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«Carvedilol Sandoz 6,25 mg - Tabletten»

Carvedilol Sandoz 6,25 mg - Tabletten


Was ist es und wofür wird es verwendet?

Carvedilol, der Wirkstoff von Carvedilol Sandoz, ist ein so genannter Beta-Blocker und hat im the-rapeutischen Dosisbereich gleichzeitig gefäßerweiternde und auf das Herz stressabschirmende Eigenschaften. Bei Herzschwächepatienten wird gemeinsam mit anderen Medikamenten die Herzleistung verbessert.

Carvedilol Sandoz wird als Zusatzbehandlung zur Basistherapie von leichter, mittelschwerer und schwerer Herzschwäche angewendet.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Carvedilol Sandoz darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Carvedilol oder einen der sonstigen Bestandteile von Carvedilol Sandoz sind, und bei
  • bestimmten Herzrhythmusstörungen (Sick-Sinus-Syndrom, SA-Block, AV-Block 2. und 3. Grades) außer bei Patienten mit Herzschrittmacher
  • zu niedrigem Blutdruck (systolischer Blutdruck unter 85 mmHg)
  • stark erniedrigtem Puls (unter 50 Schläge pro Minute in Ruhe)
  • bei ungenügendem Ausgleich einer verminderten Herzleistung (instabile/dekompensierte Herzinsuffizienz)
  • Herz-Kreislauf-Schock
  • stoffwechselbedingten Störungen des Säure-Basen-Gleichgewichts (metabolische Azidose)
  • einer bestimmten Durchblutungsstörung der Herzkranzgefäße (Prinzmetal-Angina)
  • Bluthochdruck in den Lungengefäßen und Vergrößerung der rechten Herzkammer aufgrund von Lungenerkrankungen (pulmonale Hypertonie, Cor pulmonale)
  • Asthma bronchiale
  • bestimmten mit Atemnot und Krampfzuständen der Bronchialmuskulatur einhergehenden Lungenerkrankungen (chronisch-obstruktive Atemwegserkrankungen)
  • Leberfunktionsstörung
  • unbehandeltes Phäochromozytom (Tumor des Nebennierenmarks)
  • gleichzeitiger Einnahme bestimmter Medikamente zur Behandlung von Depressionen (MAO-Hemmer, ausgenommen MAO-B-Hemmer)
  • gleichzeitiger intravenöser Gabe bestimmter Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmus-störungen (Verapamil und Diltiazem)
  • während der Schwangerschaft und Stillzeit

Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre dürfen aufgrund fehlender Untersuchungen Carvedilol San-doz nicht einnehmen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Carvedilol Sandoz ist erforderlich Carvedilol Sandoz darf nur angewendet werden, wenn Einstellung und regelmäßige Kontrollen durch einen kardiologisch erfahrenen Arzt erfolgen. Bitte informieren Sie Ihren Arzt umgehend, wenn bei Ihnen folgende Erkrankungen auftreten oder Sie an folgenden Begleiterscheinungen leiden. Dies ist sehr wichtig, da Ihr Arzt dies vor und während der Behandlung berücksichtigen muss:

  • Verschlechterung Ihres Zustandes (z.B. Atemnot, Wasseransammlung in den Beinen)
  • schwere Durchblutungsstörungen in den Gliedmaßen oder bei Raynaud-Krankheit (die Symptome können sich verschlimmern)
  • Zuckerkrankheit
  • schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergien)
  • gleichzeitige Behandlung zur Schwächung einer allergischen Reaktionsbereitschaft (Hy-po-/Desensibilisierung)
  • deutlich gesenkte Herzschlagfolge (bei Pulsfrequenz unter 55 Schläge/Minute informieren Sie Ihren Arzt)
  • Schuppenflechte (Psoriasis), auch wenn sie früher oder bei Familienmitgliedern aufgetre-ten ist
  • gleichzeitiger Behandlung mit Arzneimitteln zur Behandlung von Herzschwäche (Digita-lisglykoside) oder zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen (z.B. Verapamil, Diltia-zem)

Bitte informieren Sie Ihren Arzt am Behandlungsbeginn auch, wenn Sie

  • an anderen Krankheiten oder Allergien leiden oder gelitten haben
  • andere Arzneimittel einnehmen, auch wenn diese rezeptfrei sind
  • schwanger sind, glauben, dass Sie schwanger sind, beabsichtigen, schwanger zu werden oder stillen

Bitte halten Sie die von Ihrem Arzt vorgeschriebenen Kontrolluntersuchungen ein.

Wenn Sie an einer chronischen Herzleistungsschwäche, an Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel leiden, wenn Sie älter sind oder einen niedrigen Ausgangsblutdruck aufweisen, wird Ihr Arzt Sie nach Gabe der ersten Dosis bzw. bei Dosissteigerung ca. 2 Stunden überwachen, da es zu ei-nem verstärkten Blutdruckabfall kommen kann.

Sollte es während der Behandlung zu Atemnot bei Belastung oder Ruhe kommen, die Beine an-schwellen, Sie nachts häufiger urinieren müssen, oder wenn bei Ihnen Schwindelgefühl mit nied-rigem Puls auftritt, suchen Sie sofort Ihren Arzt auf.

In seltenen Fällen wurde unter der Behandlung mit Carvedilol Sandoz bei Patienten mit Herzleis-tungsschwäche, die gleichzeitig an niedrigem Blutdruck, Durchblutungsstörung des Herzmuskels (ischämischer Herzkrankheit), generalisierten Gefäßerkrankungen und/oder einer eingeschränk-ten Nierenleistung leiden, eine Verschlechterung der Nierenfunktion beobachtet. Aus diesem Grund wird der Arzt bei Patienten mit den oben genannten Erkrankungen während der Einstel-lung der Carvedilol Sandoz-Behandlung die Nierenfunktion regelmäßig kontrollieren. Bei Ver-schlechterung der Nierenfunktion wird Ihr Arzt die Dosis reduzieren oder gegebenenfalls die Be-handlung absetzen.

Die Behandlung mit Carvedilol Sandoz darf, ohne Rücksprache mit dem Arzt, nicht abrupt ab-gebrochen werden, da es zu Blutdruckerhöhung und verstärktem Auftreten von Angina pectoris-Anfällen kommen kann. Ihr Arzt wird, falls erforderlich, eine schrittweise Reduzierung der Dosis über einen Zeitraum von 2 Wochen anordnen.
Sollten in bestimmten Fällen Clonidin-hältige Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden, wird Ihr Arzt Clonidin erst dann schrittweise absetzen, wenn einige Tage zuvor die Behandlung mit Carvedilol Sandoz beendet worden ist.

Wenn Sie operiert werden müssen, informieren Sie den Narkosearzt über die Einnahme von Carvedilol Sandoz - Tabletten.

Wenn Sie Diabetiker sind und Carvedilol Sandoz einnehmen, kann es zu einer Verschlechterung der Blutzuckereinstellung kommen und Zeichen einer akuten Unterzuckerung können verschleiert oder abgeschwächt werden. Aus diesem Grunde sollte sowohl eine sorgfältige ärztliche Überwa-chung als auch eine Kontrolle der Blutzuckerwerte in kürzeren Abständen erfolgen.

Die Zeichen einer Schilddrüsenüberfunktion können unter Behandlung mit Carvedilol Sandoz verschleiert werden.

Sollte bei Ihnen der Verdacht auf ein Phäochromozytom (Tumor des Nebennierenmarks) beste-hen, wird Ihnen Ihr Arzt Carvedilol Sandoz nicht verschreiben.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie an einer bestimmten Atemwegserkrankung mit Neigung zu Krampfzuständen der Bronchialmuskulatur leiden (chronisch obstruktive Lungenerkrankung), da es unter der Behandlung mit Carvedilol Sandoz zum Auftreten von Atemnot kommen kann. Der Arzt entscheidet, ob eine Behandlung mit Carvedilol Sandoz bei Patienten möglich ist, deren Erkrankung der Atemwege nicht mit entsprechenden Medikamenten behandelt wird. Bitte berücksichtigen Sie strengstens die Dosierungsempfehlungen Ihres Arztes. Wenn bei Ihnen unter der Behandlung mit Carvedilol Sandoz Anzeichen von Atemnot auftreten, benachrichtigen Sie sofort einen Arzt.

Wenn Sie Kontaktlinsenträger sind, beachten Sie bitte, dass der Tränenfluss vermindert sein kann.

Carvedilol Sandoz wurde Ihnen persönlich verschrieben. Sie dürfen dieses Arzneimittel unter keinen Umständen an andere Personen weitergeben.

Wenn Sie während der Behandlung mit Carvedilol Sandoz schwanger werden, kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt.

Die Anwendung von Carvedilol Sandoz kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Bei Einnahme von Carvedilol Sandoz mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Die Wirkung bestimmter Arzneimittel kann durch Carvedilol Sandoz verstärkt oder abgeschwächt werden.

Bei gleichzeitiger Anwendung von folgenden Arzneimitteln kann es zu Wechselwirkungen kom-men:

  • Digitalisglykoside (Arzneimittel zur Anwendung bei Herzschwäche oder Herzrhythmusstörun-gen).
  • Arzneimittel zur Behandlung eines erhöhten Blutzuckerspiegels (orale Antidiabetika) und Insu-lin: Es wird empfohlen, verstärkte Kontrollen des Blutzuckerspiegels vorzunehmen.
  • Arzneimittel, die den Abbau des Wirkstoffes von Carvedilol Sandoz fördern: Die Wirkung von Carvedilol Sandoz kann durch das Antibiotikum Rifampicin und gewisse Schlafmittel (Barbitu-rate) herabgesetzt sein.
  • Arzneimittel, die den Abbau des Wirkstoffes von Carvedilol Sandoz in der Leber hemmen, wie Cimetidin (Medikament zur Behandlung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren): Eine Verstärkung der Wirkung von Carvedilol Sandoz kann nicht ausgeschlossen werden.
  • Ciclosporin (ein Arzneimittel, das bei Patienten nach einer Organtransplantation eingesetzt wird): Ihr Arzt wird die Dosis dieses Arzneimittels unter Umständen herabsetzen.
  • Arzneimittel, die auf das Zentralnervensystem wirken, z.B. Beruhigungsmittel, Schlafmittel, gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen (z.B. tri- und tetrazyklische Antide-pressiva, Fluoxetin, MAO-B-Hemmer) sowie Alkohol.
  • andere blutdrucksenkende Arzneimittel (z.B. Reserpin, Guanethidin, Alpha-Methyldopa, Cloni-din, Guanfacin oder Nitropräparate).
  • Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen (z.B. Kalziumkanal-Blocker vom Ve-rapamil- und Diltiazemtyp und/oder Amiodaron).
  • Narkosemittel.
  • Arzneimittel mit blutdrucksenkender Wirkung oder mit Blutdrucksenkung als Nebenwirkung.
  • Arzneimittel mit Wirkung auf das vegetative Nervensystem (Parasympathomimetika, Sym-pathomimetika).
  • Arzneimittel gegen Migräne (Ergotamin) und Asthma (Amino-, Theophyllin, Beta-Agonisten).
  • bestimmte schmerzstillende und entzündungshemmende Arzneimittel (nichtsteroidale Antiph-logistika, Korticosteroide), bestimmte Hormonpräparate (Östrogenpräparate) und bestimmte muskelerschlaffende Medikamente (curareartige Muskelrelaxantien).

Bei Einnahme von Carvedilol Sandoz zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Sie sollten Carvedilol Sandoz - Tabletten zusammen mit den Mahlzeiten einnehmen, damit der Wirkstoff langsamer aufgenommen wird und so eine zu starke Blutdrucksenkung (Schwindelge-fühl) verhindert wird.
Sie sollten den übermäßigen Genuss von Alkohol vermeiden, da Alkohol die Wirkung von Carvedilol Sandoz beeinflusst.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Carvedilol Sandoz darf während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen (z.B. Schwindel, Müdigkeit) kann die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beein-trächtigt werden. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Carvedilol Sandoz Dieses Arzneimittel enthält Lactose (Milchzucker).
Bitte nehmen Sie Carvedilol Sandoz erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Carvedilol Sandoz immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Soweit nicht anders verordnet, gelten folgende Dosierungsrichtlinien:

Die Dosis wird von Ihrem Arzt für Sie individuell ermittelt werden. Die Behandlung darf nur be-gonnen werden, wenn Sie mit einer üblichen Basistherapie stabil eingestellt sind. Die Dosis von Carvedilol Sandoz darf nur erhöht werden, wenn der klinische Zustand stabil ist. Vor allem wäh-rend der Therapieeinstellung müssen häufige ärztliche Kontrolluntersuchungen erfolgen, um die optimale Dosis für Sie zu ermitteln.

Da die Behandlung mit kleinen Mengen begonnen werden muss und mit höheren Dosierungen fortgesetzt wird, stehen Ihnen auch Carvedilol Sandoz 12,5 mg und 25 mg - Tabletten zur Verfü-gung.

Zu Beginn der Therapie nehmen Sie 2mal täglich ½ Tablette Carvedilol Sandoz 6,25 mg - Tablet-ten über 14 Tage ein. Wenn Sie diese Dosierung vertragen, wird Ihr Arzt in etwa zweiwöchigen Abständen die Dosis von Carvedilol Sandoz 6,25 mg – Tabletten auf jeweils 1 Tablette 2mal täg-lich, anschließend auf 2 Tabletten (entsprechend 12,5 mg Carvedilol) 2mal täglich und schließlich auf 4 Tabletten (entsprechend 25 mg Carvedilol) 2mal täglich steigern.
Für Patienten mit leichter bis mittelschwerer chronischer Herzschwäche mit einem Körpergewicht von über 85 kg kann die Dosis nach weiteren 14 Tagen auf maximal 8 Tabletten Carvedilol San-doz 6,25 mg (entsprechend 50 mg Carvedilol) 2mal täglich gesteigert werden.

Bitte achten Sie, besonders zu Beginn der Behandlung, darauf, ob bei Ihnen Kurzatmigkeit, Herzklopfen beim Treppensteigen, Schwellung der Beine oder Schwindelgefühl auftreten. Sollte dies der Fall sein, suchen Sie bitte Ihren Arzt auf.

Ältere Patienten mit Herzschwäche Eine individuelle Dosiseinstellung unter strenger ärztlicher Überwachung ist notwendig.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion Ihr Arzt wird für Sie die optimale Dosierung festlegen; diese wird sich im Normalfall von der Do-sierung für nierengesunde Patienten nicht unterscheiden.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion Eine Dosisanpassung kann notwendig sein. Carvedilol Sandoz darf bei klinisch relevanten Leber-funktionsstörungen nicht eingenommen werden (siehe Abschnitt 2: "Carvedilol Sandoz darf nicht eingenommen werden,…")

Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren) Es gibt nur unzureichende Daten über die Wirksamkeit und Sicherheit von Carvedilol Sandoz. Daher dürfen Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Carvedilol Sandoz nicht einnehmen (siehe Abschnitt 2: "Carvedilol Sandoz darf nicht eingenommen werden,…")

Art der Anwendung
Bitte beachten Sie die Anweisungen Ihres Arztes. Schlucken Sie die Tablette unzerkaut mit ausreichend Wasser oder einem anderen nicht alkoholischen Getränk.
Carvedilol Sandoz soll zusammen mit einer Mahlzeiten eingenommen werden, damit der Wirk-stoff langsamer aufgenommen wird und eine zu starke Blutdrucksenkung (Schwindelgefühl) vermieden wird.

Dauer der Anwendung
Ihr Arzt legt die Dauer der Behandlung fest.

Wenn Sie eine größere Menge von Carvedilol Sandoz eingenommen haben, als Sie sollten Wenn Sie zu viele Tabletten von Carvedilol Sandoz eingenommen haben, informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt. Er wird die nötigen Schritte einleiten. Bei einer Überdosierung kann es zu star-kem Blutdruckabfall, verlangsamtem Puls, Atembeschwerden, Erbrechen, Bewusstseinsstörun-

gen und Krampfanfällen kommen.

Hinweise für den Arzt sind am Ende der Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Carvedilol Sandoz vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie stattdessen die Folgedosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Carvedilol Sandoz abbrechen
Sie dürfen die Behandlung mit Carvedilol Sandoz ohne Rücksprache mit dem Arzt nicht abrupt abbrechen, da es zu einem Blutdruckanstieg und zu einem verstärkten Auftreten von Angina pec-toris-Anfällen kommen kann. Dies gilt vor allem für Patienten mit Durchblutungsstörungen in den Herzkranzgefäßen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Carvedilol Sandoz Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Die unten angeführten Nebenwirkungen wurden mit folgenden Häufigkeiten beobachtet: Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.

Die Häufigkeit der Nebenwirkungen ist mit Ausnahme von Schwindel, Sehstörungen, niedrigem Blutdruck und langsamen Puls nicht dosisabhängig. Diese Nebenwirkungen wurden vor allem im Zusammenhang mit Dosissteigerungen bei Patienten mit chronischer Herzschwäche beobachtet und sind meist vorübergehender Natur.
Schwindel, Benommenheit, Kopfschmerzen und Schwächegefühl sind gewöhnlich mild und tre-ten vor allem zu Behandlungsbeginn auf.

Infektionen und parasitäre Erkrankungen Häufig: Entzündung der Bronchien (Bronchitis), Lungenentzündung, Infektionen der obe-ren Atemwege, Infektionen des Harntrakts

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Häufig: Blutarmut (Anämie - verminderte Anzahl roter Blutkörperchen, kann zu Blässe, Schwäche und Kurzatmigkeit führen)
Selten: starke Verminderung der Blutplättchen, wodurch ein erhöhtes Risiko einer Blutung und Neigung zu Blutergüssen besteht (Thrombozytopenie)
Sehr selten: Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie)

Erkrankungen des Immunsystems Sehr selten: Überempfindlichkeitsreaktionen (allergische Reaktionen)

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen Häufig: Gewichtszunahme und Erhöhung der Cholesterinwerte; bei Patienten mit bereits bestehender Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus): Erhöhung oder Absinken des Blutzuckerspiegels und Verschlechterung der Blutzucker-Einstellung, Diabetes mellitus, Gicht

Psychiatrische Erkrankungen Häufig: depressive Verstimmungen, Depressionen
Gelegentlich: Schlafstörungen

Erkrankungen des Nervensystems Sehr häufig: Schwindelgefühl, Benommenheit, Kopfschmerzen (insbesondere zu Beginn der Behandlung oder bei Dosissteigerung), Schwächegefühl und Müdigkeit Gelegentlich: Missempfindungen wie Kribbeln oder Taubheit (Parästhesien), kurzfristiger Be-wusstseinsverlust (insbesondere zu Beginn der Behandlung)

Augenerkrankungen Häufig: Sehstörungen, Augenreizungen, verringerter Tränenfluss (trockene Augen)

Herzerkrankungen
Sehr häufig: Herzschwäche
Häufig: Verlangsamung der Herztätigkeit (Bradykardie), Ödeme (Wasseransammlungen im Gewebe an verschiedenen Stellen des Körpers verbunden mit Schwellungen z.B. an Knöcheln, Füßen oder Fingern, Schwellungen im Genitalbereich, Schwel-lungen der Beine), Auftreten eines erhöhten zirkulierenden Blutvolumens (Hyper-volämie) und Flüssigkeitsüberlastung
Gelegentlich: Verschlechterung einer bestehenden Herzschwäche (insbesondere bei Dosisstei-gerung), bestimmte Herzrhythmusstörung (AV-Block), Angina pectoris (Schmerzen im Brustraum, die in die Umgebung ausstrahlen können)

Gefäßerkrankungen Sehr häufig: niedriger Blutdruck
Häufig: Erhöhung des Blutdrucks, Blutdruckabfall beim Aufstehen, der zu Schwindel, Oh-rensausen und Ohnmacht führt (ortostatische Hypotonie), Durchblutungsstörungen der Gliedmaßen (Kältegefühl in den Extremitäten, periphere Gefäßerkrankung), Verstärkung der Beschwerden bei Patienten mit Schaufensterkrankheit (Claudica-tio intermittens) bzw. mit Raynaud-Syndrom (anfallsweise Minderdurchblutung der Finger und Zehen, diese werden blass und kalt), Durchblutungsstörungen der Hirnblutgefäße (zerebrovaskuläres Ereignis)

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums Häufig: Atemnot, Lungenödem (Wasseransammlung in der Lunge), Asthmaanfälle (be-sonders bei dazu veranlagten Patienten)
Selten: verstopfte Nase

Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts Häufig: Magen-Darm-Beschwerden verbunden mit Übelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen und Erbrechen
Gelegentlich: Verstopfung
Selten: Mundtrockenheit

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Gelegentlich: Hautreaktionen (z.B. allergischer Hautausschlag, Entzündung der Haut, Nessel-ausschlag, Juckreiz), Knötchenflechte (lichenplanusähnliche Reaktionen), Schup-penflechte (Psoriasis) oder schuppenflechtenähnliche Ausschläge (wenige Wo-chen bis zu Jahre nach Behandlungsbeginn), Haarausfall (Alopezie)

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Häufig: Gliederschmerzen, Gelenkschmerzen (Arthralgie), Gelenksentzüdungen (Arthritis) Selten: Muskelschwund

Erkrankungen der Niere und Harnwege Häufig: Verschlechterung der Nierenfunktion (bis hin zum Nierenversagen) besonders bei Patienten mit Gefäßerkrankungen und/oder eingeschränkter Nierenfunktion, Stö-rungen bei der Harnblasenentleerung
Sehr selten: Harninkontinenz (unwillkürlicher Harnabgang) bei Frauen (diese Erscheinung bil-det sich aber nach Absetzen der Behandlung wieder zurück)

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse Gelegentlich: Potenzstörungen

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Häufig: Schmerzen, Infektionen, Fieber, grippe-ähnliche Symptome

Untersuchungen Häufig: Erhöhung eines bestimmten Blutwertes, der die Nierenfunktion beschreibt (BUN-Wert)
Sehr selten: Anstieg bestimmter Leberwerte im Blut (ALAT, ASAT und Gamma-GT)

Es wurde unter der Behandlung mit Carvedilol Sandoz bei Patienten mit Herzleistungsschwäche, die gleichzeitig an niedrigem Blutdruck, Durchblutungsstörung des Herzmuskels (ischämischer Herzkrankheit), generalisierten Gefäßerkrankungen und/oder einer eingeschränkten Nierenleis-tung leiden, eine Verschlechterung der Nierenfunktion beobachtet.

Wie bei allen Arzneimitteln, die zur Gruppe der Betablocker gehören, kann unter der Behandlung mit Carvedilol Sandoz eine verborgene Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) auftreten bzw. eine schon bestehende sich verschlechtern.

Wie auch bei anderen Betablockern können in seltenen Fällen Erscheinungen wie Verwirrtheit, Alpträume, Sinnestäuschungen und Psychosen auftreten.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


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