulan 1A Pharma nicht länger als 2 Wochen ein. Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn Sie sich nicht besser fühlen.

Wenn Sie eine größere Menge von AmoxiClavulan 1A Pharma eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu viel AmoxiClavulan 1A Pharma eingenommen haben, kann es zu Magenproblemen (Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall) oder Krampfanfällen kommen. Kontaktieren Sie so schnell wie möglich Ihren Arzt. Nehmen Sie den Umkarton oder die Flasche des Arzneimittels mit und zeigen Sie diese dem Arzt.

Wenn Sie die Einnahme von AmoxiClavulan 1A Pharma vergessen haben Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie die Einnahme wie gewohnt fort.

Wenn Sie die Einnahme von AmoxiClavulan 1A Pharma abbrechen
Beenden Sie die Einnahme der Tabletten nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt. Wenn Sie mit der Behandlung vorzeitig aufhören kann es zu einer Verstärkung der Beschwerden und zu einer Verschlechterung Ihres Zustandes kommen.
Sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt, bevor Sie die Behandlung mit AmoxiClavulan 1A Pharma abbrechen oder beenden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann AmoxiClavulan 1A Pharma Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der angeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Die Häufigkeit (Wahrscheinlichkeit des Auftretens) von Nebenwirkungen wird wie folgt eingestuft:

Folgende Nebenwirkungen können unter Umständen akut lebensbedrohlich sein. Informieren Sie daher sofort einen Arzt, falls ein derartiges Ereignis plötzlich auftritt oder sich unerwartet stark entwickelt:

  • Entzündung des Dickdarms mit anhaltendem Durchfall, Bauchkrämpfen und Fieber. Arzneimittel, die die Darmtätigkeit hemmen, dürfen nicht eingenommen werden. • Überempfindlichkeitsreaktionen wie
  • Hautausschlag;
  • Entzündung von Blutgefäßen (Vaskulitis), die sich in roten oder violetten erhabenenFlecken auf der Haut äußert;
  • Fieber, Gelenkschmerzen, vergrößerte Lymphknoten im Bereich von Hals,Achselhöhle oder Leistengegend
  • Schwellungen, manchmal im Gesicht oder Mund (Angioödem), die Atemproblemeverursachen;
  • Kollaps
  • Auftreten von (epilepsieähnlichen) Krampfanfällen

Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Häufig:Pilzinfektionen (Candida - Hefepilzinfektionen im Bereich von Scheide, Mund oder Hautfalten)

Nicht bekannt: Überwucherung unempfindlicher Keime

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Selten: Bestimmte Veränderung des Blutbildes: Verminderung der weißen Blutkörperchen (Neutropenie, Agranulozytose), Blutarmut (hämolytische Anämie), Veränderung der Anzahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie, Thrombozytose)
Sehr selten:Bestimmte Veränderung des Blutbildes: Verminderung aller Blutkörperchen (Panzytopenie), Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie), Blutarmut (Anämie); Hemmung der Zellproduktion des Knochenmarks (Myelosupression); Verlängerung der Blutungs- und Gerinnungszeit (Prothrombinzeit)
Anzeichen dafür sind Müdigkeit, Halsschwellungen und Entzündungen im Mund. Diese Erscheinungen gehen nach Beendigung der Therapie zurück.

Erkrankungen des Immunsystems
Selten:typische Allergiereaktionen (Überempfindlichkeitsreaktionen) wie Nesselausschlag und Blutungen der Haut; allergische schmerzhafte Schwellungen von Haut und Schleimhaut vor allem im Gesichtsbereich (angioneurotisches Ödem); allergischer Schock, häufig einhergehend mit Blutdruckabfall, Schwindel, Übelkeit und eventuell Atemnot
Sehr selten: Serumkrankheit; allergische Gefäßentzündung (Vaskulitis) mit roten oder violetten erhabenen Flecken auf der Haut; Arzneimittelfieber

Erkrankungen des Nervensystems
Gelegentlich:Schwindel; Kopfschmerzen; Benommenheit; Muskelkrämpfe Sehr selten:vorübergehende Ruhelosigkeit (Hyperaktivität); Angst; Schlaflosigkeit; geistige Verwirrtheit; Aggression

Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes
Sehr häufig:Durchfall
Häufig:
Übelkeit, Erbrechen, Blähungen (Meteorismus), Entzündungen der Mundschleimhaut (Stomatitis)
Gelegentlich: Verdauungsstörungen
Selten:Entzündung des Dickdarms (pseudomembranöse Colitis) mit anhaltendem Durchfall, Bauchkrämpfen und Fieber.
Sehr selten: dunkle Zungenverfärbung

Übelkeit tritt besonders bei höheren Dosen auf. Beschwerden des Magen-Darm-Traktes können eventuell durch die Einnahme der Tabletten zu Beginn einer Mahlzeit gemindert werden.

Leber und Gallenerkrankungen
Gelegentlich:ein mäßiger Anstieg der Leberwerte (AST und ALT)
Sehr selten:In seltenen Fällen sind eine vorübergehende Entzündung der Leber (Hepatitis) und durch Abflussstörung der Galle bedingte Gelbsucht beobachtet worden.
Von Nebenwirkungen auf die Leber wurde häufiger bei Männern und bei älteren Patienten berichtet, insbesondere bei Patienten über 65 Jahre. Dieses Risiko steigt, wenn sich die Dauer der Anwendung über mehr als 14 Tage erstreckt. Sehr selten wurde über derartige Reaktionen bei Kindern berichtet.
Die ersten Symptome können kurz nach Beginn der Therapie auftreten oder auch erst mehrere Wochen nach Beendigung der Behandlung. Die Nebenwirkungen auf die Leber sind im allgemeinen reversibel, können aber auch schwer verlaufen; sehr selten wurde über Todesfälle berichtet.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig:Hautausschläge (Exantheme); Juckreiz.
Der typische masernförmige Ausschlag (morbilliformes Exanthem) tritt 5 - 11 Tage nach Behandlungsbeginn auf.
Gelegentlich:Schleimhautentzündungen (Enanthem), besonders im Bereich des Mundes; Nesselsucht.
Sehr selten: Hautausschläge mit Blasenbildung oder Hautschuppung (Erythema multiforme, Lyell Syndrom, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse)
Nicht bekannt: Hautausschläge mit Pustelbildung und Schwellung (Akute generalisierte exanthemische Pustulose)

Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Sehr selten: Schädigung der Nieren (interstitielle Nephritis), Vermehrtes Auftreten von Kristallen im Urin (Kristallurie)

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Gelegentlich:akute Entzündung der oberflächlichen Venen (Thrombophlebitis)

Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25 °C lagern. Tablettenglas gut verschließen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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