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«Atolipidrin 40 mg - Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Atolipidrin gehört zur Arzneimittelgruppe der sogenannten Statine. Diese Arzneimittel regulieren die Blutfette (Lipide).

Atolipidrin wird zur Senkung der Blutfette angewendet, d. h. der Cholesterin- und Triglyceridwerte, wenn eine fettarme Ernährung und eine Umstellung des Lebensstils alleine keinen Erfolg gebracht haben. Wenn das Risiko einer Herzerkrankung erhöht ist, kann Atolipidrin auch zur Minderung dieses Risikos eingesetzt werden, selbst bei normalen Cholesterinwerten. Während der Behandlung sollte eine standardmäßige cholesterinsenkende Ernährung beibehalten werden.

Cholesterin ist eine im Körper natürlich vorkommende Substanz, die für das normale Wachstum benötigt wird. Wenn jedoch zu viel Cholesterin im Blut vorhanden ist, kann es sich an den Wänden der Blutgefäße ablagern, die dadurch letzten Endes verstopfen können. Hierbei handelt es sich um eine der häufigsten Ursachen für Herzerkrankungen. Es ist unbestritten, dass erhöhte Cholesterinwerte das Risiko von Herzerkrankungen erhöhen. Zu den weiteren Faktoren, die das Risiko von Herzerkrankungen erhöhen können, zählen Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen oder Herzerkrankungen in der Familie.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Atolipidrin darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Atorvastatin, ähnliche Arzneimittel zur Senkung der Blutfettwerte (d. h. der Cholesterin- und Triglyceridwerte) oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind – Einzelheiten siehe Abschnitt 6
  • wenn Sie eine Lebererkrankung haben oder hatten
  • wenn bei Ihnen jemals unklare Veränderungen der Leberfunktionswerte aufgetreten sind
  • wenn Sie als empfängnisfähige Frau keine zuverlässige Empfängnisverhütung praktizieren
  • wenn Sie schwanger sind, versuchen, schwanger zu werden, oder ein Kind stillen
  • wenn Sie an einer Erkrankung der Muskulatur leiden, die man als Myopathie bezeichnet (wiederholte oder unklare Muskelbeschwerden oder -schmerzen)

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Atolipidrin ist erforderlich
Eine Behandlung mit Atolipidrin könnte aus folgenden Gründen nicht für Sie geeignet sein:

  • wenn Sie Nierenprobleme haben
  • wenn Sie an einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) leiden
  • wenn Sie schon einmal an wiederholten oder unklaren Muskelbeschwerden oder -schmerzen gelitten haben oder wenn bei Ihnen bzw. in Ihrer Familie Muskelerkrankungen aufgetreten sind
  • wenn es bei Ihnen in Verbindung mit der Anwendung von anderen fettsenkenden Arzneimitteln (z. B. mit anderen Statinen oder mit Fibraten) zu Problemen mit der Muskulatur gekommen ist
  • wenn Sie regelmäßig größere Mengen Alkohol trinken
  • wenn Sie schon einmal eine Lebererkrankung hatten
  • wenn Sie älter als 70 Jahre sind

Wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft, muss der Arzt vor und möglicherweise auch während der Behandlung mit Atolipidrin Blutuntersuchungen durchführen, um das bei Ihnen vorliegende Risiko von Nebenwirkungen auf die Muskulatur abzuschätzen.
Das Risiko von Nebenwirkungen auf die Muskulatur, z. B. Rhabdomyolyse, steigt bei gleichzeitiger Anwendung von bestimmten anderen Arzneimitteln bekanntlich an (siehe Abschnitt 2 „Bei Einnahme von Atolipidrin mit anderen Arzneimitteln“).

Bei Einnahme von Atolipidrin mit anderen Arzneimitteln
Bestimmte andere Arzneimittel können mit Atolipidrin in Wechselwirkung treten. Solche Wechselwirkungen führen möglicherweise zu einer Beeinträchtigung der Wirksamkeit eines dieser Arzneimittel oder beider. Darüber hinaus könnte das Risiko oder der Schweregrad von Nebenwirkungen ansteigen, was auch für die in Abschnitt 4 beschriebene, bedeutsame Muskelschwunderkrankung mit der Bezeichnung „Rhabdomyolyse“ gilt:

  • Arzneimittel, die das Immunsystem beeinflussen, z. B. Ciclosporin
  • Bestimmte Antibiotika oder Mittel gegen Pilzinfektionen, z. B. Erythromycin, Clarithromycin, Ketoconazol, Itraconazol; Rifampicin
  • Andere Arzneimittel zur Regulierung der Blutfettwerte, z. B. Gemfibrozil, andere Fibrate, Nikotinsäurederivate, Colestipol, Ezetimib
  • Bestimmte Calciumkanalblocker zur Behandlung von Angina pectoris oder Bluthochdruck, z. B. Verapamil, Nifedipin/Amlodipin, Diltiazem; Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen, z. B. Digoxin und Amiodaron
  • Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depression, z. B. Nefazodon
  • Proteasehemmer zur Behandlung der HIV-Infektion
  • Andere Arzneimittel, die bekanntlich mit Atorvastatin in Wechselwirkung treten, sind Warfarin (zur Verminderung der Blutgerinnung), Verhütungsmittel zum Einnehmen, Phenytoin (zur Krampflösung bei Epilepsie), Antazida (aluminium- oder magnesiumhaltige Arzneimittel zur Behandlung von Verdauungsstörungen) und Johanniskraut (pflanzliches Antidepressivum)

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt, denn es könnte zu Wechselwirkungen kommen.

Bei Einnahme von Atolipidrin zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Grapefruitsaft Trinken Sie nicht mehr als ein bis zwei kleine Gläser Grapefruitsaft pro Tag, denn große Mengen Grapefruitsaft können die Wirkungen von Atolipidrin beeinflussen.

Alkohol Während der Behandlung mit diesem Arzneimittel vermeiden Sie bitte übermäßigen Alkoholkonsum. Genauere Angaben sind Abschnitt 2: „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Atolipidrin ist erforderlich“ zu entnehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit
Sie dürfen Atolipidrin nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind oder sein könnten. Beenden Sie die Behandlung mit Atolipidrin einen Monat bevor Sie versuchen, schwanger zu werden. Empfängnisfähige Frauen müssen eine geeignete Empfängnisverhütung praktizieren.
Nehmen Sie Atolipidrin nicht während der Stillzeit ein.
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Es ist nicht davon auszugehen, dass Atolipidrin Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen besitzt. Wenn Sie jedoch den Eindruck haben, dass dieses Arzneimittel Ihre Fähigkeit zur Ausübung derartiger Aktivitäten beeinflusst, sollten Sie kein Fahrzeug steuern und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Atolipidrin Dieses Arzneimittel enthält Lactose-Monohydrat. Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Wie wird es angewendet?

Die übliche Anfangsdosis von Atolipidrin liegt bei 10 mg einmal täglich. Der Arzt kann die Dosis bei Bedarf erhöhen, bis die für Sie geeignete Dosis erreicht wurde. Etwaige Dosisanpassungen werden von Ihrem Arzt in Abständen von mindestens 4 Wochen vorgenommen. Die Höchstdosis von Atolipidrin beträgt 80 mg einmal täglich.

Atolipidrin-Tabletten sind als Ganzes mit etwas Wasser zu schlucken und können zu jeder Tageszeit mit oder ohne Nahrung eingenommen werden. Die Tabletten sollten jedoch vorzugsweise immer zur gleichen Tageszeit eingenommen werden. Die verordnete tägliche Dosis sollte immer auf einmal eingenommen werden.

Nehmen Sie Atolipidrin immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Bevor die Behandlung eingeleitet wird, verordnet der Arzt Ihnen eine cholesterinsenkende Ernährung, die Sie auch während der Behandlung mit Atolipidrin fortführen sollten.

Über die Dauer der Behandlung mit Atolipidrin entscheidet Ihr Arzt.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Atolipidrin zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Atolipidrin eingenommen haben, als Sie sollten Wenn Sie versehentlich zu viele Atolipidrin-Tabletten (mehr als Ihre übliche Tagesdosis) eingenommen haben, nehmen Sie ärztliche Hilfe in Anspruch oder suchen Sie das nächstgelegene Krankenhaus auf.

Wenn Sie die Einnahme von Atolipidrin vergessen haben
Wenn Sie die Einnahme einmal versäumt haben, nehmen Sie einfach Ihre nächste Dosis zum regulären Zeitpunkt ein.
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Atolipidrin abbrechen
Beenden Sie die Einnahme von Atolipidrin nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt. Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Atolipidrin Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Die geschätzte Häufigkeit von Nebenwirkungen wurde entsprechend der folgenden Konvention eingestuft:

Die folgenden Nebenwirkungen sind bedeutsam. Wenn derartige Nebenwirkungen auftreten, sind sofortige Behandlungsmaßnahmen erforderlich. Falls sich bei Ihnen die folgenden Symptome entwickeln, nehmen Sie Atolipidrin nicht mehr weiter ein und benachrichtigen Sie sofort Ihren Arzt:

Sehr seltene Nebenwirkungen:

  • Schwellungen von Gesicht, Zunge und Luftröhre, die zu schweren Problemen beim Atmen führen können (angioneurotisches Ödem)
  • Eine plötzlich einsetzende allergische Reaktion mit Kurzatmigkeit, Hautausschlag, pfeifenden Atemgeräuschen und Blutdruckabfall
  • Starker, großflächiger Hautausschlag mit Bläschenbildung
  • Wenn es bei Ihnen zu unerwarteten oder ungewöhnlichen Blutungen oder Blutergüssen kommt, könnte es sich um einen Hinweis auf Leberprobleme handeln

Seltene Nebenwirkungen: Muskelschwund oder Muskelentzündung und -schmerzen, die sich zu einer schwerwiegenden, möglicherweise lebensbedrohlichen Erkrankung (sogenannte Rhabdomyolyse) weiterentwickeln können. Zu derartigen Beschwerden kann es ohne offensichtlichen Grund (z. B. Muskelbelastung) kommen. Wenn Sie an Muskelschwäche, -empfindlichkeit oder -schmerzen leiden und vor allem, wenn Sie sich gleichzeitig unwohl fühlen oder Ihre Körpertemperatur erhöht ist, nehmen Sie Atolipidrin nicht mehr weiter ein und benachrichtigen Sie sofort Ihren Arzt.

Weitere mögliche Nebenwirkungen von Atolipidrin:
Häufige Nebenwirkungen:
- Übelkeit, Bauchschmerzen, Verstopfung, Winde, Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Schwäche, Durchfall, Schlafprobleme (Schlaflosigkeit), Schwindel, Brustschmerzen, allergische Reaktionen, Taubheits- oder Kribbelgefühl, Muskel- oder Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen, allgemeine Schwäche (Asthenie), Müdigkeitsgefühl, Schwellung von Beinen oder Händen (peripheres Ödem), Hautausschlag, Juckreiz

Gelegentliche Nebenwirkungen: Nicht alle dieser Wirkungen waren notwendigerweise mit der Anwendung dieser Arzneimittel verbunden.

  • Anorexie (Appetitlosigkeit), Taubheit oder Kribbeln in den Fingern und Zehen, Erbrechen, Muskelschwäche, unerwartete Blutungen oder Blutergüsse, Ohrgeräusche (Tinnitus), Gewichtszunahme, Gedächtnisverlust, Nesselsucht, Unwohlsein, Impotenz, Haarausfall, Anstieg und Abfallen der Blutzuckerspiegel (wenn Sie Diabetiker sind, sollten Sie Ihren Blutzuckerspiegel weiterhin sorgfältig überwachen), Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse, was zu Magenschmerzen führt)

Seltene Nebenwirkungen:

  • Hepatitis (Leberentzündung), Gelbsucht (Gelbfärbung von Haut und Augenweiß), Muskelentzündung, Muskelkrämpfe

Sehr seltene Nebenwirkungen:

  • Gestörter Geschmacksinn, Sehstörungen, Hörverlust, Leberversagen, Sehnenriss, Vergrößerung der männlichen Brust

Wenn Sie Nebenwirkungen feststellen, informieren Sie bitte Ihren Arzt. Dieser wird über das weitere Vorgehen entscheiden.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

HDPE-Flaschen: Nach Anbruch des Behältnisses: Nicht über 25°C lagern.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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