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«Calciparin® 0,5 Injektionslösung s.c., i.v.»

Wie wirkt der Inhaltsstoff?

Heparin ist eine körpereigene Substanz, die die Blutgerinnung hemmt. Es kommt vor allem im Bindegewebe der Leber, Lunge und der Dünndarmschleimhaut vor. Die Blutgerinnung wird durch ein kompliziertes System von Gerinnungsfaktoren gesteuert. Neben gerinnungsfördernden Substanzen gibt es auch solche, die die Blutgerinnung hemmen. Heparin verstärkt die Aktivität eines wichtigen hemmenden Faktors (Antithrombin III). Somit kommt es weniger leicht zur Bildung von Blutpfropfen (Thrombosen). Bei bereits bestehender Thrombose wird verhindert, dass sich das Gerinnsel weiter vergrößert.Heparin muss gespritzt werden, meist unter die Bauchhaut. Bei schwereren Erkrankungen oder in Notfällen wird Heparin auch direkt ins Blut verabreicht. Als Medikament verwendet man Heparin aus tierischem Gewebe (z.B. Schweinedarm).Weiterlesen:Anwendungsgebiete

Anwendungsgebiete

  • Thrombose (Blutgerinnsel)

Packungsgrößen

  • 10 Amp. (N1) 0,5 ml m. Einmalspritzen

Warnhinweise!

  • Regelmäßige Blutbildkontrollen zu Beginn der Therapie

Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?

  • Akute Blutungen (z.B. Magendarmblutungen) oder eine erhöhte Neigung zu Blutungen, aufgrund einer Gerinnungsstörung oder durch Einnahme gerinnungshemmender Medikamente.
  • Akute Hirnblutungen
  • Bekannte Überempfindlichkeit gegen einen Inhaltsstoff
  • Gefahr einer Fehlgeburt
  • Neigung zu Blutungen

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Während der Schwangerschaft und der Stillzeit darf dieses Medikament angewendet werden. Eine Medikamentenanwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte jedoch generell von Ihrem Arzt entschieden werden.

Nebenwirkungen

Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.

Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

  • Blutungen
  • Harmlose vorübergehende Verringerung der Blutplättchenzahl zu Beginn der Therapie (1. bis 5. Tag), die keiner weiteren Behandlung bedarf.
  • Reaktionen an der Injektionsstelle (Rötung, Verhärtung, kleine Blutergüsse)
  • Abnahme der Knochendichte bei langfristiger Therapie
  • Verstärkter Haarausfall, der sich meist wieder zurückbildet
  • Lebensgefährliche Blutungen (Selten)
  • Bei Therapie selten vorkommende, durch Antikörper hervorgerufene Verminderung der Blutplättchenzahl, die ca. 5-20 Tage nach Therapiebeginn auftreten kann. Dabei kommt es zur Bildung von zahlreichen kleinen Blutgerinnseln, sowie zu Blutungen. Dieser Zustand kann lebensbedrohlich sein. Die Medikamentengabe muss sofort gestoppt werden und das Medikament darf auch in der Zukunft nicht mehr verabreicht werden. (Selten)

Wechselwirkungen

Bei gleichzeitiger Einnahme anderer gerinnungshemmender Medikamente (Acetylsalicylsäure, Phenprocoumon, Rheumamittel) kann es zur verstärkten Blutungsneigung kommen. Nitroglycerin schwächt die Wirkung von Heparin ab. Bei gleichzeitiger Einnahme eines Betablockers (Propanolol) wird die Wirkung von Propanolol verstärkt.


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