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«Calcium-Sandoz 10 %»

Calcium-Sandoz 10 %
Calcium-Sandoz 10 %
Calcium-Sandoz 10 %


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Calcium-Sandoz 10 % ist ein Mineralstoffpräparat.
Es wird angewendet zur Behandlung einer akuten, symptomatischen Hypokalzämie.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Calcium-Sandoz 10 % darf nicht angewendet werden
• wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Calciumgluconat und Calciumlactobionat oder dem sonstigen Bestandteil von Calcium-Sandoz 10 % sind.
• Bei klinisch relevantem erhöhtem Calciumspiegel im Blut und erhöhter Calciumausscheidung im Urin (Hyperkalzämie und Hyperkalziurie, z. B. bei Hyperparathyreoidismus, Vitamin D-Überdosierung, Plasmozytom, Knochenmetastasen), schwerer Nierenfunktionsstörung und Knochengewebsschwund nach erzwungener Ruhigstellung (Immobilisationsosteoporose im akuten Schub) sowie bei Galaktosämie darf Calcium-Sandoz 10 % nicht verabreicht werden.
• Bei Patienten, die Herzglykoside erhalten, ist eine parenterale Calciumtherapie strengstens kontraindiziert. Bei anaphylaktischen Reaktionen mit Anzeichen eines drohenden Schocks darf Calcium-Sandoz 10 % keinesfalls verabreicht werden, um die erhöhte Gefahr von Herzrhythmusstörungen bei einer eventuell notwendig werdenden Gabe von Adrenalin zu vermeiden.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Calcium-Sandoz 10 % ist erforderlich
- bei eingeschränkter Nierenfunktion
- bei Sarkoidose (M. Boeck)
Bei fortgesetzter parenteraler Therapie mit hohen Calciumdosen sind Blutspiegel und Calciumausscheidung im Urin sorgfältig zu überwachen, vor allem bei Kindern. Die Behandlung ist abzubrechen, wenn der Blutcalciumspiegel 2,625 mmol/l (105 mg/l) überschreitet oder wenn die Calciumausscheidung im Urin mehr als 0,125 mmol/kg Körpergewicht in 24 Stunden beträgt.
Calcium-Sandoz 10 % darf nicht subkutan injiziert werden.
Zu schnelle intravenöse Gabe kann das Auftreten von Nebenwirkungen auslösen. Anwendungshinweise beachten.
Calcium-Sandoz 10 % soll bei der Anwendung nicht mit Carbonat-, Phosphat-, Sulfat- oder Tartratlösungen gemischt werden.
Eine paravenöse, subkutane und oberflächlich intramuskuläre Applikation von Calcium-Sandoz 10 % sollte vermieden werden. Aufgrund des erhöhten Risikos für lokale Gewebsdefekte nach Extravasation im Säuglings- und Kleinkindalter sollte Calcium-Sandoz 10 % nur nach strenger Indikationsstellung als intravenöse Injektion verabreicht werden.
Kinder
Calcium-Sandoz 10 % enthält geringe Mengen an Aluminium (max. 5 mg/l). Deshalb ist aufgrund des nicht auszuschließenden Risikos einer Aluminiumvergiftung eine Langzeitbehandlung von Neugeborenen und Kleinkindern zu vermeiden.
Kinder dürfen mit Calcium-Sandoz 10 % nur intravenös behandelt werden.
Bei Anwendung von Calcium-Sandoz 10 % mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Calcium-Sandoz 10 % verstärkt die Wirkung von Herzglykosiden. Bei digitalisierten Patienten können bei Verabreichung von Calcium Herzrhythmusstörungen auftreten (Digitalisintoxikation). Die Wirkung von Verapamil und möglicherweise auch anderen Calciumantagonisten kann durch Calcium-Sandoz 10 % abgeschwächt werden.
Die Anwendung von Adrenalin kann bei erhöhtem Calciumspiegel zu schweren Herzrhythmusstörungen führen.
Calcium und Magnesium beeinflussen sich gegenseitig in ihrer Wirkung aufgrund der natürlichen Gegenspielerfunktion.
Schwangerschaft und Stillzeit
Calcium-Sandoz 10 % kann in der Schwangerschaft und Stillzeit angewendet werden.
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Ein Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen ist nicht bekannt.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Calcium-Sandoz 10 % anzuwenden?
Wenden Sie Calcium-Sandoz 10 % immer genau nach der Anweisung in dieser Packungsbeilage an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Erwachsene erhalten 1 Ampulle mit 10 ml, intravenös oder tief intramuskulär, Kinder 2 - 5 ml, nur intravenös.
Ist die Zufuhr größerer Calciummengen angezeigt, so kann bei Erwachsenen die genannte Dosis bis zu 3-mal pro Tag injiziert werden. Außerdem ist eine Kombination mit Calciumpräparaten zum Einnehmen empfehlenswert.
Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Calcium-Sandoz 10 % sonst nicht richtig wirken kann!
Art der Anwendung
Die minimale intravenöse Injektionszeit beträgt 3 Minuten/10 ml.
Bei besonders empfindlichen Patienten (bei starker Vagusreizbarkeit) wird zweckmäßigerweise nach Injektion von je 3 ml eine kurze Pause eingeschaltet. Der Herzrhythmus ist laufend zu überwachen.
Handhabung der OPC (one-point-cut)-Ampullen - Anfeilen nicht erforderlich!
Ampullenspieß nach unten

Farbpunkt nach oben
Im Ampullenspieß befindliche Lösung durch Klopfen oder Schütteln nach unten fließen lassen.
Farbpunkt nach oben
abbrechen.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Calcium-Sandoz 10 % zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Calcium-Sandoz 10 % angewendet haben, als Sie sollten
Im Falle einer beabsichtigten oder versehentlichen Überdosierung informieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt oder Apotheker, damit er über den Schweregrad und ggf. erforderliche weitere Maßnahmen entscheiden kann.
Wenn Sie die Anwendung von Calcium-Sandoz 10 % vergessen haben
Verwenden Sie beim nächsten Mal nicht etwa die doppelte Menge, sondern führen Sie die Anwendung wie in der Dosierungsanleitung beschrieben fort.
Wenn Sie die Anwendung von Calcium-Sandoz 10 % abbrechen
Unterbrechen Sie die Behandlung oder beenden Sie die Anwendung vorzeitig, so müssen Sie damit rechnen, dass sich die gewünschte Wirkung nicht einstellt bzw. das Krankheitsbild sich wieder verschlechtert. Nehmen Sie deshalb bitte Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie die Behandlung beenden oder unterbrechen wollen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Calcium-Sandoz 10 % Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10 000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10 000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Mögliche Nebenwirkungen
Bei intravenöser Gabe von Calcium-Sandoz 10 % kann es zu Übelkeit, Erbrechen, Hitzegefühl, Schweißausbrüchen, Blutdruckabfall und gelegentlich sogar zu Herzrhythmusstörungen oder Kollaps kommen.
In Einzelfällen kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen, z. B. des Herz-Kreislauf-Systems (bis zum Schock) und der Atmungsorgane (bis zum Status asthmaticus) kommen.
Hautrötungen, Brennen oder Schmerzen während der i.v. Injektion können ein Hinweis auf eine versehentliche Injektion in das peri-vaskuläre Gewebe sein, was Gewebsnekrosen zur Folge haben kann.
In Einzelfällen wurde nach intramuskulärer Injektion über eine lokale Reizung an der Injektionsstelle und über eine Weichteilkalzifizierung berichtet.
Eine paravenöse, oberflächlich intramuskuläre bzw. subkutane Injektion kann eine lokale Reizung, Rötung, Schwellung, Induration und Weichteilkalzifizierung zur Folge haben. Die lokalen Hautreaktionen sind überwiegend vollständig reversibel. In Einzelfällen wurde jedoch auch über eine Weichteilnekrose mit nachfolgender Narbenbildung berichtet.
Gegenmaßnahmen
Sollten Sie unerwünschte Wirkungen bei sich feststellen, informieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt oder Apotheker, damit er den Schweregrad feststellen und ggf. über erforderliche weitere Maßnahmen entscheiden bzw. Sie beraten kann.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Ampulle nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Zusätzliche Informationen

Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben
Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Calcium-Sandoz® 10 %
Wirkstoffe:
Calciumgluconat • 1 H2O und Calciumlactobionat • 2 H2O
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, denn sie enthält wichtige Informationen für Sie.
Dieses Arzneimittel ist ohne Verschreibung erhältlich. Um einen bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen, muss Calcium-Sandoz 10 % jedoch vorschriftsmäßig angewendet werden.
• Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
• Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.
• Wenn sich Ihre Beschwerden verschlimmern oder keine Besserung eintritt, müssen Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.
• Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:


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