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«Babylax»

Babylax
Babylax
Babylax


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Überempfindlichkeit (Allergie) gegen Glycerol oder einen der sonstigen Bestandteile oder bei Darmverschluss.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Besondere Vorsicht ist bei der Anwendung von BABYLAX erforderlich
Bei Patienten mit unklaren Bauchschmerzen sollte die Anwendung nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen. Falls die Beschwerden anhalten, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. Eine längerfristige Anwendung ohne ärztliche Überwachung kann schädlich sein.
Abführmittel können zu einer Gewöhnung führen. Es werden immer höhere Dosierungen gebraucht, um abzuführen. Damit erhöht sich das Risiko von unerwünschten Nebenwirkungen und Folgeschäden.
Hinweis zur Anwendung bei Kindern
Die angegebene Dosierungsanleitung ist einzuhalten.
Bei Anwendung von BABYLAX mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
BABYLAX kann die Wirkung zuvor gegebener anderer Zäpfchen oder Klistiere beeinträchtigen, da diese durch die Auslösung der Stuhlentleerung vorzeitig ausgeschieden werden können.
Auch unmittelbar nach BABYLAX verabreichte Zäpfchen können eventuell keine ausreichende Wirkung entfalten, da sie mit der Stuhlentleerung wieder ausgeschieden werden können.
Schwangerschaft und Stillzeit
Berichte über schädliche Wirkungen während der Schwangerschaft und Stillzeit beim Menschen sind nicht bekannt.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
BABYLAX hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die ähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von BABYLAX
Benzalkoniumchlorid kann Hautreizungen hervorrufen.

Wie wird es angewendet?

Wie ist BABYLAX anzuwenden?
Wenden Sie BABYLAX immer genau nach der Anweisung in dieser Packungsbeilage an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Im Bedarfsfall wird der Inhalt von
• Rectiole bei Säuglingen
• 1 Rectiole bei Kleinkindern
• 12 Rectiolen bei Schulkindern
in den Enddarm gegeben.
Art der Anwendung
BABYLAX wird in den Enddarm gegeben.
Dauer der Anwendung
Eine Daueranwendung von Abführmitteln ist nicht empfehlenswert, da die Ursache der Verstopfung hierdurch nicht beseitigt werden kann.
Hinweise
Vor der Anwendung die Verschlusskappe abziehen, den Dorn in die Spitze des Rectiolenhalses drücken und den Hals der Rectiole eventuell mit einer Hautcreme (z. B. Vaseline) etwas einfetten. Dann den Rectiolenhals in den After einführen und durch kräftiges Zusammendrücken den üllkörper leeren. Beim Herausziehen der Rectiole den Füllkörper zusammengedrückt lassen, damit der Wirkstoff nicht wieder zurückgesaugt werden kann.
Nach Ausdrücken des üllkörpers verbleibt ein Rest in der Rectiole, der verworfen werden kann. Dies ist bei der Dosierungsanleitung berücksichtigt worden. Soll nur eine halbe Rectiole angewandt werden, ist vorher die Hälfte der Rektallösung auszudrücken.
Wenn Sie eine größere Menge BABYLAX angewendet haben als Sie sollten
Bei sachgemäßem Gebrauch ist eine Überdosierung unwahrscheinlich. Im Falle einer versehentlichen oralen Einnahme oder Überdosierung besteht keine Vergiftungsgefahr. Zur Vermeidung einer eventuellen Schleimhautreizung des Verdauungstraktes sollte jedoch Wasser oder Tee nachgetrunken werden.
Eine Daueranwendung von Abführmitteln oder missbräuchliche Verabreichung höherer Dosen kann zu einer Reizung der Darmschleimhaut und zu Störungen des Wasser- und Mineralhaushaltes führen.
Durch die auftretenden Durchfälle und den dadurch verursachten Flüssigkeitsverlust kann der Kaliumspiegel im Körper absinken. Ein Verlust an Kalium im Körper kann zu Störungen der Herzfunktion und zu Muskelschwäche führen.
Eine Daueranwendung kann Darmveränderungen bis hin zur Darmlähmung hervorrufen.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann BABYLAX Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei besonders empfindlichen Personen oder bei vorgeschädigter Schleimhaut kann es in Einzelfällen zu Reizungen der Darmschleimhaut kommen.
Bei Diabetikern mit durchblutungsbedingter Unterversorgung des Gewebes mit Nährstoffen kann es in seltenen ällen zu einer verstärkten Darmschleimhautreizung kommen.
Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Das Arzneimittel darf nach Ablauf des angegebenen Verfalldatums nicht mehr angewendet werden (siehe Faltschachtel und Miniklistier).
Nicht über 25 °C lagern!

Zusätzliche Informationen

Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben
Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
BABYLAX®
50 %ige Rektallösung
Wirkstoff: Glycerol 85 %
Zur Anwendung bei Säuglingen und Kindern jeden Alters
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, denn sie enthält wichtige Informationen für Sie.
Dieses Arzneimittel ist ohne Verschreibung erhältlich. Um einen bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen, muss BABYLAX jedoch vorschriftsmäßig angewendet werden.
• Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
• Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.
• Wenn sich Ihre Symptome verschlimmern oder keine Besserung eintritt, müssen Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.
• Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:
BABYLAX ist ein Abführmittel (Laxans).
BABYLAX wird angewendet zur symptomatischen Behandlung von Darmträgheit und Stuhlverstopfung bei Säuglingen und Kindern jeden Alters, insbesondere dann, wenn Nahrungsumstellung oder diätetische Maßnahmen allein keine Wirkung erzielt haben.
Wodurch werden Verstopfungen verursacht?
Die Verstopfung selbst ist keine Krankheit, sondern meist eine Reaktion auf bestimmte Umgebungsfaktoren. Situationen, die bei einem Kind zu Verstopfung führen können, sind z. B.:
• Nahrungsumstellung von Muttermilch auf Breifütterung
• Unsicherheit beim Sauberwerden oder Änderung des Tagesrhythmus oder der Umgebung
• Schmerzhafte oder unangenehme Erlebnisse bei der Darmentleerung, z. B. durch Einrisse der Haut im Bereich des Darmausgangs. Diese können dazu führen, dass das Kind versucht, sich den Stuhlgang zu „verkneifen“.
• Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln (z. B. Kuhmilch)
• Ungenügender Ballaststoffgehalt der Nahrung
• Geringe Flüssigkeitszufuhr oder zu hoher Anteil an Milch in der Nahrung
• Hitze, Reisen oder wenig Bewegung
Außerdem gibt es Medikamente und seltene Erkrankungen, die bei Kindern zu Verstopfung führen. Hierüber sollten Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt sprechen.
Wie häufig muss mein Kind Stuhlgang haben?
Hierfür gibt es keine eindeutige Regel. Bei voll gestillten Säuglingen ist mehrmals pro Tag genauso normal wie einmal in der Woche. Kinder über 1 Jahr haben -mal am Tag Stuhlgang. Eine Stuhlentleerung alle 2 Tage ist aber auch völlig normal.
Wann sollte ich bei Verstopfung einen Arzt aufsuchen?
Verstopfungen sind kein unmittelbar bedrohlicher Zustand. Schmerzen und die mit der Verstopfung verbundenen Verhaltensprobleme beeinträchtigen jedoch das Kind. Verstopfungen sollten daher möglichst früh erkannt und behandelt werden, um Folgeprobleme zu vermeiden.

Alter des KindesGehen Sie mit Ihrem Kind zum Arzt, wenn
Säuglinge unter 6 MonatenIhr Kind beim Stuhlgang weint und schreit, weil es sichtlich unter Schmerzen leidet.
der Stuhlgang übel riecht oder so fest ist, dass Ihr Kind ihn kaum absetzen kann.
Kleinkinder und Kinder älter als 6 MonateIhr Kind länger als drei Tage keinen Stuhl oder nur kleine Portionen absetzen kann und über Schmerzen klagt.
sich Blut im Stuhl befindet.
bei ansonsten „sauberen“ Kindern plötzlich unbemerkt Stuhl abgeht (sogenanntes Kotschmieren)

Wie kann die Verstopfung bei meinem Kind beseitigt werden?
Babylax mit dem Wirkstoff Glycerol weicht den harten Stuhl auf und macht ihn gleitfähiger. Außerdem regt Babylax die Darmbewegungen an. Beides trägt dazu bei, dass Ihr Kind den verhärteten Stuhl leichter absetzen kann. Babylax ist jedoch nicht für die Dauertherapie von Verstopfungszuständen bei Kindern geeignet.
Natürlich gibt es auch Abführmittel für Erwachsene. Die meisten von ihnen dürfen bei Kindern aber NICHT angewendet werden, da sie den Wasser- und Elektrolythaushalt des Kindes massiv beeinflussen. Sie können im schlimmsten Fall zu Herz- und Kreislaufproblemen führen.
Mein Kind hat ständig Verstopfungen!
Ihr Arzt kann organische Ursachen bei immer wieder auftretender Verstopfung ausschließen. Er berät Sie auch zu weiteren Maßnahmen. Sie können aber auch selbst einiges tun:
• Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig. Der Stuhl Ihres Kindes wird dadurch weicher und gleitfähiger.
• Achten Sie auf ballaststoffreiche Ernährung mit Vollkornprodukten sowie Obst und Gemüse.
• Ausreichende Bewegung in Form von Spiel und Sport helfen Ihrem Kind, Verstopfungen zu vermeiden.
• Pflegen sie den Po und den Analbereich Ihres Kindes bei kleinen schmerzhaften Einrissen.
• Bei Kindern über 2 bis 3 Jahren kann ein Toilettentraining sinnvoll sein: Setzen Sie Ihr Kind nach jeder Hauptmahlzeit für 5 bis 10 Minuten auf die Toilette oder das Töpfchen. Dadurch wird der Stuhlentleerungsreflex trainiert (auf Abstützmöglichkeit für die üße achten).
• Verzichten Sie auf Schuldzuweisungen. Sie können die Problematik der Verstopfung verstärken.
Gute Besserung wünscht
INFECTOPHARM Arzneimittel mit Consilium


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