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«Bleomedac»

Bleomedac


Was ist es und wofür wird es verwendet?

- Hodentumoren (Nicht-Seminom und Seminom)
- Frühstadium des Hodgkin-Lymphoms (Stadium I-II) bei schlechter Prognose, fortgeschrittenes Hodgkin-Lymphom (Stadium III-IV)
- Non-Hodgkin-Lymphome von intermediärem oder hohem Malignitätsgrad im Erwachsenenalter
- Palliative intrapleurale Therapie maligner Pleuraergüsse.
Bleomycinsulfat wird bei diesen Erkrankungen üblicherweise in Kombination mit anderen Zytostatika verwendet.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Bleomedac® darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Bleomycinsulfat oder einen der sonstigen Bestandteile von Bleomedac® sind.
- bei durch Bleomycin verursachter Lungenschädigung in der Vorgeschichte
- in der Stillzeit
Im Folgenden wird beschrieben, wann Bleomedac® nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden darf (relative Kontraindikationen). Die Entscheidung hierüber trifft der behandelnde Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben früher einmal zutrafen.
Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt bei folgenden relativen Kontraindikationen:
- Vorbestrahlung der Lunge oder des Mittelfellraums (Mediastinum)
Bei vorausgegangener Bestrahlung des Mediastinums oder einzelner Lungenabschnitte ist das Risiko einer Lungenschädigung (pulmonale Toxizität) erhöht.
- Restriktive oder obstruktive Lungenventilationsstörungen bzw. Lungenerkrankungen
- Nierenfunktionsstörungen (Niereninsuffizienz)
Bei eingeschränkter Nierenfunktion (Niereninsuffizienz) muss eine Dosisreduktion vorgenommen werden.
- Leberfunktionsstörungen
- Schlechter Allgemeinzustand
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Bleomedac® ist erforderlich
Bei Behandlung mit Bleomedac® sollten Sie empfängnisverhütende Maßnahmen ergreifen. Bleomedac® kann Ihr Erbgut schädigen. Männern, die mit Bleomedac® behandelt werden, wird empfohlen, während der Behandlung und bis zu 6 Monate danach kein Kind zu zeugen. Vor Therapiebeginn sollten Sie sich wegen der Möglichkeit einer dauerhaften Unfruchtbarkeit durch die Therapie mit Bleomedac® über eine Spermakonservierung beraten lassen.
Frauen sollten während der Behandlung nicht schwanger werden.
Bei Bleomycin handelt es sich um eine mutagene, potenziell karzinogene Substanz. Haut- und Schleimhautkontakte sind zu vermeiden. Bei Zubereitung und Applikation sind die Sicherheitsmaßnahmen für gefährliche Stoffe einzuhalten. Die Zubereitung muss mit Schutzhandschuhen, Mundschutz und Schutzkleidung durch hierfür ausgebildetes Personal erfolgen.
Die Anwendung darf nur bei strenger Indikationsstellung und laufender Kontrolle der Lungen- und Nierenfunktion und nur von Ärzten erfolgen, die mit dieser Therapie nachweislich Erfahrung haben.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft
Bleomedac® kann erbgutschädigend wirken und die Entwicklung ihres ungeborenen Kindes beeinträchtigen. Sie dürfen Bleomedac® daher nicht in der Schwangerschaft anwenden. Hält ein Arzt die Anwendung während der Schwangerschaft unbedingt für notwendig, so sollten Sie über das mit der Behandlung verbundene Risiko von schädigenden Wirkungen für Ihr Kind durch eine medizinische Beratung informiert werden.
Sollten Sie während der Behandlung mit Bleomedac® schwanger werden, so informieren Sie umgehend ihren Arzt und nutzen Sie die Möglichkeit einer genetischen Beratung.
Stillzeit
In der Stillzeit dürfen Sie Bleomedac® nicht anwenden.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
Bleomedac® kann durch Erzeugung von Übelkeit und Erbrechen indirekt zu einer Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit oder der Bedienbarkeit von Maschinen führen.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Bleomedac anzuwenden?
Die Anwendungsvorschriften sind exakt einzuhalten, da Bleomedac® sonst nicht richtig wirken kann!
Wie viel und wie oft sollte Bleomedac® angewendet werden?
Besonderer Hinweis:
Eine intravenöse oder intramuskuläre Testdosis von 1 mg Bleomycin, gefolgt von einer vierstündigen Beobachtungszeit, sollte vor jeder Erstapplikation erfolgen.
Die Dosierung sollte stets individuell erfolgen. Es gelten folgende Dosierungsempfehlungen:
Hodentumoren
Bei Erwachsenen wird Bleomycin im Rahmen des PEB-Protokolls (PEB: Cisplatin, Etoposid, Bleomycin) als i.v.-Bolus in einer Dosis von 30 mg an den Tagen 1, 8 und 15 eines Therapiezyklus für insgesamt 3 - 4 Zyklen angewendet.
Bei Kindern (ab einem Lebensalter von 2 Jahren) wird Bleomycin im Rahmen des PEB- oder PVB-Protokolls (PVB: Cisplatin, Vinblastin, Bleomycin) als intravenöse 24-h-Infusion in einer Dosis von 15 mg/m2 Körperoberfläche an den Tagen 1 - 3 eines Therapiezyklus für insgesamt 3 - 4 Zyklen angewendet.
Frühstadium des Hodgkin-Lymphoms (Stadium I-II) bei schlechter Prognose,
fortgeschrittenes Hodgkin-Lymphom (Stadium III-IV)
Bleomycin wird im Rahmen des ABVD- und MOPP/ABVD-Protokolls (ABVD: Doxorubicin, Bleomycin, Vinblastin, Dacarbazin) in Einzeldosen von 10 mg/m KOF intravenös angewendet.
Bei Kindern wird Bleomycin im Rahmen des ABVD-Schemas in einer Einzeldosierung von 10 mg/m2 intravenös angewendet.
Die Anzahl der Therapiezyklen ist abhängig vom Krankheitsstadium und dem verwendeten Therapieprotokoll (s. Fachliteratur).
Non-Hodgkin-Lymphome von intermediärem oder hohem Malignitätsgrad im Erwachsenenalter
Bleomycin wird im Rahmen des ProMACE-CytaBOM-Protokolls (Prednison, Doxorubicin, Cyclophosphamid, Etoposid, Cytarabin, Bleomycin, Vincristin, Methotrexat, Calciumfolinat) in Einzeldosen von 5 mg/m KOF intravenös angewendet.
Hinweis:
Bei Lymphompatienten ist besondere Vorsicht angezeigt. Es wurden bei ca. 1 % dieser Patienten schwere idiosynkratische Reaktionen beobachtet. Diese schweren, z. T. verzögert auftretenden Überempfindlichkeitsreaktionen (Anaphylaxien) können mit sehr heftig verlaufenden Fieberanfällen mit Todesfolge einhergehen. Es wird daher bei erstmaliger Anwendung von Bleomycinsulfat eine intravenöse Testdosis von 1 mg Bleomycin, gefolgt von einer vierstündigen Beobachtungszeit, empfohlen.
Palliative intrapleurale Therapie maligner Pleuraergüsse
Bleomycin-Monotherapie in Einzeldosen bis zu 60 mg intrapleural. Einzelheiten sind der Fachliteratur zu entnehmen.
Dosierung bei älteren Patienten
Empfehlungen zur Dosisanpassung können nicht gegeben werden (zur kumulativen Gesamtdosis s. Abschnitt „Nebenwirkungen/Nebenwirkungen an den Atmungsorganen“).
Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion
Bei eingeschränkter Nierenfunktion, insbesondere bei einer Kreatinin-Clearance < 25 - 35 ml/min, ist die Ausscheidung von Bleomycin verzögert. Gegenwärtig können keine gesicherten Empfehlungen zur Dosisreduktion bei dieser Patientengruppe gegeben werden.
Dosierung bei eingeschränkter Leberfunktion
Zur Unbedenklichkeit von Bleomycin bei stark eingeschränkter Leberfunktion liegen keine Untersuchungen vor.
Wie und wann sollte Bleomedac® angewendet werden?
Bleomycin liegt als Lyophilisat vor. Vor der Anwendung ist Bleomycin aufzulösen. Zum Auflösen der Trockensubstanz ist ausschließlich isotonische Natriumchloridlösung zu verwenden.
Bleomycin ist intravenös, intramuskulär und intrapleural anwendbar.
Intravenöse Injektion
Die erforderliche Dosis in 5 bis 200 ml isotonischer Natriumchloridlösung lösen und langsam applizieren oder einer kontinuierlichen Infusion hinzufügen.
Intramuskuläre Injektion
Die erforderliche Dosis in bis zu 5 ml isotonischer Natriumchloridlösung lösen.
Intrapleurale Injektion
60 mg (entspr. 4 Injektionsflaschen 15 mg bzw. entspr. 2 Injektionsflaschen 30 mg) in 100 ml Natriumchloridlösung auflösen.
Die Art der Anwendung sowie die zwischen den einzelnen Behandlungszyklen einzuhaltenden Intervalle ergeben sich aus den jeweiligen Therapieprotokollen.
Eine kumulative Gesamtdosis von 400 mg sollte jedoch wegen des erhöhten Risikos von Lungenschäden vermieden werden.
Hinweis:
Das Arzneimittel darf nicht in Mischspritzen verwendet werden.
Wie lange sollte Bleomedac® angewendet werden?
Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt unter Berücksichtigung der jeweiligen, individuellen Gesamtsituation.
Wenn eine größere Menge Bleomedac® angewendet wurde als in der Packungsbeilage beschrieben
Bei Überdosierung muss mit verstärkten Nebenwirkungen von seiten der Haut und der Lunge gerechnet werden. Die Therapie ist sofort abzubrechen.
Spezifische Maßnahmen zur Behandlung einer Überdosierung sind nicht gesichert. Eine sorgfältige Überwachung der Lungenfunktion sowie der hämatologischen Parameter ist erforderlich.
Die Behandlung der Überdosierung schließt allgemeine unterstützende Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Überbrückung einer möglicherweise toxischen Phase ein. Ein Antidot ist nicht bekannt. Bleomycin ist nicht dialysierbar.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Bleomedac® mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Bei vorausgegangener oder simultan durchgeführter Radiotherapie der Lunge, obstruktiven und restriktiven Lungenerkrankungen und bei Kombination mit anderen lungentoxischen Zytostatika (z. B. Mitomycin C) muss mit einer verstärkten pulmonalen Toxizität gerechnet werden.
Durch Komedikation mit nephrotoxischen Substanzen, u. a. auch Zytostatika (z. B. Cisplatin), kann es zu einer Erhöhung der Toxizität des Bleomycins infolge einer Ausscheidungsverzögerung kommen.
Über eine geringere Wirkung von Digoxin wegen verminderter oraler Bioverfügbarkeit und über eine Verringerung der Phenytoin-Blutspiegel bei Kombination mit Bleomycinsulfat wurde berichtet.
Unter zytostatischer Therapie ist nach Impfung mit Lebendimpfstoffen das Risiko einer schweren generalisierten Infektion erhöht. Impfungen mit Lebendvakzinen sollten daher nicht im Zusammenhang mit der Bleomycin-Behandlung erfolgen. Der Kontakt mit Polioimpflingen sollte vermieden werden. Zytostatika können die Antikörperbildung nach Influenzaimpfung verringern.
Inkompatibilitäten:
Da Bleomycin mit zwei- und dreiwertigen Kationen Chelat-Komplexe bildet, darf es nicht mit entsprechenden Lösungen (insbesondere Kupfer) gemischt werden. Substanzen mit einer Sulfhydryl-Gruppe (z. B. Glutathion) inaktivieren Bleomycin.
Bleomycin ist ferner mit essenziellen Aminosäuren, Furosemid, Riboflavin, Ascorbinsäure, Theophyllin (Aminophyllin), Terbutalin, Hydrocortison, Mitomycin, Methotrexat, Carbenicillin, Nafcillin, Benzylpenicillin und Cefazolin inkompatibel und somit getrennt zu applizieren.
Bleomycin ist, sofern nicht die Kompatibilität mit anderen Infusionslösungen und/oder Medikamenten erwiesen ist, grundsätzlich getrennt zu applizieren.
Welche Nebenwirkungen sind möglich
Wie alle Arzneimittel kann Bleomedac® Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10 000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10 000
Nicht bekannt:    Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Mögliche Nebenwirkungen:
Blut und blutbildenes System:
Bleomycin ist kaum myelotoxisch (knochenmarkschädigend). Eine bisweilen auftretende, meist geringgradige und nach Therapieende rasch reversible, passagere Thrombopenie (verminderte Anzahl von Blutplättchen) ist durch einen erhöhten Thrombozytenverbrauch bedingt und nicht auf eine Einschränkung der Thrombozytenneubildung zurückzuführen. Die Häufigkeit ist auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.
Immunsystem:
Häufig
Bei ca. 1 % der Patienten, wobei es sich vor allem um Lymphompatienten handelte, wurden schwere idiosynkratische Reaktionen beobachtet. Diese schweren, z. T. verzögert auftretenden Überempfindlichkeitsreaktionen (Anaphylaxien) können mit sehr heftig verlaufenden Fieberanfällen mit Todesfolge einhergehen, weshalb bei diesen Patienten besondere Vorsicht angezeigt ist. Es wird daher eine intravenöse Testdosis von 1 mg Bleomycin, gefolgt von einer vierstündigen Beobachtungszeit, empfohlen.
Stoffwechsel und Ernährung:
Häufig
Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust
Gefäße:
Selten
Schäden an den Blutgefäßen (z. B. Herzinfarkt, koronare Herzkrankheit, Durchblutungsstörungen im Gehirn, Entzündung der Gehirnarterien, so genanntes hämolytisch urämisches Syndrom sowie Raynaud-Phänomen)
Atmungsorgane:
Sehr häufig
Die bedeutendste Nebenwirkung von Bleomycinsulfat ist eine gelegentlich auftretende, subakut oder chronisch verlaufende Lungenentzündung (interstitielle plasmazelluläre Pneumonie) mit möglichem bindegewebigen Umbau, zum Teil mit Todesfolge.
Ein erhöhtes Risiko besteht insbesondere für ältere (über 70-jährige) Patienten bei vorbestehender Lungenschädigung, nach Applikation von kumulativen Dosen (Gesamtdosen) über 300 bis 360 mg und bei vorausgegangener Strahlenbelastung der Lunge.
Bei Gesamtdosen über 400 mg ist mit einem häufigen Auftreten von Lungenschäden (bei über 10 % der Patienten) zu rechnen. Schwere Nebenwirkungen an der Lunge wurden jedoch auch bei jüngeren Patienten und bei Gesamtdosen unter 100 mg beobachtet. Die ersten klinischen Anzeichen sind Husten, Dyspnoe (Atembeschwerden) und/oder Fieber. Lungenfunktionsuntersuchungen, insbesondere die Messung der Kohlenmonoxiddiffusion und der Vitalkapazität, erlauben häufig die Frühdiagnose einer pulmonalen Toxizität. Eine sorgfältige Überwachung der Patienten zur Erfassung frühzeitiger pathologischer, pulmonaler Symptome einschließlich physikalischer Untersuchungen und Röntgenaufnahmen der Lunge, ggf. ergänzt durch eine Computertomographie, sollte während der gesamten Behandlungsdauer und bis etwa 6 Wochen nach Therapieende erfolgen.
Röntgenologisch findet sich eine Strukturverdichtung des Lungenzwischengewebes vorwiegend in den basalen (unteren) Lungenabschnitten. Die Bleomycin-bedingte, überwiegend reversible Pneumonitis kann im weiteren Verlauf in eine Lungenfibrose übergehen und endet bei etwa 1 % der behandelten Patienten letal (tödlich).
Weitere Risikofaktoren sind eine Vorbestrahlung des Mittelfellraums (Mediastinum) oder des Brustkorbs (Thorax) sowie möglicherweise auch eine Sauerstoffgabe, z. B. im Rahmen einer Anästhesie, oder die Kombination mit anderen Zytostatika.
Die Anwendung von Bleomycinsulfat als Kurzinfusion scheint das Risiko von Nebenwirkungen an den Atmungsorganen zu verringern.
Im Falle einer durch Bleomycinsulfat hervorgerufenen Lungenschädigung ist von einer weiteren Bleomycin-Gabe strikt abzusehen.
Magen-Darm-Trakt:
Sehr häufig
Entzündung der Mundschleimhaut
Häufig
Übelkeit, Erbrechen und Schleimhautentzündung
Haut:
Sehr häufig
Die häufigsten Nebenwirkungen von Bleomycinsulfat betreffen Haut und Schleimhäute und werden bei etwa der Hälfte aller Patienten beobachtet, gelegentlich sind sie dosisbegrenzend. Es handelt sich um Rötung und Ausschlag vorwiegend im Bereich der Hände und üße, Blasenbildungen, verstärkte Pigmentierung der Haut (besonders in vorher bestrahlten Regionen), Wasseransammlung im Gewebe, Nagelveränderungen, Bildung von Hautverdickungen und Dehnungsstreifen an der Haut, Haarausfall, Juckreiz, Empfindlichkeit der Haut und seltener Bindegewebsverhärtung (Sklerodermie) sowie Absterben von Hautgewebszellen (Nekrose).
Die Häufigkeit dieser Nebenwirkungen korreliert in der Regel mit der Gesamtdosis (kumulative Dosis). Diese Nebenwirkungen treten meist in der zweiten bis dritten Behandlungswoche auf und sind meist, aber nicht immer, rückbildungsfähig. Bei einzelnen Patienten muss die Therapie aufgrund dieser Nebenwirkungen abgesetzt werden.
Muskulatur und Knochen:
Häufig
Gelenk- und Muskelschmerzen
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:
Häufig
Schüttelfrost und hohes Fieber (bis 41°C) treten häufig auf und werden meist 2 bis 6 Stunden nach der Anwendung beobachtet. (s. a. Immunsystem)
Sehr selten
In Einzelfällen wurde bei Lymphompatienten über verzögert auftretendes, akutes und plötzlich verlaufendes hohes Fieber um 41°C (Hyperpyrexie) mit Todesfolge berichtet.
Nicht bekannt
Schmerzen an der Einstichstelle (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn einer der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Wie ist Bleomedac® aufzubewahren
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach Verwendbar bis angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Aufbewahrungsbedingungen:
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8°C).
Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung
Bleomedac® darf nicht angewendet werden, wenn Sie folgendes bemerken: Das Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung ist nicht weiß bis leicht gelblich.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Das Produkt muss unter Beachtung örtlicher und behördlicher Sonderabfallvorschriften einer Sonderabfallbeseitigung zugeführt werden, wie z. B. einer Sonderabfallverbrennungsanlage.

Zusätzliche Informationen

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION ÜR DEN ANWENDER
Bleomedac®
Wirkstoff: Bleomycinsulfat
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.
• Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
• Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
• Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.
• Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:
Bleomedac® ist ein Zytostatikum aus der Gruppe der Antibiotika.


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