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«Azithromycin dura 250 mg Filmtabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Was ist Azithromycin dura 250 mg und wofür wird es angewendet?
Azithromycin dura 250 mg ist ein Antibiotikum. Es gehört zu einer Gruppe von Antibiotika, die als Makrolide bezeichnet werden. Es wird zur Behandlung von Infektionen eingesetzt, die durch Bakterien verursacht wurden.
Azithromycin dura 250 mg wird angewendet bei
- Atemwegsinfektionen wie Bronchitis, Lungenentzündung;
- Mandelentzündung, Hals- und Nebenhöhleninfektionen;
- Ohrinfektionen;
- Haut- und Weichteilinfektionen;
- Infektionen der Harnröhre und des Gebärmutterhalses, die durch Chlamydien verursacht wurden.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Azithromycin dura 250 mg darf nicht eingenommen werden
wenn Sie überempfindlich (allergisch) sind gegen
- Azithromycin;
- ein anderes Makrolid-Antibiotikum oder
- einen der sonstigen Bestandteile von Azithromycin dura 250 mg (siehe auch: Informationen zu entölten Phospholipiden aus Sojabohnen unter ”Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Azithromycin dura 250 mg).
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Azithromycin dura 250 mg ist erforderlich
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen, wenn Sie unter einer der nachfolgenden Erkrankungen leiden:
- Lebererkrankungen: Wenn Sie eine schwerwiegende Lebererkrankung haben oder während der Behandlung eine schwerwiegende Lebererkrankung auftritt, wird Ihr Arzt die Behandlung möglicherweise abbrechen.
- Nierenerkrankungen: Bei einer schwerwiegenden Nierenerkrankung muss die Dosis eventuell angepasst werden.
- Nervenerkrankungen oder psychiatrische Erkrankungen.
Wenn bei Ihnen eine der nachfolgenden Erkrankungen vorliegt, sprechen Sie bitte vor der Anwendung dieses Arzneimittels mit Ihrem Arzt, da Azithromycin das Risiko einer Herzrhythmusstörung erhöhen kann:
- Funktionsstörungen des Herzens wie Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz), sehr langsamer Herzschlag, unregelmäßiger Herzschlag oder sogenannte QT-Verlängerung (ein Befund im EKG);
- niedriger Gehalt an Kalium oder Magnesium im Blut.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Anwendung jedes Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, wenn Sie schwanger sind bzw. planen schwanger zu werden, oder wenn Sie stillen. Nehmen Sie dieses Arzneimittel während der Schwangerschaft nur ein, wenn Ihr Arzt dies ausdrücklich empfohlen hat.
Der Wirkstoff dieses Arzneimittels tritt in die Muttermilch über. Daher sollten Sie während der Behandlung mit Azithromycin dura 250 mg nicht stillen und erst 2 Tage nach Beenden der Behandlung wieder mit dem Stillen beginnen.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Dieses Arzneimittel kann Nebenwirkungen wie Schwindelgefühl oder Krampfanfälle verursachen. Ihre ähigkeit z. B. ein Fahrzeug zu steuern oder Maschinen zu bedienen, kann daher eingeschränkt sein.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Azithromycin dura 250 mg
Dieses Arzneimittel enthält entölte Phospholipide aus Sojabohnen. Diese können sehr selten allergische Reaktionen hervorrufen. Nehmen Sie dieses Arzneimittel nicht ein, wenn Sie überempfindlich (allergisch) auf Erdnüsse oder Soja sind.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Azithromycin dura 250 mg einzunehmen?
Nehmen Sie Azithromycin dura 250 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Die Dosierungsangaben gelten für Erwachsene und Kinder mit einem Gewicht von über 45 kg. Kinder, die weniger wiegen, sollten Azithromycin dura 250 mg nicht einnehmen.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis bei dreitägiger oder fünftägiger Einnahme:
• 3 Tage:
500 mg Azithromycin (entsprechend 2 Filmtabletten Azithromycin dura 250 mg) einmal täglich
• 5 Tage:
o 500 mg Azithromycin (entsprechend 2 Filmtabletten Azithromycin dura 250 mg) am Tag 1
o 250 mg Azithromycin (entsprechend 1 Filmtablette Azithromycin dura 250 mg) an den Tagen 2, 3, 4 und 5
Bei Infektionen der Harnröhre oder des Gebärmutterhalses, die durch Chlamydien verursacht wurden, wird Azithromycin dura 250 mg als Eintages-Kur (Einmaldosis) angewendet:
• 1 Tag:
 mg Azithromycin (entsprechend 4 Filmtabletten Azithromycin dura 250 mg).
Nehmen Sie die Filmtabletten zusammen und an nur einem Tag ein.
Nehmen Sie die Filmtabletten unzerkaut mit ausreichend Wasser ein.
• Die Filmtabletten können zu oder zwischen den Mahlzeiten eingenommen werden.
Einnahme von Azithromycin dura 250 mg zusammen mit Arzneimitteln gegen Verdauungsstörungen
• Wenn Sie gleichzeitig ein Arzneimittel gegen Verdauungsstörungen einnehmen müssen, wie z. B. ein Antacidum, nehmen Sie Azithromycin dura 250 mg mindestens eine Stunde vor oder zwei Stunden nach dem Antacidum ein.
Wenn Sie die Einnahme von Azithromycin dura 250 mg vergessen haben
Wenn Sie einmal eine Einnahme vergessen haben, holen Sie sie nach, sobald Sie es bemerken. Setzen Sie danach die Einnahme wieder wie vorgeschrieben fort. Nehmen Sie auf keinen Fall an einem Tag mehr als eine Dosis ein.
Wenn Sie eine größere Menge Azithromycin dura 250 mg eingenommen haben als Sie sollten
Wenn Sie zu viele Filmtabletten eingenommen haben, werden Sie sich möglicherweise unwohl fühlen. Es kann auch zu weiteren Nebenwirkungen kommen wie z. B. Taubheit oder Durchfall. Wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt oder an die Notaufnahme des nächsten Krankenhauses. Nehmen Sie möglichst die Filmtabletten oder die Faltschachtel des Arzneimittels mit, damit der Arzt weiß, was Sie eingenommen haben.
Wenn Sie die Einnahme von Azithromycin dura 250 mg abbrechen
Nehmen Sie die Filmtabletten wie verschrieben zu Ende ein, auch wenn Sie sich schon besser fühlen. Wenn Sie die Behandlung zu früh beenden, kann die Infektion wieder aufflackern. Darüber hinaus können die Bakterien dann gegen dieses Arneimittel resistent werden.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Azithromycin dura 250 mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Besonders wichtig ist dies bei folgenden Wirkstoffen:
- Theophyllin (zur Behandlung von Asthma): Die Wirkung von Theophyllin kann verstärkt werden.
- Warfarin oder ähnliche Arzneimittel zur Verhinderung von Blutgerinnseln: Bei gleichzeitiger Anwendung kann sich das Blutungsrisiko erhöhen.
- Ergotamin, Dihydroergotamin (zur Behandlung von Migräne): Es kann zu Ergotismus kommen (d. h. Jucken der Gliedmaßen, Muskelkrämpfe, Gangrän der Hände und üße aufgrund schlechter Blutzirkulation). Daher wird die gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen.
- Ciclosporin (wird zur Unterdrückung des Immunsystems eingesetzt, um eine Abstoßung bei Organ- oder Knochenmarktransplantationen zu verhindern bzw. zu behandeln): Wenn die gleichzeitige Anwendung unumgänglich ist, wird Ihr Arzt regelmäßig die Blutspiegel kontrollieren und gegebenenfalls die Dosierung anpassen.
- Digoxin (bei Herzmuskelschwäche): Die Digoxin-Blutspiegel können sich erhöhen. Ihr Arzt wird Ihren Blutspiegel entsprechend überwachen.
- Antacida (gegen Magenbeschwerden): siehe Abschnitt 3.
- Cisaprid (gegen bestimmte Magenerkrankungen), Terfenadin (gegen Heuschnupfen): bei gleichzeitiger Anwendung mit Azithromycin kann es zu Funktionsstörungen des Herzens kommen.
- Arzneimittel gegen unregelmäßigen Herzschlag (sogenannte Antiarrhythmika).
- Triazolam (zur Behandlung von Schlafstörungen), Midazolam (wird zur Behandlung von Schlafstörungen und im Rahmen einer Narkose angewendet), Alfentanil (Narkosemittel) oder Astemizol (gegen Heuschnupfen): Eine gleichzeitige Anwendung mit Azithromycin kann die Wirkung dieser Arzneimittel verstärken.
Bei Einnahme von Azithromycin dura 250 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Die Filmtabletten können zu den Mahlzeiten eingenommen werden.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Azithromycin dura 250 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bedeutsame Nebenwirkungen:
Wenn eines oder mehrere der folgenden Symptome einer schwerwiegenden allergischen Reaktion auftreten, nehmen Sie Azithromycin dura 250 mg nicht weiter ein und wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt oder begeben Sie sich in die Notaufnahme des nächsten Krankenhauses:
- Plötzliche Atemnot, Sprech- oder Schluckschwierigkeiten;
- Anschwellen der Lippen, der Zunge, des Gesichts oder des Halses;
- Starkes Schwindelgefühl oder Kollaps;
- Schwerwiegender oder juckender Hautausschlag, besonders wenn er mit Blasenbildung und Entzündungen von Augen, Mund und Geschlechtsorganen einhergeht.
Wenn Sie von einer der nachfolgend genannten Nebenwirkungen betroffen sind, suchen Sie Ihren Arzt möglichst umgehend auf:
- Durchfall, der heftig, langanhaltend oder blutig ist und von Bauchschmerzen oder Fieber begleitet wird. Dies kann ein Zeichen einer schwerwiegenden Darmentzündung sein, die in seltenen ällen bei der Einnahme von Antibiotika auftritt;
- Gelbfärbung der Haut oder der Augenbindehaut, die durch eine Leberfunktionsstörung verursacht wird;
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die heftige Bauch- und Rückenschmerzen verursacht;
- Vermehrte oder verminderte Harnausscheidung oder Spuren von Blut im Harn;
- Hautausschlag, der durch eine empfindliche Reaktion auf Sonnenlicht ausgelöst wurde;
- Unerklärte Blutergüsse oder Blutungen.
Hierbei handelt es sich um schwerwiegende Nebenwirkungen, bei denen Sie möglicherweise dringend ärztliche Betreuung benötigen. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind selten (sie kommen bei weniger als 1 von 1000 Behandelten vor).
Andere mögliche Nebenwirkungen:
Häufige Nebenwirkungen (betreffen weniger als 1 von 10 Behandelten): Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Magenverstimmung, Magenkrämpfe.
Gelegentliche Nebenwirkungen (betreffen weniger als 1 von 100 Behandelten): Schwindelgefühl, Schwindelgefühl bei Wechsel vom Liegen/Sitzen zum Stehen, Krampfanfälle, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Geruchs- oder Geschmacksstörungen, weicher Stuhl, Blähungen, Verdauungsbeschwerden, Appetitlosigkeit, Ausschlag, Juckreiz, Gelenkschmerzen, Entzündung der Vagina.
Seltene Nebenwirkungen (betreffen weniger als 1 von 1000 Behandelten): Schwächegefühl, Müdigkeit, Krankheitsgefühl, Pilzinfektionen (Candidiasis), Verstopfung, Darmentzündung (pseudomembranöse Kolitis), Bauchspeicheldrüsenentzündung, Verfärbung von Zähnen und Zunge, Veränderungen der Leberenzymwerte (durch Bluttest ermittelt), Leberentzündung (Hepatitis), Gelbsucht, Leberschädigung, Leberversagen (in seltenen ällen lebensbedrohlich), Entzündung des Nierengewebes oder Niereninsuffizienz, Herzrasen oder unregelmäßiger Herzschlag, Taubheit oder Ohrenklingeln, Kribbelgefühl in Händen oder Füßen (Parästhesien), Ohnmacht, Schlaflosigkeit, Hyperaktivität, Agressionsgefühle, Nervosität, Erregtheit, Angstgefühl, Fremdheitsgefühl sich selbst gegenüber, Delir-ähnliche Zustände, niedrige Zahl weißer und roter Blutkörperchen, Blutergüsse, langanhaltendes Bluten nach Verletzung, schwerwiegende allergische Reaktionen, Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht, schwerwiegende Hautreaktionen mit Beschwerdegefühl, Rötung, Schuppung und Schwellung.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Durchdrückstreifen und der Faltschachtel hinter "verwendbar bis" angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
ür dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Zusätzliche Informationen

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Azithromycin dura 250 mg Filmtabletten
Wirkstoff: Azithromycin
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.
• Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
• Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
• Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.
• Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:


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