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«Caduet 10 mg/10 mg - Filmtabletten»

Caduet 10 mg/10 mg - Filmtabletten
Caduet 10 mg/10 mg - Filmtabletten
Caduet 10 mg/10 mg - Filmtabletten


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Caduet wird bei Bluthochdruckpatienten mit zusätzlichen Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. Rauchen, Übergewicht, erhöhte Cholesterinwerte, Herzerkrankungen bei anderen Familienmitgliedern oder Zuckerkrankheit) zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. Angina pectoris, Herzinfarkte) angewendet. Das Bestehen solcher Risikofaktoren in Verbindung mit Bluthochdruck bedeutet für solche Patienten ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Caduet ist ein Arzneimittel, das zwei Wirkstoffe, Amlodipin (Calciumantagonist) und Atorvastatin (Statin), enthält und angewendet wird, wenn Ihr Arzt eine Behandlung mit beiden Medikamenten als notwendig erachtet. Amlodipin ist ein Wirkstoff zur Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie), und Atorvastatin senkt die Cholesterinwerte.

Bluthochdruck oder Hypertonie ist eine Krankheit, bei der der Blutdruck ständig abnormal erhöht ist und ist auch einer der Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Angina pectoris, Herzinfarkt, Schlaganfall).

Cholesterin ist eine natürlich im Körper vorkommende Substanz, die für das normale Wachstum benötigt wird. Wenn allerdings zuviel Cholesterin im Blut ist, kann es sich an den Gefäßwänden der Blutgefäße anlagern und so das Risiko für Blutgerinnsel und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Das ist eine der häufigsten Ursachen für Herzkrankheiten.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Caduet darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Amlodipin oder Atorvastatin oder einen anderen Calciumantagonisten sind
  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind (diese sind am Ende dieser Gebrauchsinformation angeführt)
  • wenn Sie derzeit eine Lebererkrankung haben (wenn Sie früher einmal eine Lebererkrankung hatten, siehe Abschnitt "Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Caduet ist erforderlich")
  • wenn Sie unerklärte abnormale Leberfunktionswerte im Blut haben
  • wenn Sie schwanger sind oder versuchen, schwanger zu werden, oder wenn Sie stillen
  • wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden: Ketoconazol, Itraconazol (Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen oder Mykosen), Telithromycin (ein Antibiotikum zur Behandlung von bakteriellen Infektionen)
  • wenn Sie einen niedrigen Blutdruck haben (Hypotonie)
  • wenn Sie eine Verengung der Aortenklappe (Aortenklappenstenose) oder einen kardiogenen Schock (Erkrankung bei der das Herz nicht genügend Blut in den Körper pumpen kann) haben
  • wenn Sie nach einem Herzinfarkt an einer Herzschwäche leiden

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Caduet ist erforderlich

  • wenn Sie Nierenprobleme haben
  • wenn Sie eine Unterfunktion der Schilddrüse haben (Hypothyreose)
  • wenn Sie wiederkehrende oder unerklärte Muskelschmerzen haben oder eine Krankengeschichte mit Muskelbeschwerden oder wenn jemand in Ihrer Familie vererbte Muskelbeschwerden hat
  • wenn Sie bereits früher während der Behandlung mit anderen cholesterin- (lipid-)senkenden Arzneimitteln (z. B. anderen "Statinen" oder "Fibraten") Muskelbeschwerden hatten
  • wenn Sie regelmäßig größere Mengen Alkohol trinken
  • wenn Sie früher einmal eine Lebererkrankung hatten
  • wenn Sie älter als 70 Jahre sind

Wenn sie schwere Atemwegsprobleme haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Caduet einnehmen.

Falls einer dieser Punkte für Sie zutreffen sollte, wird Ihr Arzt unter Umständen vor und während der Behandlung mit Caduet regelmäßige Blutuntersuchungen durchführen, um so Ihr Risiko für muskelbetreffende Nebenwirkungen zu bestimmen. Das Risiko für muskelbetreffende Nebenwirkungen (z. B. Rhabdomyolyse) erhöht sich, wenn bestimmte Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden (siehe Abschnitt 2 "Bei Einnahme von Caduet mit anderen Arzneimitteln").

Bei Einnahme von Caduet mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Es gibt einige Arzneimittel, bei denen es zu Wechselwirkungen mit Caduet kommen kann. Solche Wechselwirkungen können dazu führen, dass eines oder beide Arzneimittel weniger gut wirken. Sie können aber auch das Risiko oder den Schweregrad von Nebenwirkungen erhöhen, einschließlich der schweren muskelabbauenden Krankheiten, die man als Rhabdomyolyse und Myopathie bezeichnet (Beschreibung in Abschnitt 4):

  • einige Antibiotika, wie z. B. Rifampicin oder Makrolidantibiotika, wie z. B. Erythromycin, Clarithromycin, Telithromycin, (Fusidinsäure) oder einige Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen, wie z. B. Ketoconazol oder Itraconazol
  • Arzneimittel zur Regulierung der Blutfettwerte: Fibrate (z. B. Gemfibrozil), Niacin oder Colestipol
  • Arzneimittel zur Regulierung des Herzrhythmus, z. B. Amiodaron, Diltiazem
  • krampflösende Arzneimittel, wie z. B. Carbamazepin, Phenobarbital, Phenytoin, Fosphenytoin, Primidon
  • Arzneimittel, die das Immunsystem des Körpers beeinflussen, z. B. Ciclosporin
  • Proteasehemmer zur Behandlung von HIV-Infektionen
  • Warfarin (ein Arzneimittel zur Blutverdünnung)
  • Antazida (zur Behandlung von Verdauungsstörungen)
  • orale Kontrazeptiva
  • Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen, z. B. Nefazodon und Imipramin
  • Arzneimittel zur Behandlung von psychischen Krankheiten, z. B. Neuroleptika
  • Arzneimittel zur Behandlung von Herzmuskelschwäche, z. B. Betablocker
  • Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck, z. B. Angiotensin-II-Antagonisten, ACE-Hemmer und entwässernde Arzneimittel (Diuretika)
  • Alphablocker zur Behandlung von hohem Blutdruck und Prostataproblemen
  • Amifostin (zur Behandlung von Krebs)
  • Sildenafil (gegen Erektionsstörungen)
  • Dantrolen und Baclofen (muskelentspannende Arzneimittel)
  • Steroide
  • selbstgekaufte Arzneimittel mit Johanniskraut Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder vor kurzem eingenommen haben, auch wenn Sie diese ohne Verschreibung gekauft haben.

Bei Einnahme von Caduet zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Caduet kann unabhängig von der Tageszeit mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.

Grapefruitsaft

Trinken Sie nicht mehr als ein oder zwei Gläser Grapefruitsaft täglich, da größere Mengen Grapefruitsaft die Wirkung von Caduet beeinflussen können.

Alkohol

Während der Einnahme sollten Sie es vermeiden, zu viel Alkohol zu trinken. Siehe Abschnitt 2 „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Caduet ist erforderlich“.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind, in der Stillzeit oder wenn Sie eine Schwangerschaft planen, dürfen Sie Caduet nicht einnehmen. Frauen im gebärfähigen Alter müssen entsprechende Verhütungsmethoden verwenden, während Sie Caduet oder andere Arzneimittel anwenden. Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

!

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen..

Wenn Sie sich nach der Einnahme dieses Arzneimittels schwindelig fühlen, sollten Sie kein Fahrzeug lenken und keine Maschinen bedienen.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Caduet immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Erwachsene

Die übliche Anfangsdosis bei Erwachsenen ist eine Filmtablette Caduet 5 mg / 10 mg einmal täglich. Bei Bedarf kann Ihr Arzt die Dosis auf eine Filmtablette Caduet 10 mg / 10 mg täglich erhöhen.

Caduet Filmtabletten müssen unzerkaut mit einem Glas Wasser eingenommen werden. Sie können zu jeder Tageszeit, mit oder ohne Nahrung, eingenommen werden. Sie sollten aber versuchen, Ihre Tablette immer zur gleichen Tageszeit einzunehmen.

Bitte befolgen Sie weiterhin die Ernährungshinweise Ihres Arztes, besonders bezüglich einer fettarmen Ernährung, rauchen Sie nicht und treiben Sie regelmäßig Sport.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Caduet zu stark oder zu schwach ist.

Kinder und JugendlicheDieses Arzneimittel wird nicht für Kinder und Jugendliche empfohlen.

Wenn Sie eine größere Menge von Caduet eingenommen haben als Sie sollten

Wenn Sie versehentlich zu viele Caduet Filmtabletten eingenommen haben (mehr als Ihre normale tägliche Dosis), wenden Sie sich an Ihren Arzt oder an das nächstgelegene Krankenhaus um Rat. Nehmen Sie dabei die übrig gebliebenen Filmtabletten, das Behältnis und den Umkarton mit, sodass das Krankenhauspersonal leicht feststellen kann, welches Arzneimittel Sie eingenommen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Caduet vergessen haben

Wenn Sie einmal eine Einnahme vergessen haben, nehmen Sie einfach die nächste vorgesehene Dosis zur üblichen Zeit.
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Caduet abbrechen

Brechen Sie die Einnahme von Caduet nicht ab, ohne dass Ihr Arzt Ihnen das gesagt hat. Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Caduet Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Falls eine der folgenden Nebenwirkungen auftritt, brechen Sie bitte die Einnahme von Caduet ab und verständigen Sie sofort Ihren Arzt

  • Schwellung im Gesicht, an der Zunge und der Luftröhre, die Atemprobleme verursachen kann
  • Falls Sie bei sich Muskelschwäche, Muskelempfindlichkeit oder Muskelschmerzen feststellen und, vor allem, falls Sie sich gleichzeitig unwohl fühlen oder eine erhöhte Temperatur haben (in sehr seltenen Fällen kam es bei Zusammenwirken dieser Nebenwirkungen zu einer schwerwiegenden und lebensbedrohlichen Erkrankung, die man als Rhabdomyolyse bezeichnet).

Häufige Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 10 Personen)

  • Kopfschmerzen (vor allem zu Beginn der Behandlung) Schwindel, Müdigkeit, Schläfrigkeit
  • Herzklopfen (Palpitationen), Gesichtsröte
  • Krankheitsgefühl (Übelkeit), Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen, Veränderungen beim Stuhlgang (einschließlich Durchfall, Verstopfung und Blähungen) •
  • Muskel- und Gelenkschmerzen, Muskelkrämpfe, Rückenschmerzen,, Schwellungen der Arme, Beine, Gelenke und Füße
  • erhöhte Blutzuckerwerte (wenn Sie an Diabetes leiden, überwachen Sie bitte weiterhin regelmäßig Ihren Blutzuckerspiegel), verringerte Blut-Kreatinphosphokinase, Bluttestwerte, die zeigen, dass sich die Leberfunktion verschlechtern könnte

Gelegentliche Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 100 Personen)

  • Hepatitis (Entzündung der Leber)
  • allergische Reaktionen (Nesselsucht), rinnende Nase
  • Appetitlosigkeit, verminderte Blutzuckerwerte (wenn Sie an Diabetes leiden, überwachen Sie bitte weiterhin regelmäßig Ihren Blutzuckerspiegel), Gewichtszunahme oder -abnahme
  • Schlafstörungen, Albträume, Stimmungsschwankungen (einschl. Angstzustände), Depression, Zittern, Erkrankungen der Nerven in den Armen und Beinen (verminderte Empfindlichkeit), Gedächtnisverlust
  • Sehstörungen (einschl. Doppelbilder), verschwommenes Sehen, Ohrensausen (Tinnitus)
  • Palpitationen (Herzklopfen) Kurzatmigkeit, Bewusstlosigkeit, vermehrtes Schwitzen, Hypotonie (niedriger Blutdruck)
  • Mundtrockenheit, Geschmackstörungen, Erbrechen
  • Haarausfall, Blutergüsse oder kleine Hautblutungen, Hautverfärbung, Verminderung des Schmerz- oder Berührungsgefühls der Haut, Kribbeln oder Taubheitsgefühl in Fingern und Zehen, Hautausschlag, Nesselausschlag oder Juckreiz
  • Störungen beim Wasserlassen (einschließlich übermäßiges Wasserlassen während der Nacht, erhöhte Harnfrequenz), Impotenz, Vergrößerung der Brustdrüsen beim Mann
  • Unwohlsein, , Muskelmüdigkeit, Schmerzen, Nackenschmerzen, Brustschmerzen

Seltene Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 1000 Personen)

  • schwere Muskelentzündung, sehr starke Muskelkrämpfe und Muskelschmerzen können in sehr seltenen Fällen zu Rhabdomyolyse (Zerfall von Muskelzellen) führen
  • Verminderung der Zahl der Blutplättchen im Blut
  • Leberprobleme (, Gelbfärbung der Haut)
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)
  • Ausschlag mit Blasenbildung, Muskelentzündung oder Muskelschwellung, plötzliche schwere Hautschwellungen
  • Verwirrung

Sehr seltene Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 10.000 Personen)

  • Verminderung der weißen Blutkörperchen im Blut (Leukopenie)
  • erhöhte Muskelspannung oder Muskelsteifigkeit, Sehnenentzündung, Sehnenverletzung
  • unregelmäßiger Herzschlag, Herzinfarkt, Entzündung der kleinen Blutgefäße, Magenschmerzen (Gastritis)
  • Zahnfleischwucherungen, Husten
  • Unterhautschwellungen – einschließlich Schwellungen der Lippen, Augenlider und der Zunge
  • schwere allergische Hautreaktionen, Hautrötung, blasiger Hautausschlag, Hautablösung, die sich schnell über den gesamten Körper verbreiten kann und mit grippeartigen Symptomen mit hohem Fieber einsetzen kann
  • Hörverlust, Leberversagen
  • Lichtempfindlichkeit

Andere mögliche Nebenwirkungen

  • Atemprobleme einschl. anhaltender Husten und/oder Kurzatmigkeit oder Fieber
  • Störungen mit Steifheit, Zittern und/oder Bewegungsstörungen

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Nicht über 30 °C lagern.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Blister, dem Umkarton und der Flasche angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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