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«Baymycard 5mg»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

WAS IST BAYMYCARD 5 MG UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?
Baymycard 5 mg ist ein Arzneimittel zur Behandlung der chronisch stabilen Angina pectoris (Belastungsangina) und des Bluthochdrucks. Bei der chronisch stabilen Angina pectoris sind die Blutgefäße, die das Herz kranzförmig umgeben (Herzkranzgefäße), verengt, so dass der Herzmuskel nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Nisoldipin, der Wirkstoff in Baymycard 5 mg, führt zu einer Erweiterung der Herzkranzgefäße und anderer Blutgefäße, verbessert so die Durchblutung und steigert die Sauerstoffzufuhr. Ein erhöhter Blutdruck wird normalisiert.
Baymycard 5 mg wird angewendet zur
Behandlung der chronisch stabilen Angina pectoris (Belastungsangina).
Behandlung der essentiellen Hypertonie (nicht organbedingter Bluthochdruck).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Baymycard 5 mg darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff Nisoldipin oder einen der sonstigen Bestandteile von Baymycard 5 mg sind.
- im Herz-Kreislauf-Schock
- bei instabiler Angina pectoris
- bei akutem Myokardinfarkt (Herzinfarkt) (innerhalb der ersten 4 Wochen)
- bei höhergradiger Aortenstenose (stärkerer Verengung der zur Hauptschlagader führenden Herzklappe)
- bei gleichzeitiger Anwendung von bestimmten Arzneimitteln zur Behandlung von Pilzerkrankungen (z. B. Ketoconazol), bestimmten Antibiotika (z. B. Erythromycin), Nefazodon (Mittel gegen krankhaft-traurige Verstimmung, Antidepressivum) und bestimmten Anti-HIV-Arzneimitteln (z. B. Ritonavir) (siehe auch Abschnitt 2, „Bei Einnahme von Baymycard 5 mg mit anderen Arzneimitteln:“)
- bei gleichzeitiger, länger dauernder Anwendung von Rifampicin (Wirkstoff gegen Tuberkulose) sowie länger dauernder Einnahme von Phenytoin, Carbamazepin oder Phenobarbital (Wirkstoffe zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen und Epilepsie) (siehe auch Abschnitt 2, „Bei Einnahme von Baymycard 5 mg mit anderen Arzneimitteln:“)
- bei Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungen (bei diesen Patienten kann es zu einer verstärkten und verlängerten Wirkung von Baymycard 5 mg kommen)
- während der Schwangerschaft und Stillzeit.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Baymycard 5 mg ist erforderlich
bei ausgeprägt niedrigem Blutdruck (weniger als 90 mm Hg systolisch)
bei dekompensierter Herzinsuffizienz (schwerste Form der Herzmuskelschwäche) oder eingeschränkter Herzkammerfunktion, insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme von Beta-Rezeptorenblockern (Gruppe von Arzneimitteln zur Behandlung von Bluthochdruck und koronarer Herzkrankheit).
Gelegentlich kann es, insbesondere zu Beginn der Behandlung, zum Auftreten von Angina pectoris-Anfällen bzw. bei Patienten mit bestehender Angina pectoris zu einer Zunahme von Häufigkeit, Dauer und Schweregrad der Anfälle kommen. Vereinzelt ist das Auftreten eines Herzinfarktes beschrieben worden.
Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion kann die Wirkung von Baymycard 5 mg verstärkt oder verlängert sein. Der Arzt wird daher den Behandlungsverlauf sorgfältig überwachen und gegebenenfalls die Dosis verringern.
Der Wirkstoff in Baymycard 5 mg, Nisoldipin, wird unter Beteiligung eines bestimmten Enzymsystems (Cytochrom 3A4) abgebaut. Durch andere Arzneimittel kann dieses Enzymsystem gehemmt oder verstärkt werden. Hierdurch können die Wirkungen und Nebenwirkungen von Baymycard 5 mg verändert werden (siehe auch Abschnitt 2, „Bei Einnahme von Baymycard 5 mg mit anderen Arzneimitteln:“).
Wenn Sie Baymycard 5 mg gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln, die dieses Enzymsystem hemmen, einnehmen, kann dies gesteigerte Wirkungen, aber auch verstärkt auftretende Nebenwirkungen von Baymycard 5 mg zur Folge haben. Hierzu zählen z. B. folgende Arzneimittel:
- Quinupristin / Dalfopristin (Antibiotika)
- Fluoxetin (Mittel gegen krankhaft-traurige Verstimmung, Antidepressivum)
- Valproinsäure (Mittel gegen Epilepsie)
- Cimetidin (Mittel gegen Magen- und Darmgeschwüre)
Wenn Baymycard 5 mg zusammen mit einem dieser Arzneimittel angewendet wird, sollte der Blutdruck überwacht werden und, falls erforderlich, eine Verringerung der Baymycard 5 mg -Dosis in Betracht gezogen werden.
Kinder
Baymycard 5 mg sollte nicht an Kinder gegeben werden, da bisher keine ausreichenden Erfahrungen für eine allgemeine Empfehlung für diese Altersgruppe vorliegen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Sie dürfen Baymycard 5 mg während der gesamten Schwangerschaft nicht einnehmen, da experimentelle Studien mit dem Wirkstoff Nisoldipin Hinweise auf Fetusschädigungen (Missbildungen) ergeben haben.
Der Wirkstoff von Baymycard 5 mg, Nisoldipin, geht möglicherweise in die Muttermilch über. Deshalb darf Baymycard 5 mg nicht in der Stillzeit angewendet werden. Da keine ausreichenden Erfahrungen über mögliche Auswirkungen auf den Säugling vorliegen, sollten Sie abstillen, wenn eine Behandlung mit Baymycard 5 mg notwendig ist.
In-vitro-Fertilisation
In Einzelfällen wurde bei der künstlichen Befruchtung unter Rückübertragung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutter eine Beeinträchtigung der Spermienfunktion mit der Anwendung des wirkstoffähnlichen Arzneistoffs Nifedipin in Verbindung gebracht. In ällen, bei denen wiederholte künstliche Befruchtungen erfolglos blieben und bei denen keine andere Erklärung dafür gefunden werden kann, sollte eine Baymycard 5 mg-Behandlung des Mannes als mögliche Ursache in Betracht gezogen werden.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen auf dieses Arzneimittel (wie z. B. einen verstärkten Blutdruckabfall) können Sie möglicherweise auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol. Bitte beachten Sie, dass Ihre ähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen sowie zum Arbeiten ohne sicheren Halt eingeschränkt sein kann.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Baymycard 5 mg
Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Baymycard 5 mg daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Wie wird es angewendet?

WIE IST BAYMYCARD 5 MG EINZUNEHMEN?
Nehmen Sie Baymycard 5 mg immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Dosierung
Die Dosierung wird von Ihrem Arzt je nach Schweregrad der Erkrankung entsprechend Ihrem Bedarf und Ihrem Ansprechen auf die Behandlung angepasst.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Erwachsene: Richtdosis:
Bei chronisch stabiler Angina pectoris 2 x täglich 1 Filmtablette Baymycard 5 mg
(Belastungsangina) (entspricht 2 x 5 mg Nisoldipin)
Bei essentieller Hypertonie 2 x täglich 1 Filmtablette Baymycard 5 mg
(nicht organbedingter Bluthochdruck) (entspricht 2 x 5 mg Nisoldipin)
Bei Bedarf kann die Dosis auf 2 x täglich 2 Filmtabletten Baymycard 5 mg (entspricht 2 x 10 mg Nisoldipin) erhöht werden.
Falls höhere Dosierungen notwendig sind, ist in Einzelfällen eine stufenweise Erhöhung der Tagesdosis auf 2 x 4 Filmtabletten Baymycard 5 mg (entspricht 2 x 20 mg Nisoldipin) entsprechend den individuellen Erfordernissen möglich.
Eine individuelle Dosierungsanpassung ist mit der weiteren Darreichungsform Baymycard 10 mg (10 mg Nisoldipin) möglich.
Bei gleichzeitiger Anwendung anderer Arzneimittel, die ein bestimmtes Enzymsystem (Cytochrom 3A4) hemmen oder verstärken, kann eine Anpassung der Baymycard 5 mg-Dosis erforderlich sein (siehe auch Abschnitt 2, „Bei Einnahme von Baymycard 5 mg mit anderen Arzneimitteln:“).
Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion (siehe auch Abschnitt 2, „Baymycard 5 mg darf nicht eingenommen werden“ und „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Baymycard 5 mg ist erforderlich“):
Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion sollten sorgfältig überwacht werden, gegebenenfalls kann eine Dosisverringerung notwendig sein.
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion:
ür Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist keine Anpassung der Dosis erforderlich.
Ältere Patienten:
Nisoldipin wird im Allgemeinen von Patienten, die älter als 65 Jahre sind, gut vertragen. Es ist aber ratsam, die Dosis bei diesen Patienten sorgfältig einzustellen. Die Behandlung sollte mit der niedrigsten Dosis begonnen werden.
Art der Anwendung
Zum Einnehmen
Nehmen Sie die Filmtabletten zu den Mahlzeiten (vorzugsweise zum Frühstück und zum Abendessen) unzerkaut mit etwas Flüssigkeit ein.
Die Einnahme darf jedoch nicht zusammen mit Grapefruit-Saft erfolgen, da dies eine verstärkte und verlängerte Wirkung des Medikaments zur Folge haben kann. Der Konsum von Grapefruit / -Saft sollte spätestens 4 Tage vor Beginn der Therapie mit Baymycard 5 mg eingestellt werden (siehe auch Abschnitt 2, „Bei Einnahme von Baymycard 5 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken“).
Dauer der Anwendung
Die Behandlung der chronisch stabilen Angina pectoris und des Bluthochdrucks erfordert in der Regel eine Langzeitanwendung. Über die Dauer der Einnahme im Einzelnen entscheidet der behandelnde Arzt. Sie richtet sich nach Art, Schwere und Verlauf der Erkrankung.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Baymycard 5 mg zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge von Baymycard 5 mg eingenommen haben, als Sie sollten
Bei akuten Überdosierungen können Blutdruckabfall, Herz-Kreislauf-Schock und verlangsamte oder beschleunigte Herzschlagfolge auftreten.
Verständigen Sie bei Verdacht auf eine Überdosierung sofort einen Arzt, damit dieser über das weitere Vorgehen entscheiden kann!
Wenn Sie die Einnahme von Baymycard 5 mg vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern setzen Sie die Behandlung mit der verordneten Dosis fort.
Wenn Sie die Einnahme von Baymycard 5 mg abbrechen
Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung mit Baymycard 5 mg nicht, ohne dies vorher mit Ihrem Arzt abgesprochen zu haben.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Baymycard 5 mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Baymycard 5 mg?
Der Wirkstoff von Baymycard 5 mg, Nisoldipin, wird unter Beteiligung eines bestimmten Enzymsystems (Cytochrom 3A4) abgebaut. Daher kann die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die dieses Enzymsystem beeinflussen, grundsätzlich zu Wechselwirkungen dieser Arzneimittel mit Baymycard 5 mg führen.
Sowohl das Ausmaß wie auch die Dauer der Wechselwirkungen sollten in Betracht gezogen werden, wenn Baymycard 5 mg zusammen mit den nachfolgend aufgeführten Arzneimitteln eingenommen werden soll.
Abschwächung der Baymycard 5 mg-Wirkung durch andere Arzneimittel:
Wenden Sie Baymycard 5 mg nicht gleichzeitig mit folgenden Arzneimitteln an:
- Phenytoin (Mittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen und Epilepsie)
- Carbamazepin, Phenobarbital (Wirkstoffe zur Behandlung der Epilepsie)
- Rifampicin (Mittel gegen Tuberkulose)
(siehe auch Abschnitt 2, „Baymycard 5 mg darf nicht eingenommen werden“)
Verstärkung der Baymycard 5 mg-Wirkungen und –Nebenwirkungen durch andere Arzneimittel:
Wenden Sie Baymycard 5 mg nicht gleichzeitig mit folgenden Arzneimitteln an:
- bestimmte Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen (z. B. Ketoconazol)
- bestimmte Antibiotika (z. B. Erythromycin)
- bestimmte Anti-HIV-Arzneimittel (z. B. Ritonavir)
- Nefazodon (Mittel gegen krankhaft-traurige Verstimmung, Antidepressivum)
(siehe auch Abschnitt 2, „Baymycard 5 mg darf nicht eingenommen werden“)
Wenn Sie gleichzeitig mit Baymycard 5 mg folgende andere Arzneimittel anwenden, sollte der Blutdruck überwacht und, falls erforderlich, eine Verringerung der Baymycard 5 mg-Dosis in Betracht gezogen werden:
- Fluoxetin (Mittel gegen krankhaft-traurige Verstimmung, Antidepressivum). Wirkung und Nebenwirkungen von Fluoxetin können ebenfalls verändert sein.
- Quinupristin / Dalfopristin (Antibiotika)
- Valproinsäure (Mittel zur Behandlung der Epilepsie)
- Cimetidin (Mittel gegen Magen- und Darmgeschwüre)
- Diltiazem (Wirkstoff zur Behandlung von Bluthochdruck und koronarer Herzkrankheit)
- Blutdrucksenkende Arzneimittel (siehe auch Abschnitt 2, „Wie beeinflusst Baymycard 5 mg die Wirkung anderer Arzneimittel?“)
- Trizyklische Antidepressiva (Mittel zur Behandlung von Depressionen)
- (siehe auch Abschnitt 2, „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Baymycard 5 mg ist erforderlich“)
WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann Baymycard 5 mg Nebenwirkungen haben.
Bei der Bewertung der Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zu Grunde gelegt:
Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
Sehr selten: weniger als 1 von 10.000 Behandelten, einschliesslich Einzelfälle.
Begleiterscheinungen treten vorzugsweise zu Beginn der Behandlung oder bei hoher Dosierung auf. Sie sind meist leichter und vorübergehender Natur.
Sehr häufig:
Kopfschmerzen, Flüssigkeitsansammlungen in Händen und üßen (Knöchelödeme; beruhen auf einer Erweiterung der Blutgefäße und bilden sich spätestens nach Absetzen des Arzneimittels spontan zurück).
Häufig:
Schwächegefühl, Müdigkeit, Schwindel, Nervosität, Übelkeit, Atembeschwerden (Dyspnoe), Schmerzen in der Brust, Erweiterung der Blutgefäße, Gesichtsrötung (Flush) und Wärmegefühl, Herzklopfen (Palpitationen), beschleunigter Puls (Tachykardie).
Gelegentlich:
Kribbeln in Armen und Beinen (Parästhesien), Tremor (Zittern der Finger), Bauchschmerzen, Verstopfung, Durchfall, Oberbauchbeschwerden (Dyspepsie), Erbrechen, Leberfunktionsstörungen (Anstieg der Leberenzyme), übermäßige Blutdrucksenkung (hypotone Kreislaufreaktion), Myalgie (Muskelschmerzen), allergische Hautreaktionen (z. B. Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht), Sehstörungen, vermehrte Harnausscheidung (Diurese), Vergrößerung der männlichen Brustdrüse (Gynäkomastie; bildet sich nach Absetzen der Behandlung zurück).
Gelegentlich kann es, insbesondere zu Beginn der Behandlung, zum Auftreten von Angina pectoris-Anfällen bzw. bei Patienten mit bestehender Angina pectoris zu einer Zunahme von Häufigkeit, Dauer und Schweregrad der Anfälle kommen.
Selten:
Photosensitive Dermatitis (Hautentzündung nach Sonnen-, UV-Strahleneinwirkung), Angioödem, anaphylaktische Reaktionen, Zahnfleischveränderungen (Gingiva-Hyperplasie; bildet sich nach Absetzen der Behandlung zurück).
Sehr selten:
Herzinfarkt.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage/Gebrauchsinformation aufgeführt sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Blister nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Aufbewahrungsbedingungen:
Blister im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Zusätzliche Informationen

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Baymycard® 5 mg, Filmtabletten
Zur Anwendung bei Erwachsenen
Wirkstoff: Nisoldipin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Beschwerden haben wie Sie.
- Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:
Wie beeinflusst Baymycard 5 mg die Wirkung anderer Arzneimittel?
Blutdrucksenkende Arzneimittel:
Die blutdrucksenkende Wirkung anderer Arzneimittel verschiedener Wirkstoffgruppen kann durch Baymycard 5 mg verstärkt werden, z. B. von:
- Diuretika (harntreibende Mittel)
- Beta-Rezeptorenblockern (Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck und koronarer Herzkrankheit)
- ACE-Hemmern (Arzneimittel gegen Bluthochdruck)
- Angiotensin-Rezeptor-Antagonisten (Arzneimittel gegen Bluthochdruck)
- anderen Calciumantagonisten (Arzneimittel gegen Bluthochdruck)
- Alpha-Rezeptorenblockern (Arzneimittel gegen Bluthochdruck und Herzleistungsschwäche)
- PDE 5 Inhibitoren (Arzneimittel zur Behandlung von Erektionsstörungen)
- Alpha-Methyldopa (Arzneimittel gegen Bluthochdruck)
Bei gleichzeitiger Behandlung mit Beta-Rezeptorenblockern (Wirkstoffgruppe zur Behandlung von Bluthochdruck und koronarer Herzkrankheit) können in Einzelfällen Zeichen einer Herzleistungsschwäche auftreten. Ihr Arzt wird in diesen ällen den Behandlungsverlauf sorgfältig überwachen.
Digoxin (Wirkstoff vorwiegend zur Behandlung von Herzmuskelschwäche)
Die Konzentration von Digoxin im Blut kann ansteigen. Auf Anzeichen einer Digoxin-Überdosierung sollte geachtet werden und, falls notwendig, die Digoxindosis vom Arzt reduziert werden (eventuell nach Bestimmung der Digoxinkonzentration im Blut).
Bei Einnahme von Baymycard 5 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Grapefruit-Saft
Grapefruit-Saft hemmt den Abbau von Nisoldipin im Körper. Die sich daraus ergebende erhöhte Wirkstoffmenge im Blut kann zu einer verstärkten Blutdrucksenkung führen. Der Konsum von Grapefruit / -Saft sollte daher spätestens 4 Tage vor Beginn der Therapie mit Baymycard 5 mg eingestellt werden (siehe auch Abschnitt 3, „Art der Anwendung“).


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