Caber-Q 1 mg Tabletten - Patienteninformationen, Beschreibung, Dosierung und Richtungen.

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«Caber-Q 1 mg Tabletten»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Cabergolin gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die Dopaminagonisten genannt werden. Cabergolin wirkt in gleicher Weise wie eine bestimmte chemische Verbindung, welche sich im Nervensystem befindet (Dopamin). Patienten mit der Parkinson-Krankheit haben einen Mangel an dieser chemischen Verbindung. Caber-Q 1 mg kann entweder alleine oder in Kombination mit Levodopa als Mittel der 2. Wahl nach Behandlungen mit Nicht-Ergot-Derivaten angewendet werden.
Die Behandlung muss von einem Facharzt durchgeführt werden.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Caber-Q 1 mg darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Cabergolin oder sonstige Arzneimittel, welche Mutterkornalkaloid-Abkömmlinge enthalten (z.B. Bromocriptin), oder einen der sonstigen Bestandteile von Caber-Q 1 mg sind.
- wenn Sie während oder nach einer Schwangerschaft unter Schwellungen von Händen und üßen und hohem Blutdruck gelitten haben (Präeklampsie, Eklampsie).
- wenn Sie unter unbehandeltem hohen Blutdruck leiden.
- wenn bei Ihnen fibrotische (bindegewebsartige) Organveränderungen der Lunge, der Rückseite des Unterleibs und der Nieren oder des Herzens in der Vorgeschichte bekannt sind.
- wenn Sie über längere Zeit hinweg mit Caber-Q 1 mg behandelt werden und fibrotische Reaktionen (Narbengewebe) vorhanden waren oder sind, die Ihr Herz betrafen bzw. betreffen.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Caber-Q 1 mg ist erforderlich
Wenn Sie von einer oder mehreren der im folgenden genannten gesundheitlichen Einschränkungen betroffen sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt vor Einnahme von Caber-Q 1 mg, da dieses Arzneimittel dann möglicherweise nicht für Sie geeignet ist:
- bei Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems.
- bei Magengeschwüren oder Blutungen in den Magen-Darm-Trakt (dies kann sich in schwarzem Stuhl oder blutigem Erbrechen äußern).
- bei einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion.
- bei einer Beeinträchtigung der Leberfunktion.
- bei Psychosen (gegenwärtig oder in der Vergangenheit) oder wenn bei Ihnen das Risiko einer Psychose nach der Geburt besteht.
- bei Vorliegen des Raynaud-Syndroms (schmerzvoller Zustand bei welchem sich die Finger oder Zehen erst weiß, dann blau und schließlich rot verfärben bei Kälte oder Anstrengung).
- bei niedrigem Blutdruck.
- bei ernsten Problemen im Brustbereich (gegenwärtig oder in der Vergangenheit) (zum Beispiel Schwierigkeiten beim Atmen).
- wenn bei Ihnen fibrotische Reaktionen (Narbengewebe) vorhanden waren oder sind, die Ihr Herz, Ihre Lunge oder Ihren Bauchraum betrafen bzw. betreffen.
Falls Sie Caber-Q 1 mg über längere Zeit erhalten, prüft Ihr Arzt vor Beginn der Behandlung, ob Ihr Herz, Ihre Lunge und Ihre Nieren in gutem Zustand sind. Er/sie erstellt außerdem vor Beginn der Behandlung und in regelmäßigen Abständen während der Behandlung ein Echokardiogramm (Durchführung einer Ultraschalluntersuchung des Herzens). Sollten fibrotische Reaktionen auftreten, muss die Behandlung abgebrochen werden.
Die Anwendung von Cabergolin wurde mit krankhaftem, triebhaftem Spielen (Spielsucht), zwanghaft gesteigertem sexuellem Verlangen und Hypersexualität in Verbindung gebracht.
Unfruchtbarkeit kann bei Frauen, die Caber-Q 1 mg einnehmen, aufgehoben werden. Eine Schwangerschaft kann auftreten, bevor sich der Menstruationszyklus normalisiert hat. Bevor Sie mit der Einnahme von Cabergolin beginnen, ist eine Schwangerschaft auszuschließen. Außerdem sollten Sie mindestens einen Monat lang nach ende der Behandlung mit Cabergolin Maßnahmen ergreifen, die verhindern, dass Sie schwanger werden. Geeignete Maßnahmen zur Verhütung müssen deshalb während der Behandlung angewendet werden, falls notwendig.
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Caber-Q 1 mg wurde bei Patienten unter 16 Jahren nicht nachgewiesen.
Schwangerschaft
Es liegen nur begrenzte Erfahrungen zur Anwendung von Cabergolin während der Schwangerschaft vor. Sie sollten daher mit Ihrem Arzt sprechen, falls Sie schwanger sind oder planen, schwanger zu werden, bevor Sie mit der Behandlung beginnen. Falls Sie während der Behandlung mit Caber-Q 1 mg schwanger werden, müssen Sie die Behandlung abbrechen und Ihren Arzt schnellstmöglich kontaktieren. Die Verhütung muss noch mindestens 4 Wochen nach Absetzen von Caber-Q 1 mg fortgesetzt werden.
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob Cabergolin in die Muttermilch übergeht. Caber-Q 1 mg darf nicht von Müttern eingenommen werden, die sich zum Stillen entschieden haben, da dadurch die Milchbildung verhindert wird.
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Caber-Q 1 mg kann das Reaktionsvermögen bei einigen Personen beeinträchtigen. Dies muss in ällen berücksichtigt werden, in denen ein hohes Maß an Aufmerksamkeit erforderlich ist wie z.B. beim Autofahren oder bei Präzisionsarbeiten.
Caber-Q 1 mg kann Somnolenz (extreme Schläfrigkeit) und plötzliche Schlafattacken bewirken. Personen, welche hiervon betroffen sind, sollten deshalb nicht Autofahren oder an Aktivitäten teilnehmen, bei welchen durch eine verminderte Aufmerksamkeit das Risiko eines ernsthaften Unglücks erhöht ist (z.B. Bedienen von Maschinen), bis die Schlafattacken und die Somnolenz nicht mehr auftreten. Falls Sie von dem genannten Problem betroffen sind, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Caber-Q 1 mg
Caber-Q 1 mg enthält Lactose.
Bitte nehmen Sie Caber-Q 1 mg daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Wie wird es angewendet?

WIE IST CABER-Q 1 MG EINZUNEHMEN?
Nehmen Sie Caber-Q 1 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Die Tabletten sollten zu den Mahlzeiten eingenommen werden, um Nebenwirkungen wie z.B. Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen zu verringern.
Erwachsene und ältere Patienten
Die Dosis wird von Ihrem behandelnden Arzt bestimmt, der die Dosierung individuell für Sie festlegen wird. Die übliche Dosis zu Behandlungsbeginn beträgt 0,5 – 1 mg Cabergolin täglich. Die Dosis wird dann wie von Ihrem Arzt vorgegeben schrittweise bis zu einer geeigneten Erhaltungsdosis erhöht.
Die übliche Erhaltungsdosis beträgt 2 mg bis 3 mg Cabergolin täglich. Die maximale Dosis beträgt 3 mg Cabergolin pro Tag.
Caber-Q 1 mg Tabletten haben eine Bruchkerbe und können in gleiche Hälften geteilt werden.
Wenn Sie eine größere Menge von Caber-Q 1 mg eingenommen haben, als Sie sollten
Es ist wichtig, dass Sie nicht zu viele Tabletten nehmen. Suchen Sie die nächste Krankenhaus-Notaufnahme oder einen Arzt auf, wenn Sie mehr Caber-Q 1 mg als verordnet eingenommen haben oder wenn Sie glauben, dass ein Kind Tabletten verschluckt hat. Symptome einer Überdosierung können sein: Übelkeit, Erbrechen, erniedrigter Blutdruck, Bauchschmerzen, Änderungen im Verhalten, Verwirrtheit oder Halluzinationen (Sehen von Dingen). Bitte nehmen Sie diese Packungsbeilage und noch vorhandene Tabletten mit, um Sie dem Arzt zu zeigen.
Wenn Sie die Einnahme von Caber-Q 1 mg vergessen haben
Wenn Sie die Einnahme vergessen haben, können Sie die Tabletten einnehmen, sobald Sie daran denken. Falls Sie bald die nächste Dosis einnehmen müssen, lassen Sie die vergessene Dosis aus und nehmen Sie die nächste Dosis wie üblich ein.
Wenn Sie die Einnahme von Caber-Q 1 mg abbrechen
Wenn Sie die Behandlung mit Caber-Q 1 mg abbrechen, können sich die Symptome Ihrer Erkrankung verschlechtern. Sie sollten auf jeden Fall mit Ihrem Arzt sprechen, bevor Sie die Behandlung abbrechen. Es dauert einige Tage bis Caber-Q 1 mg vollständig aus dem Blutkreislauf entfernt ist. Daher können sich die Symptome der Parkinson-Erkrankung über die Dauer von 2 Wochen verschlimmern.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Caber-Q 1 mg mit anderen Arzneimitteln
Bestimmte Arzneimittel zur Senkung des Blutdrucks und bestimmte Arzneimittel (z.B. Phenothiazine, Butyrophenone oder Thioxanthene) zur Behandlung psychischer Erkrankungen (Schizophrenie, Psychosen) können die Wirkung von Cabergolin beeinflussen, wenn sie gemeinsam mit Caber-Q 1 mg angewendet werden. Ihr behandelnder Arzt sollte daher über alle Arzneimittel informiert sein, die Sie einnehmen.
Außerdem können auch andere Arzneimittel wie zum Beispiel andere Ergotalkaloide, Arzneimittel gegen Übelkeit (wie z.B. Metoclopramid) und Makrolidantibiotika (wie z.B. Erythromycin) die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Caber-Q 1 mg beeinflussen.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel und Naturheilmittel/pflanzliche Mittel handelt.
Bei Einnahme von Caber-Q 1 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Caber-Q 1 mg sollte vorzugsweise zu den Mahlzeiten eingenommen werden.
Die Auswirkung von Alkohol auf die Verträglichkeit von Cabergolin ist nicht bekannt. Daher sollte auf Alkohol während der Behandlung mit Caber-Q 1 mg verzichtet werden.
WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann Caber-Q 1 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Sehr häufige Nebenwirkungen (betreffen mehr als 1 von 10 Behandelten)
Schwindel und Benommenheit beim Stehen; unfreiwillige/unkontrollierte Bewegungen; Übelkeit.
Herzklappenveränderungen und andere kardiale Erkrankungen, z. B. Herzbeutelentzündung (Perikarditis) oder Erguss von Flüssigkeit im Herzbeutel (Perikarderguss). Folgende Beschwerden können frühe Anzeichen dafür sein: Atembeschwerden, Kurzatmigkeit, Brust- oder Rückenschmerzen und geschwollene Beine. Wenn eine dieser Beschwerden bei Ihnen auftritt, müssen Sie dies sofort Ihrem Arzt mitteilen.
Häufige Nebenwirkungen (betreffen weniger als 1 von 10 Behandelten, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Erbrechen; Kopfschmerzen; Müdigkeit oder extreme Schläfrigkeit; Probleme mit der Verdauung; Entzündungen der Magenschleimhaut (Gastritis); Bauchschmerzen; Verstopfung; Rötung der Haut; unnormaler Herzschlag (Palpitationen); Brustschmerzen (Angina); Depression; Halluzinationen, Verwirrtheit; kribbelndes/prickelndes Gefühl im Körper; Schwellung der Extremitäten von Armen und Beinen; Husten oder Schmerzen beim Atmen; Erniedrigung der Zahl an roten Blutkörperchen und Veränderungen in Ergebnissen von Blutuntersuchungen.
Gelegentliche Nebenwirkungen (betreffen weniger als 1 von 100 Behandelten, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten)
Teilweise Blindheit (Hemianopsie); Nasenbluten; Rötung von und Schmerzen in den Armen und Beinen (Erythromelalgie).
Selten (betreffen weniger als 1 von 1000 Behandelten, aber mehr als 1 von 10000 Behandelten)
Plötzliche Schlafattacken; Ohnmacht; Krämpfe in Fingern oder Waden.
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der vorliegenden Daten nicht abschätzbar)
Zwanghafter Drang zu spielen; Erhöhung des Geschlechtstriebs.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Flasche bzw. dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Nicht über 25C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.
Entfernen Sie nicht das Behältnis mit dem Kieselgel (Trockenmittel) aus der Flasche, siehe auch Abschnitt 6 „Weitere Informationen“.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Zusätzliche Informationen

Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben
PCX Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Caber-Q 1 mg Tabletten
Cabergolin
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.
- Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
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