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«Bisoprolol AL 10 mg Filmtabletten»

Bisoprolol AL 10 mg Filmtabletten


Was ist es und wofür wird es verwendet?

WAS SIND BISOPROLOL AL 10 MG FILMTABLETTTEN UND WOFÜR WERDEN SIE ANGEWENDET?
Bisoprolol AL 10 mg Filmtabletten ist ein herzspezifischer Betarezeptorenblocker.
von:
ALIUD Pharma GmbH & Co. KG,
Gottlieb-Daimler-Straße 19,
89150 Laichingen
Internet: www.aliud.de
E-mail: Info@aliud.de
Bisoprolol AL 10 mg Filmtabletten werden angewendet
zur Behandlung von Bluthochdruck und zur Behandlung von chronisch stabiler Angina pectoris (koronare Herzkrankheit, Herzschmerzen auf Grund von Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

WAS MÜSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON BISOPROLOL AL 10 MG FILMTABLETTEN BEACHTEN?
Bisoprolol AL 10 mg Filmtabletten dürfen nicht eingenommen werden
wenn sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Bisoprolol oder einem der sonstigen Bestandteile von Bisoprolol AL 10 mg Filmtabletten sind.
bei akuter Herzmuskelschwäche oder bei einer Verschlechterung der Herzmuskelschwäche (Dekompensation), die eine intravenöse Therapie mit die Herzkraft stärkenden Arzneimitteln erfordert.
bei einem Schock, der durch Störungen der Herzfunktion ausgelöst wurde (kardiogenem Schock).
bei einer Störung in der Erregungsleitung von den Herzvorhöfen auf die Herzkammern (atrioventrikulärer Block 2. oder 3. Grades) ohne Herzschrittmacher.
bei Syndrom des kranken Sinusknotens (bestimmte Herzrhythmusstörungen) (Sick-Sinus-Syndrom).
bei Erregungsleitungsstörungen zwischen Sinusknoten und Herzvorhof (sinuatrialer Block).
bei verlangsamter Herzschlagfolge Pulsschlag unter 50 Schlägen pro Minute vor der Behandlung (Bradykardie).
bei niedrigem Blutdruck (Hypotonie, systolischer Blutdruck kleiner als 100 mm Hg).
bei schwerem Asthma bronchiale oder Neigung zu Bronchialverkrampfung (schwerer, chronisch obstruktiver Atemwegserkrankung).
bei Spätstadien einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit oder Gefäßkrämpfen im Bereich der Finger und Zehen (Raynaud Syndrom).
bei stoffwechselbedingter Übersäuerung des Blutes (metabolische Azidose).
bei unbehandeltem Phäochromozytom (seltener Tumor, meist vom Nebennierenmark ausgehend) siehe auch “Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Bisoprolol AL 10 mg Filmtabletten ist erforderlich.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Bisoprolol AL 10 mg Filmtabletten ist erforderlich
- bei Herzinsuffizienz: Bei Behandlung der chronischen Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) werden andere Bisoprolol-haltige Arzneimittel angewendet. Die Anwendung von Beta-Blockern bei dieser Indikation muss sehr vorsichtig und mit einer langsamen Erhöhung der Dosis um kleinste Mengen begonnen werden, bis sich die gewünschte Wirkung einstellt. Mit Bisoprolol AL 10 mg Filmtabletten sind nicht alle Dosiserhöhungen während dieser Titrationsphase möglich. Dieses Arzneimittel darf deshalb nicht zur Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz eingesetzt werden.
- bei einer Kombinationsbehandlung mit Amiodaron-haltigen Arzneimitteln: Auf Grund des Risikos von bestimmten Störungen der Herzfunktion (z.B. Überleitungsstörungen), kann eine Kombination mit Amiodaron nicht empfohlen werden.
- bei Bronchialverkrampfung (Bronchospasmen): Bei Asthma bronchiale oder anderen chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen, die Symptome verursachen können, ist gleichzeitig eine die Atemwege erweiternde Therapie durchzuführen. Wenn Sie unter Asthma leiden kann es gelegentlich zu einer Zunahme des Atemwegswiderstandes kommen. Die Dosis des Asthmatherapeutikums (z.B. Beta-2-Stimulanzien) ist möglicherweise zu erhöhen. Es wird empfohlen, vor Behandlungsbeginn einen Lungenfunktionstest durchzuführen.
bei gleichzeitiger Behandlung mit bestimmten Narkosemitteln (Inhalationsästhetika) (siehe auch 2.3 ”Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln).
bei Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) mit starken Schwankungen der Blutzuckerwerte. Bisoprolol kann die Symptome eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels überdecken. Die Blutzuckerwerte sind während der Behandlung mit Bisoprolol zu überwachen.
bei Schilddrüsenüberfunktion; durch Bisoprolol können die Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion überdeckt werden.
bei Patienten mit Lebererkrankungen.
bei strengem Fasten.
während einer Hyposensibilisierungstherapie. Genauso wie andere Beta-Blocker kann Bisoprolol sowohl die Empfindlichkeit für Allergene als auch die Schwere akuter allergischer Reaktionen steigern. Eine Behandlung mit Adrenalin zeigt nicht immer die gewünschte therapeutische Wirkung.
bei geringgradigen Erregungsleitungsstörungen von den Herzvorhöfen auf die Herzkammern (AV-Block . Grades).
bei Prinzmetal-Angina: Beta-Blocker können die Anzahl und Dauer von Angina-pectoris-Anfällen bei Patienten mit Prinzmetal-Angina erhöhen. Die Anwendung von Beta-1-selektiven Adrenorezeptorblockern ist bei schwach ausgeprägten Formen und nur in Kombination mit gefäßerweiternden Arzneimitteln möglich.
bei peripheren Durchblutungsstörungen wie Raynaud-Syndrom und Claudicatio intermittens. Insbesondere bei Behandlungsbeginn kann es zu einer Verstärkung der Beschwerden kommen.
Bisoprolol sollte mit Vorsicht bei Patienten angewendet werden, die vor der Behandlung eine verlangsamte Herzschlagfolge (Bradykardie) von Schlägen pro Minute haben.
bei Phäochromozytom (seltener Tumor, meist vom Nebennierenmark ausgehend) dürfen Bisoprolol AL 10 mg Filmtabletten erst nach Behandlung mit Alpharezeptorenblockern angewendet werden.
bei Schuppenflechte (Psoriasis) in der persönlichen oder familiären Vorgeschichte oder bestehender Schuppenflechte dürfen Bisoprolol AL 10 mg Filmtabletten nur nach sorgfältiger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses angewendet werden.
Der Beginn der Behandlung mit Bisoprolol AL 10 mg Filmtabletten erfordert eine regelmäßige Überwachung, besonders bei der Behandlung älterer Patienten.
Die Behandlung mit Bisoprolol AL 10 mg Filmtabletten darf nicht abrupt abgebrochen werden, auer es ist zwingend erforderlich. Wenn die Behandlung abrupt abgebrochen wird, besteht bei Patienten mit ischmischen Herzerkrankungen das Risiko eines Herzinfarktes und des plötzlichen Todes (weitere Informationen siehe “Wie sind Bisoprolol AL 10 mg Filmtabletten einzunehmen?”).
Dieses Arzneimittel enthält einen Wirkstoff, der bei Dopingkontrollen ein positives Ergebnis ergibt.
Kinder unter 12 Jahren und Jugendliche
Auf Grund mangelnder Erfahrung bei Kindern und Jugendlichen kann eine Anwendung von Bisoprolol nicht empfohlen werden.
Ältere Menschen
Der Beginn der Behandlung mit Bisoprolol AL 10 mg Filmtabletten erfordert eine regelmäßige Überwachung insbesondere älterer Patienten.
Normalerweise ist eine Dosisanpassung nicht erforderlich. Es wird empfohlen, mit der niedrigsten möglichen Dosierung zu beginnen.
Schwangerschaft
Bisoprolol hat Eigenschaften, die schädliche Auswirkungen auf die Schwangerschaft und/oder den Feten/das Neugeborene haben können. Da Beta-Blocker im Allgemeinen die Plazentadurchblutung vermindern, kann es zu Wachstumsverzögerung, intrauterinem Tod, Fehl- oder Frühgeburt kommen. Beim Feten und beim Neugeborenen können unerwünschte Wirkungen (z.B. Unterzuckerung, verlangsamte Herzschlagfolge) vorkommen.
Bisoprolol AL 10 mg Filmtabletten sollten während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der Arzt entschieden hat, dass der Nutzen für die Schwangere deutlich höher ist als die möglichen Risiken für das Kind.
Das Neugeborene muss in den ersten Stunden nach der Entbindung sorgfältig überwacht werden.
Wenn Sie eine Schwangerschaft planen oder vermuten, dass Sie schwanger sind, nehmen Sie bitte Kontakt mit Ihrem Arzt auf.
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob Bisoprolol in die Muttermilch übergeht. Daher sollten Sie während der Einnahme von Bisoprolol AL 10 mg Filmtabletten nicht stillen. Gegebenenfalls sollten Sie abstillen.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
In einer Studie mit Patienten mit koronarer Herzkrankheit schränkte Bisoprolol die Fahrtüchtigkeit nicht ein.
Da die Reaktionen auf das Arzneimittel individuell unterschiedlich sein können, können jedoch die Verkehrstüchtigkeit und die ähigkeit Maschinen zu bedienen eingeschränkt werden. Dies sollte besonders zu Beginn der Behandlung, bei Änderung der Dosierung, bei Präparatewechsel und im Zusammenwirken mit Alkohol beachtet werden.

Wie wird es angewendet?

WIE SIND BISOPROLOL AL 10 MG FILMTABLETTEN EINZUNEHMEN?
Nehmen Sie Bisoprolol AL 10 mg Filmtabletten immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Art der Anwendung
Zum Einnehmen.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Die Dosierung wird individuell vom Arzt festgelegt. Es wird empfohlen mit der niedrigsten möglichen Dosierung zu beginnen. Bei manchen Patienten können 5 mg täglich ausreichen. Die übliche Dosis beträgt einmal täglich 10 mg (entsprechend 1 Filmtablette Bisoprolol AL 10 mg). Die empfohlene Höchstdosis ist 20 mg pro Tag (entsprechend 2 Filmtabletten Bisoprolol AL 10 mg).
Die Behandlung mit Bisoprolol ist üblicherweise eine Langzeitbehandlung.
Die Dauer der Behandlung wird von Ihrem Arzt bestimmt.
Die Filmtabletten sollten morgens unzerkaut mit Flüssigkeit eingenommen werden.
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion:
Bei Patienten mit einer stark eingeschränkten Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 20 ml/min) darf eine Tagesdosis von 10 mg (entsprechend 1 Filmtablette Bisoprolol AL 10 mg) einmal täglich nicht überschritten werden. Die Dosis kann eventuell in 2 Einzeldosen aufgeteilt werden.
Bisher vorliegende Daten deuten darauf hin, dass Bisoprolol nicht dialysierbar ist. Dialysepatienten benötigen daher nach der Dialyse keine Ergänzungsdosis.
Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion:
Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich. Eine sorgfältige Überwachung wird jedoch empfohlen.
Ältere Patienten:
Normalerweise ist eine Dosisanpassung nicht erforderlich. Es wird empfohlen mit der niedrigsten möglichen Dosierung zu beginnen.
Kinder unter 12 Jahren und Jugendliche:
Auf Grund mangelnder Erfahrung mit Bisoprolol bei Kindern und Jugendlichen kann eine Anwendung nicht empfohlen werden.
Beenden der Behandlung:
Die Behandlung darf - besonders bei Patienten mit ischämischer Herzkrankheit - nicht abrupt beendet werden (siehe auch “Auswirkungen, wenn die Behandlung mit Bisoprolol AL 10 mg Filmtabletten abgebrochen wird”). Die Dosierung sollte langsam reduziert werden, indem die Dosis wöchentlich halbiert wird.
Wenn Sie eine größere Menge Bisoprolol AL 10 mg Filmtabletten eingenommen haben, als Sie sollten
Die häufigsten Symptome bei einer Überdosierung mit Bisoprolol sind verminderte Herzschlagfolge, Blutdruckabfall, akute Herzmuskelschwäche, Reizleitungsstörungen, Bronchialkrämpfe und Unterzuckerung.
Bei Verdacht auf eine Überdosierung verständigen Sie sofort einen Arzt/Notarzt, damit dieser über das weitere Vorgehen entscheiden kann!
Wenn Sie die Einnahme von Bisoprolol AL 10 mg Filmtabletten vergessen haben
Sollten Sie einmal die Einnahme von Bisoprolol AL 10 mg Filmtabletten vergessen haben, nehmen Sie beim nächsten Mal nicht die doppelte Dosis ein, sondern fahren Sie in der Dosierung fort, wie sie vom Arzt verordnet wurde.
Auswirkungen, wenn die Behandlung mit Bisoprolol AL 10 mg Filmtabletten abgebrochen wird
Eine Unterbrechung oder Änderung der Behandlung darf nur auf ärztliche Anweisung erfolgen.
Die Behandlung mit Bisoprolol AL 10 mg Filmtabletten darf außer in begründeten ällen nicht abrupt beendet werden! Wenn die Behandlung plötzlich eingestellt wird, besteht bei Patienten mit ischämischer Herzkrankheit das Risiko für Herzinfarkt und einen plötzlichen Tod.
Die Einnahme sollte langsam verringert werden, indem die Dosis in wöchentlichen Schritten halbiert wird.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Kontraindizierte Kombinationen:
Floctafenin (schmerz- und entzündungshemmendes Arzneimittel): Floctafenin kann einen niedrigen Blutdruck verursachen und einen Schock auslösen. Beta-Blocker können den ausgleichenden Herz- und Gefäßreaktionen entgegenwirken.
Sultoprid (Neuroleptikum zur Behandlung von psychischen Erkrankungen): Bisoprolol darf nicht gleichzeitig mit Sultoprid eingenommen werden, da ein erhöhtes Risiko von bestimmten Herzrhythmusstörungen (ventrikulären Arrhythmien) besteht.
Kombinationen, die nicht empfohlen werden:
Calciumantagonisten (blutdrucksenkende Arzneimittel wie Verapamil, Diltiazem, Bepridil): Herabsetzung der Kontraktionskraft des Herzmuskels, verzögerte Erregungsleitung von den Herzvorhöfen auf die Herzkammern, verstärkte Blutdrucksenkung.
Clonidin (blutdrucksenkendes Arzneimittel mit zentralnervösem Angriffspunkt):
Erhöhtes Risiko eines verstärkt auftretenden Bluthochdrucks (Rebound-Hypertonie), übermäßige Verringerung der Herzfrequenz sowie Verzögerung der Erregungsleitung.
Monoaminoxidase-Hemmer, außer MAO-B-Hemmer (z.B. Arzneimittel gegen krankhaft traurige Verstimmung/Depressionen: Verstärkung der blutdrucksenkenden Wirkung des Beta-Blockers, aber auch Risiko einer Bluthochdruckkrise (hypertensiven Krise).
Kombinationen, die mit Vorsicht anzuwenden sind:
Klasse-I-Antiarrhythmika (Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen, z.B. Disopyramid, Chinidin): Mögliche Verstärkung der Wirkung auf atriale Überleitungszeit (Zeitdauer bei der Erregungsweiterleitung in einem bestimmten Teil des Herzens) und mögliche Verstärkung der Herabsetzung der Kontraktionskraft des Herzmuskels (strenge klinische und EKG-Überwachung ist erforderlich).
Klasse-III-Antiarrhythmika (bestimmte Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen, z.B. Amiodaron): Mögliche Verstärkung der Wirkung auf atriale Überleitungszeit (siehe oben).
Calciumantagonisten, Dihydropyridin-Derivate wie Nifedipin (blutdrucksenkende Arzneimittel): Erhöhtes Risiko einer Blutdrucksenkung. Bei Patienten mit latenter Herzmuskelschwäche kann die gleichzeitige Anwendung von Beta-Blockern zu Herzmuskelschwäche führen.
Parasympathomimetika (Substanzen mit erregender Wirkung auf den Parasympathikus, einschließlich Tacrin und Galantamin): Mögliche Verlängerung der Erregungsleitung von den Herzvorhöfen auf die Herzkammern.
Andere Beta-Blocker, auch wenn sie in Augentropfen enthalten sind, üben zusätzliche Wirkungen aus.
Insulin und orale Antidiabetika (z.B. Tabletten gegen Zuckerkrankheit): Verstärkung der blutzuckersenkenden Wirkung: Blockade der Beta-Adrenozeptoren kann die Zeichen einer Verminderung des Blutzuckerspiegels (z.B. schneller Puls) verschleiern.
Narkosemittel:
Erhöhtes Risiko einer Blutdrucksenkung. Gegenregulationsmechanismen, z.B. Anstieg der Herzfrequenz (Reflextachykardie) können beeinträchtigt sein. Eine Fortsetzung der Betablockade verringert das Risiko für Rhythmusstörungen während der Narkoseeinleitung und Intubation. Sie sollten den Narkosearzt über die Behandlung mit Bisoprolol informieren.
Digitalisglykoside (so genanntes Herzglykosid, z.B. zur Anwendung bei Herzinsuffizienz): Verlangsamung der Herzfrequenz, Verlängerung der Erregungsleitung von den Herzvorhöfen auf die Herzkammern.
Ergotaminderivate (Arzneimittel zur Migränebehandlung): Verstärkung peripherer Durchblutungsstörungen.
Sympathomimetika (z.B. Adrenalin, Ephedrin): Die Kombination mit Bisoprolol kann zu einer Wirkungsabschwächung beider Arzneimittel führen. Eine Bluthochdruck-Krise oder eine ausgeprägte Verlangsamung der Herzfrequenz (Bradykardie) können auftreten. Bei der Behandlung allergischer Reaktionen kann eine erhöhte Dosierung von Adrenalin (Epinephrin) erforderlich sein.
Tricyclische Antidepressiva (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen), Barbiturate (bestimmte Narkosemittel), Phenothiazine (Neuroleptika oder Antihistaminika) sowie andere blutdrucksenkende Arzneimittel: verstärkte blutdrucksenkende Wirkung.
Baclofen (zentrales Muskelrelaxanz, z.B. bei Muskelkrämpfen): verstärkte blutdrucksenkende Wirkung.
Jodhaltige Kontrastmittel: Beta-Blocker können die ausgleichenden Gefäßreaktionen des Körpers bei einer gegebenenfalls durch jodhaltige Kontrastmittel ausgelösten Blutdrucksenkung oder Schock verhindern.
Weitere Kombinationen, die zu beachten sind:
Mefloquin (Arzneimittel gegen Malaria): Erhöhtes Risiko einer langsamen Herzfrequenz (Bradykardie).
Kortikosteroide (so genannte Kortisonpräparate): Verminderung der blutdrucksenkenden Wirkung.
Bestimmte schmerz- und entzündungshemmende Arzneimittel, z.B. Acetylsalicylsäure: Verminderung der blutdrucksenkenden Wirkung.
Rifampicin (Arzneimittel zur Behandlung der Tuberkulose): Geringfügige Verkürzung der Wirkdauer von Bisoprolol auf Grund einer Induktion arzneimittelabbauender Enzyme in der Leber. Eine Dosisanpassung von Bisoprolol ist normalerweise nicht erforderlich.
Bitte beachten Sie, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.
WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?
Wie alle Arzneimittel können Bisoprolol AL 10 mg Filmtabletten Nebenwirkungen haben.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als
Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als
Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als

Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
1 von 100 Behandelten
1 von 1000 Behandelten
1 von 10 000 Behandelten
Sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle

Nebenwirkungen
Die angegebenen Nebenwirkungen werden im Allgemeinen mit den Eigenschaften von Beta-Blockern in Verbindung gebracht.
Kreislauf
Häufig: Kältegefühl oder Taubheitsgefühl an den Extremitäten, Raynaud-Syndrom, Verschlimmerung einer bereits bestehenden Claudicatio intermittens (zeitweise auftretendes Hinken, bedingt durch Schmerzen wegen Durchblutungsstörungen meist an den Waden).
Gelegentlich: verlangsamte Herzschlagfolge (Bradykardie), Störungen der Reizleitung im Herzen (verzögerte AV-Erregungsleitung oder Verschlechterung eines bestehenden AV-Blocks), Verschlechterung einer Herzschwäche, niedriger Blutdruck bei Lagewechsel z.B. vom Liegen oder Sitzen zum Stehen (orthostatische Hypotonie).
Zentrales Nervensystem
Häufig: Müdigkeit, Erschöpfung, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen (insbesondere zu Beginn der Behandlung; diese Erscheinungen sind gewöhnlich leichterer Art und verschwinden oft innerhalb von 1 bis 2 Wochen) und Schwindel.
Gelegentlich: Schlafstörungen, Depressionen.
Selten: Alpträume, Halluzinationen.
Magen-Darm-Trakt
Häufig: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen (abdominale Schmerzen) und Verstopfung.
Atemwege
Gelegentlich: Bronchialverkrampfung (Bronchospasmen) bei Patienten mit Asthma bronchiale oder die Atemwege verengende (obstruktive) Atemwegserkrankungen in der Vorgeschichte.
Haut
Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen (Juckreiz, Gesichtsröte, Ausschlag).
Sehr selten: Betarezeptorenblocker können Schuppenflechte (Psoriasis) hervorrufen oder verschlimmern oder können Schuppenflecht-artige Hautausschläge hervorrufen; vermehrter Haarausfall (Alopezie).
Leber
Selten: erhöhte Leberenzymwerte (ALT, AST), Leberentzündung (Hepatitis).
Stoffwechsel
Selten: erhöhte Blutfettwerte, erniedrigter Blutzuckerspiegel.
Urogenitalsystem
Selten: Potenzstörungen.
Hals-Nase-Ohren
Selten: Hörstörungen, allergischer Schnupfen.
Augen
Selten: verringerter Tränenfluss (wichtig, wenn Sie Kontaktlinsen tragen).
Sehr selten: Bindehautentzündung.
Biologische Störungen
Selten: Auftreten von bestimmten (antinukleären) Antikörpern mit außergewöhnlichen Symptomen (wie Lupus-Syndrom), die nach Beendigung der Behandlung verschwinden.
Allgemein
Gelegentlich: Muskelschwäche und Krämpfe, Erkrankungen der Gelenke (Arthropathie).
Gegenmaßnahmen
Sollten bei Ihnen Nebenwirkungen auftreten, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt über die weitere Behandlung.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel, dem Aluminium-Beutel und der Blisterpackung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Nicht über 25C lagern.
In der Originalverpackung (Faltschachtel) aufbewahren.
Stand der Information:
September 2005

Zusätzliche Informationen

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Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben
Gebrauchsinformation
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung des Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen für Sie.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben und darf nicht an Dritte weitergegeben werden. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dasselbe Krankheitsbild haben wie Sie.
Die Packungsbeilage beinhaltet:
Bisoprolol AL 10 mg Filmtabletten
Wirkstoff: Bisoprololhemifumarat 10 mg pro Filmtablette
Der arzneilich wirksame Bestandteil ist Bisoprololhemifumarat.
1 Filmtablette enthält 10 mg Bisoprololhemifumarat (entsprechend 8,49 mg Bisoprolol).
Die sonstigen Bestandteile sind:
Calciumhydrogenphosphat, mikrokristalline Cellulose, vorverkleisterte Stärke (aus Mais), Crospovidon, hochdisperses Siliziumdioxid, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Hypromellose, Macrogol 400, Titandioxid (E171), Eisen(III)-hydroxid-oxid (E172), Eisen(III)-oxid (E172).
Bisoprolol AL 10 mg Filmtabletten sind in Packungen mit 30 (N 1), 50 (N 2) und 100 (N 3) Filmtabletten erhältlich.


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