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«Cabergo-TEVA 2 mg Tabletten»

Cabergo-TEVA 2 mg Tabletten


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Cabergo-TEVA® 2 mg gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Dopamin-Agonisten bezeichnet werden. Cabergo-TEVA® 2 mg wirkt auf ähnliche Weise wie ein im Nervensystem vorhandener Botenstoff (Neurotransmitter) mit der Bezeichnung Dopamin. Patienten mit Parkinson-Krankheit haben zu wenig von diesem wichtigen Botenstoff.
Cabergo-TEVA® 2 mg wird als Therapie der zweiten Wahl zur Behandlung der Parkinson-Krankheit eingesetzt
• als Monotherapie (ohne Levodopa / Decarboxylasehemmer) oder
• als Zusatztherapie zu Levodopa zusammen mit einem Decarboxylasehemmer
wenn eine Therapie mit einem Nicht-Ergotamin-Dopaminagonisten nicht oder nicht ausreichend wirksam ist oder nicht vertragen wird.
Die Therapie muss durch einen Spezialisten eingeleitet werden. Der Nutzen einer Langzeitbehandlung muss regelmäßig überprüft und dabei das Risiko fibrotischer Reaktionen und Herzklappenveränderungen berücksichtigt werden (siehe Abschnitt 2 „ Was müssen Sie vor der Einnahme von Cabergo-TEVA® 2 mg beachten“).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

CABERGO-TEVA® 2 mg darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Cabergolin oder andere Mutterkornalkaloid-Abkömmlinge (z.B. Bromocriptin) oder einen der sonstigen Bestandteile von Cabergo-TEVA® 2 mg sind,
- wenn Sie während der Schwangerschaft eine Schwellung der Hände und üße sowie Bluthochdruck haben (Präeklampsie, Eklampsie),
- wenn Sie einen nicht ausreichend behandelten Bluthochdruck haben,
- wenn Sie über längere Zeit hinweg mit Cabergo-TEVA® 2 mg behandelt werden und fibrotische Reaktionen (Narbengewebe) vorhanden waren oder sind, die Ihre Lunge, hinteren Bauchraum und Nieren oder Ihr Herz betrafen bzw. betreffen.
Vor Beginn der Behandlung mit Cabergo-TEVA® 2 mg wird Ihr Arzt Untersuchungen zur Beurteilung des Zustandes Ihres Herzens anordnen. Er wird auch während der Behandlung mit Cabergo-TEVA® 2 mg ständig Ihren medizinischen Zustand überwachen.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von CABERGO-TEVA® 2 mg ist erforderlich
Wenn Sie eines der folgenden gesundheitlichen Probleme haben, müssen Sie Ihren Arzt informieren, bevor Sie Cabergo-TEVA® 2 mg einnehmen, da das Arzneimittel für Sie möglicherweise nicht geeignet ist:
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Magen-Geschwür oder Blutung im Magen-Darm-Trakt (diese Krankheit kann zu schwarzem Stuhl oder zu Erbrechen mit Blutbeimischung führen)
- Einschränkung der Nierenfunktion
- wenn bei Ihnen fibrotische Reaktionen (Narbengewebe) vorhanden waren oder sind, die Ihr Herz, Ihre Lunge, Nieren oder Ihren Bauchraum betrafen bzw. betreffen.
- Einschränkung der Leberfunktion
- wenn Sie eine Psychose haben (oder in der Vergangenheit hatten) oder wenn bei Ihnen das Risiko für eine Psychose nach der Entbindung besteht
- Raynaud-Krankheit (Bei Kälte werden die Finger und Zehen weißlich-blau, pulslos, kalt, gefühllos und ungelenk).
- niedriger Blutdruck
- schwerwiegende Brustbeschwerden (z.B. Schmerzen im Brustkorb beim Atmen, Flüssigkeitsansammlung in den Lungen, Entzündung oder Infektion der Lungen).
Falls Sie Cabergo-TEVA® 2 mg über längere Zeit erhalten, prüft Ihr Arzt vor Beginn der Behandlung, ob Ihr Herz, Ihre Lunge und Ihre Nieren in gutem Zustand sind. Er/sie erstellt außerdem vor Beginn der Behandlung und in regelmäßigen Abständen während der Behandlung ein Echokardiogramm (Durchführung einer Ultraschalluntersuchung des Herzens). Sollten fibrotische Reaktionen auftreten, muss die Behandlung abgebrochen werden.
Wenn krankhaftes, triebhaftes Spielen (Spielsucht) oder zwanghaft gesteigertes sexuelles Verlangen beobachtet werden. Wenden Sie sich dann an Ihren Arzt.
Eine bestehende Unfruchtbarkeit kann bei Frauen, die Cabergo-TEVA® 2 mg einnehmen, rückgängig gemacht werden und es kann eine Schwangerschaft eintreten, bevor sich Ihr Menstruationszyklus normalisiert hat. Daher sind während der Behandlung bei Bedarf geeignete Verhütungsmaßnahmen anzuwenden.
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Cabergo-TEVA® 2 mg wurde bei Personen unter 16 Jahren nicht ermittelt.
Bei Anwendung von Cabergo-TEVA® 2 mg mit anderen Arzneimitteln:
Bestimmte Arzneimittel, die zur Blutdrucksenkung angewendet werden und bestimmte Arzneimittel (z. B. Phenothiazine, Butyrophenone, Thioxanthene), die zur Behandlung von psychischen Krankheiten (Schizophrenie oder Psychosen) angewendet werden, können die Wirkung von Cabergolin beeinträchtigen, wenn sie gleichzeitig mit Cabergo-TEVA® 2 mg eingenommen werden. Der behandelnde Arzt sollte daher über die gleichzeitige Einnahme solcher Arzneimittel informiert sein.
Es gibt andere Arzneimittel wie andere Ergotalkaloide, Arzneimittel gegen Erbrechen (Metoclopramid), Arzneimittel zur Senkung von Bluthochdruck, und Makrolidantibiotika (wie z. B. Erythromycin), die die Wirkung und Verträglichkeit von Cabergo-TEVA® 2 mg beeinträchtigen können.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel, pflanzliche Mittel oder Naturheilmittel handelt.
Bei Einnahme von Cabergo-TEVA® 2 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken:
Cabergo-TEVA® 2 mg ist möglichst zu den Mahlzeiten einzunehmen.
Schwangerschaft
ür die Anwendung von Cabergo-TEVA® 2 mg während der Schwangerschaft liegen nur begrenzte Erfahrungen vor. Sie sollten sich daher vor Beginn der Behandlung an Ihren Arzt wenden, wenn Sie schwanger sind oder schwanger werden möchten. Wenn Sie mit Cabergo-TEVA® behandelt werden und in diesem Zeitraum schwanger werden, müssen Sie die Behandlung beenden und so schnell wie möglich Ihren Arzt aufsuchen.
Nach dem Absetzen von Cabergo-TEVA® 2 mg müssen Sie die Empfängnisverhütung für mindestens 4 Wochen fortsetzen.
Stillzeit:
Es ist nicht bekannt, ob Cabergolin in die Muttermilch übertritt. Cabergo-TEVA® 2 mg sollte nicht von Müttern eingenommen werden, die ihre Kinder stillen möchten, da es die Milchbildung verhindert. Stillende Mütter sollten berücksichtigen, dass die Milchmenge geringer werden kann.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
Cabergo-TEVA® 2 mg kann die Reaktionsfähigkeit bei einigen Menschen beeinträchtigen. Dies sollte in ällen berücksichtigt werden, bei denen ein hohes Maß an Aufmerksamkeit erforderlich ist, z.B. beim Führen eines Kraftfahrzeugs und bei Präzisionsarbeiten.
Cabergo-TEVA® 2 mg kann zu übermäßiger Schläfrigkeit und plötzlichem Einschlafen führen. Betroffene Personen sollten daher solange weder ein Fahrzeug führen noch an Aktivitäten teilnehmen, bei denen eine verminderte Aufmerksamkeit ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende Verletzungen (z.B. beim Bedienen von Maschinen) mit sich bringt, bis diese wiederkehrenden Einschlafereignisse und die übermäßige Schläfrigkeit nicht mehr auftreten. Wenn Sie davon betroffen sind, fragen Sie bitte Ihren Arzt.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Cabergo-TEVA®2 mg:
Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Cabergo-TEVA® 2 mg daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Wie wird es angewendet?

WIE IST CABERGO-TEVA® 2 MG EINZUNEHMEN?
Nehmen Sie Cabergo-TEVA® 2 mg immer genau nach Anweisung Ihres Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Die Tabletten sind möglichst mit den Mahlzeiten einzunehmen, um bestimmte Nebenwirkungen wie zum Beispiel Übelkeit, Erbrechen und Magenschmerzen zu verringern.
Erwachsene und ältere Patienten
Die Dosis wird von Ihrem Arzt festgelegt, der diese individuell für Sie anpasst. Die übliche Dosis beträgt zu Beginn der Behandlung 0,5 mg bis 1 mg Cabergolin pro Tag. Danach wird die Dosis nach Anweisung des Arztes schrittweise auf eine geeignete Erhaltungsdosis gesteigert. Die übliche Erhaltungsdosis beträgt 2 mg bis 3 mg Cabergolin pro Tag (entsprechend 1 bis 1 Tabletten Cabergo-TEVA® 2 mg).
Die maximale Dosis beträgt 3 mg Cabergolin am Tag.
Cabergo-TEVA® 2 mg Tabletten haben eine Bruchrille und können in zwei gleiche Hälften geteilt werden.
Wenn Sie eine größere Menge von Cabergo-TEVA® 2 mg eingenommen haben, als Sie sollten
Es ist wichtig, nicht zu viele Tabletten einzunehmen. Suchen Sie die nächste Krankenhaus-Notaufnahme oder einen Arzt auf, wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben sollten oder wenn Sie glauben, dass ein Kind diese Tabletten geschluckt hat.
Anzeichen einer Überdosierung sind unter anderem Übelkeit, Erbrechen, erniedrigter Blutdruck, Magenschmerzen, Veränderungen des Verhaltens, Verwirrtheit und Halluzinationen (Sehen nichtvorhandener Dinge). Nehmen Sie diese Gebrauchsinformation und alle Tabletten mit, die Sie noch haben, um diese dem Arzt zu zeigen.
Wenn Sie die Einnahme von Cabergo-TEVA® 2 mg vergessen haben
Wenn Sie die rechtzeitige Einnahme einer Dosis dieses Arzneimittels vergessen haben, holen Sie diese nach, sobald Sie dies bemerken. Wenn es jedoch fast an der Zeit ist, die nächste Dosis einzunehmen, lassen Sie die vergessene Dosis aus und nehmen Sie die nächste Dosis wie üblich ein.
Wenn Sie die Einnahme von Cabergo-TEVA® 2 mg abbrechen:
Wenn Sie die Einnahme von Cabergolin abbrechen, können sich die Symptome Ihrer Krankheit verschlimmern. Daher sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen, bevor Sie die Behandlung abbrechen.
Da es viele Tage dauert, bis Cabergolin vollständig aus dem Blutkreislauf ausgeschieden ist, können sich die Symptome der Parkinson-Krankheit noch im Laufe der nächsten zwei Wochen verschlimmern.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt und Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Cabergo-TEVA® 2 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Sehr häufige Nebenwirkungen (bei mehr als 1 von 10 Personen): Schwindel, niedriger Blutdruck (der zu Schwindel führen kann), Übelkeit, unwillkürliche Bewegungen.
Herzklappenveränderungen und andere kardiale Erkrankungen, z. B. Herzbeutelentzündung (Perikarditis) oder Erguss von Flüssigkeit im Herzbeutel (Perikarderguss).
Folgende Beschwerden können frühe Anzeichen dafür sein: Atembeschwerden, Kurzatmigkeit, Brust- oder Rückenschmerzen und geschwollene Beine. Wenn eine dieser Beschwerden bei Ihnen auftritt, müssen Sie dies sofort Ihrem Arzt mitteilen.
Häufige Nebenwirkungen (bei mehr als 1 von 100 Personen): Erbrechen, Verdauungsstörungen, Magenschleimhautentzündung (Gastritis), Flüssigkeitsansammlung in den Schichten der Schleimhaut der Lungen und der Brusthöhle, Brustschmerzen (Angina pectoris), Halluzinationen, Verwirrtheit, Schwellungen und Schlafstörungen.
Gelegentliche Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 100 Personen):
Rötung, Schwellung und Schmerzen am äußeren Ende von Armen und Beinen (Erythromelalgie), Schläfrigkeit (starke Benommenheit), plötzliches Einschlafen.
Es wurden älle von Fibrosen (eine Erkrankung des Bindegewebes) berichtet, die durch Ergotalkaloide bedingt sind. Bei der durch Ergotalkaloide bedingten Fibrose handelt es sich um eine Erkrankung der Innenhäute von Körperhöhlen, die gegebenenfalls das Herz, die Lungen und die Nieren betrifft. Sie dürften dies wahrnehmen, wenn Atemschwierigkeiten, Brustschmerzen, Rückenschmerzen, Schmerzen im Bereich des Beckens und Schwellungen der Beine auftreten. Benachrichtigen Sie bitte sofort Ihren Arzt, wenn Sie solche Symptome bei sich bemerken.
Cabergolin ist mit übermäßiger Schläfrigkeit und plötzlichen Einschlafattacken in Verbindung gebracht worden.
Es wurde berichtet, dass Patienten, die Arzneimittel dieser Wirkstoffgruppe (Dopamin-Agonisten) zur Behandlung der Parkinson-Erkrankung angewendet haben, krankhaftes triebhaftes Spielen oder zwanghaft gesteigertes sexuelles Verlangen zeigten. Diese Nebenwirkungen gingen allgemein bei Verringerung der Dosis oder mit Beendigung der Behandlung zurück.
Folgende Nebenwirkungen wurden im Zusammenhang mit geringeren Dosen von Cabergolin (0,25 – 2 mg pro Woche) berichtet:
Depression, Kopfschmerzen, Erschöpfung, Kribbeln, Herzklopfen, Verstopfung, vermindertes Sehvermögen, Nasenbluten, Schläfrigkeit (starke Benommenheit), Ohnmacht, Krämpfe in den Fingern und Waden.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und dem Etikett angegeben Verfallsdatum nicht mehr anwenden.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen!
Die Trocknungskapsel mit Kieselgel darf nicht aus der Flasche entfernt werden!
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Zusätzliche Informationen

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Cabergo-TEVA® 2 mg Tabletten
Wirkstoff: Cabergolin
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.
- Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:


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