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«Betoptic S - Augensuspension»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

BETOPTIC S wird zur Behandlung eines hohen Augeninnendrucks angewendet, der zur Erkrankung des Auges durch Glaukom ("Grüner Star") führen kann.

Je höher der Augeninnendruck ist, desto wahrscheinlicher sind Schädigungen des Sehnervs und Gesichtsfeldausfälle (Glaukom).

BETOPTIC S gehört zu der Gruppe von Antiglaukom-Medikamenten, die als Beta-Blocker bezeichnet werden. Es wird durch die Verminderung der Kammerwasserproduktion wirksam und senkt dadurch den Augeninnendruck.

Augenhochdruck: Der Augapfel enthält eine klare wässrige Flüssigkeit, die das Augeninnere mit Nährstoffen versorgt. Diese Flüssigkeit wird fortlaufend aus dem Auge entleert, und im Gegenzug bildet sich immer wieder Flüssigkeit nach. Wenn sich das Auge schneller auffüllt, als es sich entleert, baut sich im Augeninneren Druck auf. Zu hoher Druck kann Ihr Sehvermögen gefährden.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

BETOPTIC S darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile von BETOPTIC S sind.
  • wenn Sie an bestimmten schwerwiegenden oder therapeutisch nicht beherrschten Herzerkrankungen wie Herzinsuffizienz (Herzschwäche), verlangsamtem Herzschlag oder anderen Erkrankungen leiden, die die Häufigkeit oder den Rhythmus Ihres Herzschlags beeinflussen.
  • Wenn Sie an einer speziellen Form der Herzrhythmusstörung leiden (Sick-Sinus-Syndrom) und keinen Herzschrittmacher besitzen.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von BETOPTIC S ist erforderlich, Dieses Arzneimittel ist für die Anwendung am Auge bestimmt; es darf nicht eingenommen oder injiziert werden.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn bei Ihnen folgende Krankheiten oder Umstände vorliegen, da in diesen Fällen BETOPTIC S Augensuspension nur unter besonderer ärztlicher Überwachung angewendet werden darf:

  • Herzschwäche
  • eingeschränkte Lungenfunktion und Atembeschwerden, die nicht allergisch bedingt sind (z.B. chronische Lungenentzündung oder –erkrankungen)
  • zu hoher oder zu niedriger Blutzucker (Diabetes mellitus)
  • bei Überproduktion des Schilddrüsenhormons oder bei entsprechendem Verdacht
  • bei Ernährungsstörungen der Hornhaut und chronischen Augenentzündungen
  • bei einer chronisch neuromuskulären Schwäche (Myasthenia gravis)
  • Engwinkelglaukom (besondere Form des Glaukoms)
  • bei Vorliegen einer reduzierten Gehirndurchblutung
  • wenn Sie eine schwere allergische Reaktion haben, kann die Wirkung von Medikamenten die zur Allergiebehandlung eingesetzt werden (Adrenalin) herabgesetzt sein
  • wenn bei Ihnen eine Narkose geplant ist
  • wenn Sie Kontaktlinsen tragen: vor der Anwendung dieses Produktes sind Kontaktlinsen zu entfernen und erst nach frühestens 15 Minuten wieder einzusetzen (siehe Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von BETOPTIC S).

Bitte beachten Sie, dass BETOPTIC S Augensuspension wie andere lokal verabreichte Augenmedikamente teilweise systemisch resorbiert wird. Aus diesem Grund können dieselben unerwünschten Wirkungen auf Herz/Kreislauf und Lunge auftreten wie bei einer Einnahme von sogenannten Betablockern. Bei Aufttreten einer Herz-/Kreislaufschwäche informieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Bei Anwendung von BETOPTIC S mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

BETOPTIC S kann die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen, die Sie gegen erhöhten Augeninnendruck (wie lokal am Auge verwendete Medikamente , die die Pupille verengen), Herzerkrankungen oder hohen Blutdruck einnehmen wie z. B. Beta-Blocker, Calcium-Antagonisten, Reserpin und einige Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes oder von emotionalen, Verhaltens- oder psychiatrischen Störungen wie Angstzuständen oder Depressionen.

Obwohl BETOPTIC S wenig Wirkung auf die Größe der Pupille hat, kann es bei gleichzeitiger Anwendung von pupillenerweiternden Arzneimitteln wie Adrenalin gelegentlich zu einer Erweiterung der Pupille kommen.

Wenn Sie mehr als ein Augenpräparat anwenden, muss zwischen der Anwendung der verschiedenen Medikamente ein Abstand von 5 bis 10 Minuten eingehalten werden.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Sprechen Sie vor Anwendung dieses Arzneimittels mit Ihrem Arzt, wenn Sie schwanger sind, glauben schwanger zu sein oder eine Schwangerschaft planen.

BETOPTIC S soll während der Schwangerschaft oder Stillzeit nur nach ausdrücklicher Verordnung durch Ihren Arzt angewendet werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Achtung: Dieses Arzneimittel kann vorübergehend die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.
Wie bei allen Augentropfen kann es nach Eintropfen von BETOPTIC S zu einer vorübergehenden Beeinträchtigung Ihres Sehvermögens kommen. Setzen Sie sich nicht ans Steuer eines Fahrzeugs und bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen, bevor dieser Effekt abgeklungen ist.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von BETOPTIC S Wenden Sie BETOPTIC S nicht an, während Sie Kontaktlinsen tragen. Warten Sie nach dem Eintropfen 15 Minuten, bevor Sie die Linsen wieder in die Augen setzen. Ein Konservierungsmittel, das in BETOPTIC S enthalten ist (Benzalkoniumchlorid), kann Reizungen verursachen und zu Verfärbungen weicher Kontaktlinsen führen.

Wie wird es angewendet?

Wenden Sie BETOPTIC S immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis für Erwachsene (inkl. Ältere)

sowie für Kinder und Jugendliche (von 1 Woche bis 18 Jahren):
Zweimal täglich (morgens und abends) 1 Tropfen in den Bindehautsack des betroffenen Auges/der betroffenen Augen eintropfen.

Die Glaukombehandlung bei Kindern sollte nur durch einen Spezialisten erfolgen.

BETOPTIC S Augensuspension

Es kann einige Wochen dauern bis sich die augendrucksenkende Wirkung von BETOPTIC S eingestellt hat. Die Überwachung Ihres Augeninnendruckes erfolgt über Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Wird keine ausreichende Wirkung erzielt, kann mit anderen Präparaten gegen Augeninnendruck kombiniert werden.
Wenn ergänzende Augenmedikationen eingesetzt werden, sollte zwischen den einzelnen Anwendungen eine Wartezeit von 5 bis 10 Minuten eingehalten werden ( siehe )

Eine Umstellung von einem anderen Arzneimittel gegen erhöhten Augeninnendruck auf BETOPTIC S Augensuspension ist ohne weiteres möglich. Befolgen Sie dabei die Anweisungen Ihres Arztes.

Über die Dauer der Anwendung entscheidet Ihr Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge BETOPTIC S angewendet haben als Sie sollten, kann es mit warmem Wasser oder Kochsalzlösung ausgespült werden. Tropfen Sie nicht nach, bevor es nicht Zeit für Ihre nächste reguläre Dosis ist.
Sollte BETOPTIC S irrtümlich verschluckt worden sein, kontaktieren Sie bitte umgehend einen Arzt oder eine Ärztin.
Weitere Informationen für das medizinische Fachpersonal finden Sie am Ende dieser Gebrauchsinformation.

Wenn Sie eine Dosis BETOPTIC S vergessen haben, setzen Sie die Behandlung wie vorgesehen mit der nächsten Dosis fort. Wenn es fast wieder Zeit für die nächste Dosis ist, lassen Sie die verpasste Dosis aus und fahren Sie wie in Ihrem Dosierungsplan vorgeschrieben fort. Nehmen Sie niemals die zweifache Dosis, um eine versäumte auszugleichen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung von BETOPTIC Shaben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann BETOPTIC S Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Ihre Augen können von einigen oder allen der folgenden Reaktionen betroffen sein:

Häufige Nebenwirkungen (betrifft 1 bis 10 Anwender von 100): Beschwerdegefühl der Augen (wie z.B. Brennen, Stechen besonders unmittelbar nach dem Eintropfen)

Gelegentliche Nebenwirkungen (betrifft 1 bis 10 Anwender von 1.000): erhöhte Tränenproduktion

Seltene Nebenwirkungen (betrifft 1 bis 10 Anwender von 10.000): Hornhauterkrankungen, punktförmige Defekte in der oberflächlichen Hornhautschicht, Entzündung der Hornhaut des Auges, Lichtempfindlichkeit, Verschwommensehen, unterschiedliche Pupillengröße,

Augentrockenheit, Augenjucken, Fremdkörpergefühl, Augenreizung, Lidrötung, Hornhautverfärbung, Augenrötung

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar): Augenschmerzen, schleimiges Augensekret

Es kann auch zu körperlichen Reaktionen kommen:

Schwerwiegende Nebenwirkungen Auch wenn schwerwiegende Nebenwirkungen unter BETOPTIC S selten sind, können Patienten mit schlecht beherrschtem Diabetes, Herz- oder Atemwegserkrankungen besonders anfällig dafür sein.

Seltene Nebenwirkungen (betrifft 1 bis 10 Anwender von 10.000): verlangsamter Herzschlag, Kopfschmerzen, Asthma, Kurzatmigkeit, Haarausfall, niedriger Blutdruck, vermehrte allergische Reaktionen, Depression, Schlafstörungen
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):unregelmäßiger Herzschlag, Benommenheit, Schwellung der Augenumgebung, allgemeines Schwächegefühl

In der Regel können Sie die Behandlung mit den Augentropfen fortsetzen, außer wenn es sich um schwerwiegende Nebenwirkungen handelt. Wenn Sie in Sorge sind, sprechen Sie mit einem Arzt oder Apotheker.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht unter 5 OC und über 25 OC lagern.
Im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach "verw. bis:" angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Flasche 4 Wochen nach dem Anbruch entsorgen. Nach jedem Gebrauch gut verschließen. Tropfspitze nicht verschließen.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.


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