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«Antra MUPS 20 mg»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

bei Erwachsenen
- zur Behandlung von Zwölffingerdarmgeschwüren (Ulcera duodeni),
- zur Behandlung von Magengeschwüren (Ulcera ventriculi),
- zur Behandlung einer Speiseröhrenentzündung durch Rückfluss von Magensaft (Refluxösophagitis),
- zur Verhinderung des Wiederauftretens einer Speiseröhrenentzündung, die durch Rückfluss von Magensaft verursacht wird (Rezidivprophylaxe der Refluxösophagitis),
- zur Behandlung des Zollinger-Ellison-Syndroms (Geschwürbildung im Magen und Zwölffingerdarm aufgrund einer erhöhten hormongesteuerten Magensäureabsonderung, verursacht durch einen bestimmten Tumor),
- zur Vorbeugung und Behandlung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren, die durch die Einnahme von bestimmten Schmerz- bzw. Rheumamitteln (nichtsteroidale Antiphlogistika) bedingt sind,
- zur Behandlung von Beschwerden, die durch den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre verursacht werden (symptomatische Behandlung der gastroösophagealen Refluxkrankheit),
- zur Beseitigung des Bakteriums Helicobacter pylori in Kombination mit folgenden Antibiotika:
Clarithromycin + Amoxicillin
oder, wenn andere Kombinationen nicht anwendbar sind:
Clarithromycin + Metronidazol
bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren und um die Häufigkeit eines durch diesen Erreger bedingten Wiederauftretens von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren zu verringern.
bei Kindern ab 1 Jahr und einem Körpergewicht von mindestens 10 kg
- zur Behandlung einer Speiseröhrenentzündung durch Rückfluss von Magensaft (Refluxösophagitis),
- zur Behandlung von Sodbrennen und anderen Beschwerden durch den Rückfluss von Magensaft in die Speiseröhre (symptomatische Behandlung der gastroösophagealen Refluxkrankheit).
Kinder über 4 Jahre
- in Kombination mit einer Antibiotikabehandlung bei einem Zwölffingerdarmgeschwür, das durch das Bakterium Helicobacter pylori hervorgerufen wird.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Antra MUPS 20 mg darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Omeprazol, einem der sonstigen Bestandteile oder einem der Kombinationspartner sind,
- wenn die Funktionsfähigkeit Ihrer Leber oder Niere eingeschränkt ist und Sie den Wirkstoff Clarithromycin (Antibiotikum) einnehmen.
Antra MUPS 20 mg darf in der Kombination mit Clarithromycin (Antibiotikum) nicht gleichzeitig mit Terfenadin, Astemizol (Antiallergikum), Cisaprid (Magen-Darm-Mittel) oder Carbamazepin (Mittel gegen Krampfanfälle) eingenommen werden.
Wie andere Protonenpumpenhemmer auch darf Omeprazol nicht gleichzeitig mit Atazanavir angewendet werden (siehe Abschnitt 2.3 Bei Einnahme von Antra MUPS 20 mg mit anderen Arzneimitteln).
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Antra MUPS 20 mg ist erforderlich,
- falls Sie an einer Leberkrankheit leiden und die Funktionsfähigkeit Ihrer Leber stark eingeschränkt ist. Dann sollten Sie Ihre Leberwerte während der Behandlung regelmäßig vom Arzt kontrollieren lassen.
- falls Sie Antra MUPS 20 mg für längere Zeit einnehmen müssen, insbesondere wenn die Dauer der Einnahme 1 Jahr überschreitet. In diesem Fall soll Ihr Arzt regelmäßig den Nutzen und das Risiko einer solchen Behandlung gegeneinander abwägen.
- falls bei Ihnen ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür besteht. Dann sollte Ihr Arzt einen Test auf das Vorhandensein des Bakteriums Helicobacter pylori durchführen. Bei einem Befall des Magens mit diesem Keim sollte, wo immer möglich, eine Beseitigung dieses Bakteriums angestrebt werden.
- sofern beunruhigende Beschwerden (wie z. B. signifikanter unbeabsichtigter Gewichtsverlust, wiederholtes Erbrechen, Schluckstörungen, Bluterbrechen oder Blutstuhl) auftreten oder der Verdacht auf ein Magengeschwür besteht bzw. ein Magengeschwür bereits existiert. Dann muss Ihr Arzt eine bösartige Krankheit durch entsprechende Untersuchungen ausschließen, da die Behandlung Symptome verdecken und die Diagnose verzögern kann.
- falls Sie an einer Speiseröhrenentzündung leiden. Diese sollte Ihr Arzt mit einer Spiegelung des Magen-Darm-Traktes feststellen.
- da ein verringerter Säuregehalt im Magen, wie er auch durch Omeprazol hervorgerufen wird, die Anzahl der Bakterien im Magen-Darm-Trakt erhöht. Die Behandlung mit Arzneimitteln, die die Abgabe von Säure im Magen hemmen, führt zu einem geringfügig erhöhten Risiko, an einer Infektion des Magen-Darm-Traktes, wie Salmonellen- und Campylobacter-Enteritis, zu erkranken.
- falls Sie an einem Geschwür leiden, das durch die Einnahme von bestimmten Schmerz- bzw. Rheumamitteln (nichtsteroidale Antiphlogistika) aufgetreten ist. In diesem Fall sollte Ihr Arzt zunächst prüfen, ob Sie das auslösende Arzneimittel absetzen können.
- falls Sie Antra MUPS 20 mg zur Vorbeugung von Geschwüren, die durch die Einnahme von bestimmten Schmerz- bzw. Rheumamitteln (nichtsteroidale Antiphlogistika) entstanden sind, einnehmen. Dann sollten Sie Antra MUPS 20 mg nur einnehmen, wenn Ihr Arzt Sie einer bekannten Risikogruppe zuordnen kann.
- falls Sie Antra MUPS 20 mg in Kombination mit Antibiotika (zur Beseitigung des Bakteriums Helicobacter pylori) oder bestimmten Schmerz- bzw. Rheumamitteln (nichtsteroidale Antiphlogistika) einnehmen, da sich die Wechselwirkungen zwischen den Arzneimitteln verstärken können. Beachten Sie bitte auch die jeweiligen Gebrauchsinformationen der anderen Arzneimittel.
- wenn die Funktionsfähigkeit Ihrer Leber oder Niere eingeschränkt ist und Sie eine Kombinationsbehandlung mit Antra MUPS 20 mg erhalten.
- falls Sie schwer krank sind, vor allem, wenn Ihr Kreislauf nicht stabil ist. Dann sollte - soweit möglich - die Seh- und Hörfunktion regelmäßig überwacht werden, da Einzelfälle von Blindheit und Taubheit bei der Anwendung von Omeprazol als Spritze (Injektion) bekannt geworden sind. Belege für einen ursächlichen Zusammenhang liegen bislang nicht vor.
a) Kinder
Dieses Arzneimittel ist nicht für die Behandlung von Säuglingen und Kindern bis zu 1 Jahr bestimmt, da bisher nur begrenzt Erfahrungen über die Anwendung von Antra MUPS 20 mg in dieser Altersgruppe vorliegen.
Bei Kindern mit einer chronischen Erkrankung kann eine Langzeitbehandlung notwendig sein, obwohl diese nicht empfohlen wird.
b) Ältere Menschen
Siehe Abschnitt 3.2 Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis.
Schwangerschaft und Stillzeit
Bevor Sie Antra MUPS 20 mg in der Schwangerschaft einnehmen, sollten Sie Ihren Arzt befragen. Dieser muss eine sorgfältige Abwägung des Nutzens und der Risiken vornehmen.
Bisherige, nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung bei Schwangeren haben keine Hinweise für unerwünschte Wirkungen auf das ungeborene Kind oder auf die Schwangerschaft selbst ergeben.
Da bisher nur unzureichende Erfahrungen in der Stillzeit vorliegen, muss Ihr Arzt entscheiden, ob Sie Antra MUPS 20 mg einnehmen können, wenn Sie Ihr Kind stillen möchten.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Antra MUPS 20 mg einzunehmen?
Nehmen Sie Antra MUPS 20 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Art der Anwendung
Zum Einnehmen.
Wenn Sie eine größere Menge von Antra MUPS 20 mg eingenommen haben, als Sie sollten,
sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.
Informationen zu den Wirkungen einer Überdosierung beim Menschen liegen für Omeprazol nicht vor. Die Einnahme hoher Einzeldosen bis 160 mg pro Tag und Tagesdosen bis 400 mg wurde ebenso wie intravenöse Einzeldosen bis 80 mg, intravenöse Tagesdosen bis 200 mg oder Dosen von 520 mg in 3 Tagen ohne Nebenwirkungen vertragen.
Wenn Sie die Einnahme von Antra MUPS 20 mg vergessen haben,
nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, sondern fahren Sie mit der Einnahme wie gewohnt fort.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Antra MUPS 20 mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneistoffe bzw. Präparategruppen kann bei gleichzeitiger Behandlung mit Antra MUPS 20 mg beeinflusst werden:
Omeprazol kann den Abbau bestimmter anderer Arzneimittel verzögern.
Dies wurde bei Diazepam (Mittel zur Angst- bzw. Spannungslösung und Schlafmittel), Phenytoin (Mittel gegen Krampfanfälle und Herzrhythmusstörungen), R-Warfarin (Vitamin-K-Antagonist zur Blutverdünnung) und anderen Vitamin-K-Antagonisten beobachtet. Falls Sie R-Warfarin (oder andere Vitamin-K-Antagonisten) oder Phenytoin erhalten, wird empfohlen, dass Ihr Arzt eine regelmäßige Kontrolle der Konzentrationen im Blut durchführt. Die Verringerung der Dosis kann hierbei notwendig sein.
Andere Arzneimittel, die hiervon betroffen sein könnten, sind Hexobarbital (Schlafmittel), Citalopram, Imipramin, Clomipramin (Antidepressiva) etc.
Zur Wechselwirkung von Omeprazol mit Cyclosporin und Tacrolimus (Mittel zur Unterdrückung einer Immunreaktion) existieren sich widersprechende Daten. Deshalb sollte die Konzentration dieser Arzneimittel im Blut regelmäßig vom Arzt überwacht werden, da ihre Konzentration ansteigen kann.
Die Konzentrationen von Omeprazol und Clarithromycin (Antibiotikum) im Blut sind bei gleichzeitiger Behandlung erhöht.
Aufgrund des verringerten Säuregehaltes im Magen kann die Aufnahme von Ketoconazol und Itraconazol (Mittel zur Behandlung von Pilzinfektionen) genauso wie während der Behandlung mit anderen Säurehemmern erniedrigt sein.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Omeprazol und Atazanavir (Mittel zur Behandlung einer HIV-Infektion) wurde eine Absenkung der Konzentration von Atazanavir im Blut beobachtet.
Die gleichzeitige Behandlung mit Omeprazol und Digoxin (Mittel zur Behandlung einer Herzschwäche) führt bei gesunden Personen aufgrund des erhöhten pH-Werts im Magen zu einer 10%igen Erhöhung der Digoxinkonzentration im Blut.
Durch den reduzierten Magensäuregehalt kann Omeprazol die Aufnahme von Vitamin B12 vermindern. Dies sollte bei Patienten, die niedrige Ausgangswerte haben und sich einer Langzeitbehandlung unterziehen müssen, bedacht werden.
Eine gleichzeitige Einnahme von johanniskrauthaltigen Arzneimitteln sollte nicht erfolgen, weil hierdurch eine verminderte Wirksamkeit von Omeprazol verursacht werden kann.
Die gleichzeitige Gabe von Omeprazol und Voriconazol (Mittel zur Behandlung von Pilzinfektionen) führte zu einer mehr als doppelt so hohen Omeprazol-Konzentration im Blut. Üblicherweise ist in diesen ällen keine Dosisanpassung von Omeprazol erforderlich. Bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Leberfunktion und bei Patienten, die Omeprazol über einen längeren Zeitraum einnehmen, wird der behandelnde Arzt gegebenenfalls eine Dosisanpassung vornehmen.
Es gibt keinen Nachweis für eine Wechselwirkung von Omeprazol mit folgenden Arzneimitteln:
Coffein, Propranolol, Theophyllin, Metoprolol, Lidocain, Chinidin, Phenacetin, Estradiol, Amoxicillin, Budesonid, Diclofenac, Metronidazol, Naproxen, Piroxicam und Antazida.
Tabellarische Übersicht zu den Wechselwirkungen:

Andere ArzneimittelUrsacheFolgewirkung
Diazepam, R-Warfarin, PhenytoinWechselwirkung bei der Verstoffwechselung in der Leberverzögerte Ausscheidung, erhöhte Konzentrationen im Blut
Ketoconazol, Itraconazol (und andere mit einer pH-abhängigen Aufnahme)Erniedrigung des Säuregehaltes im Magenverminderte Aufnahme
Atazanavirnicht bekannterniedrigte Atazanavir-Konzentration im Blut
DigoxinErniedrigung des Säuregehaltes im Magen10%iger Anstieg der Bioverfügbarkeit
Clarithromycin, Roxithromycin, Erythromycin (vermutlich auch andere Makrolide)Veränderung des Säuregehaltes im Magen sowie veränderte Verstoffwechselung in der Lebererhöhte Konzentrationen beider Substanzen im Blut, erhöhte Bioverfügbarkeit und verlängerte Halbwertszeit für Omeprazol
VoriconazolWechselwirkung bei der Verstoffwechselung in der Lebererhöhte Omeprazol-Konzentration im Blut
Alkohol, Amoxicillin, Budesonid, Chinidin, Coffein, Diclofenac, Estradiol, Lidocain, Metoprolol, Metronidazol, Naproxen, Phenacetin, Piroxicam, Propranolol, S-Warfarin, Theophyllin___keine Veränderung der Arzneimittelwirkung

Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Antra MUPS 20 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig:mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig:1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich:1 bis 10 Behandelte von 1000
Selten:1 bis 10 Behandelte von 10 000
Sehr selten:weniger als 1 Behandelter von 10 000
Nicht bekanntHäufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Mögliche Nebenwirkungen
Magen-Darm-Trakt
Häufig: Durchfall, Verstopfung, Blähungen mit Windabgang (unter Umständen mit Bauchschmerzen), Übelkeit und Erbrechen. In der Mehrzahl der älle verbessern sich diese Symptome bei fortgesetzter Behandlung.
Selten: braun-schwärzliche Verfärbung der Zunge bei gleichzeitiger Einnahme von Clarithromycin und gutartige Drüsenkörperzysten; beides war nach der Behandlung reversibel.
Sehr selten: Mundtrockenheit, Entzündung der Mundschleimhaut, Pilzinfektion (Candidiasis) und Bauchspeicheldrüsenentzündung.
Leber
Gelegentlich: Veränderungen der Leberenzyme (diese bilden sich in der Regel nach Beendigung der Therapie zurück).
Sehr selten: Leberentzündung (Hepatitis) mit oder ohne Gelbsucht, Leberversagen und Hirnschädigung (Enzephalopathie) bei Patienten mit vorbestehender schwerer Lebererkrankung.
Blut und blutbildende Organe sowie lymphatisches System
Sehr selten: Veränderungen des Blutbildes, reversibles Absinken der Zahl der Blutplättchen, der weißen Blutkörperchen oder aller Blutzellen (Thrombozytopenie, Leukopenie, Panzytopenie) und mangelnde Bildung weißer Blutkörperchen (Agranulozytose).
Selten: Blutarmut (hypochrome, mikrozytäre Anämie) bei Kindern.
Haut und Bindegewebe
Gelegentlich: Juckreiz, Hautausschlag, Entzündung der Haut, Glatzenbildung (Alopezie), Erythema multiforme, Lichtempfindlichkeit (Photosensibilität) und vermehrtes Schwitzen.
Selten: schwere Hautschädigungen (Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse).
Muskeln und Skelett
Selten: Muskelschwäche, Muskelschmerzen (Myalgie) und Gelenkschmerzen.
Niere
Sehr selten: Nierenentzündung (interstitielle Nephritis).
Nervensystem
Häufig: Müdigkeit, Schläfrigkeit, Schlafstörungen, Schwindel und Kopfschmerzen. Diese Beschwerden bessern sich normalerweise unter fortgesetzter Therapie.
Gelegentlich: Missempfindungen (Parästhesien) und Benommenheit.
Selten: aggressive Reaktionen, Verwirrtheit und Sinnestäuschungen (Halluzinationen) meist bei schwer kranken oder älteren Patienten.
Sehr selten: Erregungszustände und Depressionen überwiegend bei schwer kranken oder älteren Patienten.
Sinnesorgane
Gelegentlich: Störungen der Sehfähigkeit (Verschwommensehen, Schleiersehen und Einschränkung des Gesichtsfeldes), Hörstörungen, z. B. Ohrgeräusche (Tinnitus), und Geschmacksveränderungen. Diese Zustände sind in der Regel reversibel.
Überempfindlichkeitsreaktionen
Gelegentlich: Nesselsucht.
Sehr selten: erhöhte Temperatur, Fieber, Gewebsschwellung (Angioödem), Bronchienverengung, allergischer Schock und allergische Gefäßentzündung.
Andere Nebenwirkungen
Gelegentlich: Unwohlsein, Wassereinlagerungen in den Beinen (periphere Ödeme), die sich normalerweise nach der Behandlung zurückbildeten.
Sehr selten: Erniedrigung des Natriumgehaltes im Blut und Vergrößerung der männlichen Brustdrüse.
Kinder
Die Nebenwirkungen waren sowohl bei der kurzzeitigen als auch in der langzeitigen Anwendung dieselben wie bei Erwachsenen. Es liegen keine Daten zu Auswirkungen der Langzeitbehandlungen auf die Pubertät oder das Wachstum vor.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Durchdrückpackung und dem Umkarton angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.*
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.**
Aufbewahrungsbedingungen:
Nicht über 25 C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.*
Im Originalbehältnis aufbewahren. Die Flasche fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.**

Zusätzliche Informationen

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Antra MUPS® 20 mg
magensaftresistente Tabletten
Omeprazol-Hemimagnesium
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben und darf nicht an Dritte weitergegeben werden. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese das gleiche Krankheitsbild haben wie Sie.
- Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:
Antra MUPS 20 mg ist ein säurehemmendes Magen-Darm-Mittel (selektiver Protonenpumpenhemmer).
Bei Einnahme von Antra MUPS 20 mg mit Nahrungsmitteln und Getränken
Die Aufnahme von Omeprazol wird durch Alkohol nicht beeinflusst.
Verkehrstüchtigkeit und Bedienen von Maschinen
Normalerweise sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich, da von der Einnahme von Antra MUPS 20 mg keinerlei Effekte auf die Verkehrstüchtigkeit erwartet werden. Begrenzte Daten aus einer Studie an Freiwilligen konnten diese Annahme bestätigen. Durch die Einnahme von Omeprazol können jedoch Nebenwirkungen auftreten, die das Nervensystem oder die Sehfähigkeit betreffen (siehe Abschnitt 4.1 Nebenwirkungen) und durch die die ähigkeit, Kraftfahrzeuge zu führen oder Maschinen zu bedienen, eingeschränkt wird.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Antra MUPS 20 mg
Dieses Arzneimittel enthält Sucrose (Zucker). Bitte nehmen Sie Antra MUPS 20 mg daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit (Fruktose-Intoleranz, Glukose-Galaktose-Malabsorption, Saccharase-Isomaltase-Mangel) leiden.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
Erwachsene
Zwölffingerdarmgeschwüre
Die empfohlene Dosierung beträgt 20 mg Omeprazol (entsprechend 1 Tablette Antra MUPS 20 mg) 1-mal täglich.
Magengeschwüre
Die empfohlene Dosierung beträgt 20 mg Omeprazol (entsprechend 1 Tablette Antra MUPS 20 mg) 1-mal täglich.
Speiseröhrenentzündung durch Rückfluss von Magensaft
Die empfohlene Dosierung beträgt 20 mg Omeprazol (entsprechend 1 Tablette Antra MUPS 20 mg) 1-mal täglich.
Hinweise:
In Einzelfällen von Zwölffingerdarm- und Magengeschwüren sowie Entzündungen der Speiseröhre durch Rückfluss von Magensaft kann die Dosis auf 40 mg Omeprazol (entsprechend 2 Tabletten Antra MUPS 20 mg) 1-mal täglich erhöht werden.
Allein, ohne zusätzliche Antibiotikatherapie zur Beseitigung des Bakteriums Helicobacter pylori bei einem Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür, sollten Sie Antra MUPS 20 mg nur dann einnehmen, wenn eine Beseitigung des Bakteriums bei Ihnen nicht in Betracht gezogen wird.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber.
Verhinderung des Wiederauftretens einer Speiseröhrenentzündung, die durch Rückfluss von Magensaft verursacht wird
Die empfohlene Dosierung beträgt 10 bis 20 mg Omeprazol 1-mal täglich, je nach Ansprechen der Behandlung.
Zollinger-Ellison-Syndrom
Die Dosierung sollte für jeden einzelnen Patienten angepasst werden und unter fachärztlicher Kontrolle so lange fortgesetzt werden, wie es erforderlich ist.
Die empfohlene Startdosis beträgt 60 mg Omeprazol (entsprechend 3 Tabletten Antra MUPS 20 mg) täglich. Bei Dosen von mehr als 80 mg täglich sollte die Dosis in 2 Einzelgaben aufgeteilt werden.
Vorbeugung und Behandlung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren, die durch die Einnahme von bestimmten Schmerz- bzw. Rheumamitteln (nichtsteroidale Antiphlogistika) bedingt sind
Sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung beträgt die empfohlene Dosis 20 mg Omeprazol (entsprechend 1 Tablette Antra MUPS 20 mg) 1-mal täglich.
Behandlung von Symptomen, die durch den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre verursacht werden
Die übliche Dosierung beträgt 10 bis 20 mg Omeprazol täglich, je nach Ansprechen der Behandlung.
Beseitigung des Bakteriums Helicobacter pylori bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren
Patienten mit Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren aufgrund einer Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori sollten mit einer geeigneten Antibiotikakombination in angemessener Dosierung behandelt werden. Die Auswahl dieses Therapieregimes sollte gemäß der Verträglichkeit beim Patienten und therapeutischer Richtlinien durch den Arzt erfolgen.
Die folgenden Kombinationen können angewendet werden:
- Omeprazol 20 mg (entsprechend 1 Tablette Antra MUPS 20 mg),
Clarithromycin 500 mg,
Amoxicillin 1000 mg,
jeweils 2-mal täglich
- Omeprazol 20 mg (entsprechend 1 Tablette Antra MUPS 20 mg),
Clarithromycin 250 mg,
Metronidazol 400 bis 500 mg,
jeweils 2-mal täglich
Kinder ab 1 Jahr und einem Körpergewicht von mindestens 10 kg
Folgende Dosierungen werden empfohlen:

AlterGewichtDosierung
Ab 1 Jahr10 bis 20 kg10 mg 1-mal täglich

Die Dosis kann bei Bedarf auf 20 mg 1-mal täglich erhöht werden.

Ab 2 Jahreschwerer als 20 kg20 mg 1-mal täglich

Die Dosis kann bei Bedarf auf 40 mg 1-mal täglich erhöht werden.
Kinder älter als 4 Jahre
In Kombination mit einer Antibiotikabehandlung bei einem Zwölffingerdarmgeschwür, das durch das Bakterium Helicobacter pylori hervorgerufen wird
Ihr Arzt wird Ihnen eine geeignete Kombinationstherapie verordnen.
Die Behandlung sollte von einem Facharzt überwacht werden.

GewichtDosierung
15 bis 30 kgKombination mit zwei Antibiotika: Omeprazol 10 mg, Amoxicillin 25 mg/kg Körpergewicht und Clarithromycin 7,5 mg/kg Körpergewicht werden zusammen 2-mal täglich 1 Woche verabreicht.
30 bis 40 kgKombination mit zwei Antibiotika: Omeprazol 20 mg, Amoxicillin 750 mg und Clarithromycin 7,5 mg/kg Körpergewicht werden zusammen 2-mal täglich 1 Woche verabreicht.
schwerer als 40 kgKombination mit zwei Antibiotika: Omeprazol 20 mg, Amoxicillin 1 g und Clarithromycin 500 mg werden zusammen 2-mal täglich 1 Woche verabreicht.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder Leberfunktionsstörungen und ältere Patienten:
Eine Tagesdosis von 20 mg Omeprazol sollte (abgesehen von der Behandlung des Zollinger-Ellison-Syndroms) nicht überschritten werden.
Anwendungsdauer:
Erwachsene
Zwölffingerdarmgeschwüre
Die Behandlungsdauer beträgt 2 bis 4 Wochen.
Magengeschwüre
Die Behandlungsdauer beträgt 4 bis 8 Wochen.
Speiseröhrenentzündung durch Rückfluss von Magensaft
Die Behandlungsdauer beträgt 4 bis 8 Wochen.
Verhinderung des Wiederauftretens einer Speiseröhrenentzündung, die durch Rückfluss von Magensaft verursacht wird
Die Behandlungsdauer ist zeitlich nicht begrenzt.
Zollinger-Ellison-Syndrom
Die Behandlungsdauer ist zeitlich nicht begrenzt.
Vorbeugung und Behandlung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren, die durch die Einnahme von bestimmten Schmerz- bzw. Rheumamitteln (nichtsteroidale Antiphlogistika) bedingt sind
Die Behandlungsdauer für die Heilung solcher Geschwüre beträgt 4 bis 8 Wochen; sie ist für die Vorbeugung zeitlich nicht begrenzt.
Behandlung von Symptomen, die durch den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre verursacht werden
Die Behandlungsdauer beträgt 2 bis 4 Wochen. Falls Sie nach Ablauf von 2 Wochen noch keine Besserung der Symptome verspüren, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. Dieser muss dann weitergehende Untersuchungen durchführen.
Beseitigung des Bakteriums Helicobacter pylori bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren
Die Dauer der Behandlung beträgt 1 Woche. Um die Entwicklung von Erregern, die gegen die Behandlung unempfindlich sind, zu verhindern, sollte die Behandlungsdauer nicht verkürzt werden.
Bei Patienten mit bestehenden Geschwüren kann die Fortsetzung der Behandlung mit Omeprazol alleine gemäß der oben angegebenen Dosierung und Behandlungsdauer durchgeführt werden.
Die Kombinationsbehandlung mit Metronidazol sollte wegen der möglichen krebserzeugenden Eigenschaften von Metronidazol nicht als erste Wahl angesehen werden. Die Anwendung von Metronidazol sollte 10 Tage nicht überschreiten.
Kinder ab 1 Jahr und einem Körpergewicht von mindestens 10 kg
Zur Behandlung einer Speiseröhrenentzündung durch Rückfluss von Magensaft (Refluxösophagitis)
Die Behandlungsdauer beträgt 4 bis 8 Wochen.
Zur Behandlung von Sodbrennen und anderen Beschwerden durch den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre (symptomatische Behandlung der gastroösophagealen Refluxkrankheit)
Die Behandlungsdauer beträgt 2 bis 4 Wochen. Sind die Beschwerden nach 2 bis 4 Wochen nicht unter Kontrolle, sollten weitergehende Untersuchungen durchgeführt werden.
Kinder über 4 Jahre
In Kombination mit einer Antibiotikabehandlung bei einem Zwölffingerdarmgeschwür, das durch das Bakterium Helicobacter pylori hervorgerufen wird
Die Behandlungsdauer beträgt in der Regel 7 Tage, manchmal bis zu 14 Tagen.
Anwendungshinweise:
Nehmen Sie die magensaftresistenten Tabletten unzerkaut und unzerstoßen mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. ein Glas Wasser) vor einer Mahlzeit (Frühstück oder Abendessen) auf nüchternen Magen ein.
Zur Erleichterung der Einnahme bei Schluckbeschwerden können die Tabletten in ein Glas Wasser gegeben werden, damit die Tablette dort zunächst zerfällt und sich fein verteilt. Die dabei entstehende pelletshaltige Flüssigkeit ist jedoch nicht klar (Suspension). Wenn gewünscht, kann die Tablette auch zerbrochen, in einem Löffel Wasser gelöst und mit Apfelmus gemischt werden. Die Einnahme soll unmittelbar nach Auflösung der Tablette erfolgen. Um sicherzustellen, dass keine Rückstände im Glas verbleiben, rühren Sie bitte die Suspension unmittelbar vor der Einnahme noch einmal um, spülen Sie anschließend das Glas nochmals mit Flüssigkeit aus und trinken Sie den Rest. Es dürfen keine Milch oder kohlensäurehaltiges Wasser verwendet werden. Die Pellets dürfen nicht zerkaut werden (weitere Erläuterungen siehe auch Innenseite der Packung*).
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Antra MUPS 20 mg zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie die Einnahme von Antra MUPS 20 mg abbrechen,
wird der Behandlungserfolg gefährdet. Setzen Sie daher das Mittel nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt ab.
Bei vorzeitigem Abbruch einer Behandlung zur Beseitigung des Bakteriums Helicobacter pylori wird außerdem die Entstehung von Erregern, die gegen die Behandlung unempfindlich sind, begünstigt (Resistenzentwicklung).
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Wie Antra MUPS 20 mg aussieht und Inhalt der Packung
Antra MUPS 20 mg ist in Packungen mit
15 magensaftresistenten Tabletten [N 1]
30 magensaftresistenten Tabletten [N 2]
60 magensaftresistenten Tabletten [N 3]
90 magensaftresistenten Tabletten [N 3]
erhältlich.


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