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«Antra MUPS® 20 mg»

Wie wirkt der Inhaltsstoff?

Omeprazol hemmt die Magensäure. Es wird bei Entzündungen und Geschwüren im Magen-Darm-Trakt angewendet, die durch Magensäure verursacht oder verstärkt werden.Die Magensäure wird in Zellen der Magenwand produziert. Von dort wird sie über einen Transportmechanismus, die Protonenpumpe, in den Magen ausgeschüttet. Omeprazol ist ein Protonenpumpen-Hemmer. Er blockiert die Protonenpumpe und unterdrückt damit die Abgabe von Magensäure aus der Magenschleimhaut in den Magen. Die angegriffene Schleimhaut wird nicht mehr von der aggressiven Magensäure geschädigt und kann gut abheilen.Weiterlesen:Anwendungsgebiete

Darreichungsform

Magensaftresistente Tabletten.

Anwendungsgebiete

Bei Erwachsenen wird das Präparat in folgenden Fällen verabreicht:

  • bei einem Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus ventriculi, Ulcus duodeni)
  • bei einer Entzündung der Speiseröhre durch zurücklaufenden Magensaft (Refluxösophagitis)
  • als Vorbeugung gegen einen Rückfall nach einer Refluxösophagitis
  • bei Zollinger-Ellison-Syndrom (hormonell bedingte Erkrankung, bei der übermäßig viel Magensäure ausgeschüttet wird, was Geschwüre im oberen Magen-Darm-Trakt verursachen kann)
  • zur Vorbeugung und Behandlung von Geschwüren im oberen Magen-Darm-Trakt, die durch die Einnahme bestimmter Medikamente (nichtsteroidale Antiphlogistika) zurückzuführen sind
  • zur Bekämpfung der Beschwerden, die durch einen Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre (gastroösophageale Refluxkrankheit) verursacht werden
  • zur Beseitigung des Magenkeims Helicobacter pylori in Kombination mit bestimmten Antibiotika

Das Medikament darf auch Kindern ab einem Jahr und mit mindestens 10 kg Körpergewicht verabreicht werden, und zwar:

  • bei einer Entzündung der Speiseröhre durch zurücklaufenden Magensaft (Refluxösophagitis)
  • zur Behandlung von Sodbrennen und anderen Beschwerden, die durch den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre (gastroösophageale Refluxkrankheit) auftreten können

Zudem ist das Präparat bei Kindern über vier Jahren in folgendem Fall zugelassen:

  • in Kombination mit einer Antibiotikatherapie bei einem Zwölffingerdarmgeschwür, das durch das Bakterium Helicobacter pylori verursacht wird.

Für Säuglinge und Kinder unter einem Jahr liegen kaum Erfahrungen mit der Anwendung von Antra MUPS vor. Daher ist die Einnahme des Präparates in dieser Altersgruppe nicht empfehlenswert.

Warnhinweise!

  • Bei schwerer Einschränkung der Leberfunktion sollten regelmäßig die Leberenzyme untersucht werden.
  • Omeprazol kann unter anderem Müdigkeit, Schläfrigkeit, Schwindel sowie Sehstörungen auslösen. Dadurch wird die Fähigkeit, Kraftfahrzeuge zu führen oder Maschinen zu bedienen, eingeschränkt.
  • In folgenden Fällen sollten Sie sich vom Arzt untersuchen lassen, um eine bösartige Erkrankung auszuschließen: Bei Auftreten beunruhigender Beschwerden (wie deutlicher Gewichtsverlust, wiederholtes Erbrechen, Bluterbrechen, Schluckstörungen, Blutstuhl), bei Verdacht auf ein Magenschwür oder wenn ein solches bereits bekannt ist. Die Einnahme von Omeprazol kann in diesen Fällendie Symptome verdecken und die Diagnose verzögern.
  • Vorsicht in Fällen, wo Omeprazol in Kombination mit anderen Medikamenten (nichtsteroidale Antiphlogistika oder Antibiotika) angewendet wird: Es kann zu unerwünschten Wechselwirkungen kommen.
  • Vor allem bei Patienten mit eingeschränkter Leber- und/oder Nierenfunktion sollte die Kombinationstherapie mit Vorsicht durchgeführt werden.
  • Tritt ein Geschwür unter Behandlung mit nichtsteroidalen Antiphlogistika auf, sollten vor Therapiebeginn nach Möglichkeit erst mal die auslösenden Medikamente abgesetzt werden. Die Einnahme von Omeprazol zur Vorbeugung solcher Geschwüre ist nur für Risikogruppen empfohlen.
  • Durch den reduzierten Magensäuregehalt kann Omeprazol die Aufnahme von Vitamin B12 vermindern.

Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen sonstigen Bestandteil
  • Nicht zusammen mit Atazanavir (HIV-Medikament) einnehmen.
  • Bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion darf das Präparat nicht in Kombination mit dem Antibiotikum Clarithromycin angewendet werden.
  • Werden Antra MUPS und Clarithromycin kombiniert gegeben, dürfen folgende Wirkstoffe nicht gleichzeitig eingenommen werden: Terfenadin (gegen Allergien), Astemizol, Cisaprid (z.B. gegen Sodbrennen, wegen ernster Nebenwirkungen vom Markt genommen), Carbamazepin (bei Epilepsien).

Patienten mit der seltenen erblichen Fruktose-Intoleranz, mit Glukose-Galaktose-Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mengel sollten Antra MUPS nicht einnehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Während der Schwangerschaft und der Stillzeit sollte das Medikament möglichst nicht angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für unbedingt erforderlich.

Nebenwirkungen

Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.

Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

  • Häufig: Durchfall, Verstopfung, Blähungen (evtl. mit Bauchschmerzen), Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, Schläfrigkeit, Schlafstörungen, Schwindel, Kopfschmerzen
  • Gelegentlich: Veränderungen der Leberenzyme, Juckreiz, Hautausschlag, Hautentzündung, Haarausfall, Überempfindlichkeit der Haut gegen Sonnenlicht (Photosensibilität), übermäßige Schweißbildung (Hyperhidrose), Sehstörungen (Verschwommensehen, Schleiersehen, Einschränkung des Gesichtsfeldes), Hörstörungen (z.B. Tinnitus), Geschmacksveränderungen, Unwohlsein, Empfindungsstörungen, Benommenheit

Wechselwirkungen

Protonenpumpenhemmer wie Omeprazol sollten nicht zugleich mit dem HIV-Medikament Atazanavir eingenommen werden, weil dessen Wirksamkeit sonst abnimmt.

Omeprazol verschlechtert die Aufnahme der Anti-Pilzmittel Ketoconazol und Itraconazol aus dem Magen-Darm-Trakt.

Omeprazol wird über ein bestimmtes Enzymsystem (Cytochrom P450) in der Leber abgebaut. Andere Arzneimittel, die ebenfalls über dieses Enzymsystem abgebaut werden, können mit Omeprazol Wechselwirkungen eingehen. Dazu gehören beispielsweise Digoxin (Herzmittel), Phenytoin (gegen Epilepsie), Warfarin (Blutgerinnungshemmer), verschiedene Benzodiazepine (Beruhigungsmittel, z.B. Diazepam), sowie die Antidepressiva Citalopram, Imipramin und Clomipramin.

Die gleichzeitige Einnahme von Mitteln, die Johanniskraut enthalten, sollte vermieden werden, da sich sonst die Wirksamkeit von Omeprazol verringert.

 


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