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«Biodroxil 500 mg - Kapseln»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

BIODROXIL enthält Cefadroxil, ein Antibiotikum der Cefalosporingruppe mit bakterientötender Wirkung. Cefalosporine sind chemisch und in der Wirkung mit Penicillinen verwandt.

Anwendungsgebiete: BIODROXILeignet sich zur Behandlung von Infektionen mit Cefadroxil-empfindlichen Bakterien wie

  • Infektionen der oberen Atemwege (Rachenschleimhaut-, Mandelentzündung)
  • Infektionen der unteren Atemwege (Lunge und Bronchien)
  • Infektionen der Harnwege (Nierenbeckenentzündung, Blasenentzündung)
  • Infektionen der Haut und des Weichteilgewebes (Abszesse, Furunkel, Wundrose, eitrige Hautausschläge, Lymphknotenentzündung)

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

BIODROXIL darf nicht eingenommen werden,

  • wenn eine bekannte oder vermutete Überempfindlichkeit gegenüber Cefadroxil, einem anderen Cephalosporin oder einem der sonstigen Bestandteile besteht.
  • wenn schwere Reaktionen auf Penicilline oder andere Betalaktam-Präparate in der Vorgeschichte aufgetreten sind.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von BIODROXIL ist erforderlich,
wenn Sie

  • an anderen Krankheiten leiden,
  • Allergien haben oder
  • andere Medikamente (auch selbst gekaufte!) einnehmen. Informieren Sie Ihren Arzt.
  • Bei Patienten mit bekannten schweren Allergien oder Asthma ist besondere Vorsicht geboten.
  • Bei Patienten mit leichter bis mäßiger Überempfindlichkeit gegen Penicilline sollte Cefadroxil mit besonderer Vorsicht angewendet werden, da Kreuzallergien entstehen können (Häufigkeit 5 - 10%).
  • Eingeschränkte Nierenfunktion: Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist Vorsicht geboten (Anpassung der Dosierung entsprechend dem Grad der Nierenfunktionsstörung, siehe Abschnitt Dosierung).
  • Magen-Darmerkrankungen in der Vorgeschichte: Cefadroxil muss bei diesen Patienten mit Vorsicht angewendet werden. (Bei Durchfallerkrankungen oder bei wiederholtem Erbrechen kann Cefadroxil nicht vollständig aus dem Darm aufgenommen werden und verliert damit seine optimale Wirksamkeit.)
  • Allergische Reaktionen: Bei Auftreten von allergischen Reaktionen (Nesselsucht, Hautausschläge, Juckreiz, Abfallen des Blutdrucks und erhöhte Herzfrequenz, Atemprobleme, Kollaps) muss die Behandlung abgebrochen werden und sofort ein Arzt informiert werden, der geeignete Gegenmaßnahmen einleiten wird.
  • Langzeitbehandlung: Vor allem bei längerdauernder Anwendung sind häufige Kontrollen des Blutbildes sowie regelmäßige Leber- und Nierenfunktionstests zu empfehlen. Bei einer Langzeitbehandlung mit Cefadroxil können Infektionen mit Pilzen (z.B. Candida) auftreten.
  • Bei schweren und anhaltenden Durchfällen sollte an eine mit Antibiotikatherapie in Zusammenhang stehende Dickdarmentzündung (pseudomembranöse Colitis) gedacht werden. In diesem Fall muss Cefadroxil unverzüglich abgesetzt und ein Arzt informiert werden.
  • Das Ergebnis des Coombs-Tests kann während oder nach der Behandlung mit Cefadroxil vorübergehend positiv ausfallen.

Bitte melden Sie erste Anzeichen von Nebenwirkungen wie Hautausschläge, Juckreiz, Schwellungen, Kreislaufstörungen oder Durchfälle, sowie das Eintreten einer Schwangerschaft Ihrem Arzt, der über die weitere Behandlung entscheiden wird.

Auch wenn eine Besserung der Krankheitssymptome oder Beschwerdefreiheit eintritt, darf die Behandlung mit Cefadroxil keinesfalls ohne ärztliche Anweisung geändert oder abgebrochen werden, um eine erneute Verschlechterung bzw. das Wiederauftreten der Krankheit zu vermeiden.

Bitte melden Sie den Eintritt einer Schwangerschaft Ihrem Arzt.

Bei Einnahme von BIODROXIL mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht rezeptpflichtige Arzneimittel handelt.

Die gleichzeitige Einnahme von Cefadroxil mit bestimmenten Medikamenten könnten deren Nebenwirkungen verstärken oder Wirkungen verändern. Das gilt besonders für andere Antibiotika, Entwässerungsmittel und Medikamente zur Beeinflussung der Blutgerinnung. Wie bei anderen Antibiotika könnte Cefadroxil die Sicherheit der oralen Empfängnisverhütung ('Pille') herabsetzen.

Bei Auftreten von Durchfall kann die Aufnahme von Cefadroxil beeinträchtigt sein und daher zu einer Abschwächung der Wirksamkeit führen.

Während oder kurz nach der Behandlung mit Cefadroxil können verschiedene Labortests (wie z.B. Coombs-Test, ältere Harnzuckertests) falsch positiv ausfallen. Informieren Sie daher gegebenenfalls auch andere Ärzte, dass Sie derzeit mit einem Cefalosporin-Antibiotikum behandelt werden.

Bei Einnahme von BIODROXIL zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Die Wirkung von Cefadroxil wird durch die Nahrungsaufnahme nicht beeinträchtigt. BIODROXIL kann daher zu den Mahlzeiten oder auf leeren Magen genommen werden. Bei Magen-Darmstörungen kann das Arzneimittel zusammen mit einer Mahlzeit verabreicht werden. Die Kapseln sind unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit einzunehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, falls Sie schwanger sind, stillen oder eine Schwangerschaft planen. BIODROXIL tritt in geringen Mengen in die Muttermilch über, was beim Säugling zu Sensibilisierung, Durchfall oder Besiedelung der Schleimhaut mit Pilzen führen kann.
BIODROXIL sollte daher nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt eingenommen werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

BIODROXIL kann Kopfschmerzen, Schwindel, Nervosität, Schlaflosigkeit und Erschöpfung verursachen; daher dann es zu Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen kommen (siehe auch "Nebenwirkungen").

Wie wird es angewendet?

Die Dosierung richtet sich nach der Empfindlichkeit der Erreger, dem Schweregrad der Erkrankung und dem klinischen Status des Patienten (Nieren- und Leberfunktion).

Nehmen Sie BIODROXIL immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann BIODROXIL Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

BIODROXIL wird im Allgemeinen gut vertragen.
Unerwünschte Reaktionen auf das Arzneimittel treten bei etwa 6% bis 7% der behandelten Patienten auf.

Infektionen und parasitäre Erkrankungen Gelegentlich (>1/1000, <1/100) <br />Gelegentlich können Symptome durch das Wachstum anderer Keime (Pilze) auftreten (z.B. Vaginalmykosen, Mundsoor etc.).

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Selten (>1/10 000, <1/1000) <br />Veränderungen des Blutbildes bei verlängerter Anwendung, welche nach Absetzen der Behandlung wieder verschwinden.
Sehr selten (<1/10 000) einschließlich Einzelfälle <br />Zersetzung der roten Blutkörperchen mit Gelbsucht (hämolytische Anämie).

Erkrankungen des Immunsystems Selten (>1/10 000, <1/1000) <br />Serumkrankheit-artige Reaktionen.
Sehr selten (<1/10 000) einschließlich Einzelfälle <br />Unmittelbare allergische Reaktion (anaphylaktischer Schock).

Erkrankungen des Nervensystems Sehr selten (<1/10 000) einschließlich Einzelfälle <br />Kopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit, Nervosität.

Erkrankungen des Magen-Darmtrakts Häufig (>1/100, <1/10) <br />Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verdauungsstörungen, Bauchschmerzen, Entzündungen der Zungenschleimhaut.
Sehr selten (<1/10 000) einschließlich Einzelfälle <br />Es wurden einzelne Fälle einer Dickdarmentzündung (pseudomembranöse Colitis) berichtet.

Leber- und Gallenerkrankungen Selten (>1/10 000, <1/1000) <br />Es wurde über Fälle von Gallestauung und Leberversagen berichtet.
Geringfügiger Anstieg bestimmter Leberwerte.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Häufig (>1/100, <1/10) <br />Juckreiz, Ausschlag, allergisches Exanthem, Nesselsucht.
Selten (>1/10 000, <1/1000) <br />Haut- und Schleimhautschwellungen (Angioneurotisches Ödem).
Sehr selten (<1/10 000) einschließlich Einzelfälle <br />Es wurden einzelne Fälle von schweren allergisch bedingten Hauterkrankungen (Stevens-Johnson-Syndrom und Erythema multiforme) berichtet.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebes- und Knochenerkrankungen Selten (>1/10 000, <1/1000) <br />Gelenksschmerzen.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege Selten (>1/10 000, <1/1000) <br />Nierenentzündung.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Selten (>1/10 000, <1/1000) <br />Arzneimittelfieber.
Sehr selten (<1/10 000) einschließlich Einzelfälle <br />Ermüdung.

Untersuchungen Sehr selten (<1/10 000) einschließlich Einzelfälle <br />Verfälschung bestimmter Labortests (Coombs-Test).

Bitte kontaktieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Nebenwirkungen beobachten, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angeführt sind, oder wenn Ihnen die in der Gebrauchsinformation angeführten Nebenwirkungen Beschwerden verursachen.

In Zweifelsfällen - vor allem bei einer Verschlechterung des Allgemeinzustandes - ist das Medikament abzusetzen und sofort der Arzt zu verständigen.

Wie soll es aufbewahrt werden?

In der Außenverpackung aufbewahren.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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