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«Ceclor forte 375 mg/5 ml - Granulat für orale Suspension»

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Ceclor enthält den Wirkstoff Cefaclor. Cefaclor ist ein Breitspektrum-Antibiotikum aus der Gruppe der Cephalosporine. Es hat bakterientötende Eigenschaften und wird gegen Infektionen und Krankheiten eingesetzt, die durch verschiedene Mikroorganismen verursacht werden:

  • Infektionen der oberen und unteren Atemwege (Bronchitis, Lungenentzündung)
  • Infektionen des Hals-Nasen-Ohrenbereichs (Mittelohrentzündung, Nebenhöhlenentzündung, Mandelentzündung und Rachenentzündung)
  • Infektionen der Niere und der ableitenden Harnwege
  • Infektionen der Haut und der Weichteilgewebe
  • Gonorrhö (ist eine, auch als Tripper bekannte Geschlechtskrankheit).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Ceclor darf nicht eingenommen werden,

  • wenn der Patient überempfindlich (allergisch) gegen Cefaclor, andere Cephalosporine und Betalaktamantibiotika oder einen der sonstigen Bestandteile von Ceclor ist.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Ceclor ist erforderlich,

  • wenn der Patient ein Antibiotikum schon vorher einmal nicht vertragen hat.
  • wenn der Patient an Penicillinüberempfindlichkeit leidet. Hier ist auf eine mögliche Kreuzallergie zu achten.
  • wenn der Patient an ausgeprägten Allergien und Asthma leidet oder gelitten hat.

Informieren Sie vor der Einnahme von Ceclor Ihren Arzt, wenn Sie glauben, dass einer der oben aufgeführten Punkte auf den Patienten zutrifft. Er wird entscheiden, ob Ceclor für den Patienten geeignet ist.

Schwere, plötzliche Überempfindlichkeitsreaktion(anaphylaktische/r Reaktion/Schock, Angioödem): Schon bei der ersten Anwendung besteht eine geringe Gefahr, dass der Patient eine schwere allergische Reaktion erleidet, die sich in folgenden Symptomen äußern kann: Engegefühl in der Brust, Gefühl von Schwindel, Übelkeit oder drohende Ohnmacht oder Schwindelgefühl beim Aufstehen. Sollte dies eintreten, informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, da die Anwendung von Ceclor abgebrochen werden muss.

Durchfall: Während der Behandlung mit Antibiotika, einschließlich Ceclor, und selbst mehrere Wochen nachdem die Behandlung beendet wurde, können Durchfälle auftreten. Bei starkem oder anhaltendem Durchfall oder wenn Sie feststellen, dass der Stuhl des Patienten Blut oder Schleim enthält, informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt. Die Behandlung mit Ceclor muss unverzüglich abgebrochen werden, da dies lebensbedrohlich sein kann. Nehmen Sie oder Ihr Kind keine Arzneimittel ein, die die Darmbewegung anhalten oder verlangsamen.

Bei schweren Magen-Darm-Störungen mit Erbrechen und Durchfall ist die orale Anwendung von Cefaclor nicht angebracht, da eine ausreichende Resorption nicht gewährleistet ist.

Bei Einnahme von Ceclor mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie oder Ihr Kind andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Dies gilt insbesondere für:
Bestimmte blutgerinnungshemmende Mittel, bestimmte andere Antibiotika, Mittel gegen Magenübersäuerung (Antacida), harntreibende Mittel (Probenecid) und Mittel zur Hemmung der Blutgerinnung (Antikoagulantien).

Weiters kann Cefaclor labordiagnostische Untersuchungen beeinflussen.

Bei Einnahme von Ceclor zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Ceclor kann mit oder unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Über die Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit entscheidet Ihr Arzt. Da Ceclor in die Muttermilch ausgeschieden wird, sollte in der Stillperiode während der Therapie die Milch abgepumpt und verworfen werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Ceclor hat keinen Einfluss auf die Verkehrtüchtigkeit oder das Bedienen von Maschinen. Gelegentlich können allerdings Nebenwirkungen wie Blutdruckabfall oder Schwindelzustände zu Risiken beim Lenken eines Fahrzeuges oder dem Bedienen von Maschinen führen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Ceclor
Ceclor enthält Saccharose.
Bitte nehmen Sie Ceclor erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Diabetiker-Hinweis:
5 ml der zubereiteten Suspension enthalten 0,23 BE.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Ceclor immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis wie folgt:
Säuglinge über 1 Monat, Kleinkinder und Kinder bis 6 Jahre:
Soweit nicht anders verordnet, beträgt die Normaldosierung 30 mg Cefaclor/kg Körpergewicht/Tag, aufgeteilt in 3 Einzeldosen (3mal täglich 10 mg/ kg KG).

  • Bei schweren Infektionen, Mittelohrentzündung oder bei Infektionen durch weniger empfindliche Erreger sind unter Umständen 40 (-50) mg Cefaclor/kg Körpergewicht/Tag erforderlich, bei Kindern unter 6 Jahren jedoch höchstens 1 g pro Tag. Bei Mittelohrentzündung kann die Gesamttagesdosis in zwei Teilgaben alle 12 Stunden gegeben werden.
  • Bei leichten Infektionen, wie z.B. unkomplizierten Infektionen der ableitenden Harnwege, ist eine Dosierung von 20 mg Cefaclor/kg Körpergewicht/Tag in zwei bis drei Teilgaben alle 8 bzw. 12 Stunden ausreichend.

Kinder von 6 bis 10 Jahre:
Soweit nicht anders verordnet, beträgt die Normaldosierung 3mal täglich 250 mg Cefaclor, entsprechend 3mal täglich 3,5 ml Ceclor Forte 375 mg/5 ml.

  • Für leichte Infektionen, wie z.B. unkomplizierten Infektionen der ableitenden Harnwege stehen Ceclor 125 mg/5 ml - Granulat für orale Suspension und Ceclor 250 mg/5 ml - Granulat für orale Suspension

Erwachsene und Kinder über 10 Jahre:
Soweit nicht anders verordnet, beträgt die Normaldosierung 3mal täglich 500 mg Cefaclor, entsprechend 3mal täglich 6,6 ml Ceclor Forte 375 mg/5 ml.

  • Bei schweren Infektionen (wie Lungenentzündung) oder solchen, die durch weniger empfindliche Erreger verursacht werden, kann die Dosis verdoppelt werden. Eine Tagesdosis von 4g, entsprechend 53,3ml Ceclor Forte 375mg/5ml sollte nicht überschritten werden.
  • Zur Behandlung der akuten gonorrhoischen Urethritis bei Männern und Frauen werden 3 g Cefaclor, entsprechend 40 ml Ceclor Forte 375 mg/5 ml, eventuell zusammen mit 1 g Probenecid, auf einmal gegeben.

Die genaue Dosierung wird von Ihrem Arzt festgelegt. Halten Sie sich an die Dosierungsanweisungen.

Die Packung enthält eine Dosierspritze (5 ml) mit Dosierungsskalen in 0,4 ml- und 0,5 ml-Schritten. Mit Hilfe dieser Dosierspritze können Sie die verordnete Dosis von Ceclor genau dosieren.

Zur individuellen Dosierung stehen auch Ceclor 125 mg/5 ml, Ceclor 250 mg/5 ml sowie Ceclor Duo 500 mg - Filmtabletten und Ceclor Duo 750 mg - Filmtabletten zur Verfügung.

Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion:Über die Anwendung und die entsprechende Dosierung entscheidet der Arzt .
Hämodialyse verkürzt die Serumhalbwertszeit um 25-30 %. Bei Patienten, die regelmäßig hämodialysiert werden, sollte vor der Dialyse eine Initialdosis von 250 mg bis zu 1 g gegeben werden. Die Erhaltungsdosis in der Zeit zwischen zwei Dialysen entspricht der oben angegebenen Dosierung.

Dosierung bei eingeschränkter Leberfunktion:Über die Anwendung und die entsprechende Dosierung entscheidet der Arzt .

Ältere Patienten:Bei älteren Patienten ist keine Dosisänderung nötig.

Art der Anwendung:
Zubereitung der Suspension
Die Zubereitung der Suspension hat durch den Arzt oder Apotheker zu erfolgen:

Trockenpulver durch Aufschütteln lockern. Flasche bis zur Markierung auf der Etikette mit Leitungswasser auffüllen, verschließen und gut schütteln. Die Flüssigkeit muss bis zur Markierung reichen. Falls dies nicht der Fall sein sollte, nochmals Leitungswasser bis zur Markierung nachfüllen und gut schütteln. Eventuell vorhandenen Bodensatz mit geeignetem Gegenstand (z.B. Spatel, Löffel, etc.) loslösen.
Insgesamt müssen zur Herstellung der Suspension mit 375 mg/5 ml Cefaclor 30 ml Wasser zugegeben werden.

Die gebrauchsfertige Suspension im Kühlschrank (2 - 8 °C) aufbewahren und innerhalb von 14 Tagen verbrauchen.

Einnahme:
Ceclor kann mit oder unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Schütteln Sie die Flasche vor jedem Gebrauch. Öffnen Sie den kindersicheren Verschluss durch Niederdrücken und gleichzeitiges Drehen des Deckels.

Die Packung enthält eine Dosierspritze (5 ml) mit Dosierungsskalen in 0,4 ml- und 0,5 ml-Schritten. Entnehmen Sie mit Hilfe der Dosierspritze die verordnete Menge an Ceclor. Sie können Ceclor entweder direkt mit der Dosierspritze verabreichen, oder die entsprechende Menge Ceclor mit der Dosierspritze auf einen Löffel geben und so verabreichen. Waschen Sie die Dosierspritze nach jedem Gebrauch aus.

Gabe der Suspension mit Hilfe der Dosierspritze

  • Vergewissern Sie sich, dass sich das Kind in aufrechter Position befindet.
  • Stecken Sie das Vorderende der Spritze vorsichtig in den Mund des Kindes. Halten Sie die Spritze gegen die Innenseite der Wange.
  • Drücken Sie langsam den Kolben der Spritze hinein. Das Arzneimittel tröpfelt so in den Mund des Kindes. Nicht schnell herausspritzen.
  • Lassen Sie dem Kind Zeit, die Suspension zu schlucken.

Dauer der Anwendung:
Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.
Ceclor soll in der Regel 7 (-10) Tage lang eingenommen werden, mindestens bis 2-3 Tage nach Abklingen der Krankheitserscheinungen.
Bei der Behandlung von Nebenhöhlenentzündungen und von Infektionen mit ß-hämolysierenden Streptokokken ist aus Vorsorglichkeit eine Behandlungsdauer auf mindestens 10 Tage angezeigt, um Spätkomplikationen vorzubeugen.
Es ist wichtig, die vom Arzt verordnete Behandlungsdauer einzuhalten!

Wenn Sie eine größere Menge von Ceclor eingenommen haben, als Sie sollten Berichte über Vergiftungsfälle mit Cefaclor liegen nicht vor.
Bei Auftreten von schweren Überempfindlichkeitsreaktionen sollten Sie Ceclor sofort absetzen und einen Arzt verständigen.
Hinweis für den Arzt: Informationen zu Symptomen und Behandlung einer Überdosierung finden Sie am Ende dieser Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Ceclor vergessen haben
Wenn Sie einmal vergessen haben Ceclor einzunehmen oder Ihrem Kind zu verabreichen, nehmen Sie danach nicht die doppelte Arzneimenge ein, sondern führen Sie die Einnahme wie vorher fort.

Wenn Sie die Einnahme von Ceclor abbrechen
Auch wenn eine Besserung der Krankheitssymptome oder Beschwerdefreiheit eintritt, darf die Behandlung mit Ceclor keinesfalls ohne ärztliche Anweisung geändert oder abgebrochen werden, um eine erneute Verschlechterung bzw. ein Wiederauftreten der Krankheit zu vermeiden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Ceclor Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser
Gebrauchsinformation angegeben sind.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden üblicherweise folgende Häufigkeitsangaben zu Grunde gelegt:

Gelegentlich: - Neutropenie (Verminderung der neutrophilen Granulozyten (bestimmte weiße Blutkörperchen)), Agranulozytose (gefährliche Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen) sowie aplastische oder hämolytische Anämie (verringerte Anzahl bestimmter roter Blutkörperchen)

  • vorübergehende Kopfschmerzen, Hyperaktivität, Nervosität, Schlaflosigkeit oder Schläfrigkeit, Schwindel, Halluzinationen oder Verwirrung Wie bei anderen Cephalosporinen kann eine erhöhte Neigung zu Krampfanfällen nicht ausgeschlossen werden.
  • Vorübergehender Bluthochdruck
  • Vorübergehender Anstieg von bestimmten Leberenzymen (Transaminasen, alkalische Phosphatase) im Serum.
  • Schwere Hauterscheinungen mit lebensbedrohlichen Allgemeinreaktionen (z.B.: Stevens-Johnsons-Syndrom [Schwere Hauterkrankung mit Störung des Allgemeingefindens, schmerzhafte Blasenbildung der Haut besonders im Mund-, Augen und Genitalbereich], schuppende Entzündung der Haut, Lyell-Syndrom [blasige Ablösung der Haut]). Serumkrankheitsähnlichen Reaktionen (multiforme Erytheme oder oben genannte Hauterscheinungen, begleitet von Gelenkbeschwerden mit und ohne Fieber). Im Allgemeinen treten diese offensichtlich allergisch bedingten Erscheinungen während oder nach einer zweiten Behandlung mit Cefaclor auf (häufiger bei Kindern als bei Erwachsenen) und klingen wenige Tage nach Absetzen des Arzneimittels wieder ab. Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen wie Gesichtsschwellung, Zungenschwellung, innere Kehlkopfschwellung mit Einengung der Luftwege, Herzrasen, Atemnot, Blutdruckabfall bis hin zu bedrohlichem Schock. Diese Reaktionen traten teilweise schon nach Erstanwendung auf.
  • Nierenentzündung, die sich nach Beendigung der Therapie von selbst normalisiert.

Nicht bekannt: - Überwucherung mit resistenten Bakterien oder Sprosspilzen bei langfristiger und wiederholter Anwendung

  • Weitere Symptome einer Überempfindlichkeitsreaktion wie Eosinophilie (Erhöhung der Zahl bestimmter weißer Blutkörperchen), ein positiver Coombs-Test, (angioneurotische) Ödeme (Schwellung des Gewebes), Arzneimittelfieber, Scheidenentzündung.
  • Pseudomembranöse Enterokolitis (durch Antibiotika ausgelöste Schleimhautentzündung des Dickdarms [Kolitis] - selten mit möglichem tödlichen Ausgang)
  • leichter Anstieg von Harnstoff oder Kreatinin im Blut und in Einzelfällen

Untersuchungen: Nicht enzymatische Methoden zur Harnzucker- und Eiweißbestimmung sowie der Coombs- Test können falsch-positiv ausfallen.
Es kann zu einem Anstieg des Harnstoffes und Kreatinins im Serum kommen.
Bei Urinanalysen können unterschiedliche Ergebnisse auftreten.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Ungeöffnete Flasche mit Trockenpulver: Nicht über 25°C lagern. In der Orginalverpackung aufbewahren um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Gebrauchsfertige Suspension: Im Kühlschrank (2 - 8 °C) aufbewahren und innerhalb von 14 Tagen verbrauchen.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach "Verw. bis" angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


Bewertungen «Ceclor forte 375 mg/5 ml - Granulat für orale Suspension»